Bewusster leben. Zufriedener sein.
00:00:03: Und
00:00:26: ich sage Hallo ihr Lieben, schön, dass ihr auch in dieser Folge wieder mit dabei seid.
00:00:30: Ich hoffe, jetzt in der Vorweihnachtzeit geht es euch gut, dass ihr in diesem Moment an einem sicheren, an einem schönen und warmen Ort seid und dass ihr euch vom Geist der Weihnacht nicht allzu sehr Einfangen lasst zumindest nicht von dem der westlichen Welt.
00:00:48: Stichwort Konsum, Terror und absoluter Stress zum Jahresende.
00:00:54: Ich möchte euch in der Vorweihnachtzeit ein bisschen mit mehr Spiritualität unterstützen.
00:01:01: Und habe mich kurzfristig entschieden, eine alte Folge von Get Happy aus dem Jahr two-tausend und einundzwanzig zu wiederholen.
00:01:09: Ich bin da einem Impuls gefolgt, weil mein Gast in dieser Folge einer meiner ersten Gäste war und sicherlich ohne Frage auch einer der berühmtesten.
00:01:20: Sein erstes Buchgespräche mit Gott hat sich bis heute zig Millionenfach in aller Welt verkauft.
00:01:28: Es war damals, als es erschienen ist, üblich Über zweieinhalb Jahre hinweg in der Bestsellerliste der New York Times, mittlerweile wurden seine Bücher in vierunddreißig Sprachen übersetzt.
00:01:40: Die Geschichte von Neil Donald Walsh ist bekannt.
00:01:43: Wer sie nicht kennt, hier in aller Kürze.
00:01:46: Auf dem Tiefpunkt seines Privat- und Berufslebens wendet sich der damals noch recht junge Neil Donald Walsh
00:01:55: voller
00:01:55: Zorn, Frust und Ärger in einer Nacht, in der es ihm seelisch und körperlich sehr, sehr schlecht geht.
00:02:02: An Gott und fragt Gott, was zur Hölle soll das?
00:02:07: Warum tust du mir das an?
00:02:08: Warum ist mein Leben so unglaublich geprägt von Leid und Versagen und Scheitern?
00:02:15: Das Unglaubliche passiert.
00:02:17: Gott antwortet ihm.
00:02:19: Der Rest
00:02:20: ist.
00:02:21: Geschichte.
00:02:22: Die Geschichte von Neil Donald Rolsch und einem Buch, das in meiner persönlichen Biografie einen riesigen Fußabdruck hinterlassen hat.
00:02:30: Deswegen war es mir im Jahr twenty-onehundzwanzig, eine unglaubliche Freude und Ehre mit ihm in den Austausch zu gehen.
00:02:38: Falls ihr dieses Gespräch noch nicht gehört habt oder schon lange nicht mehr gehört habt, diese Folge hier ist die Episode mit deutscher Übersetzung.
00:02:48: Wenn ihr das Gespräch komplett auf Englisch hören Dann packe ich euch die Folge von damals hier noch mal in die Show-Notes.
00:02:55: Und jetzt wünsche ich euch viel Vergnügen mit dem großartigen Neil Donald Walsh.
00:03:02: Danke, es ist schön, hier zu sein.
00:03:05: Ich kann dich dienen.
00:03:07: Ich finde es ganz wunderbar, wenn ich schon mal die Gelegenheit habe, mit dir zu sprechen und es ist Weihnachten, dass wir zwei ein bisschen über Gott reden.
00:03:15: Es war die Nacht vor Christmast und all through the house.
00:03:23: Ja, lass uns über Gott
00:03:24: sprechen.
00:03:27: Glaubst du, dass Weihnachten die Zeit ist, wo die meisten Menschen Gott am nächsten sind oder ihm am nächsten
00:03:38: kommen?
00:03:38: Das hoffe ich.
00:03:39: Aber natürlich verbinden nicht alle Menschen auf der Welt Weihnachten
00:03:42: mit Gott.
00:03:43: Du
00:03:43: hast natürlich recht, was das Christentum angeht.
00:03:46: Aber ich bin nicht sicher, dass das auch auf die anderen Religionen zutrifft.
00:03:51: Die Buddhisten,
00:03:51: die
00:03:52: Hindus, die Juden, Milliarden von Menschen.
00:04:18: Also würde ich sagen, dass Deine Aussage nicht ganz korrekt ist, nämlich, dass die meisten Menschen Gott zur Weihnachtszeit am nächsten sind.
00:04:36: Aber für die Christen ist es sicher so.
00:04:39: Ich glaube, es gibt rund zwei Komma fünf Milliarden Christen auf der Welt und das bedeutet natürlich, dass alle anderen Menschen ein ganz anderes Bild von Gott haben und somit auch keine Verbindung zu Weihnachten
00:04:52: haben.
00:04:58: Ja, da hast du natürlich absolut recht und ich stimme dir zu einhundert Prozent zu.
00:05:03: Wir vergessen das ja schnell auch gerade hier im Westen, dass es einen Großteil der Weltbevölkerung gibt, der ein ganz anderes Bild und eine ganz andere Idee von Gott hat.
00:05:14: Und für viele Menschen mich eingeschlossen hat Gott mit Religion überhaupt nichts zu tun.
00:05:19: Ich stelle mich an, dass Gott nichts mit Religionen zu
00:05:23: tun hat.
00:05:23: Ja, da gebe ich dir recht.
00:05:24: Ich glaube auch nicht, dass Gott etwas mit Religion zu tun hat.
00:05:29: Die meisten Menschen wissen wahrscheinlich gar nicht, dass es gegenwärtig rund viertausend dreihundert unterschiedliche Glaubensrichtungen und Religionen gibt.
00:05:41: Und ich kann mir nicht vorstellen, dass es in einer dieser Religionen eine göttliche Kraft gibt, die von den Menschen verlangen würde, nur an das eine und nicht an etwas anderes zu
00:05:59: glauben.
00:06:02: In meinem Verständnis verlangt Gott nicht mal von den Menschen an irgendwas zu glauben.
00:06:09: Es geht viel mehr um eine Einladung an uns Menschen, die göttlichen Fähigkeiten, die wir alle bekommen haben, zu nutzen und unsere Erfahrungen auf diesem wunderbaren Planeten zu machen.
00:06:24: Also, ich hoffe, wir kommen in den nächsten fünfzig Minuten der Idee oder dem Bild von Gott dank deiner Unterstützung ein bisschen näher.
00:06:32: Bevor wir loslegen, Niel, würde mich natürlich interessieren, wie das vergangen Jahr für dich ganz persönlich war.
00:06:38: Es ist genau ein Jahr her, da hast du dein letztes Buch veröffentlicht und geschrieben, The God Solution.
00:06:43: Wie war das Jahr zwanzig, einundzwanzig aus deiner Perspektive?
00:06:48: Wie hast du es erlebt?
00:06:49: Wie hast du die Menschen erlebt?
00:06:57: Ich betrachte es als eine großartige Gelegenheit, uns alle wach zu rütteln.
00:07:04: Immer mehr Menschen zu ermutigen, sich die entscheidenden, sehr kritischen Fragen des Lebens zu stellen.
00:07:18: Und die wichtigste Frage ist meiner Meinung nach, wer sind wir in Beziehung zueinander, in Beziehung zu dem Leben hier auf Erden und ja auch in Beziehung zu Gott?
00:07:39: Wer sind wir wirklich?
00:07:41: Was ist
00:07:42: unsere wahre Identität bezogen auf all die anderen Aspekte des Lebens?
00:07:48: Ich befürchte, die meisten Menschen haben sich diese Frage noch nie ernsthaft gestellt, weil sie vielleicht noch nicht mutig genug
00:07:56: waren, eine
00:07:57: Antwort zu bekommen, die sie so bis heute noch nie gehört
00:08:05: haben.
00:08:06: Aber vielleicht schaffen wir es nicht nur nach dem verrückten letzten Ja, sondern nach vielen, vielen Jahren uns eine wirklich wichtige Frage zu stellen.
00:08:17: Könnte es etwas geben?
00:08:23: Wäre es vielleicht möglich, dass es hier etwas gibt, das wir einfach noch nicht verstehen?
00:08:30: Was Gott betrifft uns selbst und das Leben?
00:08:33: Das in der Tiefe zu begreifen oder alles verändern?
00:08:43: Also, wenn du mich nach meiner Sicht auf das letzte verrückte Jahr fragst, ich bin wirklich voller Hoffnung, nicht überzeugt, aber doch voller Hoffnung, dass sich immer mehr Menschen trauen, ihnen zu halten.
00:08:57: Und sich zu fragen, wissen wir wirklich alles?
00:09:01: Oder gibt es da noch mehr?
00:09:07: Wissen wir wirklich alles über das Leben, über Gott, über uns selbst?
00:09:13: Oder fehlen uns einfach noch ein paar
00:09:16: Daten?
00:09:23: Denn
00:09:24: wenn wir wirklich schon alles wissen, Warum ist das Leben für so viele Menschen dann immer noch so ein Chaos, so eine Tragödie?
00:09:34: Warum ist das Leben so
00:09:36: schwer?
00:09:37: Es
00:09:37: kann nicht sein, dass das der Plan ist.
00:09:40: Es muss etwas geben, das wir einfach noch nicht wissen.
00:09:44: Wenn wir wüssten, was, das würde alles verändern.
00:09:53: Deswegen
00:09:54: bin ich voller Hoffnung, dass dieser historische Punkt, an dem die Menschheit jetzt steht und zu dieser mutigen Frage führt, kann es sein, dass wir hier irgendetwas falsch verstehen oder dass wir zumindest noch nicht alles wissen.
00:10:13: Fehlen
00:10:13: uns vielleicht noch ein paar Informationen?
00:10:17: Viele Menschen fangen an, sich diese Fragen des Lebens zu stellen.
00:10:22: Die Herausforderung ist jedoch, dass wir große Angst vor Veränderung haben.
00:10:27: Wenn jemand mit neuen Informationen oder Ideen kommt, die nicht in unser Weltbild passen, dann entsteht in den meisten Menschen ein sehr starker Widerstand.
00:10:40: Ich gebe dir ein kleines Beispiel aus dem Jahr drei.
00:10:44: Als ein Gentleman namens Galileo Galilei verkündete, ich habe es herausgefunden, dass sich die Erde um die Sonne dreht und nicht etwa umgekehrt.
00:11:01: Aber das war das Gegenteil von dem, was alle glaubten, denn die Kirche lehrte damals wir.
00:11:06: Wir sind das Zentrum des Universums.
00:11:13: Wir
00:11:13: Menschen sind die wichtigste Spezies im Universum und natürlich dreht sich die Sonne um
00:11:19: uns.
00:11:21: Als Galileo das Gegenteil sogar beweisen konnte, wurde er von der Kirche kurzerhand exkommuniziert und traurigerweise brauchte die Kirche weitere dreihundertfünfzig Jahre, um öffentlich einzugestehen, Galileo hatte
00:11:36: Recht.
00:11:39: Also brauchen wir jetzt dringend ein paar Helden, die sich trauen, laut auszusprechen.
00:11:45: Vielleicht gibt es viel mehr, als wir jetzt begreifen.
00:11:50: Vielleicht wissen wir nicht alles über Gott, das Leben und uns selbst.
00:11:57: Das würde uns Menschen etwas demütiger
00:11:59: machen,
00:12:00: die wir so arrogant sind und uns gegen jede Form von Veränderung wären.
00:12:08: Erzähl mir nicht das Gegenteil von dem, was ich gelernt habe.
00:12:12: Erzähl mir nichts von Veränderung.
00:12:14: Ich will nichts über Veränderung hören.
00:12:19: Nun,
00:12:19: es wird eine Menge Mut erfordern, diese Fragen zu stellen.
00:12:26: Wenn
00:12:26: wir schon Angst haben, darüber zu diskutieren, wie sollen wir dann erst über Gott diskutieren?
00:12:38: I'm not afraid to have a conversation about God.
00:12:42: Wird ja dann kommst du in die Hölle.
00:12:44: Nein, das glaube ich nicht.
00:12:45: Ich glaube sogar, dass ich persönlich Gott näher bin, als ich ihr jemals war.
00:12:52: Oh mein Gott, du wachst es, Gott als weiblich zu bezeichnen?
00:12:56: Moment, Moment.
00:12:59: Das weiß doch jeder, dass Gott ein Mann ist.
00:13:08: Das ist Blass für mich.
00:13:10: Persönliche Erfahrung.
00:13:11: Ich erzähle dir eine kleine Geschichte.
00:13:13: Ich habe vor ungefähr einem Jahr eine Meditation gemacht und in dieser Meditation saß ich an einem langen Holztisch.
00:13:19: Und irgendwann bemerke ich an diesem Tisch sitzen links von mir eine Präsenz, also nicht eine Person oder eine Gestalt, sondern einfach eine Präsenz.
00:13:31: Und ich schaue nach links und mich durch Pferd ein tiefes Begreifen.
00:13:36: Und ich habe Gänsehaut am ganzen Körper und ich denke,
00:13:40: Ach so,
00:13:41: Gott ist weiblich.
00:13:44: Gott ist weibliche Energie.
00:13:48: Das war ziemlich beeindruckend.
00:13:50: Wow.
00:13:54: Du bist ja echt eine radikale Person.
00:13:56: Ich kann mir vorstellen, dass die Menschen echt Angst vor dir haben.
00:14:01: Aber mal ehrlich, du könntest recht haben.
00:14:04: Natürlich ist Gott kein
00:14:06: Mann
00:14:07: und keine Frau.
00:14:09: Gott ist ein geschlechterloser Aspekt des Lebens.
00:14:14: Gott ist keine Person, die herumläuft und, obwohl, warte mal, vielleicht ist Gott ja doch ein Mann mit langen weißen Haaren, mit Bart und der manchmal eine Brille trägt.
00:14:32: Und er die ganze Zeit ein blaues Hemd trägt, zufällig, so wie du.
00:14:38: Meistens, denn blau ist Gott's Lieblingsfarbe.
00:14:41: Und wenn du kein Blau trägst, kommst du in die Hölle.
00:14:45: Aber vielleicht geht es doch um etwas viel Größeres.
00:14:49: Vielleicht kennen wir nicht die ganze Geschichte.
00:14:51: Weißt du, was sehr interessant ist?
00:14:55: In jedem anderen Bereich der menschlichen Geschichte haben wir uns ständig weiterentwickelt.
00:15:00: Wir machen riesige Fortschritte in der Wissenschaft.
00:15:03: In der Technologie und in der Medizin, denn wenn wir nicht weiter forschen und keine neuen Fragen stellen würden, dann gäbe es diese großartigen technischen, medizinischen und wissenschaftlichen Wunder- und Errungenschaften gar nicht, die wir allein in den letzten zwanzig Jahren entdeckt
00:15:20: haben.
00:15:32: Wenn es um Gott geht, was vielleicht der wichtigste Themenbereich von allen ist, ausgerechnet in der Theologie, mit der wir ein tieferes Verständnis dafür entwickeln könnten, wer oder was Gott ist, haben wir einfach aufgehört.
00:15:46: Aufgehört zu fragen und nicht nur das.
00:15:55: weil wir Veränderung hassen und natürlich weil wir Angst haben.
00:16:00: Unsere Eltern und auch die Weltreligionen haben uns beigebracht, dass Gott uns alle verurteilt, verdammt und bestrafen wird, wenn wir nicht dem folgen, was man uns über ihn gesagt
00:16:15: hat.
00:16:19: Ich gebe dir ein Beispiel.
00:16:21: Als ich neun Jahre alt war, ging ich auf eine katholische
00:16:24: Schule.
00:16:27: Und einmal in der Woche kam ein Priester vorbei, um mit uns Kindern über den Kathichismus zu sprechen.
00:16:33: Und dieser Priester sagte uns Kindern, wenn wir nicht jeden Sonntag in die Messe gehen.
00:16:46: Außer wir hätten eine wirklich gute Entschuldigung.
00:16:49: Ein Elternteil ist krank oder man musste arbeiten, dann ist das okay.
00:16:53: Aber wenn du lieber Golf spielen gehst oder einfach zu müde bist und einfach die Woche drauf in die Kirche gehst, dann wenn du dann zum Beispiel bei einem Autounfall stirbst, dann kommst du in die Hölle.
00:17:14: Das hat der Priester uns gesagt und er hat keinen Witz gemacht.
00:17:17: Ihr kommt in die Hölle.
00:17:19: Aber wir könnten uns restlichen natürlich beichten.
00:17:32: Ausgerechnet in dieser Woche war ich nicht in die Messe gegangen.
00:17:36: Ich wollte lieber mit den anderen Kindern Baseball spielen.
00:17:39: Ich hatte mir nichts Großes dabei gedacht.
00:17:41: Mir war nicht klar, wie ernst die Sache ist.
00:17:43: Außerdem ging ich sonst immer in die Messe.
00:17:46: Also rannte ich dieser kleinen neuen Jahr Jahre alte Junge wie ein Errer in die Kirche umzuweichen.
00:17:59: Und betete, dass mich auf dem Weg dorthin kein Auto überfahren würde.
00:18:04: Ich habe links, ich habe rechts geschaut.
00:18:06: Ich würde ja eine Hölle landen.
00:18:08: Lieber Gott, schick mich nicht in die Hölle.
00:18:11: Ich schlich also zu beichte und gestand dem Priester, dass ich am vergangenen Sonntag nicht beim Gottesdienst war, weil ich lieber spielen wollte.
00:18:18: Und dann wurde mir vergeben.
00:18:27: Aber es geht noch schlimmer.
00:18:34: Als ich in der dritten Klasse war, erzählten uns die Nonnen von der Taufe.
00:18:38: Das heilige Sakrament, nachdem es Kindern und Babys, die nicht getauft sind, nicht erlaubt ist, zu Gott in den Himmel zu fahren, wenn sie sterben.
00:18:54: Und wir dachten, was?
00:18:56: Gott würde diese Babys in die Hölle schicken, weil die Eltern sie nicht getauft hatten?
00:19:02: Und die Nonnen meinten, nein, nein, nicht in die Hölle, in Slimbus.
00:19:11: Limbus.
00:19:13: Limbus ist der Vorraum
00:19:15: zur Hölle.
00:19:15: Von dem aus du aber ebenfalls nicht in den Himmel einkehren kannst, um die Freude Gottes zu erfahren.
00:19:25: Und wir Kinder waren völlig außer uns und fragten die Nonne, aber Schwester, das Baby kann doch nichts dafür.
00:19:39: Was ist denn, wenn die Eltern genau in diesem Moment auf dem Weg zu Taufe sind und Zigaraten in einen schrecklichen Autounfall und das Baby
00:19:48: stirbt?
00:19:50: Dann würde Gott doch eine Ausnahme machen und das Baby zu sich holen, oder?
00:19:59: Und die Schwester sagte nur, sorry, Kinder, nur getaufte Babys dürfen in Himmel.
00:20:05: Keine Ausnahmen.
00:20:18: Ich übertreibe nicht, uns wurde beigebracht, dass Gott uns bestraft, wenn wir seinen Gesetzen nicht gehorchen.
00:20:25: Aber was sind Gottes Gesetze?
00:20:33: Das kommt sehr darauf an, welches Buch du gelesen hast.
00:20:37: Das Buch Agita, das Buch Mormon, den Koran, die Bibel, den Talmud.
00:20:47: Dann hoffe ich mal, du liest das richtige Buch, denn sonst gibt es eine Menge Ärger.
00:20:51: Ich finde, das bricht einem das Herz, wenn man allein daran denkt, so ein neunjähriger, kleiner Knopf.
00:20:58: Kannst du dich noch erinnern, wie du dich damit gefühlt hast?
00:21:01: Also auch mit dieser Idee, also da gibt es einen Gott und der bestraft dich und der verurteilt dich, wenn du mal ein Fehler machst.
00:21:08: Wie ging's dir damit?
00:21:10: Wie hast du dich gefühlt?
00:21:12: Ich hatte Angst, ich hatte Angst natürlich.
00:21:18: Später habe ich das in Frage gestellt, aber mit neun Jahren habe ich Autoritäten vertraut.
00:21:24: Wie dem Priester, der aussah, wie Bing Crosby im Kinofilm der Weg zum Glück.
00:21:28: Mit zehn, elf, zwölf Jahren dachte ich dann, Moment mal.
00:21:33: Irgendjemand
00:21:34: muss sich hier gewaltig irren.
00:21:36: So kann Gott nicht sein.
00:21:49: Das ist super interessant, was du sagst, weil ich habe tatsächlich mit schon einigen Gästen hier bei mir über dieses Thema gesprochen und wir waren uns da total einig, dass wir alle als Kinder immer so um die elf, zwölf, dreizehn Jahre das Gefühl hatten und den Gedanken...
00:22:04: Ja,
00:22:04: aber das ergibt überhaupt keinen Sinn.
00:22:07: Also wenn es einen Gott geben sollte und der ist so streng und so rechend und verurteilend, warum sollte das so sein?
00:22:16: Das ergibt einfach keinen Sinn.
00:22:19: Und das ist nicht nur in einer Kirche so.
00:22:21: Ich bin Protestant, so.
00:22:22: Es war das Gleiche.
00:22:23: Viele
00:22:24: Kirchen, viele Religionen lehren eine Doktrin, die sehr unwahrscheinlich ist.
00:22:30: Echt?
00:22:31: Wirklich?
00:22:35: Wenn du eine Frau bist, musst du dich von Kopf bis Fuß in einem Gewand verstecken und darfst nur einen kleinen Schlitz vor den Augen freilassen?
00:22:43: Und du darfst in Begleitung eines männlichen Verwandten das Haus verlassen?
00:22:47: Du darfst nicht wählen, du darfst nicht zur Schule gehen, dich nicht ausbilden lassen, weil du weiblich bist?
00:22:53: Ja, es ist
00:22:55: absurd,
00:22:56: ja.
00:22:57: Und es ist so schade, weil ich glaube, das ist einer der Gründe, warum sich auch die Menschen heutzutage so schwer damit tun, an Gott zu glauben.
00:23:05: Also warum sollte man an jemanden glauben, der eine nur verurteilt und die ganze Zeit nur bestraft?
00:23:12: Und ich finde es doppelt schade, weil ich glaube, dass gerade in den Zeiten, in denen wir aktuell sind, es unheimlich hilfreich wäre, an etwas Gutes zu glauben, an Hoffnungen zu glauben, Zuversicht.
00:23:26: und an Liebe.
00:23:27: Denn die Menschen überall auf der Welt, ich weiß nicht, wie es in Amerika ist, aber in Europa und auch in Deutschland, das ist ganz extrem, die sind so getrennt voneinander und so gespalten.
00:23:37: Und ich glaube wirklich tief aus meinem Herzen, dass das einfach nicht unserem naturell entspricht, weil wir Menschen alle miteinander verbunden sind und uns auch wieder miteinander verbinden sollten.
00:23:48: Ja, es ist einfach nicht unsere menschliche Natur.
00:23:53: Natürlich ist das nicht unsere menschliche Natur, aber wir sind durch Religionen zu Tode geängstigt worden.
00:24:01: Und
00:24:01: die Einladung durch die Religionen heutzutage sollte doch sein, ob wir nicht einen neuen Weg finden können, einfach Menschen zu sein.
00:24:10: Ohne Angst, dass eine Taktik einzusetzen, ohne Angst als Motivation einzusetzen.
00:24:17: Das ist die Herausforderung, vor der alle Religionen der Welt jetzt stehen.
00:24:22: Wo wären wir ohne unsere Angst vor Gott?
00:24:29: In Amerika ist es sehr angesehen zu sagen, ich bin ein Gottes fürchtiger
00:24:33: Mann.
00:24:34: Wir bewundern diese Menschen, die
00:24:36: Gott fürchten.
00:24:44: Ich bin ein Mensch, der Gott liebt.
00:24:48: Ich habe keine Furcht vor Gott, aber vielleicht sollte ich.
00:24:51: Vielleicht komme ich sonst in die Hölle.
00:24:53: Ich könnte mich irren.
00:24:55: Was soll ich sagen?
00:24:55: Aber wie sagt der George Bernard Shaw so
00:24:58: schön?
00:24:58: Vielleicht
00:24:59: ist die Hölle ja der Ort, an dem alle interessanten Menschen
00:25:03: landen.
00:25:06: Yeah, I mean, we don't know.
00:25:07: Maybe this is when the fun part begins.
00:25:10: We don't know.
00:25:12: Niel, es heißt ja immer, dass der Mensch nur in schwierigen Zeiten wächst und im Grunde genommen war es ja in deiner Biografie genauso.
00:25:21: Also wir kriegen einen richtigen Schlag vor den Bug, wir brauchen eine Krise, um zu wachsen und dann am Ende zu erwachen.
00:25:29: Wenn wir diese Theorie jetzt mal anwenden auf die globale Situation, glaubst du, dass vielleicht auch wir als Menschen Genau diese Krise gerade brauchen, um aufzuwachen, weil es einfach nicht anders geht, also praktisch für ein kollektives Erwachen?
00:25:47: Ich weiß, was du meinst und ich hoffe, die Antwort lautet nein.
00:25:56: In meinen Gesprächen mit Gott wurde mir gesagt, dass wir Menschen diese Krise nicht brauchen, um aufzuwachen.
00:26:03: Viele Menschen sind aufgewacht ohne eine Krise, nur aus einem tiefen Verlangen heraus oder in einer Meditation zum Beispiel.
00:26:22: Es gab mal einen Typen vor langer Zeit, der meditiert hat.
00:26:25: Er saß unter dem sogenannten Bodhibaum.
00:26:29: Er hatte überhaupt keine Krise.
00:26:30: Aber als er zurückkam aus dieser Meditation, war er erleuchtet.
00:26:35: Sie nannten
00:26:37: ihn Buddha.
00:26:40: Sein Name war Siddhartha Gautama und er hat uns gezeigt, dass es keine Krise braucht, um erleuchtet zu sein oder aufzuwachen.
00:26:51: Eine Krise kann natürlich der Auslöser sein, aber sie ist sicher nicht notwendig.
00:26:57: Ich glaube nicht, dass die Menschen immer mit dem Rücken an der Wand stehen müssen.
00:27:01: Manchmal braucht es einfach ein tiefes Bedürfnis aufzubauen und wirklich zu begreifen, wer sie sind, wer Gott ist und den wahren Sinn dieses Lebens.
00:27:16: Und
00:27:17: ich hoffe einfach, dass das, was gerade in der Welt geschieht, so viele Menschen wie möglich ermutigt, sich diese essentiellen Fragen zu stellen.
00:27:26: So dass wir in Zukunft vielleicht einen anderen Weg einschlagen.
00:27:31: Einen, auf dem wir noch nie gereist sind.
00:27:38: Ich habe da eine ganz persönliche Geschichte aus natürlich in einer winzigen Zusammenfassung schon zu Beginn dieses Podcastes.
00:27:47: Ich würde gerne mit dir eine kleine Zeitreise machen in die frühen neunziger Jahre.
00:27:52: Zu diesem Mann, Neil Donald Walsh, der du damals warst.
00:27:56: Völlig am Boden, total verzweifelt, voller
00:27:59: Wut,
00:28:00: voller Groll.
00:28:01: Du hattest alles verloren.
00:28:03: Dein Haus, dein Job, deine Gesundheit, deine Familie.
00:28:06: Wenn du diesen Mann heute begegnen würdest, wie stehst du zu ihm?
00:28:10: oder was würdest du ihm sagen?
00:28:14: Ich würde ihm sagen, Ich bin froh, dass du aufgewacht bist.
00:28:18: Ich bin froh, dass du ins Bewusstsein gekommen bist.
00:28:22: Darüber, wer du bist und warum du hier bist.
00:28:25: Ich würde sagen, gut gemacht.
00:28:28: Gute Arbeit.
00:28:29: Tut mir leid, dass es so lange gedauert hat.
00:28:31: Sorry
00:28:31: it took you so long.
00:28:33: Sorry it took you over half century.
00:28:36: Sorry, dass es gut ein halbes Jahrhundert gedauert hat, bis du verstehst.
00:28:41: Und bist du angefangen hast, andere Menschen so zu behandeln, wie sie wirklich sind und dass auch du dich zeichst und dich verhälst, wie du wirklich bist.
00:28:54: Besser spät als nie.
00:28:57: Ich würde ihm sagen, ich bin sehr glücklich, dass du zumindest einen Teil der Wahrheit gefunden hast, bevor du gestorben
00:29:04: bist.
00:29:11: Und
00:29:11: ich bin glücklich, dass das passiert
00:29:13: ist.
00:29:14: Es hat mein Leben verändert wird.
00:29:16: Ich konnte
00:29:17: mir natürlich niemals vorstellen, dass meine Geschichte auch andere Menschen berühren würde.
00:29:22: Meine Erfahrung war eine sehr heilige und persönliche, und ich hätte nie gedacht, was daraus entstehen würde.
00:29:31: Ich habe einfach Notizen in ein Tagebuch gekritzelt.
00:29:35: Aber in diesem Gespräch mit Gott wurde mir gesagt, eines Tages wird das hier ein Buch sein.
00:29:41: Und sehr viele Menschen werden es lesen.
00:29:46: Ich konnte das nicht glauben, aber ich sagte mir, okay, ich probiere es einfach aus.
00:29:57: Also schickte ich meine handgeschriebenen Notizen, ich schreibe immer mit darin, nie am Computer, an eine Stenographin und Bazi diese Notizen zu Papier zu
00:30:11: kriegen.
00:30:14: Wir
00:30:14: schickten alles bloß an drei Verlage und eines Tages rief mich der Chef eines Verlags zurück.
00:30:28: Er sagte, das ist ziemlich bemerkenswert, was du da geschrieben hast.
00:30:32: Wir würden das gerne veröffentlichen.
00:30:34: Ich dachte, er will mich auf den Arm nehmen.
00:30:37: Sie wollen meine handgeschriebenen Notizen veröffentlichen?
00:30:45: Und er meinte, ja, warum sonst haben sie uns dieses Buch geschickt, wenn sie es gar nicht veröffentlichen wollen.
00:30:51: Und ich sagte,
00:30:53: weil
00:30:53: Gott mir das gesagt hat.
00:30:55: Aber ich habe doch nicht eine einzige Minute wirklich daran geglaubt.
00:31:03: Ich dachte nicht ernsthaft, dass irgendein Verlagsleiter durch die Redaktion rennt und zu den Angestellten verkündet, stopp die Maschinen.
00:31:11: Ihr werdet es nicht glauben, hier ist ein Typ, der hat mit Gott gesprochen.
00:31:33: Gespräche
00:31:34: mit Gott.
00:31:35: Aber diesen Titel wollten sie nicht.
00:31:37: Nein, also so können wir das Buch nicht
00:31:39: nennen.
00:31:40: Das würde die Menschen ja abschreiben.
00:31:44: Niemand
00:31:44: kauft ein Buch, das Gespräche mit Gott heißt.
00:31:47: Außerdem würde niemand glauben, dass jeder Mensch eine solche Erfahrung machen kann.
00:31:52: Also sagte ich, wenn wir es nicht Gespräche mit Gott nennen wollten, dann veröffentlicht es ihm nicht.
00:32:03: Sie meinten, okay, wenn du unbedingt willst, aber niemand wird dieses Buch kaufen.
00:32:11: Sie hatten recht, nur fünfzehn Millionen Mal übersetzt in sieben und dreißig Sprachen.
00:32:16: Es hätte sich sicher öfter verkaufen können.
00:32:25: Ich möchte nicht angeben und auch nichts größer machen, als es ist, aber genau das ist passiert.
00:32:30: Das ist aus heutiger Sicht wirklich verrückt und auch fast ein bisschen lustig, weil du natürlich mit deinen Büchern das Leben von Millionen von Menschen verändert hast.
00:32:40: Übrigens auch meins, ganz persönlich.
00:32:42: Also meine Geschichte mit Gespräche, mit Gott war, dass es mir in dem Jahr zwei Tausend sechs, zwei Tausend sieben wirklich privat nicht besonders gut ging.
00:32:50: Ich hatte eine Beziehung beendet.
00:32:52: Das hat sehr weh getan und ich habe meinen Körper gehasst und ich war voll im Schmerz.
00:32:57: Und dann habe ich dann Buch das erste Mal in die Hände bekommen und habe es, glaube ich, bei Seite vierzig oder so wirklich wütend in die Ecke gefeuert und habe gesagt, was soll das?
00:33:08: Und das verstehe ich nicht.
00:33:09: Und so ein Quatsch, das überhaupt nicht meins.
00:33:12: Und sechs oder sieben Monate später hat es mich zurückgezogen zu diesem Buch und da war ich bereit, es zu lesen.
00:33:20: Und ich muss echt sagen, es hat, ja.
00:33:24: So vieles verändert.
00:33:25: Es war so ein wahnsinniger Wegweiser für mich und sehr erhellend.
00:33:29: Also sehr interessant.
00:33:30: Was hat deine Meinung geändert?
00:33:33: Noch mehr Leid.
00:33:36: Ja.
00:33:41: Ich glaube, ich war einfach bereit, den nächsten Schritt zu gehen und ich hatte auch überhaupt keine Lust mehr zu leiden.
00:33:48: Oder ich habe einfach auf diese innere Stimme gehört, die wir alle haben.
00:33:52: Ich glaube wirklich fest, dass niemand von außen dich bewegt, etwas zu tun, sondern es muss aus dir herauskommen.
00:34:01: Also du musst diese innere Stimme hören, oder?
00:34:05: Yes, of course.
00:34:05: Ich stimme dir in allem zu.
00:34:07: But you can disagree too.
00:34:10: Ich wiederhole einfach alles, was du sagst.
00:34:13: I'm just gonna repeat everything.
00:34:15: In Therapy they call that pacing.
00:34:17: Did you know that?
00:34:26: Das ist tatsächlich eine Therapiemethode, wenn der Therapeit alles wiederholt, was der Klient sagt.
00:34:32: Ne, das wusste ich nicht.
00:34:34: In Amerika haben wir diese schrägliche Angewohnheit zu wiederholen, was der andere sagt.
00:34:39: Einfach, um ihn ein bisschen aufzustacheln.
00:34:49: Aha, na, wieder was dazu gelernt, Niel.
00:34:53: Zur Veröffentlichung dieser Folge ist der vierundzwanzigste Dezember.
00:34:57: Es ist der Geburtstag von Jesus Christus, dem Sohn Gottes.
00:35:02: Was glaubst du, was passieren würde, wenn Jesus heute am vierundzwanzigsten Dezember im Jahr zweitausendundundzwanzig zurückkehren würde auf die Erde?
00:35:12: Würden wir ihn erkennen?
00:35:15: Würden wir ihm zuhören?
00:35:17: Würden wir seine Botschaft verstehen?
00:35:20: Oder würden wir ihm überhaupt glauben?
00:35:23: Oder würden wir ihn wieder davon jagen?
00:35:27: Das
00:35:27: ist eine gute Frage.
00:35:38: Das ist eine sehr gute Frage.
00:35:42: Vermutlich
00:35:43: würden wir alles, was er sagt, noch mehr anzweifeln als vor zweitausend Jahren.
00:35:50: Aber meine Hoffnung wäre, dass wir ihm zuhören
00:35:56: würden.
00:35:58: Und aus dem, was er sagt, kein Dogma
00:36:01: machen oder
00:36:03: einen Befehl, dass wir nicht etwas daraus machen, dem wir zustimmen müssen und somit unsere Selbstermächtigung aufgeben.
00:36:15: Ich würde mir wünschen, dass wir aufmerksam zuhören, was er zu sagen
00:36:20: hat
00:36:21: und uns dann die Erlaubnis geben, es in unserem Leben auch.
00:36:28: Liebe, liebe Deine Feinde, bete für die, die Dich verfolgen und tue auch denen Gutes, die Dir nicht wohlgesonnen sind.
00:36:41: Und wenn Dich jemand Ohr feigt, dann halte ihm auch die andere Wange.
00:36:46: Und wenn Dich jemand nach Deinem Mantel fragt, dann gebe ihm auch Dein T-Shirt.
00:36:53: Und wenn dich jemand bittet, eine Meile mit ihm zu gehen, dann begleite ihn über zwei.
00:37:00: Richte deine Faust nicht gern Himmel und verfluche die Dunkelheit, sondern erhelle die Dunkelheit mit deinem Licht.
00:37:10: Dann wird dir vielleicht klar, wer du wirklich bist.
00:37:13: Und all diejenigen, deren Leben du berührst, werden durch dich vielleicht verstehen, wer sie wirklich sind.
00:37:19: Urteile nicht und verdammt niemanden.
00:37:24: Ja, ich finde das einfach ein sehr interessantes Gedankenspiel, was wir Menschen heute täten.
00:37:30: Ob wir ihn glauben würden oder ob wir ihn wieder ans Kreuz nageln würden.
00:37:36: Gute Frage.
00:37:37: Es käme wahrscheinlich darauf an, wie weit wir uns als Zivilisation entwickelt haben.
00:37:44: Und ob wir glauben könnten, dass ein göttliches Wesen, das sehr hoch entwickelt ist, uns auf der Erde besucht, um seine Wahrheit mit uns zu teilen?
00:37:59: Und es wäre sicher auch entscheidend, ob diese Wahrheit mit unserer Wahrheit übereinstimmt.
00:38:08: Wie gesagt, wir tun uns mit Veränderung und neuen Sichtweisen sehr schwer.
00:38:14: Vor allem, wenn sie dem widersprechen, was wir gelernt
00:38:17: haben.
00:38:23: Das
00:38:24: ist ja auch der Grund, warum Jesus gekreuzigt
00:38:26: wurde.
00:38:27: Denn
00:38:27: das, was er sagte, das war etwas völlig anderes als das, was die Kultur zu dieser Zeit für die Wahrheit
00:38:35: hielt.
00:38:36: Und er drückte sich sehr unmissverständlich aus.
00:38:39: Er hielt eine Münze hoch und fragte Gott oder Mammon?
00:38:44: Ganz einfach, beides geht nicht.
00:38:47: Das
00:38:48: war die Situation auf diesem Planeten.
00:38:50: Wofür entscheiden wir uns?
00:38:53: An wen oder was glauben wir?
00:38:56: Also sperrten sie ihn ein, bestraften und kreuzigten ihn.
00:39:00: Denn er sagte Dinge, die gegen das allgemeine Verständnis sprachen.
00:39:10: Sind wir heute, zweitausend Jahre später, weiter?
00:39:16: Die Herausforderung
00:39:17: ist, dass wir das, was einen Mann namens Jesus Christus uns einst lehrte, in ein neues Dogma gepresst haben, dem wir nun alle gehorchen müssen.
00:39:30: Oder wir werden alle verdammt.
00:39:33: Es
00:39:34: fällt mir einfach schwer zu glauben, dass es eine göttliche Kraft gibt oder eine höhere Macht, die nach unserem Tod vor uns steht und wirklich sagt, ich verstehe das.
00:39:46: Ja, du warst ein freundlicher, mitfühlender, akzeptierender, liebender Mensch.
00:39:51: Gut, vergebend, großzügig
00:39:54: liebend.
00:40:05: Aber
00:40:06: das ist egal, denn du bist dem jüdischen Glauben gefolgt und deswegen landest du in der Hölle.
00:40:11: So wie alle Moslems, alle Buddhisten, alle Hindus.
00:40:14: Es landen leider alle anderen in der Hölle, außer du bist dem richtigen Glauben gefolgt.
00:40:22: Bist du dem richtigen Glauben gefolgt und musst du übrigens nicht freundlich und großzügig und mit fühlen sein?
00:40:31: In der katholischen Kirche gab es die Ablastzahlung.
00:40:34: Was nichts anderes bedeutete als, mit der richtigen Summe kannst du dich von all deinen Sünden freikaufen.
00:40:49: So entstand übrigens die protestantische Bewegung durch Martin
00:40:53: Luther.
00:40:57: Weil der meinte, das kann doch wohl nicht wahr sein und auch nicht richtig.
00:41:02: Daraus entwickelten sich weitere Kirchen,
00:41:05: die
00:41:05: Methodisten, die Baptisten.
00:41:07: Aber alle hatten eins gemeinsam.
00:41:10: Du musst ein
00:41:12: Christ sein.
00:41:19: Sonst landest du in der Hölle.
00:41:27: Ja, und wie wunderbar wäre es, wenn wir alle einfach aufhören würden, Recht haben zu wollen.
00:41:35: Und wenn wir uns wieder verbinden würden und uns in einer Haltung begegnen, hey, ich bin okay, du bist okay.
00:41:42: Und dass wir uns auch alle dasselbe wünschen, nämlich Gemeinsamkeit und Liebe und auch Frieden auf Erden.
00:41:53: Würden wir uns trauen, an einen Gott zu glauben, der in seiner Essenz nichts als reine Liebe ist?
00:42:02: Darum geht es auch in meinem aktuellen Buch The God Solution.
00:42:05: Ich bin sicher.
00:42:06: Die Lösung für alle menschlichen Herausforderungen, theologisch oder spirituell, liegt darin, eine neue Definition von Gott zu finden.
00:42:15: Ein
00:42:16: neues Verständnis dafür, wer oder was Gott.
00:42:20: ist, erkennen, dass Gott nichts anderes ist als reine
00:42:25: Liebe.
00:42:30: Wenn ich darüber in meinen Vorträgen spreche, steht immer einer in der letzten Reihe auf und sagt,
00:42:36: ach
00:42:36: komm, erzähl uns doch mal was Neues.
00:42:41: Das
00:42:42: soll deine revolutionäre neue Botschaft sein, Gott ist Liebe, das wissen wir, das behaupten alle Religionen.
00:42:56: Und dann sage ich, Moment, ich habe nicht gesagt, Gott ist Liebe, ich habe gesagt, Gott ist reine Liebe.
00:43:08: Und dann der Typ, aha, und wo ist da bitte der Unterschied?
00:43:12: Der Unterschied ist, dass reine Liebe gar nichts von uns will, nichts von uns verlangt.
00:43:20: Nichts von uns fordert uns auch nichts befiehlt.
00:43:25: Der Unterschied ist, dass reine Liebe gar nichts von uns will.
00:43:30: Nichts von uns verlangt, nichts von uns fordert.
00:43:33: Und uns auch nichts befiehlt.
00:43:35: Gott liebt uns und schenkt uns durch die Freude an dieser Liebe all das, was wir brauchen, um das Leben so zu gestalten, wie wir es erfahren
00:43:45: möchten.
00:43:45: Das ist das eigentlich Revolutionäre.
00:43:49: Können wir wirklich an einen Gott glauben, der nichts befiehlt, nichts fordert und nichts braucht?
00:43:58: Oder glauben wir weiter an einen Gott, der verlangt, dass wir ihn verehren?
00:44:03: Und zwar nur auf diese eine Art und Weise.
00:44:08: Und wenn wir das nicht tun, tja, dann bist du raus und dann hast du mächtig Ärger.
00:44:14: The
00:44:17: God-Solution bedeutet, wir brauchen eine globale neue Ethik und dieser kämen wir näher durch eine neue Definition von Gott.
00:44:26: Denn momentan bestimmt unsere Definition von
00:44:30: Gott
00:44:30: auch die globale
00:44:32: Ethik.
00:44:32: Wir verurteilen, wir verdammen, wir bestrafen und das nennen wir dann Liebe.
00:44:42: Natürlich
00:44:42: liebt uns Gott.
00:44:44: Er verurteilt uns nur deshalb, weil er uns liebt und weil er will, dass wir das Richtige tun.
00:44:50: Und wenn wir nicht das Richtige tun, werden wir eben bestraft.
00:44:55: Es ist eine Demonstration von Gottes Liebe.
00:44:58: Und genau das übernehmen wir.
00:45:01: So rechtfertigen wir, warum wir uns gegenseitig verurteilen, verdammt und bestrafen.
00:45:17: Aber was wäre, wenn wir uns einfach eingestehen, dass wir hier vielleicht falsch
00:45:22: liegen?
00:45:27: Vielleicht
00:45:28: braucht Gott von uns gar nichts.
00:45:31: Vielleicht befiehlt er nichts und fordert auch
00:45:33: nichts.
00:45:35: Wenn das wahr wäre, würden wir eine komplett neue globale Ethik
00:45:40: erschaffen,
00:45:41: die für unsere Politiker die Wirtschaft, unser soziales System und auch unsere Spiritualität gelten würde.
00:45:51: Die Art und Weise, wie wir unsere Leben bisher gelebt haben, würde sich für immer verändern, denn wir würden auf eine neue Art und Weise danach leben, wie wir Gott definieren.
00:46:03: Und wir könnten uns gegenseitig versichern.
00:46:05: Ich brauche gar nichts von dir.
00:46:07: Ich verlange auch nichts
00:46:09: von dir.
00:46:11: Du musst kein Demokrat sein, kein Republikaner, kein Konservativer oder Liberaler.
00:46:15: Du musst keinem besonderen Unternehmen angehören, einer bestimmten Nationalität oder Religion.
00:46:26: Du musst nichts von all dem sein.
00:46:29: Einfach nur dein authentisches
00:46:33: Sext.
00:46:36: Der
00:46:40: Himmel auf Erden.
00:46:42: Der wurde uns ja auch versprochen.
00:46:44: Aber nur, wenn wir eines Tages verstehen, wer und was Gott ist und was Gott will.
00:46:53: Ich habe übrigens ein Buch mit diesem Titel geschrieben.
00:46:56: Es heißt, was Gott will.
00:46:58: In einem Kapitel geht es genau darum, was Gott will.
00:47:02: Wenn die Menschen zu diesem Kapitel kommen und die Seite aufschlagen,
00:47:06: dann
00:47:06: können sie es kaum fassen.
00:47:13: Willst
00:47:13: du wissen, was sie dort sehen?
00:47:17: Die Seiten sind leer.
00:47:20: Der
00:47:20: Verlag wollte das Buch nicht veröffentlichen, weil das die Druckkosten des Buches immens erhöht hätte.
00:47:26: Aber ich habe darauf bestanden, denn die Leute sollten auf diesen zwölf oder dreizehn leeren Seiten begreifen, dass es gar
00:47:34: nichts gibt,
00:47:35: was Gott will.
00:47:41: und sich dann die Frage stellen, können wir das wirklich glauben, dass es einen Gott gibt, der gar nichts von uns will?
00:47:55: Das wäre eine wahre Revolution der Liebe.
00:47:58: Niel.
00:47:59: Ich danke dir so sehr für dieses wunderbare Gespräch, dass du uns deine Zeit geschenkt hast.
00:48:05: Bevor ich dich entlasse, interessiert mich natürlich noch, wie verbringst du denn Weihnachten?
00:48:10: Was bedeutet Weihnachten für dich?
00:48:12: oder magst du Weihnachten überhaupt?
00:48:16: Nein, es ist der absolute Horror.
00:48:18: Ich möchte nie wieder Weihnachten
00:48:19: haben.
00:48:22: Genau, ich bin der Grinch, der Weihnachten stehlen will.
00:48:28: Nein, natürlich nicht.
00:48:29: Es ist wundervoll.
00:48:30: Weihnachten gibt uns die Erlaubnis, uns gegenseitig zu lieben.
00:48:35: Selbst der MBS-Petrige Onkel ist willkommen und wird eingeladen.
00:48:39: Alles nett zueinander.
00:48:40: Auch fremde Menschen, die sich auf der Straße begegnen.
00:48:55: Also ist das, was du am Anfang gesagt hast, eigentlich richtig.
00:49:00: Weihnachten beschert uns einen Hauch von Freude, beschert uns Wunder und die schönen Aspekte des Lebens.
00:49:06: Auch für Menschen, die aus religiösen Gründen vielleicht nicht mit diesem Fest verbunden sind.
00:49:14: Ich werde Weihnachten mit meiner Familie verbringen, an einem Ort, an dem ich so was von bereit bin, glücklich zu sein.
00:49:21: Voller Freude und fröhlich.
00:49:27: Oh, das war gar nicht schlecht.
00:49:29: Glückliche Weihnachten.
00:49:31: Neil Donald Walsh, danke so viel für das Gespräch mit uns.
00:49:47: Ich wünsche Ihnen von der Unterhaltung, alles Gute
00:49:54: für Ihr Zukunft für das nächste Jahr.
00:49:56: Und danke auch für alle diese präzise Content, die Sie in diesem Welt geben, die Sie nie in Ihrem Website besuchen.
00:50:03: Es ist einfach unglaublich, was Sie da tun.
00:50:10: Ja, danke so viel.
00:50:11: Sie sind sehr süß, diese Dinge zu sagen.
00:50:13: Das ist sehr schön.
00:50:14: Ich wünsche, dass Sie
00:50:18: diese Dinge in Deutschland sagen.
00:50:19: Aber ich
00:50:21: habe nicht Deutsch
00:50:21: gesprochen.
00:50:21: Kleine, kleine, kleine Deutschgesprache.
00:50:24: In Schule.
00:50:24: In Schule.
00:50:24: Ich
00:50:27: habe gelernt Deutsch.
00:50:28: Kleine.
00:50:28: Das war leicht zu verstehen.
00:50:29: Es war sehr gut.
00:50:32: Sehr gut, sehr
00:50:34: gut, mein Herr.
00:50:35: Gott will das apprécieren.
00:50:43: Geht happy.
00:50:45: Bewusster Leben.
00:50:47: Zufriedener sein.
00:50:49: Von und mit Kathi Kleff.