Bewusster leben. Zufriedener sein.
00:00:00: Wir werden beeinflusst.
00:00:01: So ist das Leben.
00:00:02: Wir leben in einer Welt, die einfach versucht, uns zu beeinflussen.
00:00:06: Das ist vollkommen normal.
00:00:07: Das ist auch weder gut noch schlecht.
00:00:09: Das ist einfach so.
00:00:10: Das ist das Leben.
00:00:11: Und entweder ich pass da nicht drauf auf, dann werde ich beeinflusst oder aber ich übernehme Verantwortung für das, so gut ich es zumindest kann, dann nutze ich es selbst.
00:00:26: Get happy.
00:00:28: Bewusster Leben.
00:00:30: Zufriedener
00:00:30: sein.
00:00:48: Ich sage Hallo ihr Lieben, schön, dass ihr auch in dieser Episode mit dabei seid.
00:00:53: Wenn ihr sie am Tag ihrer Veröffentlichung hört, dann ist heute der letzte Tag des Jahres.
00:01:02: Gott sei Dank, sagen die einen und die anderen.
00:01:06: Es war das Jahr der Schlange, das Jahr der Heutung.
00:01:10: Wir treten ein in das Jahr ... Das ist das Jahr des Pferdes und des Aufbruchs.
00:01:17: Und wer Get Happy Kennt weiß, kein Jahreswechsel ohne meinen heutigen Gast.
00:01:23: Normalerweise macht er die erste Folge des Jahres, des neuen Jahres.
00:01:28: Und in diesem Jahr haben wir uns gedacht, nein, beenden das alte Jahr, das für viele Menschen geprägt war, von Verlusten, von Abschieden, von Trennungen.
00:01:37: Wir beschließen es zusammen, lassen den alten Scheiß im alten Jahr zurück und richten uns auf, auf das Jahr zwanzig und sechsundzwanzig.
00:01:46: Deswegen haben wir uns beide auch heute ganz besonders schick gemacht.
00:01:49: Normalerweise ist er sehr viel besser gekleidet als ich.
00:01:52: Heute habe ich versucht mitzuhalten.
00:01:53: Herzlich willkommen, lieber Thorsten Habener.
00:01:55: Ja,
00:01:55: danke für die Einladung.
00:01:58: Eine schöne Tradition.
00:01:59: fünfmal und heute nun endlich hier
00:02:02: mit
00:02:02: Bild und Ton und das ist ganz wunderbar.
00:02:05: Das stimmt, ja.
00:02:08: Das Jahr der Schlange, das Jahr der Heutung.
00:02:10: Bist du dich geheutet?
00:02:14: Geheutet ist es viel passiert in beide Richtungen, also von daher gesehen war es ein normales Jahr, es waren viele Highlights, ein neues Tourprogramm, haben Buch veröffentlicht, also beruflich ist da viel passiert.
00:02:27: Eines meiner Kinder ist von zu Hause ausgezogen, sehr guter Freund von mir ist gestorben.
00:02:31: Also es war in beide Richtungen, war da alles dran.
00:02:36: Ja, ich habe das Gefühl, dass und Alexander von Schliefen, den wir ja beide kennen, der hat ja diesen ganzen Epochenwandel eigentlich auch durch begleitet, auch hier bei Get Happy.
00:02:46: Und der hatte schon pro Zeit, dass es jetzt nicht unbedingt das Jahr der großen Entspannung ist.
00:02:52: Aber eigentlich ist ja das, was du gerade beschreibst, auch ein bisschen einfach das Leben.
00:02:57: Genau, das ist einfach so.
00:02:58: Und ich weiß auch nicht, ob wir so viel erwarten sollten, also das Jahr der großen Entspannung.
00:03:05: Was soll das sein?
00:03:07: So meine Erfahrung ist immer mehr, halt dein Umfeld so gut wie du es kannst in Harmonie.
00:03:15: Also sei einfach freundlich zu deinem Partner, zu deiner Partnerin, zu deinen Kindern, zu deinen Freunden, zu deinen Arbeitskollegen.
00:03:20: Weil mehr kannst du ja eh nicht machen.
00:03:22: Und was im Großen passiert, das beobachte ich schon, weil mich solche Dinge interessieren.
00:03:27: Ich lese auch noch Zeitungen.
00:03:28: Also viele Menschen machen ja News avoidance.
00:03:31: Es gibt ja sogar ein Wort dafür.
00:03:34: Mich interessiert das alles schon noch.
00:03:36: Ich merke allerdings, dass es sehr viel gesünder ist, gewisse Dinge nicht mehr so an sich ranzulassen.
00:03:40: Also das zu beobachten, weil es mich interessiert, aber nicht mein Leben bestimmen zu lassen, wie es eine Zeit lang auch mal der Fall war.
00:03:48: Das ist sicherlich fürs Wohlbefinden eine gute Entscheidung.
00:03:52: Wir haben gerade im Vorgespräch schon kurz darüber geredet, wie Wichtig ist, so ein bisschen die Dinge auch von außen zu betrachten.
00:04:01: Und ich für mich auch immer wieder feststelle, ich weiß es einfach nicht.
00:04:04: Ich weiß nicht, ob das, was ich sehe, die Wahrheit ist.
00:04:08: Ich weiß es nicht.
00:04:08: Ich kann es einfach nicht mehr sagen, weil es so verwirrend geworden ist.
00:04:12: Es gibt hier dieses Gleichnis, dass wenn man einen Würfel sieht ... der sechs Seiten hat, dass man, egal wie man ihn hält, höchstens drei Seiten davon sehen
00:04:20: kann.
00:04:20: Du siehst
00:04:20: nie das Ganze.
00:04:22: Und unser Blickwinkel, da müssen wir glaube ich aufpassen, dass der nicht zu eng wird und dass wir nicht gewisse Dinge einfach nicht mehr zulassen, weil wir älter werden, verborter werden oder gibt es zu wenig Erfahrung haben oder aus welchen Gründen auch immer.
00:04:35: Es gibt eine schöne Technik, die ich mal gelernt habe, die heißt Sitting on the Moon.
00:04:39: Wenn ich also merke, dass mich irgendetwas aufwühlt oder aufregt vielleicht sogar und ich möchte es in dem Moment nicht, dann stelle ich mir einfach vor, ich würde auf dem Mond sitzen mit einem Fernglas und würde die Situation, in der ich jetzt gerade bin, einfach mit diesem Abstand betrachten.
00:04:57: Und wenn das für mich dann immer noch etwas ist, das mich berührt, dann widme ich mich dem weiter.
00:05:04: Wenn ich jetzt aber merke, nee, also vom Mond aus betrachtet wäre das etwas, wo ich vielleicht drüber schmunzeln würde, dann kann ich auch gleich drüber schmunzeln.
00:05:12: Das ist tatsächlich in dieser Einfachheit eine der besten Methoden, die ich kenne, wenn ich merke, das macht gerade irgendwas mit mir und ich würde das gerne erinnern.
00:05:22: Der erste Schritt ist es, ich stelle mir vor, wie wäre es von ganz weit weg.
00:05:26: Sitting on
00:05:27: the moon.
00:05:28: Kann ich eine Übung ergänzen, die so ähnlich heißt, aber ein anderes Prinzip hat, nämlich sit on your hands.
00:05:34: Hast du die schon gehört?
00:05:35: Nee.
00:05:36: Die ist angeblich aus der Welt der Piloten die große Passagiermaschinen fliegen.
00:05:42: Und da gibt es ein goldenes Gesetz unter den verantwortlichen Piloten im Cockpit, wenn irgendwas im Cockpit ausfällt.
00:05:51: Irgendwie eine Lampe fällt aus oder die Lichter gehen aus.
00:05:57: Sit on your hands.
00:05:58: Mach
00:05:58: erst mal nichts, hast du.
00:05:59: Nichts
00:05:59: machen.
00:06:00: Setz dich auf deine Hände und mach nichts, also nicht aus dieser Panik heraus, aus dem Fight Flight, anzufangen, wie wild auf die Knöpfe zu drücken im Cockpit, sondern
00:06:10: ruhig.
00:06:11: Sit on your hands.
00:06:12: Und ich glaube, dass die das auch können.
00:06:14: Die haben das trainiert und das ist etwas, das man trainieren kann.
00:06:18: Witzigerweise hab ich... Ohne, dass ich diese Technik jetzt kenne, habe ich eine ähnliche Erfahrung gemacht, ich habe mal diese Methode gelernt, tun durch nicht tun.
00:06:29: Vom
00:06:29: Mögle ist das, hast du es von dem oder?
00:06:31: Nee, ich habe das tatsächlich mal von einem Kampfkünstler gelernt.
00:06:34: Ja, da kommt es auch, glaube ich, her.
00:06:35: Tun durch nicht tun.
00:06:37: Und das ist aber ein Riesenunterschied zu ignorieren und nichts tun.
00:06:41: Das heißt, die Handlung.
00:06:43: selbst besteht darin, dass du entscheidest einen gewissen Zeitraum nicht zu handeln.
00:06:49: Wenn du nicht weißt, was zu tun ist, nicht in diese Panik verfallen oder, wie du gerade gesagt hast, fight or flight und hektisch irgendwas probieren und in Aktionismus verfallen, sondern sagen, nein, ich mache jetzt und das kannst du ja vorher definieren.
00:07:03: Ich mache mal eine Stunde lang nichts, ich mache gar nichts.
00:07:06: Und wie oft ist es schon passiert, dass Die Dinge sich dadurch lösen.
00:07:10: Es gibt ja auch die sogenannte, das ist auch daraus abgeleitet, die sogenannte militärische Nacht, kennst du das?
00:07:16: Nee.
00:07:16: Die militärische Nacht ist, dass im preußischen Militär eine Beschwerde beim nächsten oberen Befehlshaber erst eingereicht werden durfte, nachdem eine Nacht darüber geschlafen wurde.
00:07:29: Die militärische
00:07:29: Nacht.
00:07:30: Also angenommen, wie beide, wären jetzt beim Militär und wären halt, ich weiß nicht, ich kenne die Ränge beim Militär nicht, aber nicht rang oben.
00:07:37: und hätten irgendein Thema miteinander, bevor wir jetzt zu unseren Vorgesetzten gehen, wäre die Regel, wir schlafen beide einfach mal vierundzwanzig Stunden drüber.
00:07:46: Und da ist viel dran, ganz viele Dinge regeln sich dann schon.
00:07:49: Außerdem nimmst du die Emotionen raus, vierundzwanzig Stunden später, da gehst du nicht mehr mit derselben Emotion daran.
00:07:55: Und ich glaube, unsere Emotionen, wir sollten denen nicht immer so glauben, es sind auch nur Emotionen.
00:08:03: Richtig gut.
00:08:04: Ey, Leute, der Podcast läuft keine zehn Minuten.
00:08:06: Und hier waren schon richtig, richtig, richtig gute Sachen drin.
00:08:10: Und jetzt dürfen wir es euch verharten an dieser Stelle.
00:08:12: Wir haben dieses Jahr gedacht, komm einfach, wir wissen gar nicht, worüber wir sprechen, aber wir sind sicher.
00:08:18: Wir finden ein Thema, obwohl du ja auch viel mitgebracht hast.
00:08:21: Genau,
00:08:21: also so ganz konzeptlos sind wir nicht reingegangen.
00:08:23: Aber es stimmt, die Tage ist ja Thomas Gottschalk verabschiedet worden.
00:08:27: Wie ich persönlich finde, übrigens völlig unwürdig.
00:08:32: Ich weiß, es gibt viele Menschen, die ihn nicht schätzen.
00:08:35: Mein Erfahrung ist allerdings, es sind alles Menschen, die ihn nie zu seiner Hochphase erlebt haben.
00:08:41: Meine persönliche Meinung.
00:08:42: Gut, ich bin noch jetzt im richtigen Alter, um ihn richtig gut zu finden.
00:08:47: Lange Rede kurzer Sinn.
00:08:48: Er hat in seinem letzten Interview mit Günther Jauch dann ja auch gesagt, sein Credo war es immer.
00:08:54: Liveunterhaltung in seinem Fall, das muss fließen.
00:08:59: Unvorbereitet war es sicherlich nicht, aber er hat sehr viel Raum gelassen für Spontanität.
00:09:03: Und das kann man in so einem Podcast ja auch machen.
00:09:05: Vor allem wenn man sich kennt, wenn man weiß, was sich zu erzählen hat.
00:09:10: Ja,
00:09:10: auf jeden Fall.
00:09:11: Also ich werde manchmal vor den Podcastfolgen von Gästen gefragt, ob es einen Interviewleitfaden gibt.
00:09:19: Und dann sage ich mal ehrlich gesagt, nein.
00:09:21: Also ich hab nie außer ich es geht jetzt wirklich... thematisch um etwas, wo es so ein paar Punkte gibt, die ich auf keinen Fall vergessen will.
00:09:30: Da mache ich mir eine kurze Notiz.
00:09:31: Stell dir mal vor, ich würde hier mit so einem Zettel sitzen und immer nur Fragen vorlesen.
00:09:35: Das sind
00:09:35: die schlimmsten Interviews für
00:09:37: dich auch oder total langweilig?
00:09:39: Ja, weil du ja auch merkst, dass derjenige deine Fragen ja oder deine Antwort nur abhakt und direkt damit beschäftigt ist, wie die nächste Frage stellt.
00:09:48: Viel spannender ist es doch, wenn ich weiß, der hat sich mit den Sachen beschäftigt und Das ist dann wie Surfen.
00:09:53: Du guckst einfach, wie die Welle kommen, da wird schon was passieren.
00:09:56: Aber das ist natürlich... Das ist hohe Schule.
00:10:01: Naja, alles ist letztendlich, wenn wir uns für ein bewusstes Leben entscheiden, ja, eine hohe Schule.
00:10:07: Und alles ist eine Übung, alles, was wir neu erlernen und das Denken, das Fühlen, das Handeln, unsere Handlungen, das ist ja auch dein wesentlicher Teil deiner Kernarbeit, den Menschen zu vermitteln, dass das, was wir denken, handeln und fühlen, miteinander zusammenhängt und dass wir dem nicht hilflos ausgeliefert sind.
00:10:27: überhaupt nicht, ganz im Gegenteil.
00:10:29: Es gibt ja einen Kreislauf, den ich entdeckt habe bei einer Buchrecherche und der zeigt den Zusammenhang zwischen unseren Handlungen und unseren Emotionen und unserem Denken.
00:10:42: Und ich kam da drauf, weil ich recherchiert habe, habe immer wieder diesen Satz gelesen, da musst du anders drüber denken.
00:10:48: Ich habe aber nie einen getroffen, den mir erzählt hat, wie geht das anders über etwas Denken.
00:10:52: Das ist letzten Endes dann die Kategorie Kalenderspruch.
00:10:55: Denk anders, think different.
00:10:58: Aber wie geht das?
00:10:58: Also ich kann solche Sprüche dann nicht leiden, wenn danach nicht irgendeine Methode oder Handlungsanweisung kommt, wie ich denn da überhaupt hinkommen kann, wie das überhaupt gehen soll.
00:11:09: Und da hatte ich einen älteren Meister, mit dem ich auch immer noch stark im Austausch bin.
00:11:14: Der hat gesagt, ja, ich habe da vielleicht was für dich.
00:11:18: Überleg dir doch mal, wenn wir im Leben eine Handlung ausführen.
00:11:21: Also egal, was es ist, du machst irgendeine Handlung neu.
00:11:24: Du fährst in ein Land, wo du noch nie warst.
00:11:26: Du probierst was zu essen, was du noch nie probiert hast.
00:11:29: Oder du gehst in den Podcast, wo du noch nie warst.
00:11:32: Egal, was es ist, dann wird es dafür sorgen, dass du eine Erfahrung machst.
00:11:37: Irgendeine Erfahrung musst du machen, es geht ja gar nicht anders.
00:11:39: Du kannst also nicht eine neue Handlung ausführen und keine neue Erfahrung machen.
00:11:42: Es kommt automatisch.
00:11:44: Und diese neue Erfahrung, die wird automatisch dafür sorgen, dass du gewisse Emotionen erlebst und Gefühle in dir wach werden.
00:11:52: Also ist diese Handlung direkt mal mit einem Gedanken und einer Emotion verknüpft.
00:11:58: Und es wird automatisch gespeichert.
00:11:59: Das merkst du dir.
00:12:01: Und das Interessante da auch übrigens, jedes Erinnern an diese Handlung.
00:12:05: Und die damit verknüpfte Emotion vertieft dieses Speichern.
00:12:09: Das heißt, wir müssen Dinge gar nicht zwangsläufig dreißigvierzig Mal erleben.
00:12:12: Es reicht auch, wenn wir uns richtig daran erinnern unter Umständen.
00:12:17: Und diese, diese Emotion, die sorgt für eine Tendenz.
00:12:22: Und die Tendenz ist, angenommen, du hast irgendwas gemacht und das war super.
00:12:26: Und hast damit nur gute Emotionen verbunden.
00:12:29: Und du hast die Möglichkeit, das zu wiederholen.
00:12:31: Dann wirst du sagen, ja klar, das mach ich sofort noch mal.
00:12:33: Also was weiß ich, fährst Fährst in den Land in Urlaub, die Leute sind freundlich, das Essen ist toll, das Klima hat dir gut gefallen, du hast die Zeit deines Lebens, weil du einfach merkst, das ist ein Ort, wo ich gerne bin und du hast jetzt die Möglichkeit irgendwann da wieder hinzufahren, wirst du sagen, klar, ich hatte die Zeit meines Lebens, da fahre ich nochmal hin, aber auch umgekehrt.
00:12:51: Angenommen du fährst irgendwo hin und das funktioniert nicht und das gefällt dir nicht und die Kultur ist nicht dein Ding und du fühlst dich unwohl, Fehl am Platz.
00:12:59: Das sind alles Emotionen.
00:13:00: Die Tendenz, wenn du noch mal die Möglichkeit hast, dahin zu fahren, würdest du sagen?
00:13:04: Lieber nicht.
00:13:04: Nee, also wenn ich da jetzt nicht hin muss aus irgendwelchen Gründen, dann würde ich das lieber lassen.
00:13:08: Und jetzt beißt sich die Katze in den Schwanz.
00:13:10: Worauf wirkt sich die Tendenz aus?
00:13:13: Auf deine Handlungen.
00:13:14: Das heißt, das ist ein Kreislauf.
00:13:16: Das heißt, die Handlung ist über die Erfahrung und Emotion wieder mit der Handlung verknüpft.
00:13:23: Und wenn wir anders denken wollen, ist das wahnsinnig schwierig.
00:13:28: ist viel einfacher neue Handlungen auszuführen.
00:13:31: Wenn du merkst, irgendwas läuft so nicht, ich denke da irgendwie, das hilft, bin ich weiter.
00:13:35: oder ich bin immer traurig, wenn ich daran denke, dann mach mal irgendwas anders.
00:13:40: Also wechsel einfach die Ebene und guck mal, was passiert.
00:13:43: Und da ist meine Erfahrung, da passiert jede Menge.
00:13:46: Oder gibt der Sache eine zweite Chance?
00:13:48: Ja, mach's einfach nochmal, guck mal, was passiert.
00:13:52: Das ist ja eh einer meiner Lieblingssätze, mal gucken, was passiert.
00:13:55: Und auch für sich selber nicht sagen, ich probier das noch mal, weil probieren ist ein tückisches Wort.
00:14:00: Versuchen und probieren, da hab ich in der Hypnose gelernt, da ist das Scheitern schon drin.
00:14:06: Also, wenn ich jemanden in Trance hatte, bei meinem Abendprogramm und wollte zum Beispiel, dass der sein Arm nicht mehr bewegen kann oder sein Kiefer nicht mehr bewegen kann.
00:14:14: Was mir
00:14:15: ruhig in der Show von Thorsten auch schon passiert ist, dass ich meine Hand da nicht mehr bewegen konnte.
00:14:19: Ja, dann ist die Aufforderung, probier mal die Hand zu bewegen.
00:14:22: Es wird dir nicht gelingen.
00:14:23: Weil in dem Wort probieren ist schon drin, das kann genauso
00:14:26: gut nicht klappen.
00:14:28: Wenn ich jetzt aber sage, heb mal deine Hand, ist das auch eine Suggestion.
00:14:32: Und solche Dinge können wir für uns selbst auch nutzen, indem ich nicht sage, ich probiere das einfach nochmal, sondern ich mache das einfach nochmal.
00:14:38: Oder noch schöner, auch aus der Hypnose, ich erlaub mir einfach, das nochmal zu machen.
00:14:44: Ich erlaub mir einfach, ich nehme immer die Freiheit und mache das einfach nochmal.
00:14:49: Und das hört sich jetzt an wie so eine Kleinigkeit.
00:14:52: Aber solche Wörter können einen riesen Unterschied machen, wie wir Dinge erleben und wie wir an Dinge rangehen.
00:15:00: Ich sage also zum Beispiel, wenn ich jetzt merke von einem Abendsprogramm, das ist gerade die letzten Turniertermine, habe ich dieses Jahr gespielt und wir hatten recht lange Pause zwischen den ersten zehn Terminen und den letzten paar jetzt dieses Jahr.
00:15:12: Und ich merke, wenn ich eine sehr lange Pause habe, Dann fange ich zu viel des Denken an über das Programm.
00:15:19: Das fließt dann nicht mehr einfach.
00:15:21: Dann muss ich noch mal mehr probieren, um da reinzukommen.
00:15:24: Also es ist immer wieder so ein leichtes Reinkommen.
00:15:26: Und ich weiß noch, dass ich bei den letzten Auftritten, wenn ich dann gemerkt habe vor dem Auftritt, da bin ich ein bisschen nervös, dann habe ich mir nicht gesagt, das muss einfach gut werden, weil da sitzen jetzt so viele Leute, sondern ich habe gesagt, Ich erlaub mir, dass das ein richtig guter Abend wird, weil die sind alle für mich da, die wollen alle Spaß haben, dann darf ich da auch Spaß dran haben.
00:15:47: Ich zeig das so gut wie ich kann und ich geb mir die Erlaubnis, dass das richtig Spaß macht heute Abend, dass das richtig gut wird.
00:15:54: Und dann merkst du, gehst du ganz anders an die Sache ran.
00:15:56: Warum tipte ich meinen Kindern gegeben hat von einer wichtigen Prüfung oder meiner Tochter von einer wichtigen Aufnahmeprüfung bei einer Musical-Schule?
00:16:07: Wo sie auch gesagt, was mache ich denn jetzt?
00:16:08: Dann habe ich gesagt, mach's wie immer und geh da raus und erlaubt dir, bei dieser ganzen Sache richtig Spaß zu haben.
00:16:15: Und natürlich ist das keine Garantie für Erfolg.
00:16:17: Aber es ist eine Garantie dafür, dass du das, was du dir antrainiert hast, so gut abrufen kannst, wie es geht.
00:16:23: Und dann ist der Erfolg, der dann dahinter stecken kann, natürlich wahrscheinendlicher.
00:16:29: Unser Unterbewusstsein steht einfach nicht auf so Begriffe wie müssen und sollen.
00:16:36: Das passt noch ganz schön zum Abschied des Jahres.
00:16:38: Ich glaube, das ist echt ein Satz, der auch unseren Zuschauerinnen und Zuhörern in dieser Folge zu den Ohren auf beiden Seiten rauskommt.
00:16:47: Du musst es jetzt mal loslassen.
00:16:52: Ach, und da muss ich auch sagen... Du
00:16:53: musst... Sag ich... Aber auch Schluss ganz an.
00:16:55: Da muss ich jetzt mal sagen, ich muss gar nichts
00:16:57: sagen.
00:16:57: Erlaube dir dazu, danke.
00:16:58: Ich erlaube
00:16:59: mir dafür, etwas zu sagen.
00:17:02: Also erstens, wir müssen viel weniger... Ein paar Dinge müssen wir einfach, ja, klar.
00:17:07: Aber das ist dann halt so.
00:17:08: Und das muss man auch akzeptieren.
00:17:09: Letzten Endes ist das das Leben.
00:17:11: Punkt.
00:17:11: Das Leben ist halt nur mal so.
00:17:12: Macht nicht immer Spaß, macht nicht alles Freude.
00:17:15: Es gibt halt Dinge, die machen einem mehr Freude und weniger.
00:17:18: Das ist das Leben.
00:17:18: Das muss man akzeptieren.
00:17:20: Und das Zweite ist... muss man wirklich vergangenes alles loslassen.
00:17:25: Ich weiß es nicht.
00:17:27: Es gibt so ein paar Dinge, wo ich sage, da gebe ich mir die Erlaubnis, dem nicht mehr so viel Gewicht zu geben wie früher.
00:17:32: Oder ich möchte mich da grad nicht weiter mitbefassen, das ist unbedingt notwendig.
00:17:36: Ich merke aber auch, je mehr ich versuche, gewisse Dinge, wo ich mach das nicht.
00:17:39: Aber wenn ich es mal versuchen sollte, irgendwas komplett auszublenden oder so, das feuert ja zurück.
00:17:45: Das ist immer
00:17:45: größer.
00:17:46: Das
00:17:46: ist wie der Eisbär bei Tolstheue.
00:17:48: Wie auch gesagt wurde, denkt mal, nicht an einen Eisbären jetzt.
00:17:51: Also die Geschichte sagt, die Legende sagt, dass Tolstoi von seinem großen Bruder gesagt wurde, du darfst jetzt nicht an einen Eisbären denken.
00:17:59: Und das funktioniert halt nicht.
00:18:01: Unser Unterbewusstsein mag sowas nicht.
00:18:04: Und was, also wenn es jetzt nicht um traumatische Erfahrungen geht, die psychologisch uns krank machen, aber wenn es einfach um Dinge geht, die für uns unangenehm sind oder wo wir sagen, ja, da rede ich nicht so gern drüber auch nicht mit mir selbst, ob wir das loslassen müssen.
00:18:21: ist ja auch ein Teil von uns, oder?
00:18:23: Es geht doch viel mehr darum zu sagen, ja, ich hab da vielleicht einen Riesenfehler gemacht.
00:18:28: Oder auch zu sagen, das Leben war da unglaublich unfair zu mir.
00:18:33: Aber das ist halt jetzt so.
00:18:35: Ich erlaube mir, trotzdem ein gutes Leben zu führen.
00:18:37: Das ist, glaub ich, gesünder.
00:18:39: Die Gleichzeitigkeit der Dinge.
00:18:41: Ja, es kann etwas gleichzeitig gut und schlecht sein, meinst du, damit?
00:18:43: Ja.
00:18:44: Mhm.
00:18:45: oder angenehm und unangenehm, weil gut und schlecht, wenn wir jetzt schon wieder ganz tief drin
00:18:49: sind,
00:18:50: bewertend, wo ich auch nicht ganz rauskomme, aber man kann es immer wieder probieren, das beides zu akzeptieren, finde ich auch.
00:18:58: Ja, wenn ich zum Beispiel jetzt mal so auf meine letzten anderthalbe Jahre zurückblicke, ohne jetzt diese alte Kiste wieder aufzumachen, aber stichwort zum Beispiel, wenn eine Beziehung zu Ende geht, dann habe ich das sehr traurig gemacht.
00:19:14: Und ich weiß aber, dass das genau das Richtige war.
00:19:17: Also es muss nicht entweder oder sein, sondern es war total gut für meine persönliche Entwicklung.
00:19:23: Ein großartiger Schritt und es war traurig.
00:19:26: Genau.
00:19:27: Und ist sowieso auch immer wieder bei den Worten.
00:19:30: Und ist ein schöneres Wort als Aber
00:19:32: in solchen
00:19:33: Momenten.
00:19:34: Also nehmen wir ein anderes Beispiel bei mir.
00:19:36: Es ist vollkommen normal.
00:19:37: Also dieses Jahr ist mein Sohn ausgezogen jetzt vor ein paar Wochen.
00:19:42: Das war nicht einfach für mich.
00:19:44: Aber wie seltsam wäre es, wenn er nicht ausziehen würde?
00:19:48: Ich will ja auch meinen Sohn irgendwann nicht mehr zu Hause wohnen.
00:19:51: Wir haben ihn ja auch das alles so vorgelebt und haben sie zu Freigeistern hoffentlich auch heranwachsen lassen.
00:19:58: Und das gehört einfach mit dazu.
00:20:00: Ich hab mich da zwanzig Jahre drauf vorbereitet.
00:20:02: Ich weiß noch, als er auf die Welt kam und ich ihn in der Hand hatte, da dachte ich mir schon, ah, ich weiß jetzt schon, dass wenn's mir irgendwann geht.
00:20:11: Aber das gehört halt nun mal einfach mit dazu.
00:20:13: Du kannst das eine nicht haben ohne das andere.
00:20:16: Und ich mein, je näher man sich ja auch ist als Vater und Sohn oder Eltern und Sohn, desto schwieriger wird es natürlich auch.
00:20:23: Auf der anderen Seite muss man ja sagen, ist ja auch ein bisschen egoistisch, wenn es mir dabei schlecht geht.
00:20:28: Weil der hat sich die Frage nicht gestellt.
00:20:30: Der findet das super.
00:20:31: Der hat jetzt dem Sitter jetzt Flügel gewachsen und der kann jetzt raus in die Welt und macht sein Ding.
00:20:38: Es ist doch auch normal.
00:20:40: Und da habe ich eine schöne Übung auch herausgefunden, habe ich auch recherchiert, die mentale Subtraktion und die habe ich da auch gemacht.
00:20:48: Und die mentale Subtraktion heißt, wenn es dir nicht gut geht, wenn du traurig bist, wenn irgendwas nicht mehr so ist wie davor, dann schließt doch mal die Augen und stell dir mal vor, du könntest sie nie wieder öffnen.
00:21:04: Das heißt, du würdest nie wieder sehen.
00:21:07: Du kannst ja kein Film mehr anschauen.
00:21:09: Du siehst keinen Sonnenuntergang, keinen Sonnenaufgang.
00:21:12: Du siehst einen Menschen, den du sehr gerne magst, nie wieder, wie er dich anlächelt.
00:21:17: Du siehst nichts mehr.
00:21:19: Und wenn du dir das so richtig vorgestellt hast, dann stell dir immer noch vor, dass deine rechte Hand, dass du die nicht mehr bewegen kannst.
00:21:26: Du kannst nie mehr greifen.
00:21:28: Jetzt hypnotisiert er mich gerade.
00:21:30: Ja, oder wenn du Linkshänder bist, dann stell dir das mit deiner linken Hand vor.
00:21:35: nie mehr schreiben, du kannst niemandem die Hand geben, du kannst deine Hand nicht mehr bewegen.
00:21:40: Und jetzt stellst du dir das selbe nochmal vor mit deinen Beinen.
00:21:43: Du kannst nicht mehr selber aufstehen, du kannst nicht mehr selber irgendwo hingehen.
00:21:48: Und jetzt mach mal die Augen auf und mach dir klar, das war nur in deiner Vorstellung, du kannst das alles noch.
00:21:55: Du hast das alles noch.
00:21:57: Und... Interessanterweise hat man mit dieser Übung eine Studie gemacht und man ging davon aus, dass es den Menschen nach dieser Übung schlechter geht als davor.
00:22:06: Das war eigentlich die These.
00:22:09: Und die Erfahrung war, nee, den Leuten ging es viel besser nach der Übung.
00:22:13: Weil ihnen bewusst oder unbewusst spüren, ah, da gibt es noch was für für ich dankbar sein kann.
00:22:18: Und wenn es nur ist, dass ich sehen, greifen und laufen kann.
00:22:23: Und funktioniert sogar mit Menschen, die das teilweise nicht mehr können.
00:22:28: Also dass jemand gar keine Grundfähigkeit mehr hat, ist ja Gott sei Dank sehr, sehr selten.
00:22:33: Und ich habe die Übung das erste Mal bewusst gemacht, als meine jüngste Tochter für ein Jahr ins Ausland geflogen ist.
00:22:43: Und da waren wir am Gate und da hat sie sich verabschiedet und wir wussten, wir sehen die jetzt ein Jahr nicht.
00:22:49: Und auch hier nochmal, das ist jetzt nichts wirklich Schlimmes, aber es hat mich schon berührt.
00:22:56: Und habe ich nach Hause gefahren und unser Sohn ist gefahren, ich wollte auch gar nicht fahren und da war dann noch unsere andere Tochter.
00:23:02: Und wir haben gemeinsam gegessen und da dachte ich mir, aber die sind ja gerade hier.
00:23:06: Also ich will jetzt ja nicht mega traurig sein, weil es sind ja alle da und meine Tochter ist ja auch nur in ein anderes Land geflogen.
00:23:12: Das ist ja, die kommt ja wieder.
00:23:15: Und ich konzentriere mich lieber mal auf das, was da ist.
00:23:18: Und die hat ja auch eine gute Zeit und so weiter und so fort.
00:23:21: Und das hat sehr geholfen.
00:23:23: Also diese mentale Subtraktion ist eine Übung, die ich recht oft mache, wenn ich merke, ich bin gerade in einem Tief, bin ein bisschen down.
00:23:31: Und das dauert gar nicht lange, dann kommst du mit sowas, wenn es nicht pathologisch ist, kommst du sehr gut wieder raus aus sowas.
00:23:39: Also Subtraktion von subtrahieren, im Grunde genommen den Radius immer kleiner machen, immer kleiner machen, immer kleiner machen, in der Suggestion.
00:23:48: Und dann die Augen öffnen und dir klarmachen.
00:23:50: Ach
00:23:50: doch, alles war gar
00:23:51: nicht so.
00:23:51: War gar nicht, war nur in meiner Fantasie.
00:23:53: In Wirklichkeit ist das alles noch so.
00:23:55: Und das ist eine Superübung.
00:23:58: Ja, die Suggestibilität unseres Gehirns ist eine weitere Kernessenz, deine Arbeit.
00:24:03: Und ich hab mich damit natürlich in den letzten Jahren auch zunehmend beschäftigt.
00:24:08: Und wir dürften uns das, finde ich, im Alltag auch immer mehr zu Nutze machen, wie suggestibel das Gehirn, also eigentlich beeinflussbar unser Gehirn, in Wahrheit ist und wie wir mit Bildern arbeiten können und Vorstellungen.
00:24:24: Und das eben auch ... als Ressource zu nutzen, in dem es ist ja so abgefahren, dass wir das auch nie in Frage stellen.
00:24:30: Ich finde, das ist auch alles so, es gehört eigentlich alles in die Schule.
00:24:33: Das Gehirn, aufgrund von Evolution, ohne da zu tiefe einzusteigen, dreht sich natürlich im Autopiloten immer nur um alles Schlechte.
00:24:40: Klar, weil
00:24:41: vorhersehen und vermeiden, du willst das Schlechte vermeiden, dann muss ich damit beschäftigen.
00:24:45: Ganz genau.
00:24:46: Und wie kann es uns gelingen, vielleicht als eine Ausrichtung für das kommende Jahr, mehr den Fokus zu legen auf schönere Dinge?
00:24:55: Also eins nur noch ergänzen zu dem, was du gesagt hast, dass wir das Suggestible mehr für uns nutzen sollen.
00:25:03: Wir nutzen es ja sowieso.
00:25:04: Entweder es wird gemacht für uns oder aber wir machen es selbst.
00:25:10: Wenn wir nicht darauf aufpassen, was alles in uns an Eindrücken so reinkommt und welche Wirkung das entfaltet, macht es das ja sowieso.
00:25:19: Dann ist diese Schranke einfach nicht da.
00:25:21: Und wir werden beeinflusst.
00:25:23: So ist das Leben.
00:25:23: Wir leben in einer Welt, die einfach versucht uns zu beeinflussen.
00:25:28: Das ist vollkommen normal.
00:25:29: Das ist auch weder gut noch schlecht.
00:25:30: Das ist einfach so.
00:25:31: Das ist das Leben.
00:25:33: Und entweder ich pass da nicht drauf auf, dann werde ich beeinflusst oder aber ich übernehme Verantwortung für das... So gut ich es zumindest kann, da nutze ich es selbst.
00:25:45: Es gibt ja im Management diesen etwas abgedroschenden Satz, entweder du machst selbst oder du wirst gemacht.
00:25:52: Der ist aber so falsch nicht.
00:25:54: Also gerade über Social Media, wo ja die Aufmerksamkeitsspanne noch mal kürzer ist und die Bilder mit dabei sind, was eigentlich das Optimum an Suggestion ist, ist da ausgereizt bis ins Letzte.
00:26:10: Ich geb mich dem auch gerne manchmal hin, aber man muss schon aufpassen, dass man da nicht in seiner Bubble drinnen ist und dass diese Suggestion nicht etwas mit einem machen, was man nicht unbedingt will.
00:26:19: Also finde ich, wenn es sowieso gemacht wird, dann kann ich doch für mich nutzen.
00:26:24: Da kann ich für mich selber überlegen, welche Suggestion setze ich mir selbst.
00:26:28: Wobei man aufpassen muss, das wird oft so als Allheilmittel verkauft, auch diese... Affirmationen werden dann als absolutes Allheilmittel verkauft.
00:26:37: Und nee, das ist ein Hilfsmittel von vielen, das im richtigen Moment super wirken kann, was ein bisschen Zeit braucht.
00:26:43: Aber dabei allein reicht es dann auch nicht.
00:26:46: Hast du eine Lieblingsaffirmation?
00:26:52: Ja, also meine Lieblingsaffirmation ist tatsächlich, es geht mir gut.
00:26:55: Je kürzer desto besser, das ist auch so was.
00:26:57: Kurz und knapp.
00:26:59: Und da muss man aber aufpassen, weil wenn es mir nicht gut geht, ist die halt falsch.
00:27:04: Dann ist nicht stimmig.
00:27:05: Ja.
00:27:06: Und dann kann so etwas ja sogar eher dafür sorgen, dass es dir schlechter geht.
00:27:10: Weil du gibst dir praktisch die Pflicht, es muss dir gut gehen.
00:27:13: Und das stimmt aber gar nicht.
00:27:15: Das Leben kann ja gar nicht darin bestehen, dass es dir immer gut geht.
00:27:18: Du kannst als Ziel haben, immer gelassen zu sein oder eine Grundheiterkeit oder eine Grundzufriedenheit zu haben, egal was passiert.
00:27:26: Aber dieser Glückszwang, das ist ja fast schon eine Glückstyrannei um uns herum, die auch aktuell so schlimm gefüttert wird, wie selten zuvor habe ich den Eindruck.
00:27:35: Glückstyrannei.
00:27:37: Ist
00:27:37: doch grässlich, oder?
00:27:38: Dann bist du auf Instagram bei irgendeinem Typen, der dir vorschreibt, glücklich zu sein.
00:27:45: Und wenn es dir nicht gut gibt, bist nur du Schuld.
00:27:48: Nee, da gehe ich nicht ganz mit.
00:27:49: Es gibt auch Dinge von außen, da geht es einem einfach mal nicht gut.
00:27:55: Und das Leben ist halt so.
00:27:57: Und es darf auch mal so sein.
00:27:59: Man darf dem halt nur dann, wie soll ich sagen, man muss aufpassen, dass man sich da nicht komplett drin ergeht.
00:28:05: Ich werde zum Beispiel niemals vergessen, das beeindruckt mich bis heute ungemein, dass meine Mutter zwei Tage nachdem mein Bruder gestorben ist, wieder arbeiten gegangen ist.
00:28:19: Unglaublich, ich kann mir das gar nicht vorstellen, was das mit jemandem macht,
00:28:25: wenn das eigene Kind stimmt.
00:28:28: Und habe ich meine Mutter angeschaut und habe gesagt, wie machst du das?
00:28:30: Und hat sie gesagt, das kann ich am besten.
00:28:33: Und warum soll ich?
00:28:35: Ich möchte das machen.
00:28:37: Ich will weiter arbeiten.
00:28:37: Ich will mein Leben weiterleben.
00:28:40: Und mein Vater auch, die sind echt ein paar Tage später, sind die wieder ganz normal.
00:28:44: So gut sie es konnten, ihrem Leben nachgegangen.
00:28:48: Und das hat mich sehr beeindruckt und sicherlich auch geprägt.
00:28:52: Und das zeigt mir dann, die waren sicher nicht glücklich, die waren auch nicht zufrieden.
00:28:56: Aber die haben sich ihre Kontrolle nicht wegnehmen lassen.
00:28:58: Sie haben gesagt, das, was ich unter Kontrolle habe, darauf konzentriere ich mich weiter.
00:29:03: Und das ist wirkliche Stärke.
00:29:08: Na ja, wir greifen ja auch unbewusst ganz autonom auf die Ressourcen zurück.
00:29:14: Und das ist ja eine... unvorstellbare Ausnahmesituationen, wenn das eigene Kind stirbt.
00:29:18: Das ist
00:29:19: die Hölle.
00:29:19: Also findet der Organismus unser Gehirn, unsere Prägungen, eine Lösung irgendwie damit umzugehen.
00:29:24: und wenn die Lösung ist, wieder arbeiten zu gehen, um Stabilität zu gewährleisten und das Überleben zu sichern, wie wunderbar, wie genial vom Organismus.
00:29:32: Unglaublich, genauso auf einem ganz anderen Level natürlich, hat mich am elften September, zwei Tausend Eins extrem beeindruckt, das Sting.
00:29:43: ein Konzert gegeben hat.
00:29:44: In der Tuscana.
00:29:46: Und das wurde ein paar Monate später ausgestrahlt.
00:29:48: Und ich hab mir das dann damals gar so keine Streaming-Dienste und nix, hab mir das gekauft, auch auf CD.
00:29:55: Und hab das Begleitbuklet gelesen.
00:29:57: Und in einer Moderation sagt er auch, ja, wir haben überlegt, ob wir das Konzert heute absagen sollen.
00:30:02: Mit dem, was auf der Welt jetzt gerade passiert ist.
00:30:06: Und haben uns aber entschieden, das nicht zu tun, weil wir können Musik machen.
00:30:13: Das können wir.
00:30:14: Und wir können die Situation nicht ändern.
00:30:16: Und wenn wir dafür sorgen, zum Publikum gesprochen, dass es euch jetzt vielleicht zwei Stunden lang ein bisschen besser geht, als es euch gehen würde, wenn wir das nicht machen würden, das ist unser Job.
00:30:28: Und dem gehen wir weiter nach.
00:30:31: Und da fand ich eine unglaubliche Stärke auch drin.
00:30:35: Und da ist mir das erste Mal auch klar geworden, wie wichtig Unterhaltung ist, dass das eben eine ernsthafte Profession ist, der ich ja dann auch mich komplett gewidmet habe.
00:30:49: Das ist eine schöne
00:30:50: Frage,
00:30:51: finde ich, für ... ... die ich meinen Päten zum Beispiel ganz oft stelle, aber manchmal vergesse ich, sie mir selbst zu stellen, was ist noch
00:31:00: da?
00:31:02: Also neben dem Schmerz, neben der Hoffnungslosigkeit, neben dem Gefühl von Ohnmacht, was ist noch da?
00:31:10: Vielleicht sogar eher noch was ... Kann ich denn überhaupt beeinflussen?
00:31:14: Also, wo liegt mein Einflussbereich?
00:31:15: Das ist so meine Lieblingsfrage bei allem.
00:31:18: Was kann ich tun?
00:31:19: Wie ist es, wie ist es aus der Bibel her?
00:31:21: Geht mir die Kraft, die Dinge zu akzeptieren, die ich nicht ändern kann.
00:31:24: Ich weiß nicht.
00:31:25: Ich glaube, es ist der Talmo noch nicht die Bibel.
00:31:26: Vielleicht wird es allen möglichen Leuten zugeschrieben.
00:31:29: Aber der Spruch ist, wenn man ihn, wenn er nicht im falschen Moment kommt, wo man ihn einfach nicht hören will, wenn man keine Lust dazu hat, ist das schon ein ziemlich gutes Motto.
00:31:39: Meine Lieblingsaffirmation ist ... ... ist ... ...
00:31:44: ist ... ... ist ... ... ist ... ... ist ... ...
00:31:46: ist ... ... ist ... ... ist ... ... ist ... Wie viele Bretter wir und wie viele Scheren wir im Kopf haben aus unserer Prägung.
00:32:06: Nein, das darfst du nicht.
00:32:07: Nein, das musst du, du musst dies, du musst das.
00:32:10: So ein alter Bullshit.
00:32:13: Und sich davon auch ... Ich will gar nicht sagen zu befreien, aber doch zumindest die Identifikation, damit man so ein bisschen auseinanderzudröseln.
00:32:22: Und immer wieder zu sagen, nein, ich darf das, ich bin schon groß.
00:32:24: Ich muss.
00:32:25: der einzige Mensch, der meine Erlaubnis braucht, bin ich.
00:32:28: Ja, ich darf das.
00:32:30: Mit einer kleinen Einschränkung, solange es dir nicht schadet
00:32:33: und andere
00:32:35: nicht schadet.
00:32:36: Das ist
00:32:37: ganz wichtig.
00:32:38: Natürlich.
00:32:39: Und auch dieses mal gucken, was passiert.
00:32:41: Ich darf nicht die alte Dame in der U-Bahn schubsen, das ist ja klar.
00:32:44: Ja, klar.
00:32:46: Aber trotzdem schwingt das, das sollte schon immer mit schwingen, finde ich.
00:32:50: Und was natürlich auch wichtig ist, ich darf das.
00:32:55: Ich darf dann aber auch mit den Konsequenzen leben.
00:32:58: Auf jeden Fall.
00:32:58: Und die darf ich nicht jemandem andern dann aufs Brot schmieren.
00:33:00: Wenn das meine Entscheidung war, das so zu machen, dann das ist nämlich etwas, das ich in letzter Zeit immer öfter beobachte.
00:33:07: Wir haben so eine Vollkasko-Mentalität inzwischen.
00:33:11: Wir, viele Menschen, bemerke ich haben und das ging so vor fünf Jahren los, haben so die Haltung... Irgendjemand muss das für mich dann regeln, wenn ich das nicht richtig gemacht habe, ob das jetzt dann der Staat ist oder ein Unternehmen oder die Eltern oder die Kinder im schlimmsten Fall.
00:33:32: Da bin ich kein so großer Freund von.
00:33:34: Ich finde, wir sollten viel mehr Eigenverantwortung übernehmen für das, was wir tun, weil es freier macht.
00:33:40: Und Freiheit ist halt nur mal, der Preis von Freiheit ist Unsicherheit.
00:33:44: Das ist so.
00:33:45: Aber dieses extreme Sicherheitsdenken, dass er dafür sorgt, dass wir Teile unserer Freiheit dafür aufgeben sollen.
00:33:52: Davon bin ich persönlich gar kein Freund.
00:33:54: Ich bin lieber frei.
00:33:56: Halluja, setzt sich ein fettes Ausrufezeichen hinter.
00:33:59: Ist
00:33:59: natürlich auch eine Typ-Sache.
00:34:00: Ich war in meinem Leben nie angestellt.
00:34:02: In dem Beruf, den ich mache, bist du natürlich eher risikobereit.
00:34:05: Mir macht das ja auch Spaß.
00:34:08: Und ich kann verstehen, dass nicht jeder das in so einem Extrem macht, dann wie ich.
00:34:13: Es hätte ja auch genauso gut nicht klappen können, weil bei allem ... Talent und Fleiß ist immer auch eine große Portion Glück mit dabei, das stimmt schon.
00:34:22: Und dass wir so eine Grundsicherung haben und alles, das finde ich schon auch toll.
00:34:26: Aber ich finde, wir dürfen es nicht übertreiben.
00:34:28: Wir dürfen nicht unsere Sicherheit zu sehr davon abhängig machen, was um uns herum alles so ist.
00:34:35: Ich habe in meinem Echgeber-Seminare auch und da habe ich drei Folien, wo es darum geht, dass wir eine Instanz brauchen, die praktisch dem Stimmen in unserem Kopf sagt, stopp und auch die Verletzlichkeit in uns beschützt.
00:34:48: Und dann frage ich dann so, und wer könnte das wohl sein?
00:34:50: Und dann kommt eine Folie und da steht dann mein Partner, meine Eltern, die Regierung, meine Frau, der Papst.
00:34:59: Nein, das bin ich.
00:35:01: Ich bin diese Instanz.
00:35:02: Das
00:35:02: bist immer du.
00:35:03: Ich bin die Instanz, die ich brauche.
00:35:07: Wobei wir da auch ein bisschen aufpassen müssen.
00:35:09: Also ich weiß, dass du das nicht so verstehst, wie ich es jetzt bewusst einmal falsch
00:35:14: verstehe.
00:35:15: Betragte ist differenziert.
00:35:16: Aber wir müssen aufpassen, dass wir uns dabei nicht zu sehen den Mittelpunkt rücken.
00:35:20: Ich denke, wir wären eine Insel und alles ginge nur von uns aus.
00:35:23: Wir sind schon verbunden mit unserem Umfeld.
00:35:25: Na klar.
00:35:27: Auch das ist etwas dieses fast schon narzistische Nabelschau betrachten.
00:35:35: Ich muss glücklich sein.
00:35:37: Ich muss zufrieden sein.
00:35:39: Ja, wenn du Glück hast, dann passierte das im Leben ein paar Mal, dass du so die absoluten Highlights hast.
00:35:45: Aber wir sind eingebunden in einem Umfeld.
00:35:46: Und wenn es diesem Umfeld nicht gut geht, dann kannst du machen, was du willst.
00:35:51: Dann wirst du über ein gewisses Level nicht herauskommen.
00:35:54: Das heißt, wir sind einfach eingebettet in meinem Fall Familie, Arbeitskollegen.
00:36:01: Freunde.
00:36:02: Und da muss man höllisch aufpassen, dass man sein Glück und Wohlbefinden nicht über das der anderen stellt, weil dann ist es keine Harmonie.
00:36:14: Und ich habe auch den Eindruck, das könnte in den nächsten Jahren ein Thema werden.
00:36:18: Das wird meiner Meinung nach, glaube ich, oft falsch verstanden.
00:36:23: Wir sind immer wieder bei der Glückstürer.
00:36:24: Nein, ich muss glücklich sein.
00:36:27: Nee, und glücklich sein ist, glaube ich, eh.
00:36:30: ein falsches ziel.
00:36:32: also glück.
00:36:33: wenn ich jetzt überlege in welchen momenten in meinem leben war ich wirklich glücklich abiturzeugnis bekommen geburt der kinder hochzeit ein paar tolle parties feiern wo ich eingeladen war so ein paar super highlights im urlaub.
00:36:49: aber das kannst du vielleicht an zwei händen abzählen wo du wirklich diese absoluten highlights hat ist Und das geht ja auch gar nicht anders, weil Highlights müssen ja Highlights bleiben.
00:36:58: Es geht ja gar nicht anders.
00:36:59: Ich glaube, wir sollten auch da mit den Worten, die wir benutzen, aufpassen.
00:37:05: Wir können sagen, ich möchte ein zufriedenes Leben führen.
00:37:07: Ich möchte, der Axel Hacke hat da ein ganz tolles Buch darüber geschrieben über die Heiterkeit.
00:37:12: Ich kann heiter durchs Leben gehen.
00:37:14: Und egal, was in meinem Umfeld so... Wo ist, ich kann aufpassen, dass ich meinen Humor nicht verliere, die Heiterkeit nicht verliere, aber glücklich, das ist doch nochmal ein ganz anderes Level.
00:37:23: Finde ich auch.
00:37:24: Also Glück ist immer eine Momentaufnahme.
00:37:26: Ja.
00:37:26: Also witzigerweise, während ich dir zugehört habe, ist mir ein Moment eingefangen.
00:37:30: Ich weiß gar nicht, warum.
00:37:30: der sich jetzt zeigt, der ist fast zehn Jahre her.
00:37:33: Da war ich zwei Tausend Siebzehn mit Freunden.
00:37:36: beim Lollapalooza Festival in Berlin, also bei einem Open Air, mit einem fantastischen Line-Up, also Foo Fighters und Mumford & Sons.
00:37:45: Und die Foo Fighters hatten gespielt bis kurz vor Mitternacht und um zero Uhr dreißig kamen die XX noch auf die Bühne.
00:37:53: Das ist eine britische Elektro-Band, die sind phänomenal.
00:37:58: Es war halb eins in der Nacht und von diesen neunzigtausend Menschen dort gingen schon vierzigtausend nach Hause.
00:38:04: Es war arschkalt und es hatte geregnet.
00:38:07: Und es war eine, die hatten zwei Centerstages nebeneinander.
00:38:10: Es war eine dieser großen Bühnen und die fangen an zu spielen mit und es sind Laser über das ganze Gelände und dieser Sound erfüllt dieses ganze Tempelhoffeld.
00:38:22: Und es war ... Unglaublich.
00:38:26: Es war so schön, so schön.
00:38:29: Und ich mehr beschießen die Tränen ja auch.
00:38:31: Ich merke das sofort.
00:38:32: Apropos Suggestibilität des Gehirns.
00:38:36: Ich weiß nicht, warum sich das jetzt gerade in meinem Kopf gezeigt hat.
00:38:39: Aber da war ich so glücklich, weil es so so schön war.
00:38:44: Und das wäre ja ... Ich geb dir recht, wobei ich eher das Gefühl hab, dass ich das gerade wieder ein bisschen ausschleicht.
00:38:50: Sondern dass Menschen eher ... Deswegen hab ich auch die Unterzeile dieses, auch wenn der Get Happy heißt, der Podcast, aber deswegen heißt die Unterzeile ganz bewusst zufriedener, also bewusster Leben zufriedener sein.
00:39:06: Weil den Anspruch immer glücklich zu sein, das wär ja wie ein Dauerorgasmus.
00:39:10: Also, das geht ja gar
00:39:12: nicht.
00:39:12: Na, du wärst ja auch bescheuert.
00:39:13: Du
00:39:14: wärst ja gar nicht lebensfähig.
00:39:15: Das
00:39:16: ist so wie frisch verliebt.
00:39:17: Also, frisch verliebt ist ja ein fantastischer Zustand, aber nicht für die Menschen um dich herum.
00:39:21: Die Menschen um dich herum, die fütten dich auf.
00:39:23: Ja, das kann ja nicht funktionieren.
00:39:26: Aber Heiter und Zufrieden, das ist ein gutes Ziel, finde ich.
00:39:31: Und das andere, das kommt ja eh dann von selbst.
00:39:35: Und so ein Konzert, wie du es beschreibst oder ein Moment im Urlaub, das sind ja auch Momente, auf die du dich so gar nicht vorbereitet hast.
00:39:43: Das kommt ja ganz oft unvorbereitet und so, und du merkst in dem Moment, wow, jetzt ist irgendwas passiert hier gerade.
00:39:52: Und dann ist es doch richtig schön.
00:39:54: Auf diese Momente darf man sowohl finde ich im Rückblick auf zwanzig, fünfzwanzig als auch auf zwanzig, sechsundzwanzig sich viel mehr freuen und auch dem dem Unbekannten mehr Platz einräumen.
00:40:07: oder natürlich das Leben ist halt nun mal ungewiss.
00:40:12: und Das Problem, wenn wir Angst haben vor einer Zukunft, ist ja, dass wir uns eine Zukunft ausmalen, die wahrscheinlich gar nicht so eintritt, wie wir sie uns ausmalen und die Angst, die damit verbunden ist, aber jetzt schon gespürt wird.
00:40:28: Das heißt, wir rufen eine Emotion wach wegen einem Ereignis in der Zukunft, fühlen aber diese unangenehme Emotionen jetzt schon, weil wir mit einer Zukunft rechnen, die wahrscheinlich nicht so schlimm eintritt, wie wir sie uns gerade ausmalen.
00:40:46: Beziehungsweise die von der Wahrscheinlichkeit her wahrscheinlich fifty-fifty ist.
00:40:49: Also die Zukunft könnte auch genau das Gegenteil sein.
00:40:52: Richtig.
00:40:53: Ich muss sagen, was mir ein bisschen Sorgen macht, gerade ist wirklich die Wirtschaftslage in Deutschland.
00:40:57: Ich finde, wir reden zu wenig über Wirtschaft.
00:40:59: Wir machen auch meiner Meinung nach zu wenig für eine gute deutsche gesunde Wirtschaft.
00:41:05: Da wird der Mittelstand wird... wirklich vergessen.
00:41:11: Also ist gerade die Tage nochmal gelesen, wie viele Insolvenzen das sind.
00:41:15: Wenn ich in die Stadt gehe, sehe ich, wie viele Geschäfte der Dicht machen, der Einzelhandel, dem geht es nicht gut.
00:41:21: Aber auch hier muss man überlegen, was kann ich denn tun?
00:41:24: Und das sollte man dann einfach machen.
00:41:28: Also ich muss sagen, so ganz sorgenfrei gehe ich nicht ins, ins zwanzig, sechsundzwanzig, aber ich gehe mit dem Gefühl rein, egal was passiert, wenn es nicht ein häftiger Schicksalsschlag ist, den ich auch nicht vorhersehen oder vermeiden könnte.
00:41:46: Aber ich gehe mit dem Gefühl rein, egal was kommt, das kriege ich dann auch schon hin.
00:41:51: Mal gucken, was passiert.
00:41:52: Das ist etwas, das man sich antrennieren und lernen kann.
00:41:56: Natürlich, wenn man Erfahrung hat, ist es umso besser.
00:41:58: Das ist der große Vorteil ab einem gewissen Alter, muss ich sagen.
00:42:02: Dass man viel mehr Selbstsicherheit hat und auch Gelassenheit hat.
00:42:08: habe ich jetzt kürzlich gehört, dass man mit zunehmendem Alter offensichtlich immer zufriedener wird und dass diese Glücksmomente auch zunehmen, obwohl man körperlich nicht mehr so drauf ist wie früher und auch in ganz vielen anderen Bereichen nicht mehr so frei agieren kann wie früher.
00:42:27: Aber offensichtlich, wenn man gute Erfahrungen gemacht hat, macht das was mit einem, auch im Alter.
00:42:33: Ich bin ja sehr gespannt, wie das mal sein wird, wenn ich mal alt bin.
00:42:37: Also jetzt werden wir
00:42:39: in vielen
00:42:40: Jahren treffen.
00:42:43: Glaubst du, dass es auch wichtig ist, um bei diesem Punkt mal kurz zu bleiben, sich der eigenen Ressourcen immer wieder bewusst zu werden, weil das, was du gerade geschildert hast, und das ist auch was, was ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, dass ich, Ich hab schon so oft Lösungen in meinem Leben gefunden für Situationen, die ich für aussichtslos hielt.
00:43:08: Und doch bin ich immer noch da.
00:43:11: Und ich finde, dieser Blick hilft auch unheimlich, wenn man den mal in die Vergangenheit wirft, sich in der Gegenwart mal kurz zu erden und zu sagen, ich habe Schlimmeres überlebt.
00:43:20: Ich werde auch das schaffen.
00:43:22: Irgendein kluger Mensch, ich weiß den Namen nicht mehr, hat doch mal gesagt, wenn ich eins über das Leben gelernt habe, Es geht weiter.
00:43:34: Und das liest sich so einfach, liest sich eigentlich auch wie so ein Kalenderspruch, aber das ist es nicht.
00:43:39: Das stimmt.
00:43:40: Es geht weiter.
00:43:42: Und wenn man einfach die richtigen Methoden kennt, auch zu denken, da kann man sich dann mal mit den alten Philosophen beschäftigen, wenn man das möchte.
00:43:52: Und wenn man meistens kann man das auch im Glauben finden, man kann sich mit der Religion beschäftigen, wo immer man sich mit beschäftigen möchte.
00:43:59: wird man sehen viele kluge menschen vor uns hatten diese sorgen all diese probleme schon und diese klugen gedanken die wurden alle bereits gedacht.
00:44:12: das problem ist nur zwischen kennen und können liegt ein riesen unterschied.
00:44:15: ich kenne menschen die haben meterweise psychologische oder spirituelle Literatur gelesen und die kriegen es nicht gebacken.
00:44:23: Und andere, die haben eine andere Art von Intelligenz, die sind jetzt vielleicht weniger gebildet, haben ganz wenig oder gar nichts gelesen, aber die haben das, diese Grundgelassenheit, diese Zufriedenheit, die die ausstrahlen.
00:44:36: Das hat also offensichtlich nichts mit Bildung zu tun, sondern eher auch, ob man es zulässt oder nicht.
00:44:42: wie man einfach durchs Leben geht, welche Brille man an hat.
00:44:46: Aber es stimmt, wir dürfen das schon auch mit gewissen Gelassenheit rangehen.
00:44:50: Das finde ich schon.
00:44:51: Auch was das neue Jahr jetzt betrifft.
00:44:53: Da muss man sich ja eher überlegen, was ist denn überhaupt Erfolg und wovon hängt der ab?
00:44:59: Also ich bin ja ein Freund davon, sich zu überlegen, wo willst du hin?
00:45:03: Auch hier sind wir wieder bei der Suggestion, stelle ich mir Dinge vor.
00:45:07: Ich habe zum Beispiel in meinem Leben nur Dinge erreicht.
00:45:10: die ich mir auch vorstellen konnte.
00:45:12: Also manchmal habe ich über das Ziel hinaus geschossen.
00:45:14: Ich hätte zum Beispiel niemals gedacht, dass ich mehrere Bücher schreibe und so viele Menschen damit erreiche.
00:45:20: Das stand auf meinem Zettel irgendwie nie drauf, dass es einfach passiert.
00:45:26: Aber als diese Angebote kamen, ein Buch zu schreiben und ich das geschrieben habe, habe ich keine Sekunde daran gezweifelt, dass es nicht ganz viele Leute ansprechen kann.
00:45:34: Also wie viele es dann waren, das war mehr als ich gedacht hätte.
00:45:37: Aber ich habe da nie mit einem Zweifel dran geschrieben, einfach so gut gemacht, wie es geht.
00:45:44: Was ich damit sagen will ist, ich denke ganz gerne vom Ende zum Anfang.
00:45:48: Also ich sitze zum Beispiel am Jahresanfang, sitze ich oft da und überlege mir, in welchen Lebensbereichen will ich am Ende des Jahres was für mich so realisiert haben.
00:45:57: Und dann überlege ich bei mir, was kann ich mir das vorstellen?
00:45:59: Also ist das für mein Unterbewusstsein auch überhaupt realistisch?
00:46:03: Wenn ja, wunderbar, wenn nicht, kann man ja mit dem Unterbewusstsein reden, kann man ja sagen, klar, ich darf das.
00:46:10: Ich darf das, ich will das, ich wünsche mir das und ich habe auch das Recht dazu, dass sich selber das Recht geben, das machen auch viele Leute nicht.
00:46:17: Das sind so vier Punkte, dürfen, würlern, können und das Recht haben dazu.
00:46:24: Und dann nimmt das Unterbewusstsein das schon noch an, wir können ja wirklich mit dem in Kontakt treten.
00:46:29: klingt so ein bisschen komisch, aber wir machen es ja sowieso.
00:46:31: Wenn wir es auch bewusst
00:46:32: haben.
00:46:34: Genau.
00:46:35: Und auch mein Freund der Pablo Hagemeier, der nennt das Ganze ja nicht Selbstgespräche, sondern er nennt das Selbstreflektion.
00:46:44: Und ich kann mich noch erinnern vor einer Lesung in Hamburg, wo er als Moderator eingesprungen ist.
00:46:49: Da habe ich mich von Spiegel gestellt und gesagt, heute Abend bin ich saumäßig gut.
00:46:54: Das weiß ich jetzt schon.
00:46:56: Und meine Frau saß noch neben dran
00:46:58: und
00:46:59: hat es dann so leicht in den Kopf geschüttelt.
00:47:01: Und dann guckt der Pablo sie an und sagt, Christiane, Eigenlub stimmt.
00:47:08: Und dann sind wir raus und es war ein super
00:47:10: Abend.
00:47:10: Und er ist der Narzissmus-Gott.
00:47:11: Er darf es nur
00:47:12: sagen.
00:47:12: Eigenlub stimmt.
00:47:13: Den fand ich lustig.
00:47:14: In dem Moment war das halt der richtige Spruch gerade.
00:47:16: Und das war im letzten Endes nichts anderes, als ich die Erlaubnis geben, den Abend einfach Spaß zu haben.
00:47:23: Das wird heute Abend richtig gut.
00:47:24: Ist doch besser, als wenn ich rausgeh und sage, ja, weiß nicht, so viele Leute heute Abend, ich weiß nicht so genau, bin ich so vorbereitet, wie ich mich gerne vorbereitet hätte?
00:47:32: Das mag ja alles stimmen, aber das hilft einen in dem Moment ja nicht.
00:47:36: Einfach sich kurz von Spiegel stellen und sagen, das wird gut.
00:47:39: Das wird einfach gut.
00:47:41: Was man natürlich nur kann, wenn man auch, wie soll ich sagen, in diesem Feld eine gewisse Erfahrung hat, ich meine, ich habe ja nur mal schon viele Auftritte gemacht, viele Lesungen und alles, dann funktioniert das.
00:47:50: Und das zweite, was ich sehr gerne mache, ist, dass ich mir überlege, okay, wovon hängt denn jetzt ab, ob etwas erfolgreich, das muss jeder für sich definieren, was Erfolg ist.
00:48:00: Aber stellen wir es mal so in den Raum.
00:48:02: Wovon hängt das denn ab?
00:48:04: Und dann gibt es so ein paar Dinge, die kann ich beeinflussen und andere, die kann ich gar nicht beeinflussen.
00:48:09: Das Wichtigste ist zum Beispiel immer die Situation, in der wir uns befinden.
00:48:13: Also du kannst die beste Blumenpflückerin der Welt sein.
00:48:17: Aber wenn ich im Februar, wenn hier in München Schnee liegt, dich auf den Feld schicke und sage pflück mir da jetzt mal ein Strauß Blumen.
00:48:24: Dann gibt die Situation das nicht her.
00:48:26: Das hat mit deiner Kompetenz nichts zu tun.
00:48:28: Du bist einfach am falschen Ort, im falschen Moment.
00:48:31: Die Situation ist falsch.
00:48:33: Das zweite ist die handelnde Person.
00:48:35: Das bist du.
00:48:35: Also warum machst du das?
00:48:38: Kannst du das überhaupt?
00:48:40: Ja?
00:48:41: Also wenn du mich zum Beispiel jetzt in einen Sportwagen steckst, in einen Rennwagen, dann werde ich mit dem keine beste Zeit auf dem Nürburgring fahren, weil ich kann das nicht.
00:48:50: Ich kann gut Auto fahren im Straßenverkehr so.
00:48:52: Aber ich kann ja kein Rennauto fahren.
00:48:55: Das
00:48:56: Dritte ist dann auch die Fähigkeit.
00:48:57: Also neben deinen Fähigkeiten der handelnden Person ist es auch die Mittel, die du zur Verfügung hast.
00:49:02: Also angenommen du bist eine Superprogrammiererin oder hast keinen Rechner.
00:49:08: Oder du bist ... In meinem Fall, du bist Mentalist, aber dir gibt niemand eine Bühne.
00:49:16: Dann kannst du das nicht ausleben.
00:49:17: Aber das nächste ist alles Dinge, da kann man gucken.
00:49:20: Kann ich die Situation schaffen?
00:49:22: Kann ich irgendwo hingehen, wo die Situation anders ist?
00:49:24: Kann ich abwarten, bis die Situation kommt?
00:49:28: Kann ich gucken, dass ich die Fähigkeiten lerne, dass ich die richtigen Mittel hab?
00:49:32: Und selbst dann, und du hast vielleicht sogar noch ein gutes Team, gibt es immer noch den Faktor X. Es gibt immer Faktoren auf der Welt, da kannst du einfach nichts machen.
00:49:43: Die sind mal für dich, mal gegen dich.
00:49:45: Mal bist du der Hund, mal bist du die Laterne.
00:49:48: Das ist halt normal so.
00:49:50: Also, für mich zum Beispiel, wir hatten für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr
00:50:09: ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für das Jahr ... für Da kannst du nichts machen.
00:50:14: Weißt du, was mir da total hilft?
00:50:15: Auch das habe ich, zwanzig, zwanzig gelernt.
00:50:16: Ich hab mich ... ...
00:50:16: wahnsinnig viel noch mal mit der ganzen Materie, der Manifestation befasst.
00:50:21: Ja.
00:50:21: Mit Napoleon Hill, Think and Grow Rich und mit Alan Watts und ...
00:50:26: Hast du in ... Darf ich da direkt nachfragen?
00:50:28: Hast du ein Berater-Team von Napoleon Hill?
00:50:31: Das ist die beste Methode bei Napoleon
00:50:32: Hill.
00:50:33: Die
00:50:33: Berater sind das Beste.
00:50:34: Das hab ich schon ganz lange durch meine Ausbildung mit dem Schwerpunkt Psychotraumatologie.
00:50:39: Da installierst du auch in dir ein inneres Berater-Team.
00:50:42: Das ist super.
00:50:43: bei mir zum Beispiel Eckhart Tolle.
00:50:46: Pink sitzt da.
00:50:48: Die Musikerin?
00:50:49: Ja.
00:50:50: Weil die was hat, was mir in meinem Naturell, also dieser Anteil ist in mir nicht so richtig ausgebildet, weil Pink hat so eine Mittelfinger.
00:50:59: Stimmt, das ist bei der sehr ausgeprägt.
00:51:01: Und
00:51:01: die hab ich nicht so.
00:51:03: Und manchmal hilft mir das, wenn ich dann so diese ... ich pink ist für mich, hat so eine verkörperte ...
00:51:09: Rotsigkeit.
00:51:10: Rotsigkeit.
00:51:11: Und ja, davon würde ich mir manchmal ein bisschen mehr wünschen.
00:51:14: Und wenn ich mich mit deren Energie verbinde, dann kann ich das ein bisschen besser zum Ausdruck bringen.
00:51:20: Passt ja auch genau zu dir, Sängerin.
00:51:21: Bist ja auch Sängerin.
00:51:22: Das heißt, du kannst dir schon genau vorstellen, wie das für die so ist.
00:51:25: Ja, genau.
00:51:26: Passt du dir.
00:51:28: Was mir total die Augen geöffnet hat dieses Jahr und damit, egal welche Herausforderung mir in den letzten Wochen oder Monaten begegnet ist und ich werde es mit nach zwanzig, sechsundzwanzig nehmen, ich gehe immer vom besten aus.
00:51:41: Ich gehe nur noch vom besten aus.
00:51:43: Und wenn es auch, wenn es etwas ist, was mir nicht gefällt.
00:51:47: Vielleicht in dem Moment.
00:51:48: In dem Moment gehe ich trotzdem davon aus, dass es das Beste ist, was ich jetzt bekomme.
00:51:54: Ja.
00:51:55: Sehr gut.
00:51:56: Oder?
00:51:56: Sehr gut.
00:51:57: Ich liebe
00:51:58: das auch.
00:51:58: Das
00:51:58: ist
00:51:59: großartig.
00:51:59: Eine super Affirmation.
00:52:02: Das Leben liebt mich.
00:52:05: Ist... Die hört sich jetzt so komisch an, ich weiß.
00:52:09: Und Liebe ist sowieso so ein... Das Leben
00:52:10: ist für mich.
00:52:11: Das Leben ist für mich, wenn dir das andere too much ist.
00:52:14: Das Leben meint es gut mit mir, wenn dir das besser gefällt.
00:52:17: Ist eine super Affirmation.
00:52:20: Was weiß ich, wir sind jetzt mal im Alltag.
00:52:22: Sitz am Bahnhof, Zug fällt aus.
00:52:26: Das Leben meint es gut mit mir.
00:52:27: Ich werde schon eine Lösung finden.
00:52:29: Und wenn ich zu spät komme, ist das auch in irgendeiner Form.
00:52:32: wird das in Ordnung sein.
00:52:33: Das Leben meint es gut mit mir, heißt für dich immer, du behältst die Kontrolle.
00:52:38: Du lässt ja nicht durch schlechte Emotionen die Kontrolle wegnehmen.
00:52:41: Eine super Affirmation.
00:52:43: Muss man allerdings lernen.
00:52:44: Ich meine, du bist ja auch schon länger mit dabei.
00:52:48: Das kommt nicht so von heute auf morgen.
00:52:50: Aber das ist sicherlich eine gute.
00:52:52: Ja, weil wir wissen gar nicht, ob es nicht gut für uns ist, dass der Zug ausgefallen ist.
00:52:58: Also in Deutschland wissen wir, dass es das Leben, wenn es um Zugausfälle geht, sehr oft gut mit uns meint.
00:53:05: Aber sagen wir mal so, es ist zumindest hilfreicher, so ranzugehen, als direkt sich datirisch aufzuregen.
00:53:14: Wobei Aufregen manchmal auch ganz gut ist.
00:53:16: Also das immer zurückhalten.
00:53:18: Es gibt so eine Seinfeldfolge, die ich wahnsinnig gerne mag.
00:53:21: Und da ist Kramer, das ist der Nachbar von Jerry Seinfeld.
00:53:25: Der hat offensichtlich irgendeinen Seminar besucht.
00:53:28: Und ist immer ruhig.
00:53:29: Nein, alles in Ordnung.
00:53:30: Und am Ende der Folge flippt
00:53:31: ... Detoniert.
00:53:32: Der flippt der völlig aus.
00:53:35: Das funktioniert ja auch nicht.
00:53:37: Und diese Typen, die immer ruhig und gefasst sind, mal ganz ehrlich, da wirst du ja voll Akro.
00:53:41: Am liebsten würdest du dir noch manchmal eine knallen, oder?
00:53:44: Ich finde, wir dürfen schon auch mal sauer sein.
00:53:46: Auf
00:53:46: jeden Fall.
00:53:47: Aber nicht länger als notwendig.
00:53:49: Ja, das ist ja immer die Frage.
00:53:51: Auch dieser Anspruch, mit wem hab ich darüber gesprochen, mit Lukas Buchholz, genau, die Folge erscheint im Frühjahr.
00:53:56: jetzt, Es geht ja auch bei Trigger nicht darum, dass wir nicht mehr auf irgendetwas reagieren.
00:54:02: Die Frage ist nur, wie lange reagieren wir?
00:54:05: Angemessen heißt
00:54:05: der Punkt.
00:54:06: Genau, angemessen.
00:54:07: Ich kann mich erinnern, ich habe den Search King, jemand, den ich sehr schätze.
00:54:13: Er hat das Buch der Stadtschamane geschrieben, ist Meister der Hune Philosophie und jemand, mit dem ich mich sehr intensiv befasst habe, den ich auch ein paar Mal persönlich getroffen habe.
00:54:24: Und den hab ich mal gefragt, sag mal, bist du wirklich nie sauer, nie traurig, fährst du nie aus der Haut?
00:54:30: Und dann hab ich angeschaut und hat gesagt, doch, oft, immer so für ein, zwei Sekunden.
00:54:37: Und der ist einer der wenigen, dem ich das glaube.
00:54:40: Der hat all diese Dinge über die wir grade sprechen, der hat die so verinnerlicht, der hat das so abgecheckt alles.
00:54:48: Und ich glaube, das ist doch ein gutes Ziel.
00:54:52: Mhm, finde ich auch.
00:54:54: den Dingen so lange Zeit zu geben, wie es angemessen ist.
00:54:57: Und na klar, darfste mal sauer sein, darfst auch mal traurig sein.
00:55:01: Ich hab's ja eben schon gesagt, dieses Jahr ist wirklich ein sehr guter Freund von mir gestorben.
00:55:09: Also da nicht traurig zu sein, wär ja auch komisch irgendwie.
00:55:14: Aber man darf sich da noch erlauben, trotzdem irgendwann, das wieder auf so eine Null Linie zu bringen und zu sagen, ich hab ihn ja gekannt, das war alles wunderbar.
00:55:22: Er ist zu früh gegangen, aber ... Ich hab jetzt nicht die Pflicht traurig zu sein.
00:55:28: Das ist, glaub ich, der Punkt, ne?
00:55:31: Da haben wir eine Parallel.
00:55:32: Ich hab auch einen Freund verloren dieses Jahr in der Lawine.
00:55:36: War der in Südtirol in dieser Lawine?
00:55:38: War das ein Freund von dir?
00:55:38: Ja, ich hab den immer so mein Lieblingsex-Freund genannt.
00:55:42: Der war auch auf meinem Geburtstag, als du auch da warst, auf meinem Fünfzigsten.
00:55:45: Ja, ich hab das gelesen.
00:55:47: Das war ja ganz in der Nähe von dort, wo mein Vater wohnt in Südtirol.
00:55:50: Und der Lawinen ist ja schon ... Ja.
00:55:54: große Gefahr.
00:55:54: Das wusste ich nicht.
00:55:55: Und da haben wir auch im Freundeskreis danach, wenn ich übrigens so zappelig bin, liegt es daran, dass ich die ganze Zeit einen Krampf im Recht drüber schenken habe, dass es wirklich, wirklich schmerzhaft ist.
00:56:07: Deswegen versuche ich hier meine Beine so hinzu, dass es nicht so krampft.
00:56:13: Und danach haben wir auch im Freundeskreis auch diese ganze Ambivalenz, angefühlen, miteinander geteilt.
00:56:23: Also nicht nur diese unendliche Trauer und die Fassungslosigkeit, sondern auch Wut.
00:56:29: Also wir haben dann da gesessen und gesagt, du Arsch, was gehst du auch auf Ski-Tour?
00:56:34: Jetzt sitzen wir hier und wir müssen damit klarkommen, dass du nicht mehr da bist.
00:56:39: Und das hat einfach total gut getan, dem Raum zu geben.
00:56:43: Und es auch in Verbundenheit zu tun.
00:56:46: Also das war auch eine schöne und wichtige Erfahrung für mich.
00:56:48: Das
00:56:50: gehört alles dazu, ne?
00:56:51: Es gehört alles dazu.
00:56:53: Ja.
00:56:54: Jetzt habe ich kurz ein schlechtes Gewissen, weil der Torsten hat so viel vorbereitet für dieses Gespräch und so viel wunderschön handgeschriebene Notizen mitgebracht.
00:57:04: Und wir haben nicht mal drauf geschaut.
00:57:06: Brauchen wir nicht.
00:57:06: Die guten Gespräche sind ja da, wo du deinen Konzept unten liegen lässt und du musst gar nicht drauf schauen.
00:57:11: Halt irgendwas, was wir besprochen haben, mit dem zu tun, was du mitgebracht hast?
00:57:15: Alles.
00:57:16: Stellt alles da drin.
00:57:17: Das sagst du jetzt nur damit ich
00:57:18: nicht so schlecht bin.
00:57:20: Ganz viel ist da drin.
00:57:22: Ach, es war mir wieder eine solche Freude.
00:57:24: Ja, ich komme immer gerne.
00:57:25: ...
00:57:26: das Jahr des Pferdes.
00:57:28: Ja, was heißt denn das?
00:57:29: Ich weiß, dass du da mehr Ahnung ... Also, ich kenne mich mit Astrologie bis auf die Parmal, wo ich mit dem Alexander von Schliefen da mal drüber gesprochen habe.
00:57:38: Wirklich nicht aus, was heißt
00:57:39: denn das?
00:57:39: Ich mache die Ausbildung bei ihm seit einem Dreivierteljahr.
00:57:41: Ja, was heißt denn das Jahr?
00:57:42: Was war denn das Jahr der Schlange?
00:57:43: Gut, Schlange würde ich mir jetzt vorstellen, in der Mythologie ist ja Veränderung.
00:57:47: Sie heutet sich, sie erfindet sich neu.
00:57:50: steht ja auch für Weisheit, die Schlange.
00:57:52: Aber hauptsächlich für Neubeginner.
00:57:56: Und wofür steht dann das Pferd?
00:57:58: Also, kommt
00:57:58: ja aus dem chinesischen Hoskop, glaub ich.
00:57:59: Ist das ja das Aufbruch, tatsächlich?
00:58:00: Ja, das macht ja aus dem Hof, dass es so hoch ist.
00:58:01: Und das deckt sich auch mit dem Jahreshoskop von Alexander.
00:58:02: Das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr
00:58:06: das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr
00:58:06: das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Jahr das Aber auch noch viel zusammenfällt, was in die alte Zeit gehört.
00:58:21: Also diese berühmte Erdepoche.
00:58:23: Also würde ich schätzen, dass in Deutschland viel zusammenfällt und in China viel
00:58:27: beginnt.
00:58:27: Könnte sein.
00:58:29: Ja,
00:58:30: ja.
00:58:30: Und Amerika und ja, dass die ... Ich hab heute einen sehr interessanten ... sehr interessanten Beitrag gelesen von Konstantin Schreiber, den ich sehr schätze.
00:58:42: Hat er auch nur geschrieben, ja.
00:58:44: könnte ja sein, dass tatsächlich überall Aufbruch ist und ganz viel Neubegehend.
00:58:49: Und dass für uns allerdings, dass wir nicht aufgepasst haben, dass das alles woanders ist.
00:58:55: Also ich hatte hier vor zwei Jahren den Sven Gabor Janski, ein sehr bekannte europäischer Zukunftsforscher, und der hat das bestätigt.
00:59:05: Und diese, auch diese dystopische Untergangsstimmung, dass das ein deutsches Phänomen ist.
00:59:12: Ja, German Angst, ne?
00:59:13: Ja, die German Angst, genau, da haben wir auch darüber gesprochen.
00:59:16: Und er sagt, die Bricksstaaten, da floriert es in den nächsten Jahren.
00:59:22: und diese Aufbruchsstimmung, die zieht sich global über den ganzen Planeten, aber wir scheinen hier so ein bisschen wie in so einer Nebelzelle zu
00:59:30: sitzen.
00:59:30: Wie das gallische Dorf, nur andersrum.
00:59:32: Wirklich,
00:59:33: das ist so.
00:59:34: Und vielleicht das auch mit ein bisschen Leichtigkeit und Humor zu betrachten und zumindest die eigene Welt mit Licht.
00:59:40: erstrahlen zu lassen.
00:59:42: Das ist doch das Mindeste, was wir tun können.
00:59:45: Du
00:59:45: kannst zwei Dinge tun.
00:59:47: Entweder du gehst irgendwo hin, wo du denkst, da ist das so, da ist Aufbruchstimmung, was in meinem Fall mit sehr viel Aufwand verbunden wäre, wo ich dann auch sage, das möchte ich gar nicht.
00:59:59: Ich möchte gar nicht so weit weg von meiner Familie, von meinen Kindern, die jetzt hier die Ausbildung machen und alles und die auch hier gesettelt sind, die auch Also meine Tochter zum Beispiel, die hier in Wien lebt, die da meinen Eindruck ist, auch bleiben möchte.
01:00:13: Also ich würde das nicht wollen.
01:00:16: Und das zweite ist, du kannst deinen Umfeld, wie du sagst so schön, mit Licht füllen.
01:00:20: Du kannst einfach dort, wo du bist, dafür sorgen, dass deine Anwesenheit zumindest nicht unangenehm ist.
01:00:27: Und also bei mir würde das bedeuten jetzt beruflich.
01:00:30: Ich mache einfach ein schönes Abendprogramm und mache den Leuten das Angebot, kommt doch dahin und Beschäftigt euch mal zwei Stunden lang mit schönen Themen.
01:00:38: Und habe ich auch für mich ganz bewusst alles politische, wofür ich mich sehr interessiere und die Strömung in der Gesellschaft, die mich sehr interessiert, die spielen da aber keine Rolle.
01:00:49: Weil ich finde, das ist auch so ein Safe Space.
01:00:51: Wir brauchen auch mal zwei Stunden lang diesen Ort, wie Picasso so schön gesagt hat, wo der Staub Das Alltags von der Seele gewaschen wird.
01:01:00: Das hat ja Picasso mal gesagt, was ist Kunst?
01:01:02: Sie wäscht den Staub des Alltags
01:01:03: von der Seele.
01:01:04: Das hat mich sehr inspiriert, dieses Zitat.
01:01:06: Da dachte ich mir, das sehe ich als meinen Job.
01:01:09: Und ich möchte die Leute nicht belehren oder erziehen oder meine Meinung sagen.
01:01:15: Wenn man mir auf Social Media folgt, dann schwingt das schon mit.
01:01:18: Dann kriegst du schon mit, wie ich so denke.
01:01:20: Aber das ist auch gar nicht so wichtig.
01:01:22: Ich bin Mentalist.
01:01:24: Ich bin niemanden, der in der Politik tätig ist oder der ein anderes öffentliches Amtszeit, wo die eigene politische Haltung oder Gesinnung in irgendeiner Form wichtig wäre.
01:01:35: Und halt das ganz bewusst daraus.
01:01:40: Wunderbar.
01:01:42: Alle links zu torsten, natürlich.
01:01:44: In den Show-Nodes.
01:01:44: Unter dieser Folge gibt es Termine.
01:01:47: Oh ja, also es gibt reichlich Tourtermine.
01:01:50: Wir haben das ziemlich ausgebaut, was mich sehr freut.
01:01:54: ein Programm, das mir wahnsinnig Spaß macht, selbst zu spielen.
01:01:56: Also es ist jetzt ja, ich mache seit zwanzig Jahren, seit einundzwanzig Jahren Abendprogramme und es macht immer noch ein wahnsinns Spaß.
01:02:05: Und es gibt ganz aktuell am vierten Januar einen Online-Termin.
01:02:09: Ich
01:02:11: nenne jetzt immer das Neujahrs-Event.
01:02:13: Stimmt,
01:02:13: das gab es letztes Jahr, dieses Jahr auch Anfang fünfundzwanzig.
01:02:16: Das ist jetzt schon das fünfte Mal, dass wir das machen.
01:02:19: Das macht einen unglaublichen Spaß.
01:02:21: und also wenn euch, liebe Hörer, Hörerinnen, das Gespräche gefallen hat, dann wird euch das Neujahrs-Event auch gefallen, weil es ist ziemlich genau so die Richtungen, die es da auch geht.
01:02:33: Und es kostet nichts.
01:02:33: Ich mach das einfach, weil es mir Spaß macht, weil ich da Freude dran habe.
01:02:38: Könnt ihr gerne vorbeikommen.
01:02:39: Ist ein Zoom-Meeting online.
01:02:41: eineinhalb Stunden ungefähr.
01:02:43: Voll cool.
01:02:43: Packen wir die Shownutz, vierter Januar.
01:02:46: Ich danke dir von Herzen.
01:02:47: Ich hab leider keinen Champagner zum Anstoßen, aber vielleicht zum letzten Tag des Jahres, wenn ich mich hier schon ...
01:02:53: Wir stoßen mit Wasser an,
01:02:54: mein Lieber.
01:02:56: Gutes neues.
01:02:57: Groß neues Jahr, kommt gut ins nächste.
01:02:59: Ich freue mich aufs Wiedersehen.
01:03:01: Cheers, ihr Lieben, mit Wasser.
01:03:04: Das war die letzte Folge Get Happy für zwanzig, fünfundzwanzig.
01:03:08: Ich danke euch von ganzen Herzen für euren Support in diesem Jahr, dass ihr dem Podcast so reichhaltig in die Welt geschickt habt, die Community wächst von Woche zu Woche.
01:03:18: Und es macht mich sehr glücklich, weil das hier macht mich sehr, sehr glücklich.
01:03:23: Und ich freue mich, dass so viele Menschen daran partizipieren und dass ihr zu denjenigen gehört, auf dieser Welt, die sich trauen, Fragen zu stellen, die sich trauen, hinzuschauen.
01:03:35: Zu
01:03:35: und in sich selbst.
01:03:37: Damit gehört ihr noch zu einer kleinen Minderheit.
01:03:40: Aber ich bin voller Hoffnung, dass sich das ... ... noch ein bisschen verändert.
01:03:45: Also, kommt gut ins neue Jahr, bleibt wie immer zuversichtlich, bleibt gesund, bleibt stets neugierig.
01:03:51: Auf ... ... es wird, was wir draus
01:03:57: machen.
01:04:07: Kartikleff.