Get happy

Get happy

Bewusster leben. Zufriedener sein.

Transkript

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00:00:00: Es gibt eben, wie du sagst, auch diese andere Seite, die dagegen steht, die sich erhebt, die sagt, nein, wir bleiben menschlich.

00:00:06: Und die müssen wir viel mehr zeigen, um nicht dem Irrtum zu verfallen.

00:00:10: Dass nur noch das Schlechte da ist, dann das ist de facto nicht so.

00:00:23: Und

00:00:39: ich sage Hallo ihr Lieben.

00:00:40: Schön, dass ihr auch an diesem Freitag in dieser Episode wieder mit dabei seid.

00:00:44: Wie immer hoffe ich, dass es euch gut geht, dass ihr in diesem Moment an einem Wohling und an einem schönen Ort seid.

00:00:51: Und wenn ihr diese Folge auch wirklich zu Beginn des Februars, zwei Tausend und zwanzig anschaut oder anhört, Dann hoffe ich für uns alle, dass der Frühling in kleinen Schritten auf dem Weg zu uns ist und das Leben dann endlich wieder erwachen darf nach einem langen Winter.

00:01:09: Ich freue mich auf mein Gast in dieser Episode, weil sie für mich das Thema Feminismus auf eine Art und Weise verkörpert, mit der ich persönlich mich sehr, sehr gut identifizieren kann, weil sie Weiblichkeit verkörpert.

00:01:24: Und trotzdem Würde und Stolz und Abgrenzung und eine Klarheit, von der wir Frauen uns viel abschauen können.

00:01:32: Sie ist Unternehmerin, sie ist Journalistin, sie ist Autorin, sie ist Gründerin eines der größten Netzwerke für uns Frauen, nämlich Sciziati.

00:01:42: Und ich habe mich im Vorfeld für dieses Gespräch natürlich viel mit ihr beschäftigt und viel mit ihrer Biografie beschäftigt und dachte, Mann, es gibt so viele Themen, ich könnte zehn Folgen mit seiner machen.

00:01:53: Und ich bin sehr gespannt, wohin uns dieses Gespräch führt.

00:01:56: Aber ich weiß schon jetzt, es wird auf keinen Fall langweilig werden.

00:02:00: Herzlich willkommen, liebe seiner Beihart pur.

00:02:02: Hallo.

00:02:03: Schön hier zu sein.

00:02:04: Vielen Dank.

00:02:05: Ich freue mich auch sehr.

00:02:06: Wir haben uns auf persönliche Art und Weise kennengelernt vor ein paar Wochen.

00:02:11: Und nun bist du zu Gast bei Get Happy.

00:02:13: Und ich finde, es wird ein bisschen Zeit.

00:02:15: Absolut.

00:02:17: Weil wir tatsächlich, und so ist es hier oft, in der, ich sag jetzt mal, Bubble, in der wir so unterwegs sind.

00:02:22: schon ganz viele Überschneidungspunkte gab.

00:02:24: Dein Mann war nämlich schon bei mir.

00:02:26: Richtig.

00:02:27: Der liebe Manuel Cortez, der ist in diesem Moment auch im Raum.

00:02:30: Manuel, vielleicht hören wir dich oder sehen wir dich später mal kurz.

00:02:32: Hallo!

00:02:34: Genau, Manuel war bei mir zu Gast und nun bist du da und ich freue mich, mit dir über ein Thema zu sprechen, was finde ich momentan geforderter ist denn je.

00:02:46: Und ich habe in der Anmoderation gesagt, du symbolisierst für mich eine Art von Feminismus, mit der ich persönlich mich gut identifizieren kann.

00:02:54: Wenn du den Begriff Feminismus hörst, was fällt dir ein dazu?

00:02:58: Oder was ist für dich Feminismus?

00:02:59: Für mich ist Feminismus auf Augenhöhe letztendlich gleichberechtigung und auch Gleichstellung zu leben.

00:03:09: Für mich hat das wenig mit Kampf oder Verbissenheit zu tun.

00:03:12: Für mich, wenn ich an Feminismus denke, sollte es sich weich anfühlen, sollte es sich natürlich anfühlen.

00:03:19: Und das ist, glaube ich, das, was du auch meinst, warum es sich wohlig anfühlt.

00:03:23: Weil ich finde, es darf nicht einfach den Spieß umdrehen und dieser Härte, in der man dann doch oft Feministinnen trifft, die verbittert und wütend sind, was ich absolut verstehe, denn wir hatten genug Gründe.

00:03:35: Aber für mich ist es nicht mein Weg, für mich ist der Weg es sanft vorzuleben.

00:03:40: so dass es sich natürlich anfühlt und dass es auch letztendlich sich so anfühlt, dass die Männer mitgehen wollen.

00:03:47: Ich habe das Thema hier mit ganz unterschiedlichen Frauen schon besprochen.

00:03:50: Einer meiner ersten Gäste war Barbara Beckert zum Beispiel.

00:03:53: Und da haben wir auch über die Zeit Ende der Sechziger, Anfang der Siebziger gesprochen, wo BHs verbrannt wurden und Frauen sich befreit haben.

00:04:02: Und dann hat sie was gesagt, worüber ich lange nachgedacht habe, was ich so noch nie gesehen hatte.

00:04:07: nämlich dass diese Generation von Frauen im Grunde genommen ja unsere Mütter den Weg geebnet haben für das, was danach kam, weil mir war diese Art von Feminismus eben immer zu wütend.

00:04:19: Und gleichzeitig ist aber, und ich weiß auch, du hast dich mit diesem Thema sehr auch persönlich tief beschäftigt, Gleichzeitig ist das Thema Wut natürlich etwas, was wir Frauen unbedingt integrieren dürfen.

00:04:32: Absolut.

00:04:32: Um in unsere Abgrenzung zu kommen.

00:04:34: Das ist irgendwie so ein bisschen ein zweischneidiges Schwert, oder?

00:04:37: Ja, ich finde Wut ist auch etwas, was ich mir jahrelang verboten habe, weil man wird ja auch so erzogen, finde ich, als Mädchen.

00:04:44: Sei nicht zu laut, sei nicht wütend, sei nicht ... Bei Jungs ist es so, wenn die auch letztendlich Kindesalter, ist es ja viel körperlich bei denen.

00:04:52: Da wird geschubst, da wird irgendwie Kräft ermessen.

00:04:55: Bei uns Mädchen ist es ja immer ... Erstill und sei brav.

00:04:58: Ich finde Wut einen wichtigen Antreiber.

00:05:01: Ohne Wut werden wir alle nicht auf der Welt.

00:05:02: Das vergessen wir nämlich.

00:05:03: Ohne Wut würden wir nicht durch den Geburtskanal kommen.

00:05:06: Das ist wichtig.

00:05:07: Also das ist eine wichtige Emotion.

00:05:10: Aber Wut kann für mich auch ein Motor sein.

00:05:13: meinen Weg so zu gehen, jeden Morgen aufzustehen und zu sagen, ich möchte, dass sich etwas verändert.

00:05:18: Dadurch muss ich aber nicht in einer Kampfhaltung sein.

00:05:21: Also ich kann meine Wut als Motor für Veränderungen nehmen und es trotzdem auf eine sanfte Art und Weise machen.

00:05:26: Und ja, es gibt auch definitiv Tage, wo mir das nicht gut gelingt, wenn dann wieder ein Herr Merz oder ein Herr Trump eine Aussage macht, wo ich mir denke so, wusa.

00:05:42: Aber

00:05:43: in den meisten Tagen versuche ich einfach mit gutem Beispiel voranzugehen und eben meine Wut als Katilisator zu nehmen, einfach für die Veränderung zu stehen und zu sagen, hey, lass uns gemeinsam.

00:05:54: Wenn wir Frauen uns verbünden, dann haben wir schon mal fünfzig Prozent der Mieter, dann das tun wir leider auch immer noch nicht zu hundert Prozent.

00:06:01: Einfach dieses Beispiel zu leben und eben nicht in dieser Verbissenheit, weil ich finde Verbissenheit macht dich stark.

00:06:08: Wenn du die Wut nutzt, um dann so, ja in dieser, ich mach ja schon die Position, die zeigt ja alles, dann kann ich nichts annehmen, dann kann ich nicht verändern, dann bin ich ja so, dann bin ich starren.

00:06:20: Und ich mag starren nicht, das ist für mich stillstand.

00:06:23: Und ich bin lieber im Fluss und versuche eben die Veränderung voranzutreiben und nicht in der Wut verhaftet zu bleiben.

00:06:30: Ich mag die Kombination Wut und Würde.

00:06:33: Finde ich auch sehr schön, ja.

00:06:34: Also

00:06:35: Wut in Würde zum Außen zu bringen.

00:06:38: Absolut, er.

00:06:39: Wie eine Königin.

00:06:40: Das ist so das Bild, das ich mir ganz oft ranziehe.

00:06:42: Und genau wie du, genau wie ninety-fünf Prozent aller Frauen, die diesen Podcast hören und sehen.

00:06:47: Und wahrscheinlich auch viele Männer.

00:06:48: Wir glauben ja immer nur, es ist ein Frauenproblem.

00:06:51: Aber ich kenne auch einen Haufen Männer, die Wut unterdrücken und damit dann zu kämpfen haben.

00:06:56: Und hier und da entlädt es sich dann auf archerische Art und Weise.

00:07:00: Und das ist natürlich auch nicht so richtig förderlich.

00:07:03: Ich mag, liebe Seiner, zum Anfang kurz erwähnen, wir zeichnen dieses Gespräch auf zu einer Zeit, nämlich im Frühjahr, in dem du geboren wurdest, im Iran, den du verlassen hast, mit siebenanhalb, mit deiner Mama und deinem Bruder, die Welt auf dem Kopf steht.

00:07:22: Und

00:07:23: was macht das mit dir?

00:07:25: Oh, es zerfrisst mich tatsächlich.

00:07:27: Es gibt, glaube ich, keinen Tag seit Beginn dieser Revolution.

00:07:33: an dem ich nicht geweint habe, weil es für mich so schlimm ist, um machtlos zu sein.

00:07:39: Weil am Ende, und natürlich habe ich auch einen Instagram und auch meinen Artikel bei Fokus geschrieben, natürlich ist es, wenn du betroffen bist, geht es dir näher, als wenn du jetzt nichts mit dem Iran zu tun hast.

00:07:50: Aber ich finde, in diesem Fall sollte es uns alle etwas angehen, denn da wird einfach auf Zivilisten geschossen, auf Kinder.

00:07:58: Ich habe gestern wieder einen Beitrag gesehen, habe wirklich wieder eine halbe Stunde geweint, wo ein Mann nur mit seinem kranken Kind auf dem Weg zum Arzt war und die einfach so wild umgeschossen haben, dass sie das Mädchen im Kopf getroffen haben.

00:08:09: Er war weder auf der Demonstration, noch hat dieses Kind irgendwas verbrochen.

00:08:13: Und das sind so Szenen, die mich auf der einen Seite natürlich fertig machen, weil das hätte ich sein können.

00:08:21: Wäre meine Mutter nicht mutig genug gewesen, das Land zu verlassen, wäre ich mit Sicherheit, wenn ich nicht bis dahin schon im Gefängnis oder tot wäre, eines dieser Menschen gewesen, die da mitmarschieren.

00:08:32: Und zum anderen macht mich das aber so wütend, weil die Welt einfach nur zusieht.

00:08:36: Weil wir, und das ist ja nicht nur im Iran, das ist egal, wo du hinschaust, weil die Welt einfach nur zusieht.

00:08:42: Natürlich, die Menschen können jetzt nichts tun, aber unsere Politiker auch, wo es eigentlich nur noch um Macht und Geh geht.

00:08:48: Und das ging immer schon.

00:08:50: Aber jetzt ist es nicht mehr im Schafspelz.

00:08:52: Jetzt ist es ganz offensichtlich, jetzt wird verhandelt.

00:08:55: Was?

00:08:56: bringen die Mulas, was würde der neue Führer bringen und die Menschen leben, die Jugend, die Kinder, diese Tausende Studenten, die hingerichtet werden.

00:09:06: Das interessiert keinen und das macht mich auf so einer, es macht mich zerrissen, es macht mich wütend und dadurch, dass es sich jetzt seit Wochen hinzieht und nichts passiert, auch ein bisschen hoffnungslos.

00:09:17: Am Anfang war ich noch so, jetzt wird sich endlich was verändern nach siebenundvierzig Jahren.

00:09:22: Wir reden hier von siebenundvierzig Jahren Diktatur.

00:09:25: Und ja, und dann auch so diese Diskussion teils zu sehen, weil die Menschen ja schreien tot dem islamischen Regime und sich dann wieder Leute aufregen, dass es ja gegen den Islam geht.

00:09:35: Und ich denke mir so, meine Herren, können wir einfach schauen, dass dieses Land befreit wird und diese Diskussion immer über Religionen und nicht Religion, oh Gott im Himmel.

00:09:44: Also das macht mich wütend, um wieder bei wütend zu sein.

00:09:47: Und ja, ich schau dahin.

00:09:50: Manchmal muss ich es abstellen, weil es mich sonst komplett killen würde, aber... Es ist schon krass, was gerade so passiert.

00:09:57: Haben die Familie dort noch?

00:09:59: Ich habe nicht mehr viel Familie, Gott sei Dank.

00:10:00: Ich habe eine Tante, mit der wir einmal noch sprechen können, bevor das Internet abgestellt wurde.

00:10:06: Aber gerade hat man gar keinen Kontakt tatsächlich zu niemanden, weil es gibt so paar Leute, die noch irgendwie Telefonleitungen haben, die funktionieren.

00:10:14: Die können aber noch innerhalb Irans und die finden dann wiederum Wege durch irgendwelche Internet-Spots, die sie sich irgendwo holen, um Bescheid zu geben.

00:10:23: und wie informieren uns tatsächlich untereinander.

00:10:26: Dann schreibt mir ein Freund, da habe ich mit meiner Mama gesprochen, wohnt drei Straßen weiter von deiner Tante, das scheint alles gut zu sein.

00:10:31: Das ist wirklich wie so Flüsterpost, bisschen.

00:10:34: Aber nee, wirklich Kontakt hat man nicht.

00:10:36: Und mir grausst es auch vor dem Tag, an dem das Internet wieder geht und wir die wirklichen Zahlen der Todesopfer und Verletzten und Hinrichtungen bekommen werden.

00:10:46: Gibt es irgendwas, was Menschen, die uns jetzt zuhören, tun können?

00:10:50: laut sein.

00:10:50: Wir denken ja, und das meinte ich auch, oft verfalle ich dann auch in so eine Ohnmacht, aber das ist auch wieder starre, sie bringt nichts.

00:10:56: Laut sein, denn wenn wir Menschen hier auf die Straße gehen, wenn wir Aufmerksam machen, wenn wir einfach Mensch sind, und das ist was in dieser Zeit manchmal, finde ich, verloren, je diese Menschlichkeit, ach betrifft mich nicht, ist weit weg, einfach Mensch bleiben und auch untereinander.

00:11:11: Diese Menschlichkeit, einfach auch mal zu fragen, wie geht's dir, wenn man weiß, dieser Mensch hat, wird.

00:11:16: gestern oder vor ein paar Tagen war das von einer ehemaligen Mitarbeiterin, die Mutter geschrieben.

00:11:21: Wir sind in Gedanken bei euch.

00:11:22: Und allein das gibt dir irgendwie Kraft, weil du merkst, oh, du bist nicht allein damit.

00:11:26: Ich glaube, das Wichtigste ist für die Menschen auch dort, sollten Nachrichten durchdringen, dass sie sehen, sie sind nicht allein damit.

00:11:32: Dass sie sehen, da sind Menschen auf die Straße gegangen.

00:11:35: Da sind Menschen laut geworden und haben versucht zu unterstützen.

00:11:39: Und ich glaube, dieses Sich... Allein fühlen und verlassen fühlen von der Welt.

00:11:43: Das ist auch ein ganz, ganz schlimmes Gefühl.

00:11:46: Und wenn wir jetzt alle Druck machen und sich wirklich dann was verändert, dann waren die Tode wenigstens nicht umsonst.

00:11:52: Und das ist meine größte Angst, dass dann einfach wieder Alltag zurück und dann dreißig, keine Ahnung, vierzigtausend Menschen da gestorben sind für nichts und wieder nichts.

00:11:59: Und das wäre, glaube ich, das Schlimmste für all die Mütter, die Kinder verloren haben oder Väter, die Kinder verloren haben oder Kinder, die ihre Eltern verloren haben.

00:12:07: Ich glaube, dann ist es nochmal schwieriger, wenn man denkt, für nichts.

00:12:12: Dein Post bei Instagram hat mich sehr betroffen gemacht, über den habe ich auch lange nachgedacht, weil ich auch mich dann dabei erwischt

00:12:18: habe,

00:12:21: dass ich auch Teil einer Zeit und einer Bewegung und einer Gesellschaft bin, wo man über so was schnell drüber swipet und vielleicht kurz in der Story teilt und vielleicht noch liked.

00:12:33: Aber

00:12:34: ich habe auch bei mir festgestellt, dass es wahrscheinlich auch eine zutiefst menschliche Tendenz ist, immer so ein Puffer zwischen sich und diesem Thema zu behalten.

00:12:44: Und vielleicht, weil wir uns persönlich kennengelernt haben, habe ich deinen Text da drunter.

00:12:47: Ich habe es dann tatsächlich auch in der Story geteilt mit dem Hinweis, bitte lest die Caption, was die Designer da drunter geschrieben hat.

00:12:54: Und es ist so schwierig, finde ich, in dieser Zeit, in der wir leben, auch da wieder ins Bewusstsein zu kommen und rauszukommen aus dieser Aus dieser Dopamin-Falle.

00:13:03: interessiert mich hier irgendwas.

00:13:04: Mein Gehirn entscheidet in den ersten drei Sekunden, will ich das lesen oder nicht?

00:13:07: Langweilig baue ich das, nein, weg, weiter, geswipe.

00:13:11: Und das ist so ein... Da sind wir alle so aufgerufen, wieder auch mehr bewusstsempfindig zu etablieren.

00:13:19: Auch der Lars Arment hat sich wahnsinnig stark gemacht, die Frau kommt aus dem Iran, ist dafür auch sehr angefeindet worden.

00:13:25: Es ist so eine komplexe Zeit, in der wir leben.

00:13:27: Oder wie geht es dir damit?

00:13:28: Es ist auch dieses, man nennt das ja so schön, what about ism.

00:13:32: Ja, genau.

00:13:33: Und das ist auch etwas, was mich echt wahnsinnig macht, ist, sobald du dich für etwas einsetzt, kommen Menschen die dann sagen, ja, aber was ist damit gewesen?

00:13:42: Warum warst du da nicht laut?

00:13:43: Und das finde ich auch so schlimm, weil das dann sehr, sehr oft, jetzt bin ich eine starke Persönlichkeit und es ist völlig egal, was die Leute mir schreiben, hat auch gedauert, bis ich dahin gekommen bin.

00:13:52: an die Anfangszeit der Kommentare unter meinen Artikeln denke, wollte ich hinschmeißen, habe ich dann auch tatsächlich wegen meinem Mann nicht, weil meinte, nee, nee, genau das wollen die ja, damit man aufhört.

00:14:02: und ich bin da weitergegangen, inzwischen ist es wirklich, denk mir so, komm Horst, sei doch leise.

00:14:07: Aber das bringt mir, ich habe so ein Horst, der immer alles kommentiert und wirklich nicht schön mit, komm ausländer, SCH, geh doch in dein Land zurück, so was überhaupt nicht mit meinem Artikel zu tun hat, aber egal.

00:14:19: Aber ich finde, Diese Eigenschaft, die wir uns oder viele Menschen sich zu eigen gemacht haben, führt letztendlich auch dazu, dass ihm viele nichts mehr sagen, weil sie Angst vor Anfeidungen haben.

00:14:29: Und ich verstehe das, weil es ist anstrengend, wenn du schreibst, steht für die Menschen im Iran auf und dann eine schreibst.

00:14:34: Was ist aber mit Gaza?

00:14:35: Was ist aber mit Israel?

00:14:37: Was ist aber mit dem Kongo?

00:14:38: Was ist mit dem Ja?

00:14:39: Absolut richtig.

00:14:41: All diese Szenarien brauchen unsere Aufmerksamkeit.

00:14:44: Aber wie wär's denn, wenn man sagt, toll, dass du dich für dieses Thema einsetzt und Sehr, sehr oft sind ja, wenn man dann die Profile dieser Menschen, die das Kommentieren anschaut, ich schreibe dann immer nur zurück, was genau tust du?

00:14:56: Also anstatt immer im Außen zu sein, und ich finde, das hat so ein bisschen auch dieses Dopamin im unserem Kopf, glaube ich, kaputt gemacht, wir sind viel mehr bei anderen als bei uns selbst.

00:15:06: Natürlich, weil wir scrollen und kriegen alle drei Sekunden neuen Input.

00:15:11: Es tut mir leid, es so offen zu sagen, es verblödet uns, mich eingeschlossen.

00:15:15: Natürlich, natürlich.

00:15:16: Weil wir gar nicht mehr in der Lage sind, auch mal bei uns zu schauen.

00:15:20: Und es ist sehr leicht dann zu sagen, warum hast du das nicht getan, warum hast du jenes nicht getan?

00:15:25: Und das ist, was ich mir dann immer selber sage, was tue ich?

00:15:29: Also was kann ich konkret tun, anstatt bei dem anderen mich aufzuregen?

00:15:33: Und viele schreiben mir auch gerade, ja, dass bei Gase so viel auf der Straße waren und laut waren und beim Iran nicht, was absolut richtig ist.

00:15:40: Aber wenn man bedenkt, wie lang Gaza schon lief, bevor überhaupt die Menschen das vergessen, nämlich viele.

00:15:45: Wie viele Jahre wurde da nichts gesagt und geschwiegen?

00:15:48: und irgendwann mal wurde es ein Trend, weil es dann doch zwei, drei Influencer und Promis gemacht haben und man dann das als Content nutzen konnte.

00:15:54: Und dann war es wieder ein Inthema.

00:15:56: Also diese Zeiten, in denen wir leben, sind für mich eine absolute Prüfung.

00:16:02: für die Menschheit zu beweisen, dass ihre Menschlichkeit nicht verloren haben.

00:16:07: Und das ist das Einzige, wo ich wirklich mit Sorge draufschau, weil Kriege gab es immer, Revolution gab es immer, Krankheiten gab es immer.

00:16:14: Aber ich finde, wir entfernen uns von unserer Menschlichkeit.

00:16:19: Und das hat... tatsächlich auch mit Social Media zu tun, weil wie du vorhin gesagt hast, wir sind einfach.

00:16:24: unser Gehirn ist gar nicht mehr in der Lage, mal kurz innezuhalten.

00:16:27: Ich habe wirklich selber bei mir auch gemerkt, im Urlaub ein Buch lesen, was für mich früher, ich habe Germanistik studiert, ich habe fünf davon in der Woche gelesen, wie sehr ich mich zwingen musste, auf diesen Seiten zu bleiben und nicht wieder mein blödes Handy zu nehmen und den hier zu machen.

00:16:42: Also es ist für mich wirklich auch ein Akt, mich immer wieder weg von diesem Ding und ich gucke jetzt Hauptsächlich auch so Kochrezept, aber es ist halt einfach.

00:16:51: Es ist einfach.

00:16:52: In dem ganzen Wahnsinn, den du zur Zeit woanders siehst, brauchst du manchmal auch dieses einfach.

00:16:57: Aber es ist für mich auch echt eine Übung, mich immer wieder selber daran zu erinnern.

00:17:02: Achte mal mal durch.

00:17:03: Denk mal nach.

00:17:04: Wir haben gestern zu Abend gegessen, haben mal wirklich Fernseher, Handy, alles weg.

00:17:08: So einfach mal mit uns sein.

00:17:09: Also man rutscht da so schnell rein, immer diese... Berieselung von außen zu brauchen.

00:17:15: Und das sehe ich echt als bisschen gefährlich, weil es total abstumpft.

00:17:18: Wenn ich das hundertste Video sehe, in dem irgendwie ein Demonstrant erschossen wird oder die Eis in Amerika jemanden aus dem Auto zieht, wird es zur Normalität.

00:17:27: Und das finde ich gefährlich.

00:17:29: In der Sekunde, wo es dann eben nur noch, ah ja.

00:17:32: Und das war früh eben nicht so.

00:17:34: Das ist die Abnutzung.

00:17:35: Das sagst du, was sehr Wahres.

00:17:37: Also hier öfter wir das sehen und konsumieren.

00:17:39: Unser Gehirn gewöhnt sich daran.

00:17:40: Total.

00:17:41: Und dann wird etwas, das überhaupt nicht normal ist, zu einer Normalität.

00:17:47: Hm.

00:17:47: Hm.

00:17:48: Verlieren wir unsere Menschlichkeit oder ist es mein Eindruck zumindest?

00:17:54: Ja, die Welt zeigt sich von einer unendlich dystopischen Seite an ganz unterschiedlichen Orten auf diesem Planeten.

00:18:01: Und doch nämlich gleichzeitig wahr.

00:18:03: Und das, finde ich, passt ja auch ganz wunderbar zu eurer Bewegung und zu dem, was Manu und du machen und auch zu Schissaiti.

00:18:11: erhebt sich doch noch gleichzeitig etwas ganz anderes.

00:18:14: Also es kommt mir, es habe ich hier im Podcast schon oft gesagt, ich mache euch das Gefühl, wir leben so in diesem End-Zeit-Battle gut gegen schlecht, Licht gegen Dunkelheit, weil ich auch ganz viel sehe, dass Menschen eher sich wieder zusammenfinden, um Menschlichkeit zu etablieren und sich an Menschlichkeit zu erinnern.

00:18:33: Absolut, das ist auch was ich anfangs genauso mit dem Feminismus meinte.

00:18:38: Entweder bleiben wir in dieser Verbissenheit und in dieser Starre oder wir gehen eben in die Gegenbewegung.

00:18:44: Und das ist auch, was wir in unserem Alltag versuchen.

00:18:47: oder eben, hauptsächlich auch mit Shizaiti, ist die Macht der Verbindung.

00:18:51: Denn wenn du einen Kreis von Menschen um dich herum hast, die deine Werte teilen, die positiv sind, die immer fragen, wie geht's dir?

00:18:59: und auch die Frage wirklich ernst meinen und nicht den Smalltalk von Danke gut und dir, sondern auch wirklich alles total toll.

00:19:07: Mein Arm ist zwar gebrochen, mein Bein funktioniert, ich war aber echt ganz toll.

00:19:12: Nein, aber die auch wirklich ein Interesse daran haben, wie es dir wirklich geht.

00:19:17: dann wird alles erträglicher und ich finde, wir müssen mehr denn je diese Verbindung und Netzwerke leben und auch aktiv nutzen, damit wir eben nicht diesem anderen Trott verfallen, damit wir eben nicht müde werden aufzustehen.

00:19:31: Und das versuchen wir massiv in unserem Privatleben, aber auch im beruflichen Leben oder eben auch bei Shiseiti, den Menschen zu sagen, verbindet euch und verbindet euch mit den Richtigen, weil dann haben wir eben diese Gegenbewegung, dann bleiben wir im Licht, dann bleiben wir trotzdem positiv und dann kann man auch finden nichts schöner als eben diese Unterstützung.

00:19:52: Und wenn du wirklich mit den Richtigen verbunden bist, und mir ging es letztes Jahr wirklich schlecht Ende des Jahres, krankheitsmäßig, ich hatte ja alles, wir haben uns ja getroffen, du weißt nicht, da wirklich so die dümmste Kombination nach schon etlichen OPs von Hexenschuss, inklusive Blasenentzündung, nicht zu empfehlen, eine echt blöde Kombi und dann auch noch Ausschlag.

00:20:10: Aber du merkst, dass dann Doch Menschen sind, die dir dann echt gute Ratschläge geben oder sagen, hey, ich habe da einen Kontakt, geh mal dahin.

00:20:17: Und ich habe in dieser Zeit aber auch gemerkt, wie gesegnet ich bin Menschen, um mich zu haben, die sich wirklich kümmern, die wirklich ein Interesse daran haben, wie es mir geht und wollen, dass es mir geht.

00:20:27: Und gerade auch im Netzwerk.

00:20:28: Und das ist wirklich so schön.

00:20:29: Und das ist, warum ich seit den Zwischen auch seit fünfzehn Jahren, man glaubt das gar nicht, fünfzehn Jahre mache.

00:20:35: weil Menschen, die ich nicht kenne, auf Instagram das auch mitbekommen haben, mir wirklich total liebe Texte geschrieben haben.

00:20:41: Und das ist für mich dieser Motor weiterzumachen, weil ich mir denke, wow, und da haben mir auch paar Frauen wirklich geschrieben, bitte, du musst weiterhin aufstehen und das Licht sein, weil du bist unsere Hoffnung.

00:20:51: Und ich habe dann echt geweint, weil es ist eine Phase, wo ich gar nicht so stehen konnte, aber es hat mir den... die Hoffnung gegeben und auch die Kraft gegeben weiterhin aufzustehen, ich mir dachte, wow, und wenn ich einen Menschenleben verändere, lohnt es sich aufzustehen.

00:21:05: Und das finde ich mehr denn je wichtig, dass wir uns eben auch diese andere Seite anschauen.

00:21:10: Und da gab es auch diesen Fall, der dann groß gespielt werde, wurde von dieser René Dian America durch Eis in den Kopf geschossen und getötet wurde.

00:21:20: Und dann wurde innerhalb von zwei Tagen für diesen Eisbeamten, der sie erschossen hat, hunderttausend Euro Dollar Geld gesammelt, also Leute, die das befürworten.

00:21:30: Und das war dann in der Presse.

00:21:32: Was aber ganz klein war, es wurde genau die gleiche Summe auch für die Witwe von ihr gesammelt.

00:21:38: Und ich finde, da müssen wir auch immer wieder hinweisen, es gibt nicht nur diese eine Seite, es gibt eben, wie du sagst, auch diese andere Seite, die dagegen steht, die sich erhebt, die sagt, nein, wir bleiben menschlich.

00:21:49: Und die müssen wir viel mehr zeigen, um nicht dem Irrtum zu verfallen, dass nur noch das Schlechte da ist, denn das ist de facto nicht so.

00:21:56: Ja, möchte ich einen wunderbaren Instagram-Account empfehlen, nämlich Good News Movement.

00:22:02: Den gucke ich auch immer, ich liebe das.

00:22:04: Ich liebe das auch.

00:22:05: Es gibt ja, es gibt übrigens auch einen fantastischen deutschen Film mit Moritz Bleibtreu, Free Rainer, habt ihr den gesehen?

00:22:11: Nee, hab

00:22:11: ich's noch nicht gesehen.

00:22:13: Ganz kurz nur in der Nutshell die Zusammenfassung des Filmes.

00:22:17: In dem Film wird das Szenario durchgespielt, wie sich die Welt, also Moritz Bleibtreuen, mit Kumpels, die er kennenlernt, fängt, also die Einschaltquoten des Fernsehens werden sicher durch Urminöse Apparate, die angeblich in deutschen Haushalten verteilt werden seit fünfzig Jahren, so ergibt sich ja die Einschaltquote.

00:22:37: Es gibt aber niemanden, der irgendjemanden kennt, der so ein Apparat zu Hause hat.

00:22:41: Wer sind die Leute, die Einschaltquote übermitteln?

00:22:45: Und die machen sich dann auf und brechen quasi in dieses Gebäude ein und fangen an, die Einschaltquoten zu manipulieren.

00:22:52: Und sodass also nicht mehr die ganzen negativen Dinge in den Fokus rücken durch Einschaltquote, sondern auf Arte irgendwelche Tierdokumentationen oder auf Dreiesat irgendwelche ganz schönen Sachen über Philosophie oder Theologie oder Psychologie.

00:23:10: Und dann verändert sich die Gesellschaft nach dieser manipulierten Einschaltung.

00:23:15: Wie schön.

00:23:16: Ein großartiger Film hat leider auch viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommen.

00:23:20: Free Reiner.

00:23:21: Müssen wir gucken.

00:23:23: Hatte wahrscheinlich

00:23:24: keine Quote, sagt Manuel gerade.

00:23:26: Hatte wahrscheinlich keine Quote.

00:23:28: Ja, weil das, weil sich Good News einfach nicht gut verkaufen,

00:23:33: ne?

00:23:34: Ja, weil Menschen... wenn alles gut läuft und es ist ja was viele immer vergessen und ich appelliere gerade an alle wirklich denkt mal außerhalb dieser box oder denkt mal wieder bei manchen reicht das schon denkt mal wieder was wir auch vergessen.

00:23:50: wir sind ja viel leichter manipulierbar und dadurch lenkbar wenn wir ständige angst sind wir konsumieren mehr wir kaufen uns den Blödesten Schrott, den man nicht braucht und da sind wir nicht, nicht gefallt vor.

00:24:06: Ich erinnere selber uns, wir haben uns so einen Stromaggregator gekauft, abwagt von Corona,

00:24:13: haben wir auch.

00:24:14: Also es ist nicht so, dass man, nur weil man denkt, da nicht selber reinfällt, man tut es.

00:24:19: Aber immer wieder sich auch vor Augen halten, dass das natürlich auch letztendlich der Konsumgesellschaft sehr dienlich ist, wenn wir ständig in Panik sind und Sachen horten.

00:24:31: Und mir hat letztens eine Freundin erzählt, die war wund in einer Kleinstadt und als in Berlin das Strom ausgefallen war jetzt vor ein paar Wochen, hat sie, kam dann wegen in den Medien auch wieder, ja, hamstern sie lieber ein bisschen, kaufen sie irgendwie Sachen.

00:24:45: Sie meinten sie zum Sechzehnundensupermarkt und ihr wer einfach leer und da denkst du dir auch so, was stimmt mit euch nicht?

00:24:50: Also

00:24:50: ich glaube, das ist ein Kriegstrauma.

00:24:52: Das ist wirklich... Ganz, ganz massiv und dass man sich da selber immer wieder bewusst rausholt.

00:24:57: Also ich habe, glaube ich, in meinem Leben noch nie so viel mit Affirmationen und letztendlich Atemübungen und Breathwork, mein Tag gestartet und geendet wie aktuell, um da eben selber auch nicht reinzufallen.

00:25:10: Aber wir müssen das immer wieder uns ins Gedächtnis rufen.

00:25:14: Wir sind manipulierbar und die Angst war noch nie ein guter Weg, Weiser.

00:25:21: Ja, auch mal wirklich die Fakten dahinter zu checken.

00:25:24: Gerade in den sozialen Medien, super oft kriegt man dann auch irgendwelche Sachen eingespielt, auf ein paar Tagen wieder gesehen.

00:25:31: Da ging es wieder um irgendwelche angeblich Rechtsextremisten, die sich treffen und so viele schon sind.

00:25:37: Dabei waren die Ausschnitte von Rock am Ring.

00:25:40: Also prüfen, wo kommen diese Bilder her?

00:25:42: Und das macht sie ja gerade sehr, sehr gefährlich, auch mit diesen ganzen Deepfakes und so.

00:25:47: ja, hirn nochmal anschalten und selber überprüfen, bevor man irgendwelchen Quellen vertraut, weil auch das macht Angst.

00:25:53: Weil wenn ich denke, Rock am Ring ist ein Treffen, dann würde ich sofort mit Migrationshintergrund denken, hui, und ja, prüfen, Fakten prüfen.

00:26:02: Ja, und wie wir von Professor Dr.

00:26:04: Volker Busch vor zwei oder drei Wochen hier erfahren haben, Chat GPT irrt sich auch, ich glaube, im Fünfzig Prozent oder vierzig Prozent der Fälle, weil die KI Halluziniert, also die Dichtet dazu.

00:26:18: Weil ChatGPT hat die Aufgabe für dich eine Lösung zu finden.

00:26:22: Also wenn du jetzt was googlst und Google findet keine Ergebnisse mehr, dann sagt Google mehr habe ich nicht gefunden.

00:26:27: Aber das ist nicht worauf ChatGPT programmiert ist, sondern ChatGPT ist darauf programmiert für dich eine Lösung zu finden.

00:26:34: Also denkt sich die KI Parameter aus.

00:26:38: Oh, interessant.

00:26:39: Das nennt man Halluzination, also die KI Halluziniert.

00:26:42: Und ich finde, es kann man einfach den Menschen auch gar nicht oft genug sagen,

00:26:46: dass

00:26:46: das, was G.P.T.

00:26:48: sagt, unbedingt überprüft werden sollte.

00:26:51: Einfach Double Check.

00:26:52: Absolut.

00:26:53: Und auch wirklich, wenn du die einfachsten Aufgaben, ich lasse ja meine Texte dann nochmal durch, einmal durchlaufen auf Rechtschreibung oder Kommata, die ich irgendwie vergessen habe.

00:27:02: Und mir ist letztens echt aufgefallen, aber das ist neu, dass der wirklich dann Passagen ändert.

00:27:07: Und mein Schreibstil ändert mich auch so.

00:27:09: Was machst du da?

00:27:10: Also dann auch wirklich bewusst aufpassen, was man da als Antwort kriegt oder was man auch, wenn man etwas zu korrigieren reingibt, wieder rausbekommt.

00:27:19: Also ich prüfe dann wirklich so jedes Wort.

00:27:21: Ist das wirklich so von mir geschrieben worden?

00:27:23: Hat alles Vor- und Nachteile.

00:27:25: Es

00:27:25: hat immer zwei Seiten.

00:27:26: Absolut.

00:27:30: Ich habe dich gehört bei Laura Marlina Seiler im Gespräch.

00:27:34: Ich habe sehr geschmunzelt, als du gesagt hast, ich war eine Unternehmerin und habe dann festgestellt, dass ich es gar nicht sein will.

00:27:41: Und dass es mir eigentlich gar keinen Spaß macht und dass ich was ganz anderes machen möchte.

00:27:46: Was sollte ich sechzehn Jahre Unternehmerin sein lassen?

00:27:49: Wobei ich jetzt mit einem Gespräch mit Manuel herausgefunden habe, dass ich eigentlich gerne Unternehmerin bin.

00:27:55: Ich unternehme gerne.

00:27:56: Ich bin keine Geschäftsfrau.

00:27:57: Da haben wir tatsächlich den Unterschied herausgefunden, weil sonst hätte ich nicht, glaube ich, sieben Firmen aufgemacht, wenn ich nicht Unternehmerin wäre.

00:28:05: Aber so der ganze Prozess dahinter ist nicht so meins.

00:28:08: Letztendlich bin ich ja nie angetreten.

00:28:11: Ich will mein eigenes Unternehmen.

00:28:12: Das hat sich ja... Gibt ja keine Zufälle im Nachgang, weiß ich, das war schon richtig so.

00:28:17: Aber ich bin nie mit diesem, wie heute, sage ich mal, die ganzen Start-up-Gründer und dann mache ich einen Exit und dann mache ich einen Millionunternehmen, war nie meine Mission.

00:28:27: Ich habe ja eine Event- und Marketingagentur gegründet, weil ich einfach Spaß daran hatte und weil ich die Firmen, bei denen ich vorher war, ich komme aus der Medienbranche, einfach... Unfassbar falsch fand, da hat jeder hinter jedem geredet und ich dachte mir so, warum muss man so arbeiten?

00:28:43: Und ich wollte ein Umfeld schaffen, in dem das nicht der Fall ist, wo jeder letztendlich so sein kann, wie er ist.

00:28:49: Am Ende merkt man dann Rückblicken.

00:28:51: Oh, ich habe damals eigentlich schon Ski-Seite im Kopf gehabt, aber war das mir noch nicht so ganz bewusst.

00:28:56: Und ich bin letztendlich durch den Motor immer getrieben worden, höher, schneller, weiter.

00:29:02: Und deswegen habe ich es auch so viele Jahre gemacht, weil ich dachte, ich muss.

00:29:06: Weil ich dachte, um den Leuten, die diesem kleinen Ausländermädchen gesagt haben, schaffst du eh nicht, kannst du eh nicht und du gehörst nicht hierher zu beweisen, doch ich tue es.

00:29:18: Und das wurde ein verbissener Motor und verbissene Wut, was wir vorhin hatten.

00:29:24: Und letztendlich bin ich einfach immer wirklich nur höher, schneller weiter, der auch super geklappt, also auch das kann einem zudem Ziel bringen oder zu dem vermeintlichen Erfolg, den man denkt.

00:29:36: Nun bin ich halt übersämtlich in meiner Grenzen körperlich und geistig gegangen, bis irgendwann halt der Körper so laut wurde und gesagt hat, was tust du da eigentlich?

00:29:45: Und ich dann stehenbleiben und hinsehen und vor allem hinhören musste und gemerkt habe, das macht mir alles so nicht Spaß.

00:29:52: Und dann kam und in dem Fall glücklicherweise hat super viel Schlechtes auch angerichtet, aber Corona und Die Handbremse wurde gezogen.

00:30:01: Ich habe sie ja nicht selber gezogen.

00:30:03: Und das war für mich wirklich der Moment, mal ganz ehrlich hinzusehen, will ich das, was ich gerade tu, eigentlich machen.

00:30:11: Und ich hatte ja davor schon angefangen zu reduzieren.

00:30:14: Und dann habe ich gemerkt, dass Shisei-ti zu dem Zeitpunkt hieß mir noch Business Woman Society.

00:30:19: meine Mission ist, dass, was ich ohne Business Plan gestartet habe, sondern aus einem ganz tief verankerten Wunsch, wirklich Dinge zu verändern.

00:30:27: Und jetzt komme ich ja auch aus dem Iran, also Frauenrechte nicht existent, also es war immer schon mein Motor dafür, mich einzusetzen.

00:30:34: Und dann habe ich sukzessive immer mehr und mehr das andere weniger gemacht und zur Seite geschoben.

00:30:41: Und dann wirklich auch mit dem Rebranding von Shizaiti, weil ich mir immer dachte, Society, ja net.

00:30:50: Ich will eine Gesellschaft in der Gleichberechtigung vollkommen normal ist, in dem es auch vollkommen egal ist, wo du herkommst, sondern immer nur zählt, wer du bist und wo du hingehen möchtest.

00:31:01: Und das ist so für ich aktuell jeden Tag aufstehe, weil ich mir das von Herzen wünsche, dass wir irgendwann mal verstehen, dass wir alle nicht lebend hier rauskommen und die Zeit dazwischen nutzen könnten, um einfach Erfahrung zu sammeln, Liebe zu geben und miteinander verbunden zu sein, denn das ist worum es geht.

00:31:21: Keiner wird sein Vermögen mitnehmen und diese ganze Macht und Gier und ich finde das schrecklich.

00:31:28: Das, was du bei Gott beschreibst, dieses Dilemma ist eines, in dem sich, glaube ich, viele Frauen und wahrscheinlich auch Männer wiederfinden können, nämlich auf der einen Seite die Hochfunktionalität, diese sogenannte, also dieser wahnsinnig verbissene Kampf, um Leistung, um Anerkennung.

00:31:48: Manchmal geht's auch hier nicht unbedingt nur um monetäre Gründe, sondern ja, um Anerkennung auch häufig oder eben zu beweisen.

00:31:56: Du hattest eine sehr berührende Situation mit Manuel, wo du geschrien hast.

00:32:00: Ein Ausländer-Mädchen, vielleicht mag sie Geschichte gleich noch mal teilen, weil die hat mich echt sehr im Herzen getroffen, die gehört hab von ihr.

00:32:07: Das

00:32:07: war ganz krass, weil er sich mit Manuel... zusammenkam anfangs, hatte sich auch das Netzwerk und alles angeschaut und gemeint, alles super, aber wo bist du?

00:32:16: Ja,

00:32:16: du bist sehr im Hintergrund.

00:32:17: Ich bin total

00:32:18: im Hintergrund und habe gesagt, aber es geht ja nicht um mich.

00:32:20: Also ich dachte auch, das ist ja total toll von mir, dass ich ja eigentlich gar nicht sichtbar sein will, sondern ich biete ja die Bühne den anderen.

00:32:27: Da hat man mir gesagt, ja, aber du musst doch vorangehen, wenn du nicht selber sichtbar bist, wie willst du anderen Frauen letztendlich beibringen, sichtbar zu werden oder sie animieren?

00:32:36: Und ich habe mir gesagt, ja, aber es geht nicht um mich.

00:32:38: Und dann... Hat mir da schon mal so eine Auflösung gemacht und ich dachte, oh, jetzt ist eigentlich super.

00:32:44: Bin dann ja auch ein bisschen mehr nach vorne getreten.

00:32:46: Lass mich da ganz kurz ein.

00:32:48: War dir das bewusst, dass du, also dieser Glaubenssatz, es geht nicht um mich, sondern für dich war das einfach gesetzt und klar.

00:32:55: Es war gesetzt und klar und ich fand mich ganz groß darin, dass ich gar nicht den Anspruch habe vorne zu stehen.

00:33:01: Also ich dachte, dass eher so mein Gott, was für ein cooler Mensch ich bin, dass ich gar nicht vorne stehe.

00:33:06: Total, ich fand das super.

00:33:09: Ich habe schon gemerkt, dass ich auf der Bühne... Das ist irgendwie lustig, wenn man daran denkt, weil ich war eigentlich in der Schulzeit anfangs hier auch in Deutschland immer so ein Theater drum.

00:33:18: Und ich habe eigentlich die Bühne total geliebt.

00:33:20: Also ich habe da immer total viel Applaus bekommen, wenn ich irgendwas gemacht habe.

00:33:24: Aber ich dachte immer, nee, nee, gehört nicht zu mir.

00:33:27: Und wenn ich auch auf die Bühne gegangen bin, bei vielen Events, musste ich ja sowohl bei dem Frauennetzer, wie auch in meinem Job der Agentur, war das voll wirklich ein Schott trinken und schnell wieder runter.

00:33:37: Also da war nur so, oh Gott, nicht dass ich was Falsches sage, auch Bewertung, Angst vor Bewertung, das war, glaube ich, im Hintergrund, was ich selber gar nicht so mitbekommen habe.

00:33:46: Und als ich dann eben angefangen habe, mehr und mehr nach vorne zu gehen und auch gemerkt habe, eigentlich mache mir das Spaß, auf der Bühne zu stehen, dachte ich, wäre schon so geheilt.

00:33:55: und dann hatte Manuel in seiner Arbeit als Coach und Hypnose-Therapeut so ein Fragensystem entwickelt, wie er die Menschen ganz schnell an tiefsitzende Glaubenssätze und Glaubensmuster bringt.

00:34:11: Wir saßen in Berlin mit Emmi, meiner besten Freundin im Café und dann hat er gemeint, komm, wir probieren das mal an dir aus, um zu sehen, ob das wirklich so funktioniert.

00:34:19: Und dann fing es an und ich hab dann halt so geantwortet, geantwortet und dann hat er mir gesagt, nee.

00:34:25: ist aber nicht die ganze Wahrheit, nicht so doch.

00:34:27: Und dann wurde er, natürlich kennt er mich auch in dem Fall, dann hat er mir gesagt, warum stehst du nicht vorne?

00:34:33: Ich sehe ja, weil das überhaupt nicht wichtig ist, geht nicht um mich und habe halt immer argumentiert, argumentiert.

00:34:37: Irgendwann wurde er echt immer lauter und lauter, dann hat er mir gesagt, warum stehst du nicht vorne?

00:34:42: Und dann hat es wie als ob es wie so ein Panzer, der aufbricht und das und ich konnte auch gar nicht meine Lautstärke kontrollieren, weil ich wirklich in diesem Café dann laut gebrüllt war, weil Ausländer Mädchen nicht aufs Gymnasium gehören und war dann so.

00:34:53: Wir haben uns alle so angeschaut, ich so, was hat denn dieser Satz eigentlich damit zu tun?

00:34:57: Ja, alles.

00:34:58: Aber das sind oft diese schmerzhaften Erfahrungen, die wir machen und ganz weg bei Seite schieben.

00:35:05: Und ich habe dann gemerkt, dass dieser Motor letztendlich immer derart zu beweisen, ich gehöre doch aufs Gymnasium.

00:35:11: Und ich bin ja auch aufs Gymnasium, weil ich musste als... Einzige aus meinem gesamten Jahrgang, der dritten Klasse, eine Aufnahmeprüfung machen, weil meine Deutschdarin Frau Koch eben der Meinung war, dass Ausländermädchen nicht aufs Gymnasium gehören und ich wie mein Bruder auf die Haupt- oder Realschule soll.

00:35:28: Meine Mutter hat da Wiener Löwen gekämpft und gesagt, nee, nee.

00:35:30: Und da meint sie, die Aufnahmeprüfung besteht sie sowieso nicht, weil drei Prozent bestehen die tatsächlich.

00:35:34: Ich habe sie bestanden.

00:35:36: Und auf dem Gymnasium gab es dann auch gute Lehrer, aber genauso auch schlechte.

00:35:41: Meine Dateilerin hat auch immer gesagt, das nächste Jahr schaffst du nicht.

00:35:44: Und in der neunten hat sie dann gesagt, naja, guck mal, wie es dann in der elften wird.

00:35:48: und ich habe dann in der elften gewechselt.

00:35:50: Und ich habe Abitur gemacht und ich habe studiert.

00:35:53: Und man denkt ja damit, wer ja das Thema in meinem Kopf erledigt, ist das nicht, weil... der Schmerz dieses kleinen Mädchens nie angeschaut wurde.

00:36:03: Es tut mir auch so weh, es macht ganz viel mit mir.

00:36:05: Ich habe die Geschichte zum zweiten Mal, es macht ganz viel mit mir, wenn ich das höre und ich finde es, deswegen danke ich dir fürs Teilen, weil es so exemplarisch ist, wie ein Moment in unserem jungen Leben, ein Mensch, der irgendeinen beschissenen Satz sagt, unser ganzes

00:36:26: Leben

00:36:26: dominieren kann.

00:36:28: Weil unser Unterbewusstsein, also die emotionale Verletzung, die damit verknüpft ist, die sich so tief ablegt in unserem Unterbewusstsein und in unserem Nervensystem, wie diese Mächte aus der Dunkelheit wirken und unser Leben lenken können.

00:36:44: Und was für ein magischer Moment der Befreiung.

00:36:47: Oh ja.

00:36:47: Als

00:36:48: du sagst, weil Ausländermädchen nicht aufs Gymnasium gehören, wo er wirklich... Also, das ist total nett, wie du es auch sagst, wo man dann selber

00:36:55: kurz gesagt hat.

00:36:57: Das sind jetzt her und dann wird einem plötzlich so viel klar.

00:37:00: Danke fürs Teilen, weil das jeder von uns, also jeder Mensch, der uns jetzt zuhört und zuschaut, hat diese Kräfte im Unterbewusstsein.

00:37:08: Und

00:37:08: jeder, wir haben so viele auch, ich habe es auch in meinem Buch geschrieben, wir haben so viele Menschen geschrieben, ich habe auch eine Frau Koch.

00:37:14: Und das hat ja nicht nur mit dem Ausländermädchen zu tun.

00:37:17: Mir haben auch ganz viele geschrieben, sie war die einzig Blonde in der Schule und wurde gehänselt.

00:37:21: Die andere war zu dünn, die andere war zu dick.

00:37:23: Jeder hat ja am Ende irgendetwas, was ihnen so verletzt hat, was er dann so tief vergraben hat.

00:37:30: Und deswegen meine ich auch wirklich wie so ein Aufbruch, der dann kam.

00:37:33: Und das ist ja auch mit dem Erkennen, das ist ja dann nicht so weg.

00:37:36: Also ich habe ja dann auch wirklich noch lange dran gearbeitet.

00:37:40: Aber das hat massiv so viel in mir verändert.

00:37:44: Und ich muss super oft jetzt auch, wenn ich bei Schissaiti auf der Bühne stehe, so will mich selbst lachen, wenn ich ein Mikro sehe und ich das greif und denke, juhu, ich kann da wieder rauf.

00:37:54: Und früher wirklich Menschen angeschaut habe und dachte so, das stimmt mit denen nicht, warum wollen die auf die Bühne?

00:38:00: Und das wir sehr, sehr oft, und das ist ja auch meine Mission bei Schissaiti, genau die Frauen dahin zu bringen, wo ich für mich diesen Glaubenssatz aufgelöst habe.

00:38:09: Weil ich dadurch nicht neuer Mensch und ich finde immer so die Beste, sondern Der wahre Mensch wurde, der ich eigentlich bin, wenn man diese falschen Glaubenssätze oder diese Angst letztendlich weglegt.

00:38:20: Und das ist so ein schöner befreiendener Moment, wenn du endlich du sein kannst und nicht geleitet wirst von irgendeinem Kacksatz, der dir mal mit acht Jahren gesagt wurde.

00:38:31: Und ich dachte ja immer, dass meine Latein-Lehrerin und als ich mein Studium beendet habe, nein, mein Professor an der Uni war genau so.

00:38:40: Super toll, das hatte nichts mit meiner Migration zu tun, sondern der war eher so der Typ, der mit seinen Studenten abends immer trinken gegangen ist und ich hatte halt da keinen Bock drauf.

00:38:48: Und der hat mich dann auch echt ziemlich schlecht bewertet, sowohl in meiner mündlichen Prüfung, die um Kafka ging und ich bin, ich weiß alles über Kafka, also ich weiß mehr als er.

00:38:56: Und auch in meiner schriftlichen und wirklich nur mit dem Vermerk zu dem Zeitung war ich nämlich schon selbstständig.

00:39:01: Naja, sie haben ja eh andere Interessen, seien sie froh, dass sie überhaupt bestanden haben.

00:39:05: Und interessanterweise, das Leben ist ja dann doch sehr gerecht in vielen Phasen, wurde ja meine Magisterarbeit veröffentlicht, und zwar in sechzehn Sprachen.

00:39:14: Über Kafka?

00:39:15: Nee, nicht über Kafka, ich habe über Familiengeheimnisse in der schweizerischen Literatur geschrieben.

00:39:19: Und Verlag kam dann auf mich zu und das wurde dann veröffentlicht.

00:39:22: Und ihm und meine Lateinlehrerin... Und du machst das Zeichen, ich habe ihm wirklich dieses Buch geschickt mit einem Post-It, mit einem Ficker

00:39:30: drauf.

00:39:31: Und habe nur draufgeschrieben, so schlecht kann es ja dann doch nicht gewesen sein, weil mir, glaube ich, eine Vier oder so draufgegeben.

00:39:37: Und meiner Latein darin habe ich es auch geschickt, aber an diese Frau Koch hatte ich keine Erinnerung.

00:39:42: Das war schon zu lange her und das ist dann echt spannend, wie das da so aufgeploppt ist im Café in Berlin, wo die Leute wahrscheinlich alle dachten, was ist mit ihr und... Das hat sehr, sehr viel in mir geheilt und sehr viel auch verändert.

00:39:54: Und ich glaube, alles, was ich heute tue, in der Form, wie ich es tue, könnte ich nicht, hätte ich diesen Glaubenssatz nicht aufgelöst.

00:40:01: Wahnsinn, eine Wahnsinnsgeschichte, finde ich.

00:40:05: Und auch nochmal ein schöner Reminder, da darf ich mir auch an die eigene Nase fassen, weil es ja auch in meiner Arbeit viel um Trauma geht.

00:40:11: Und man ist so geneigt, immer nur alles in der Herkunftsfamilie zu suchen und vieles liegt auch in der Herkunftsfamilie ohne Frage.

00:40:17: Aber der Schulsystem braucht auch mehr Aufmerksamkeit.

00:40:20: Also ich hatte auch unsägliche Situationen mit Lehrern, die auch tiefe Spuren in meinem Nervensystem hinterlassen haben.

00:40:28: Und Wahnsinn, wie es dann fast ein Leben verhindert hätte.

00:40:32: Und

00:40:34: ich bin ja auch auf anderen Ebenen als du, aber auch auf dem Zwanzig war ich noch mal so ein Ja des Sterbens und der Wiederauferstehung.

00:40:42: Für mich sind diese Wachstumsschübe auch immer ein Prozess des Erwachsenwerdens.

00:40:49: Und wenn ich so zurückblicke, dann wird mir klar, dass ich auch bis vor gar nicht so allzu langer Zeit immer wieder in Situationen in meinem Leben verhaftet war und festgesteckt bin.

00:41:00: Wo im Grunde genommen überhaupt nicht mein selbstermächtigtes fünfzig oder jetzt zweinfünfzigjähriges ich Entscheidungen getroffen hat, sondern immer ein zwölfjähriges oder ein achtjähriges oder ein fünfjähriges oder noch schlimmer drei.

00:41:14: Und da staune ich doch auch über mich selber im Nachhinein, wie oft ich doch ein kleines Mädchen war.

00:41:22: Und glaubst du, dass wir in einer Zeit leben und das mache ich jetzt mal nicht schlechter spezifisch, weil auch ich sehe auch ganz viele kleine Jungs in Führungsetagen?

00:41:31: Tatsächlich, dass wir in einer Zeit leben, wo wir alle aufgerufen sind, wirklich erwachsen zu werden.

00:41:36: Also in der Gegenwart anzukommen, in unserem Erwachsenen, ich und das Drama der Vergangenheit hinter uns zu lassen.

00:41:43: Für mich ist das der wichtigste Begriff aktuell Selbstverantwortung.

00:41:50: Und ich finde, Wir sind alle dazu aufgerufen, Verantwortung für uns selbst, für unser Denken, für unser Handeln, für unsere Heilung zu übernehmen, denn es wird keiner kommen, der uns rettet.

00:42:04: Und das ist, finde ich, ganz, ganz wichtig, weil die Menschen mehr denn je eigentlich alle irgendwo auf der Suche nach der Pille sind, die sie einschmeißen.

00:42:12: Und ich finde auch diese Bewegung jetzt gerade mit diesem Microdosing und du nimmst dann Drogen, um irgendwie erleuchtet zu werden.

00:42:19: Alle schön und gut, letztendlich in meiner Welt braucht man das alles nicht.

00:42:24: Das schafft man auch selber, wenn man wirklich hinsehen will und auch hinsehen muss.

00:42:29: Und das ist was viele letztendlich fürchten.

00:42:31: Ich habe auch eine gute Freundin, die irgendwie von einem Seminar zum nächsten rennt, aber nicht dahin sieht, wo eigentlich der Schmerz liegt, den wir vom Außen sehen und denken uns, bevor du guck doch da mal hin und lass das mal heilen.

00:42:43: Und ich finde Selbstverantwortung eben ganz, ganz wichtig, weil das würde so viel Probleme wegnehmen, dann würde ich dieses What about ist im Aufhören, dass ich immer auf andere zeige, sondern ich zeige ihn nur auf mich.

00:42:54: Ich finde Wege, um eben meinen eigenen Weg zu gehen, meinen behaftigen Weg auch zu gehen und auch nicht im Außen letztendlich entweder die Anerkennung, die Bewunderung oder was auch immer zu suchen.

00:43:09: Und das ist für mich der größte Aufwand in dieser Selbstverantwortung, das versuche ich Auch bei allen Frauen, die bei uns im Netzwerk sind, letztendlich an erster Stelle zu setzen, lerne Selbstverantwortung.

00:43:21: Und wir haben ja auch diese Kampagne, was wir immer zu unseren Festivals haben, Be Your Own Hero.

00:43:26: Das ist für mich letztendlich mein Leitsatz.

00:43:29: Wir kommen alleine, wir gehen alleine.

00:43:31: Und wenn wir das verstehen, dann lernen wir auch leichter für uns wirklich Verantwortung zu übernehmen.

00:43:38: Ich musste auch verstehen, also das, was du gerade gesagt hast, da kommt keiner.

00:43:42: Das war auch eine für mich eine der schmerzhaften Schafte.

00:43:49: Eine der schmerzhaftesten Lektionen.

00:43:53: Nicht nur die Erkenntnis, da wird keiner kommen.

00:43:56: Also meine großen Thematiken waren ja nie Berufsleben.

00:43:59: Berufsleben lief immer super.

00:44:00: Meine Schlachtfeld waren Beziehungen.

00:44:04: Da kommt keiner auf dem Pferd.

00:44:07: Mit einer Million unter dem Arm und sagt, Hallo, ich bin geheilt, ich habe Therapie gemacht, ich bin erleuchtet, selbst reflektiert und stinkreich und sehe natürlich aus wie George Clooney für immer.

00:44:20: Sondern auch den Schmerz darüber anzuerkennen, dass ich dachte, dass es so wäre.

00:44:25: Und zwar ohne in die Selbstabwertung zu gehen und ohne in die Selbstverachtung zu gehen, sondern eher in der Tiefe.

00:44:33: Es geht ja dann immer noch eine Schicht tiefer und noch eine Schicht tiefer.

00:44:36: Er kennt euch ja beide sehr gut aus mit Hypnosen.

00:44:39: In der Tiefe anzuerkennen und zu realisieren, ja, da war halt immer noch ein kleines Mädchen in mir, das gehofft hat, dass Mama und Papa einfach anders sind und dann wird endlich alles gut.

00:44:50: und dann fühle ich mich endlich sicher.

00:44:52: und dann, dann happily ever after, leben wir bis wir nicht mehr so bis, dass der Tod uns scheidet sozusagen.

00:45:02: Und mir dann auch selber zu verzeihen.

00:45:04: Weißt du, wie ich meine?

00:45:05: Im komplexer Prozess.

00:45:07: Das sind ja auch diese Konzepte.

00:45:08: Manu, ich schreibe mir gerade auch in unserem Buch, berührt das Herz, wie wir wieder Liebe leben.

00:45:13: Und genau das ist uns auch beim Schreiben auch nochmal so bewusst geworden, wie verhaftet wir in diesen Konzepten von Liebe sind, was letztendlich aber so wenig mit Liebe zu tun hat wie sonst was.

00:45:26: Es sind Geschäfte.

00:45:28: Und das ist, wenn man sich dessen auch mal bewusst wird, die meisten Beziehungen sind eigentlich Geschäfte.

00:45:33: Was hast du?

00:45:35: Was habe ich?

00:45:36: Wie können wir voneinander profitieren?

00:45:38: Und da geht das selten um wirklich Wahrhaftigkeit und auch mein Bild von Liebe letztendlich.

00:45:45: Und das ist so schön, wenn man auch irgendwie noch mal so ein Buch schreibt, wird einem selber noch mal so viel Klappe beim Schreiben sprudelt so aus dir raus und manchmal lese ich auch selber meine Zeilen denken so.

00:45:54: Krass, was ich all die Jahre irgendwie dachte.

00:45:56: Und ich habe auch immer so diesen Retter letztendlich gesucht.

00:45:58: Mein Papa ist ja jung gestorben, da war ich neun.

00:46:02: Und eigentlich habe ich immer so diesen Retter gesucht, habe aber nie jemanden an mich rangelassen, weil wiederum der Verlust von ihm so einen Schmerz ausgelöst hat, dass ich gar niemanden an mich rangelassen habe.

00:46:12: Also eigentlich total paradox, wenn du bedenkst, du suchst jemanden, aber lässt niemanden an dich ran.

00:46:17: Und das habe ich eigentlich mein Leben lang gemacht.

00:46:21: Und auch unsere Beziehungen am Anfang, war eben nicht, wir haben uns kennengelernt.

00:46:26: und wie ich das eigentlich gewohnt war, weil mir war das eher so, ich hab mich sehr, sehr schnell verliebt.

00:46:30: Da war ich auf Wolke, achthundert, ganz viel kribbeln im Bauch und meine Mutter hat die Urlaube schon mit mir auch als Teenager gehasst, weil den ersten drei Tage war ich in den Barkeeper, dann in den Animateur, das hat wirklich gewechselt und es war wirklich anstrengend für sie.

00:46:44: Und das war bei uns eben nicht so, diese Schmetterlinge waren am Anfang nicht da.

00:46:48: Wie gesund.

00:46:48: Wie gesund.

00:46:49: Sie kam erst noch zwei Jahren und das war irgendwie so, Interessant, so sind das Schmetterlinge später erst kommen können, hatte ich überhaupt nicht mit gerechnet.

00:46:57: Und habe auch am Anfang das total in Frage gestellt, kann es überhaupt das Richtige sein, wenn nicht am Anfang dieses Tra-ra drum herum ist?

00:47:06: Und eben zu hinterfragen, was sind eben, wer entscheidet da gerade?

00:47:10: Ist es die achtjährige, die dreijährige, die zwölfjährige oder ist es die Erwachsene?

00:47:15: Und wenn man dann versteht, wie Konzepte funktionieren und wie wir uns von ihnen lösen können, wie wunderschön erst ein Beziehung werden können.

00:47:23: Und dann kann man auch wirklich hinsehen und miteinander heilen.

00:47:26: Und für mich auch echt eine spannende Weise, dass ich eigentlich neun und dreißig Jahre lang oder eigentlich, wenn wir ehrlich sind, seit, ich glaube, ich habe es erst seit einem ja wirklich gecheckt oder seit zwei, seit wir geheiratet haben.

00:47:38: Wir haben etwas für falschen Bildern, ich da auch auf die Suche gegangen bin.

00:47:41: Und natürlich ziehst du dann das an.

00:47:42: Das verstehen wir auch immer.

00:47:44: Dann sagen wir Frauen auch häufig so, ach, wir begegnen immer nur Idioten.

00:47:48: Ja?

00:47:50: Aber eigentlich, tiefinnerlich hast du das auch manifestiert, dass dir die Idioten begegnen.

00:47:54: Damit du wieder die Bestätigung hast, dass die Idioten begegnen.

00:47:58: Das ist

00:47:59: leider so.

00:47:59: Das ist leider wirklich wahr.

00:48:01: Das

00:48:01: ist leider so.

00:48:02: Und ich kann jetzt mit bald forty-sechs sagen, habe ich wirklich mehrfach so erlebt.

00:48:09: Und wenn du dann eben aus diesen Mustern ausbricht und es ist ja diese auch Glaubenssatzarbeit, genauso wie mit der Lehrerin, auch zu verstehen, ich brauche A. Niemanden, der mich rettet.

00:48:18: B. Ich darf mich verletzlich zeigen, weil das ist vollkommen okay.

00:48:22: Und derjenige, der nicht bleibt, ist ihm nicht der Richtige.

00:48:25: Dann kannst du so schöne Beziehungen führen.

00:48:29: Und ich meine jetzt nicht nur im Partner, sondern auch Freundschaften.

00:48:32: Aber du lässt auch wahnsinnig viel los.

00:48:34: Ich glaube mit der Erkenntnis, dass Beziehungen Konzepte sind und ich viele dieser Konzepte nicht mehr will.

00:48:42: Gott habe ich Freundschaften und auch Familie und alles verloren.

00:48:45: Klar.

00:48:46: Und das macht am Anfang Angst, wenn man dann denkt so... Vielleicht doch nicht richtig, stimmt was mit mir nicht, aber am Ende gehören diese Menschen nicht zu dir, denn wenn du vollkommen lernst du zu sein, bleiben die richtigen.

00:48:59: Ja, genau so.

00:49:03: Und das ist eine schwierige Reise am Anfang, aber die befreiendste Reise, die man gehen kann.

00:49:10: Und das, was du gerade gesagt hast, also unterschreibe ich natürlich zu tausend Prozent und ich weiß, Leute, das tut natürlich weh, aber auch das ist dann wirklich die volle Verantwortung zu übernehmen und rauszukommen aus der, und ich weiß auch, das Wort hört keiner gerne, aber ich sag's trotzdem, aus der Opferwolle.

00:49:28: Und ich hab zum Beispiel letztes Jahr, es ist so witzig und gleichermaßen auch ein bisschen traurig, dass es in so vielen Jahren Therapie, die ich gemacht habe, immer nur um meine Mutter ging und ich mich auch nie gefragt habe, warum es eigentlich nie um meinen Vater geht.

00:49:43: Um dann festzustellen, weil ich mir mein Leben lang bei meiner Partnerwahl meinen Vater gesucht habe.

00:49:49: Mein Leben lang.

00:49:51: Also war der nochmal, zwanzig, fünfzwanzig, stand das nochmal auf der Agenda.

00:49:56: Und wie du sagst um, also das ist ja, Freut hat das ja so erklärt, dieses psychologische Phänomen, den wir alle ausgesetzt sind, dass wir quasi Immer wieder den Ur-Konflikt unserer Kindheit unbewusst reinszenieren.

00:50:10: Du sagst jetzt Manifestieren, aber irgendwie auf unser Leben zurückholen.

00:50:15: Unbewusst, Leute, es macht keiner mit Absicht.

00:50:19: In dem Bestreben, diesen Konflikt endlich aufzulösen.

00:50:22: Das heißt, wir tun uns unbewusst immer wieder selber weh, indem wir uns immer wieder mit unserer Urwunde konfrontieren, aber

00:50:30: um

00:50:30: einen Ausstieg zu finden.

00:50:33: Ist die Intention des Organismus, unseres Systems, dahinter eigentlich eine total positive?

00:50:37: Also etwas in uns sucht nach Heilung und Erlösung.

00:50:41: Und

00:50:42: meistens findet ja Heilung nach Schmerz statt.

00:50:44: Leider.

00:50:45: Aber zu dieser Vatergeschichte muss ich dir auch meine krasseste Geschichte in fünfundzwanzig erzählen.

00:50:49: Ich bin ja, ich habe meinen Vater nur... am Ende sieben Jahre erlebt, weil wir sind ja danach hierher und erst dann gestorben.

00:50:55: Aber in diesen sieben Jahren kannte ich meinen Vater nur als jemand, der mir mit seinen Freunden beschäftigt war als mit uns und immer nur irgendwie arbeiten oder feiern oder sonst was war.

00:51:05: Man hat natürlich dadurch auch immer Männer gesucht, die genau wie er unbewusst, also auch wieder, das wählt man ja nicht, wo ich eigentlich nie die Nummer eins war, weil ich dachte auch immer nur, wenn ich perfekt bin.

00:51:17: Kann mich hier überhaupt jemand lieben, weil bei meinem Vater war das so, immer wenn ich eine Eins in der Schule hatte, hatte mir so ein Ritual, dass er mit mir, weil ich habe so Radiergummis im Iran, gab so wunderschöne Radiergummis mit so verschiedenen Düften, war das immer so unsere Zeit.

00:51:29: Also Eins bekommen, Zeit mit Papa.

00:51:32: Was macht es dann mit dir am Ende, wenn du heute drauf guckst?

00:51:35: Nur wenn ich perfekt funktioniere, kann ich geliebt werden.

00:51:38: Und das war so mein Muster.

00:51:40: Und ich habe letztes Jahr durch eine Freundin, die so systemische Karten legt und ich bin ja nicht so ein Fan von Taru oder Kaffesatzlesen früher in der Jugend schon, aber inzwischen nicht mehr und ich dachte mir so, ob das stimmt.

00:51:52: Aber die hat dann echt krasse Sachen auch aufgelegen und hat dann zu mir gesagt, oh, da ist noch etwas, was du mit deinem Vater auflesen hast.

00:51:59: Da hat ihr ein wahnsinnig schönes Erbe hinterlassen.

00:52:02: Damit man sich nichts finanzielles nicht so, mein Vater hat mir nichts hinterlassen.

00:52:05: Sieh doch, da ist etwas.

00:52:07: Das sind drei, wie so Goldmünzen, die für dich eine wahnsinnige Veränderung bringen.

00:52:12: Und ich habe dir echt angeguckt, dachte so, ja genau.

00:52:15: Während wir so gesprochen haben, habe ich so weiter nachgedacht, und ich so, einzig, was mir mein Papa hinterlassen hat, ist ein Buch, was er selber für mich geschrieben hat.

00:52:22: Und sie war steht drin.

00:52:23: Und ich keine Ahnung.

00:52:25: Und sie wiegt keine Ahnung.

00:52:26: Dann Vater hat dir ein Buch geschrieben und das dieses Buch nie gelesen ist.

00:52:30: Auf Fasi geschrieben.

00:52:31: Ich lese nicht so gut Fasi.

00:52:33: Und da habe ich gesagt, nee, ich habe das nie gelesen.

00:52:35: Und dann hat sie gemeint, wir müssten jemanden finden, dieses Buch übersetzt und das Chat-GPTV wieder großartig.

00:52:41: Dann dachte ich mir, vielleicht funktioniert es, habe ich diese Seiten fotografiert und in diesen Chat gegeben, hat mein Vater kurz vor seinem Tod mir ein Kinderbuch geschrieben und ich habe wirklich Monate gebraucht, um das zu verarbeiten, mit der größten Liebeserklärung, die du dir vorstellen kannst.

00:52:58: hat auch reingeschrieben, dass er durch mich erst verstanden hat, was wirklich Liebe bedeutet und dass ich auf dieser Welt bin, um Licht zu verbreiten und dass mir das erst später wahrscheinlich klar werden wird im Herbst meines Lebens, beginnt ja ab vierzig der Herbstes Leben und dass ich für andere Licht sein muss.

00:53:15: Jetzt heißt mein Buch, steh auf und leuchte und es sind so Dinge, wenn du bedenkst, das hat dieser Mensch, achtunddreißig Jahre zuvor geschrieben.

00:53:22: Und dadurch war natürlich mein gesamtes Konstrukt.

00:53:25: Und am Anfang war ich in so einer krassen Euphorie, weil ich dachte, ich bin das geliebteste Mädchen der Welt und dachte immer, mein Papa liebt mich nicht.

00:53:31: Aber danach bin ich auch in so krasses Loch gefallen, weil ich mir dachte, mein Leben lang dachte ich, ich bin kein geliebtes Mädchen und habe eigentlich den Beweis in Händen gehalten und nie dieses Buch angeschaut.

00:53:43: Und da kommen wir wieder zu diesen geliebten Opferrollen, in denen wir es sonst manchmal echt gemütlich machen.

00:53:48: Wir dekorieren es dann noch schön und da noch ein Pflänzchen und da eine Vase.

00:53:52: Und das ist echt auch Kraft braucht, um aus dieser Rolle auszusteigen.

00:53:57: Und das war für mich fünfundzwanzig.

00:54:00: Echt krass zu merken.

00:54:02: Oh, ich habe eigentlich mein Leben lang ein falsches Bild gelebt, ohne das zu hinterzufragen.

00:54:06: Wie du nur bei deiner Mutter hingesehen hast, habe ich eigentlich nie bei meinem Vater wirklich hingesehen.

00:54:11: Und dann hat meine Mutter mir gesagt, ja, hat auch die irgendwie über vierzig Briefe geschrieben.

00:54:14: Die kann ich dir mal geben.

00:54:15: Und ich dachte so.

00:54:17: Wow.

00:54:18: Aber vielleicht warst du dann bereit dafür?

00:54:20: Ich glaube auch.

00:54:21: Aber das stand interessanterweise auch in dem Buch, dass ich entweder das Buch mehrmals lesen muss oder eben erst im Herbst meines Lebens verstehen werde.

00:54:29: Und er hatte absolut recht.

00:54:30: Ich verstehe es jetzt.

00:54:31: Das ist auch für mich ein Learning.

00:54:33: Und ich erinnere mich, jeden Tag ist es eines meiner Lieblingsmantren.

00:54:38: Neben ich darf das.

00:54:39: Ich darf das finde ich auch richtig wichtig und gut.

00:54:42: Ich bin genau da, wo ich sein soll.

00:54:44: Und das ist mir so, um die Ohren geflogen in den letzten zwei Jahren, dass das Timing des Lebens, des Universums, unserer Psyche, unseres Unterberufs Gott, ich weiß es nicht, wirklich perfekt ist.

00:54:57: Und dass uns das Leben immer auch Antworten liefert und auch mit Wahrheiten konfrontiert, wenn wir bereit sind, sie zu Verstoff wechseln.

00:55:05: Ist so, ja.

00:55:06: Und auch

00:55:07: das Bewusstsein dazu auch haben, es wirklich zu verstehen.

00:55:11: Am siebten und achten März, zwei tausend sechsundzwanzig, ist wieder Schiissayeti Festival.

00:55:17: Geht seit geraumer Zeit auch mit der Community richtig in den Austausch.

00:55:22: Das Festival ist in München.

00:55:23: Ab und zu in Berlin gibt es zwei dieses Jahr oder gibt es immer eins?

00:55:26: Es gibt immer eins in München, eins in Berlin und dieses Jahr sind wir sogar in Hamburg.

00:55:30: Bei mir dachten, wenn man sich wünscht, dass die Frauen wieder leiser werden, tun wir genau das Gegenteil.

00:55:36: Wir werden noch lauter und machen noch mehr Events und noch mehr Festivals.

00:55:40: Und diesmal also zumindest in München mit Unterstützung der Stadt hast du mir erzählt.

00:55:44: Zum allererst machen wir wirklich die Stadt München und die Bürgermeisterin Verena Dietle als unsere Schirmherrin.

00:55:50: Und so, wie es aussieht, werden auch weiteren Zuzonen wie der Tourismusverband und so was mit Einsteigen, weil München ist bunt.

00:55:56: Und in Berlin ist ja der Weltfrauentag ein Feiertag und das war auch so mein Appell an die Stadt.

00:56:00: Ich so, hey, München ist doch bunt.

00:56:01: Lasst uns das auch so zeigen.

00:56:03: Und wir haben zum allerersten Mal einen zweiten Tag eingeführt, wenn normal so mir eintägig.

00:56:07: Und der Achte wird ein Familientag.

00:56:09: Also wir laden da wirklich Männer, Frauen, Kinder, Hunde, was auch immer Katzen.

00:56:16: Wir wollen da wirklich ... Ja, ein Appell setzen.

00:56:19: Wir wollen einfach noch mal zeigen, wie wichtig Gemeinschaft ist, wie wichtig gegenseitige Unterstützung und auch gegenseitiges Verständnis ist.

00:56:27: Und wir wollen den Frauen einfach Wissen vermitteln, wissen, wie sie diese Glaubenssätze auflösen, wissen über Gesundheit, über Finanzen, weil Finanzen ist auch so ein Thema wie Frauen nicht so gut aufgestellt sind.

00:56:40: Aber wie investiere ich auch richtig für die Zukunft?

00:56:43: Wie lege ich die Weichen jetzt schon?

00:56:45: Wie kündige ich den Job, den ich nicht mag?

00:56:47: Oder wie mache ich mich selbstständig?

00:56:48: Das ist wirklich für jedermann was geboten.

00:56:51: Wir haben, weiß ich nicht, glaube ich, über zwanzig unterschiedliche Masterclasses und über dreißigvierzig Speaker.

00:56:57: Und das ist immer so ein Start in das neue Jahr, um die Weichen richtig zu stellen.

00:57:02: Und ich liebe das auch, wir so oft das Feedback kriegen.

00:57:05: Der Tag hat mich verändert und ab jetzt gehe ich mein Weg.

00:57:08: Und das ist für mich dann wertvoller als jeder Check.

00:57:10: Deswegen, ich bin Unternehmerin, keine Geschäftsfrau.

00:57:13: Weil wenn ich dann diese ganzen tollen Frauen sehe, die sie auch in den Jahren mit uns gewachsen sind und inzwischen so tolle Persönlichkeiten sind und auch so selbstbewusst für sich auftreten, wo sie am Anfang, egal ob auf einem Event oder bei unserer Ausbildung, irgendwie total leise stimmen und weinerlich da saßen und jetzt so auf Bühnen stehen auch mit uns.

00:57:34: Und das ist für mich, das macht mich richtig glücklich.

00:57:38: Ich bin total gespannt, ich darf dieses Jahr

00:57:40: auch erst mal dabei sein.

00:57:42: Und es war, ich glaube, das darf ich dir verwarten, Lars Arment, der gesagt hat, dass das eine ganz besondere Energie dort sei.

00:57:50: Also er war ja auch schon ein paar

00:57:51: Mal... Er ist auch wieder da.

00:57:53: Er ist wieder da, wie

00:57:54: schön.

00:57:54: Er hat letztes Jahr, ja, da mussten wir so lachen, weil ich habe ihn letztes Jahr eigentlich auch einfach mit auf das Programm genommen, ohne ihn zu fragen, weil es für mich so.

00:58:02: Lars gehört zu Shiseiti.

00:58:04: Und dann musste er selber lachen.

00:58:05: Und dann hat er aber letztes Jahr beim Verabschieden gesagt, wir sehen uns alle nächstes Jahr.

00:58:09: Und er hat dich ja wunderbar und er wird dieses Jahr auch an beiden Tagen wieder da sein.

00:58:12: Ja.

00:58:13: So cool.

00:58:14: Ja.

00:58:14: Und deswegen bin ich sehr gespannt, weil er hat auch gesagt, dass er weil viele solcher immer mal wieder so Veranstaltungen dabei ist.

00:58:21: Aber Shisei, die sei für ihn etwas ganz Besonderes.

00:58:24: Und deswegen bin ich ganz gespannt auf die Energie und auf das Miteinander.

00:58:29: Nein, wirst du auch erleben.

00:58:29: Ist das wirklich?

00:58:31: Es ist sehr familiär und das ist auch für uns immer wieder, das gibt uns so eine unfassbare Kraft, dass das inzwischen auch wirklich eine Community ist.

00:58:40: Im wahrsten Sinne des Wortes, wo Menschen wirklich füreinander da sind.

00:58:44: Und auch wir erlebt haben, wie jedes Mal, wir haben auch Schießsupporte, inzwischen nennen wir sie so, aber diese Schießsupporte, die kommen, um zu helfen, sind entstanden in Berlin tatsächlich.

00:58:57: Weil wir haben Aufbau gehabt und hatten gepostet wie müde.

00:58:59: Wir sind ja auch ein kleines Team und wie wir aufbauen und da waren irgendwie und wir hatten aber auch Paar Hustessen dazu gebucht.

00:59:05: Da waren irgendwie so drei Mädels, die die ganze Zeit auch so mit aufgebaut haben und irgendwann mal kam einer zu mir und meinte, du, wir gehen jetzt mal zwei Stunden essen und kommen dann wieder und ich so, ja klar.

00:59:13: Und habe sie dann angeschaut, ich so, wer seid ihr eigentlich?

00:59:16: Weil es mir da gar nicht so in dem Getummel aufgefallen.

00:59:18: Und sie so, wir sind nur Gäste, wir haben Tickets gekauft, aber wir dachten, wir sind schon angereist und ihr braucht Hilfe, wir kommen und helfen.

00:59:25: Und ich stand wirklich da so total verdutzt.

00:59:29: Und das ist immer größer und größer geworden in den Jahren, dass Leute sich wirklich einsetzen und auch unsere Speaker wirklich am Vorabend kommen.

00:59:37: Und plötzlich siehst du auch ein Lars wie eine Pressewand aufbaut.

00:59:40: Nicht so, was machst du hier?

00:59:40: Ich bin ja schon da.

00:59:42: Und das ist halt diese Energie, die wir auch lieben und die uns auch immer wieder so diese Kraft gibt, wo wir haben so Bock, das zu machen, weil die Leute so cool sind.

00:59:49: Das macht echt Spaß.

00:59:50: Wie viele, wie viele Plätze gibt es?

00:59:52: Also wie groß wird das Festival?

00:59:53: Dadurch, dass wir zweites Jahr sind, wir waren letztes Jahr um die sechs, sieben Hundert, wird auch wahrscheinlich so wieder in dem Dreh sein, aber halt auf zwei Tage.

01:00:01: Man kann auch nur einen Tag kommen, man muss nicht an beiden Tagen kommen, man kann aber auch beide Tage kommen.

01:00:05: Also ihr sieben Tickets, natürlich klar.

01:00:07: Link in den Show-Nauts findet ihr, sichert euch euren Platz.

01:00:10: Ich freue mich total, dass ich auch dabei sein darf.

01:00:12: Und

01:00:12: du kriegst auch noch für deine Hörer ein zwanzig Prozent Rabattcode.

01:00:18: Das haben wir uns nämlich überlegt, bevor wir gekommen sind.

01:00:20: Das ist doch ganz gut, damit die auch was davon haben, wenn sie das gehört haben.

01:00:23: Eine schöne Überraschung.

01:00:24: Ja, wie schön.

01:00:25: Ja, ich freue mich einfach auch euch zu erleben.

01:00:27: Ich habe euch ja, wie gesagt, privat und auch persönlich jetzt erleben dürfen.

01:00:31: Im Manu kenne ich schon ein bisschen länger.

01:00:33: Und ich finde, dass... Wie lange seid ihr zusammen jetzt?

01:00:38: Wir sind im siebten Jahr.

01:00:40: Das verflickste siebte Jahr.

01:00:42: Ja, und da sieben meine... Und das sind auch so Dinge, die ich total über Wort zum Beispiel werfe.

01:00:46: Auch Freitag der Dreizehnt, das ist mein absoluter Glückstag.

01:00:49: Ich liebe Freitag der Dreizehnt.

01:00:50: Das sind auch wieder Konzepte, die wir uns irgendwann mal... Ne, wir sind uns eigentlich näher denn je im verflixen Siebten, ja.

01:00:57: Auch das kann man anders machen.

01:00:59: Na ja, aber ihr wachst ja auch zusammen, ne?

01:01:01: Es ist die Bereitschaft bei beiden da, sich den eigenen Themen zu stellen und dann ist es natürlich ne lachte.

01:01:08: Dann ist es natürlich ne ganz andere Basis und ganz anderes Fundament.

01:01:13: Ja,

01:01:13: sich ehrlich zu begegnen.

01:01:15: Auch mit dem, das wollte ich gerade sagen, auch mit dem, was eben nicht so schön ist und das ist so vor die meisten Menschen eben Angst haben und wo dann auch dieser genauso wie Opferrolle auch eines dieser Wörter, die aber trotzdem wichtig sind, Selbstliebe beginnt, denn wenn wir eben in dieser Selbstliebe sind und die Selbstverantwortung haben, dann haben wir auch die Fähigkeit anderen wirklich zu begegnen, wie wir sind und das ist nicht immer schön.

01:01:42: Ich kann das wirklich auch sagen, wir haben selber in dieser Beziehung in den sieben Jahren so viel miteinander durchgemacht wie andere wahrscheinlich in zwanzig nicht, auch durch Krankheiten.

01:01:51: Und auch letztes Jahr, Ende des Jahres eben Hexenschuss in Kombi mit Blasenentzündung, er musste mich da jedes Mal zur Toilette tragen und wieder hochheben.

01:01:59: Das ist nicht schön.

01:02:00: Aber

01:02:01: das ist für mich auch was eine Partnerschaft am Ende des Tages ist, wenn du wirklich verbunden miteinander bist, da musst du auch keine Rolle spielen.

01:02:09: Dann kannst du auch sagen, mir geht es gerade echt.

01:02:11: Scheiße!

01:02:12: Und das können wir beide.

01:02:13: Und das ist ganz, ganz wichtig, dass wir da einfach immer ehrlich zueinander sein können.

01:02:17: Und arbeitet mittlerweile natürlich auch zusammen?

01:02:19: Ja,

01:02:20: wir machen die Shiseitien zwischendurch zusammen.

01:02:22: Und Ausbildung macht ihr zusammen?

01:02:23: Wir machen auch die Soul Speaker Ausbildung zusammen, was für mich auch sehr, sehr schön ist, weil ich finde, es ist ganz wichtig, diese weibliche und männliche Energie.

01:02:32: Und für mich ist es eben nie ein Gegenteinander, Aber es gibt sehr viele Aspekte, wo er einfach, gerade in der Ausbildung merken wir das auch, wo er ganz anders an die Sache rangeht und dadurch schneller zu einer Lösung kommt, wo aber wieder rum an andere Stelle, ich gar nicht rational, sondern empathisch entscheide, was wir Frauen sehr, sehr oft tun.

01:02:51: Es ist eine so tolle Ergänzung und wir haben auch bei Schiss-Heite gemerkt, am Anfang hat er mich ja eher nur so unterstützt, dass wir gemerkt haben, dass eigentlich unser USP und das, was uns ausmacht und was den Menschen das Beste gibt, Wir beide in der Kombination sind.

01:03:05: Dadurch wurde es dann immer mehr und mehr.

01:03:06: Inzwischen können wir sagen, wir machen die Ski-Sati zusammen.

01:03:09: Und es ist auch sehr schön, weil wir da einfach unterschiedliche Expertise mit reinbringen.

01:03:15: Und ich mag das total gerne.

01:03:17: Und natürlich auch dadurch... mehr Männer anziehen, was ich sehr, sehr wichtig finde, denn wir hatten jetzt bei den Festivals paar mal Männer, die sich wirklich Tickets gekauft haben, gekommen sind und uns danach so wunderschöne E-Mails geschrieben haben, weil oftmals, und ja, es gibt sie da draußen, diese Vollidioten ohne Frage, aber sehr, sehr oft gibt es da auch tolle Männer draußen, die keine Ahnung haben.

01:03:39: Da lerne ich endlich meinen Future-Hasben kennen.

01:03:41: Da

01:03:41: wirst du ihn kennen.

01:03:42: Nein, aber wirklich, die dann schreiben, boah, mir war das gar nicht bewusst.

01:03:45: Oh, ich wusste gar nicht welchen.

01:03:47: Weil auch das ist ja wiederum dieses, wir sagen ja sehr oft nicht, wie wir fühlen.

01:03:51: Und Männer kriegen das manchmal nicht mit, die verstehen nicht, was in uns abgeht.

01:03:55: Deswegen finde ich es so wichtig.

01:03:56: Deswegen haben wir auch wirklich gesagt, der Achte sollen Männer wirklich animiert werden zu kommen.

01:04:00: Weil wenn gegenseitiges Verständnis da ist, kann man auch ganz anders miteinander umgehen.

01:04:06: Dann manifestieren wir doch jetzt direkt, dass du am achten deinen zukünftigen Mann erkennst.

01:04:10: Ich

01:04:12: bin gespannt.

01:04:13: Nicht nicht.

01:04:13: Future me, my future husband.

01:04:15: Das ist dann in deinem Fall sehr, sehr gut.

01:04:18: Wer

01:04:18: mehr über euch erfahren will und auch über eure Arbeit, über eure Ausbildung, wann geht die los das nächste Mal?

01:04:23: Die

01:04:23: nächste ist jetzt schon Ende Januar, aber wir sind noch zweimal in München dieses Jahr, zweimal in Berlin und einmal in Hamburg auch mit der Ausbildung.

01:04:31: Okay, also auch den Link packen wir in die Show Notes, wer sich dafür interessiert, mit euch auch zu arbeiten, euch kennenzulernen.

01:04:38: Ihr seid ganz bezaubernde, interessante, kluge, warmherzige Menschen.

01:04:42: Und ich freue mich einfach viel bolle, dass ich dabei sein darf.

01:04:45: Wir freuen uns sehr, dass du dabei bist.

01:04:47: Und jetzt, wo ich weiß, dass ich dann auch noch bald heiraten

01:04:49: will.

01:04:49: Dann ist es ja doppelt so gut.

01:04:51: Was soll ich nur anziehen?

01:04:53: Was sollst du nur anziehen?

01:04:55: Und dir ist dann klar, wenn du ihn dann kennst, wird die gesamte She-Side-Community zu deiner Hochzeit kommen.

01:04:59: Wird halt eine große Hochzeit.

01:05:00: Ist okay.

01:05:01: Ich organisiere das.

01:05:02: Ist okay.

01:05:03: Herrlich.

01:05:04: Ich freue mich jetzt schon drauf.

01:05:05: Liebes Einer, vielen Dank, dass du da warst.

01:05:07: Auch lieber Manu an dich.

01:05:08: Willst du einmal kurz in die Kamera gucken?

01:05:10: Können wir das machen, Daniel?

01:05:11: Guck mal, ja.

01:05:11: Manu guckt einmal kurz rein.

01:05:13: Guten Abend.

01:05:16: Ich packe euch die Folge mit Manuel auch noch mal in die Shownause.

01:05:19: Die war nämlich auch richtig, richtig, richtig toll.

01:05:21: Das weiß ich, die ist mir lange im Herzen und im Gedächtnis geblieben.

01:05:25: Da noch leider ohne Kamera.

01:05:27: Also musst du auch noch mal wiederkommen.

01:05:29: Voll schön.

01:05:31: Großen Dank auch an die Regie.

01:05:33: Vielleicht mal an dieser Stelle.

01:05:35: Nämlich an den Daniel Fürg.

01:05:36: Ich bin hier im Forty Eight Forward Studio in München.

01:05:40: Daniel und ich sind uns vor ein paar Monaten online begegnet.

01:05:43: Ich hab das Studio entdeckt und die schönen Get Happy Folgen, die bei YouTube seht, die zeichne ich immer hier auf.

01:05:49: Und Daniel, ganz liebe Grüße zu dich und die Regie ist immer extrem gechillt bei dir.

01:05:53: Da lacht

01:05:54: er.

01:05:55: Elim, ich danke euch fürs Zuhören, ich danke euch fürs Zuschauen, dass ihr diesen Podcast teilt, dass ihr ihn weiter in die Welt schickt, dass ihr auf der Reise seid, dass ihr euch euren Themen stellt und dass ihr bereit seid, Verantwortung zu übernehmen.

01:06:10: Niemand sonst wird uns das abnehmen.

01:06:13: Und auch wenn diese Lektion manchmal schmerzhaft ist, das war sie für mich auch.

01:06:17: Es war sie sicher für Saina und auch für Manuel und auch für Daniel, für Akinji nicht, aber das ist ein anderes Thema.

01:06:22: Da kommt keiner.

01:06:23: Niemand nimmt uns das ab.

01:06:25: und trotzdem ist es doch eine ganz andere Form von Leben und Selbstermächtigung und einem Gefühl von Selbstwirksamkeit, wenn wir die Verantwortung für uns komplett bedingungslos übernehmen und die Eltern ja im Grunde genommen werden, die wir uns so gewünscht werden.

01:06:39: Absolut.

01:06:40: Und zwar für uns selbst.

01:06:41: Also in diesem Sinne, das war das Wort zum Sonntag.

01:06:43: Ich danke euch schon Herzen, ich danke dir, liebe Seiner.

01:06:46: Und wir hören uns und sehen uns nächste Woche Freitag wieder.

01:06:48: Bitte bleibt bis dahin die immer zuversichtlich, gesund und stets neugierig.

01:07:02: Tschüss.