Get happy

Get happy

Bewusster leben. Zufriedener sein.

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:02: Und ich sage hallo ihr Lieben, schön dass Ihr auch in dieser Folge wieder mit dabei seid.

00:00:21: Wie immer hoffe ich das es Euch gut geht und dass Ihr in diesem Moment an einem wohligen, an einem sicheren und an einem muckeligen Ort seid!

00:00:30: Ich sage von Herzen Danke!

00:00:34: Die Reaktionen auf die erste Podcast-Solo Folge haben mich, ehrlich gesagt ziemlich aus den Latschen gehauen.

00:00:41: Also ich hatte ja im besten Fall nicht viel Feedback erwartet aber wie ich mit Liebe und Wertschätzung und Zuspruch und Ermunterung und Mut überschüttet wurde Das kann ich gar nicht in Worte fassen.

00:00:58: Die Folge, die Solo-Folge, die erste war bereits nach fünf Tagen auf YouTube... Ich bin ja noch auf YouTube im Aufbau und YouTube wächst langsam aber kontinuierlich und es gibt ja auch überhaupt keinen Grund für Druck!

00:01:10: Und das war nach fünf Tagen auf YouTube schon bis dahin meine mit Abstand meist geklickte Folge ...die Solo-Volge.

00:01:19: Das fand ich ehrlich gesagt ein ziemliches Brett.

00:01:23: Auf Spotify waren, glaube ich, sechzig Kommentare mehr noch drunter und alles nur eine echte Ressourcendusche.

00:01:30: Also von Herzen danke schön.

00:01:32: ihr habt mich sehr ermuntet!

00:01:33: Und jetzt spreche ich hier die zweite Solofolge ein.

00:01:36: und merke schon mein Nervensystem ist in einem deutlich sicheren Rahmen.

00:01:41: das Herz schlägt mir nicht mehr bis zum Hals Die Stimme versagt mir nicht weh also mit mir schnürt es die Kehle nicht zu Ich muss mich nicht ständig räuspern.

00:01:51: Das sind für mich alles total gute und wichtige Zeichen, weil es bedeutet ich fühle mich sicher auf diesem neuen Terrain.

00:01:59: Und das habe ich auch euch zu verdanken.

00:02:01: ihr seid quasi meine kollektive korrigierende Erfahrung.

00:02:05: also von ganzem Herzen Dankeschön!

00:02:09: Hier ist also meine zweite Solofolge und in der möchte Ich über ein Thema sprechen dass viele viele viele Menschen mit Trauma folgen betrifft kennen.

00:02:22: Ich war vor ein paar Wochen auf einer Veranstaltung mit einer ganz, ganz lieben Podcastkollegin.

00:02:29: die hatte mich mitgenommen mit der Daniela Ulrich.

00:02:31: einen herzlichen Gruß an dieser Stelle und ich bin bei solchen Veranstaltungen im Vorfeld immer schon so ein bisschen Zurückhalten in meiner Euphorie, weil ich mich jetzt mittlerweile mit über fünfzig natürlich gut kenne und weiß Ich wirke vielleicht nach außen hin extrem sicher und extrovertiert.

00:02:51: Und wie eine Rampensaub Und es gibt Anteile in mir, die sind das auch.

00:02:55: Also wenn ich auf eine Bühne gehe zum Beispiel... aber wenn Ich auf eine bühne geh schlüpfe ich in einer andere Rolle Das heißt ich aktiviere ganz anderen neuronale Verknüpfungen In meinem Gehirn also ich schlüpfe sozusagen in mein Bünenich.

00:03:10: Wenn ich aber auf eine veranstaltung gehe dann vermischen sich da irgendwie so ein bisschen die Rollen und ich fühle mich dort alles andere als sicher.

00:03:21: Vielleicht ist es auch ein bisschen self-fulfilling prophecy, ich weiß es nicht genau aber es passierte genau das was ich so ein bisschen im Vorfeld schon befürchtet hatte.

00:03:31: Die meisten Menschen mit Traumofolgen die ich kenne aus dem privaten Umfeld oder diejenigen mit denen Ich arbeiten darf die in meine Seminare kommen oder die mir E-Mails schreiben mit denen ich im Austausch bin haben alle etwas gemeinsam und das ist das Gefühl irgendwie in dieser Welt nicht dazu zu gehören.

00:03:51: Also ein Alien zu sein, irgendwie von einem anderen Planeten zu stammen Und in Umfeldern oder in Surroundings, wo sich vermeintlich alle anderen Menschen total wohl und sicher fühlen.

00:04:03: Und alle sind gut drauf und feiern und sind miteinander im Austausch.

00:04:08: Stehen die völlig im Freeze in der Ecke und wissen überhaupt nicht wie sie sich bewegen sollen, wie sie irgendwo andocken sollen.

00:04:15: Und daraus entsteht dann immer wieder dieses uralte und unendlich schmerzvolle Gefühl das extrem mit dem Verlust der eigenen Würde behaftet ist.

00:04:25: Ganz extrem verknüpft es mit Scham und mit Schuld.

00:04:30: Ich bin total falsch, also alle anderen sind völlig normal und ich bin hier der Freak!

00:04:38: Und dieses Gefühl kenne ich natürlich auch aus meinem Leben sehr gut weil es mich einfach viele Jahrzehnte begleitet hat und zwar nicht nur in öffentlichen Umgebungen, wenn ich irgendwie auf Events war oder Veranstaltung – ich habe ja viel für die Medien auch für Events besucht sondern tatsächlich auch in ganz privatem Rahmen.

00:04:58: Das heißt, wenn ich bei sehr engen Freunden zum Beispiel auf Partys eingeladen war und alle wie selbstverständlich von Sekunde eins an miteinander in Austausch ging und sich unterhalten haben und gelacht haben und locker waren habe ich irgendwie versucht zu überleben und nicht unterzugehen, und nicht zu ertrinken.

00:05:18: In Kombination mit meinem hypervigilanten Nervensystem und meiner leicht zu alarmierenden Amygdala was auch mit Trauma zusammenhängt völlig überfordert von der Reizüberflutung in diesen Räumen.

00:05:31: also sprich die Kombination lachen Musik extrem problematisch schon mal und mich dann noch unterhalten oder präsent zu sein und zuzuhören.

00:05:44: Dafür ist mein Gehirn einfach überhaupt nicht gemacht.

00:05:49: Das hat natürlich mit meinen ersten Lebensjahren zu tun, wir wissen ja mittlerweile aus der Forschung und aus der Psychotraumatologie ganz gut und valide das frühkindliches Trauma unser Gehirnen verändert.

00:06:01: gewisse Areale sind davon betroffen vor allem eben die Ermüchterler oder auch der Hippokampus Und viele Jahre wusste ich nicht dass das nicht meine Schuld ist, dass ich mich in Anführungsstrichen normal fühle oder normal verhalte, sondern das ist was mit den Prägungen der ersten Jahre zu tun hat.

00:06:20: Jedenfalls bin ich auf dieses Event gekommen und ich war in Sekundenschnelle gefühlt wieder zwölf Jahre alt und fühlte mich einfach komplett fremd- und fehl am Platz.

00:06:30: Der große Unterschied zu früher ist dass ich mittlerweile – und das es immer wieder meine Ermutigung, meine Erinnerung, meine Einladung an jeden da draußen weil ich habe das gelernt und jeder kann das lernen, das möchte ich immer wieder betonen und wiederholen.

00:06:50: Ich habe mittlerweile gelernt dieses zwölfjährige unsichere kleine Mädchen in mir wahrzunehmen und ihm nicht komplett das Steuer in die Hand zu geben.

00:07:02: Das heißt, ich kann in meinem Erwachsenen Ich bleiben.

00:07:06: Nehme aber dieses Kind in mir wahr, dass sich dort in dieser Umgebung bei diesem Event extrem unwohl fühlt weil es sich die ganze Zeit vergleicht mit den Menschen um ist herum.

00:07:21: Die sind nämlich jünger und die sind schöner Und die sind schlanker und sie sind erfolgreicher.

00:07:29: Also sprich Die alten Stimmen, die Alten Dämonen, die mit nativen Selbstwertverletzungen bei Komplex Trauma jeder von uns kennt.

00:07:39: Die werden in solchen Gelegenheiten einfach wieder extrem laut und teilweise auch ganz schön gewaltvoll.

00:07:48: Und ich konnte dieses Mädchen in mir sehr, sehr gut wahrnehmen!

00:07:55: Da ging es gar nicht darum... Mir ist ein kleiner Summit, diese Veranstaltungen.

00:08:02: Da waren auch sehr interessante Vorträge und die Vorträge höre ich mir super, super gerne an wobei ich an alle Kolleginnen und Kollegen sage jetzt einfach mal frech in der Branche egal ob es Ärztinnen sind oder Ärzte oder Psychologen oder wer auch immer.

00:08:17: das Thema Trauma fehlt in jedem Vortrag Und das finde ich wirklich so schade und da darf einfach noch sehr viel mehr passieren, weil würden auch die Expertinnen und Experten endlich einen Fokus legen auf Trauma-und-Trauma folgen.

00:08:36: Was es bedeutet für unser Nervensystem?

00:08:38: Was ist bedeutet was sogenannten oxidativen Stress angeht also diesen chronischen Hochstress den wir häufig bei Trauma über Jahrzehnte in unserem System tragen, ohne es zu merken.

00:08:51: Wenn wir das noch auf dem Schirm hätten, bordern wäre so viel gewonnen und es war eine sehr bekannte Krebsforscherin dort die einen Vortrag gehalten hat über die Risikofaktoren von Krebs und dass wir mittlerweile eigentlich ganz gut dastehen, weil eine Krebsdiagnose nicht automatisch ein Todesurteil ist.

00:09:14: Also da war auch viel ermächtigendes drin Und als es dann zum Faktor Stress kam, habe ich erlaubt ihnen vor Tag kurz unterbrechen die Hand zu heben und hab sie gefragt.

00:09:24: Gibt es Forschung rund um das Thema Trauma?

00:09:28: Trauma folgen und oxidativen Stress im Körper also sprich Adrenalin, Cortisol nur Adrenaline?

00:09:36: Kurze knappe Antwort ja die gibt es!

00:09:40: Sie ist gar nicht drauf eingegangen und hat einfach weiter gesprochen und das finde ich einfach super schade dass hier so ein kleiner Side Fact Wer hier vielleicht auch vom Fach ist, der möge sich doch wirklich aufgefordert – da spare ich mir jetzt mal die Einladung – aufgefordert fühlen.

00:09:58: Sich mehr damit zu beschäftigen und mehr den Fokus darauf zu legen weil es meine Tiefe überzeugen ist das einfach so eine enorm wichtige Rolle spielt.

00:10:05: was Stress ist?

00:10:06: eben nicht nur Arbeit oder Kinder zu Hause sondern Stress gerade wenn er mit Trauma in Verbindung stehen, mit Komplextrauma.

00:10:15: Mit einer komplex- und postraumatischen Belastungsstimmung ist einfach ein wesentlicher Risikofaktor für unsere komplette nicht nur mentale sondern auch körperliche Gesundheit.

00:10:25: also die Vorträge waren trotzdem hoch interessant und dann kommen die Pausen und es bricht in mir der Krieg aus weil um mich herum wird es laut und alle lachen alle wollen Netzwerken alle wollen sich miteinander verbinden gehen ganz geschmeidig in den Smalltalk und Smalltalk ist für mich der absolute Horror, das absolute Grauen.

00:10:51: Ich habe das früher nicht gemerkt und ich konnte das sehr gut überspielen und ich hatte meine Coping-Strategien damit und nach außen hin wirkte ich total verbunden und total präsent und easy und locker immer gut drauf Und unter dieser Fassade in meinem Körper war der blanke Stress.

00:11:14: Also auch gestern, das war sehr eindrucksvoll!

00:11:17: Ich trage ja einen Gadget am Körper, dass meine Sympathikotonenwerte im Körper... also meine Stresswerte dem Körper auch tagsüber misst und es war einfach komplett im roten Bereich in diesen Momenten.

00:11:31: Und ich weiß mein armer, armer körper ist einfach extrem im Survival-Modus, also im Überlebensmodus bedeutet hohen Stress für mich.

00:11:43: Und ich habe mir dann drei Vorträge angeschaut, hab zugehört und hab gleichzeitig versucht wahrzunehmen und einzuordnen was in mir los ist.

00:11:53: und jetzt kommt eine nochmal einen großer Unterschied zu allen Lebensjahren davor oder zu der meisten und längsten Zeit meines Lebens.

00:12:05: Ich weiß heute das mit mir alles stimmt.

00:12:09: Ich weiß heute, dass ich kein Freak bin.

00:12:12: Sondern das sich einfach bin wer ich bin und dass ich nicht mich unendlich verdrehen muss und endlich normal werden muss um dazuzugehören.

00:12:24: Und vielleicht findest du dich in diesem Gefühl wieder?

00:12:30: So viele Menschen die ich kenne Frauen oder Männer.

00:12:34: Frauen sprechen mehr drüber.

00:12:35: Männer sind da noch sehr in Sicht zurückgezogen.

00:12:39: Deswegen leite diese Folge auch gern an männliche Menschen, die in deinem Leben sind weiter.

00:12:46: So viele Menschen,die ich kenne glauben sie müssten an sich herum Doktern noch ein Retreat machen, noch einen Kurs, noch ein Seminar besuchen und zerfleischen sich innerlich mit einer solchen Brutalität weil sie glauben nicht normal zu sein und sie wollen aber doch endlich normal sein und sich dazu gehörig fühlen.

00:13:12: Also sie wollen sich nicht mehr so entfremdet fühlen und glauben deswegen, das schließt nicht ein, so ging es mir auch die größte Zeit meines Lebens Glauben das mit ihnen etwas nicht stimmt, also müssen sie anders sein.

00:13:26: Also wir müssen anders werden damit wir endlich in diese Idee von normal passen und wenn wir uns dann endlich so fühlen, dann ist es auch nicht mehr so schmerzvoll und so schlimm.

00:13:40: Es gibt einen guten Grund, warum das berühmte Buch von Gabor Mathé, dass er mit seinem Sohn Daniel geschrieben hat den Titel trägt The Myth of Normal also der Mythos des Normalen.

00:13:53: Weil normal gibt es nicht!

00:13:56: Wer sagt denn was normal ist?

00:13:59: Wer hat sich denn hingesetzt und hatten Leitfaden geschrieben?

00:14:03: Also wenn du diese fünfzwanzig Kriterien erfüllst dann bist du ein normaler Mensch.

00:14:09: Das ist ja totaler Unfuchs, besteht nur in unseren Köpfen.

00:14:13: Es ist ja nur ein Konzept und ich muss sagen das es für mich mittlerweile ein hohes Maß an Lebensqualität ist dass irgendwann dann der Punkt kommt wenn Ich darf dieses zwölfjährige Mädchen in mir, für das es hier wirklich eine große Tortur ist jetzt in Sicherheit bringen und meiner Begleiterin ins Ohr flüstern.

00:14:35: Ich würde mich nach dem nächsten Vortrag verabschieden auch wenn die Hälfte der Veranstaltung noch gar nicht vorbei ist.

00:14:42: Und ich weiß in dem Moment dass sie Verständnis dafür hat und dass ich mute mich ihr auch zu ja?

00:14:54: dass sie das eventuell blöd findet.

00:14:58: Und das ist auch etwas, was wir als erwachsene Menschen lernen dürfen.

00:15:02: Wir dürfen Lernen auszuhalten – ich glaube darüber habe ich in der anderen Solo-Folge auch gesprochen – wir dürfen Lernen aushalten, dass Menschen unser Verhalten vielleicht nicht gut finden!

00:15:14: Als Kinder können wir es aber nicht.

00:15:16: Es ist unaushaltbar und es ist unerträglich für uns.

00:15:20: Aber als Erwachsene Können wir das?

00:15:23: Wir können aushalten, wenn jemand von uns enttäuscht ist.

00:15:27: Wir können lernen auszuhalten, Wenn uns jemand richtig richtig kacke findet und wir können lernen aushalten dass vielleicht sogar jemand sagt ne also wenn du so nicht funktionierst Und nicht nach meinen Vorstellungen agiest dann will ich nichts mehr mit dir zu tun haben.

00:15:44: Okay okay dann ist vielleicht die Zeit, die wir zusammengegangen sind durch dieses Leben vorbei.

00:15:53: Das dürfen und müssen wir lernen wenn wir Identifikation mit Kindanteilen in kleinen Schritten auflösen wollen!

00:16:01: Und nochmal das ist ein ganz kleinschrittiger sanfter komplexer Prozess der vielzeit den Anspruch nimmt weil Repetition ist key, also Wiederholung ist super wichtig.

00:16:15: Es ist ein neuronaler Umbauprozess!

00:16:18: Er hat nichts mit Mindset zu tun sondern er hat etwas mit Bewusstsein zu tun und einer guten Verbundenheit zum Körper.

00:16:27: Also sprich wenn ihr diese Situation kennt wo ihr auf eine Party kommt oder auf ein Event, oder auf ne Hochzeit.

00:16:33: Oder wohin auch immer und ihr merkt ihr seid gerade dabei in den Freeze abzurutschen und kommt in so ne Hochfunktionalität und irgendeinen Avatar übernimmt das Ruder und lächelt nach außen mit so nem leeren Blick und innerlich bricht in euch der totale Stress aus.

00:16:52: Dann ist die Kette in erster Instanz das mal wahrzunehmen.

00:16:56: Das ist immer Schritt Nummer eins, also dass es uns bewusst ist, dass wir's mitbekommen und uns mitbekommen.

00:17:03: Die zweite Stufe Und die Reihenfolge kann variieren, wahrzunehmen was im Körper passiert in diesen Momenten.

00:17:10: Also darüber habe ich ja in der ersten Folge auch schon gesprochen.

00:17:13: aber Wiederholung ist so wichtig!

00:17:15: Wir hören das nicht einmal und dann haben wir es verstanden sondern wir müssen uns immer wieder daran erinnern.

00:17:19: Es geht mir genauso bis heute obwohl ich schon solange auf der Reise bin.

00:17:24: Okay also das Bewusstsein dafür Die Wahrnehmung für den Körper und die Körperreaktion und dann Tools zu finden da irgendwie einen guten Umgang mitzufinden.

00:17:35: Vielleicht zum Beispiel, wenn es jetzt eine Hochzeit ist auf der man ja dann in der Regel nicht auch nach zwanzig Minuten wieder geht und wir wollen ja auch teilnehmen am Leben das kommt ja auch noch dazu.

00:17:45: Wir sind A No Man Is An Island Ja?

00:17:48: Wir wollen ja kein Leben in Isolationen und alleine führen.

00:17:51: also es gibt Menschen die wollen es.

00:17:52: aber wir sind soziale Wesen wir brauchen einander Und dann könnte es zum Beispiel hilfreich sein, auf einer Hochzeit sich die Zeit zu geben und sich zu erlauben überhaupt da erstmal anzukommen und zu landen.

00:18:04: Also vielleicht die ersten zwanzig dreißig Minuten sich ein bisschen abseits vom Geschehen zurückzuziehen, sich vielleicht an einen Menschen zu wenden der für dich sicher ist den du kennst dem du diese Nenn es jetzt mal Sozialphobie, auch gegenüber Äußernkanz und Sagenkanz.

00:18:21: Ich muss hier erstmal ankommen!

00:18:22: Ich merke ich bin ganz unsicher und ich bin froh dass du da bist.

00:18:27: hast du Lust das wir ein bisschen miteinander reden?

00:18:29: Also sprich irgendeinen sicheren Menschen an denen ihr andocken könnt.

00:18:33: Das war jetzt in meinem Fall auch die Daniela um die ich total dankbar war, dass sie an meiner Seite war Und das sind so die kleinen Tools, die wir erlernen können.

00:18:43: Das kann uns keine abnehmen.

00:18:44: Das müssen wir lernen!

00:18:46: Wir müssen anfangen herauszufinden was braucht dieses Kind in uns?

00:18:51: In diesem Moment... Was braucht die

00:18:53: Kleine?!

00:18:54: Eine Frage, die meine Therapeute mir über viele Jahre immer wieder gestellt hat und ehrlich gesagt habe ich über viele jahre überhaupt nicht verstanden, was sie damit meint.

00:19:01: heute weiß sich was sie da mit gemeint hat.

00:19:09: Diese Situation aktiviert in mir ein neuronales Netzwerk, das irgendwo aus den Neunzehntzigern, Sechziger-, Achtziger- oder Neunzigerjahren ist.

00:19:17: Das heißt ich befinde mich gerade mit einem Fuß in meiner eigenen Vergangenheit.

00:19:22: Das Kind in mir – viele Kindanteile!

00:19:25: Ein Kind in Mir ist gerade hoch alarmiert und unter hohem Stress und in großer Not.

00:19:31: was braucht dieses Kind?

00:19:35: In meinem Fall brauchte dieses Kind eine sichere Person, das war die dann jeder.

00:19:40: Das möchte ich euch an dieser Stelle immer wieder ans Herz legen, sucht Kontakt zu Menschen, die euch sicher sind wenn ihr in solchen Situationen seid.

00:19:48: so konnte ich nämlich einfach noch ein Stündchen da sein und anderthalb und diese Vorträge genießen.

00:19:55: Und meine Kleine brauchte aber auch irgendwann meine Verlässlichkeit Und meine Zuwendung und mein Verständnis, und meine Empathie dass ich ihr sagen konnte.

00:20:05: Weißt du was?

00:20:06: Jetzt ist es viertel nach sechs.

00:20:08: wir haben noch nicht gegessen!

00:20:10: Ich glaube wir zwei fahren jetzt mal nach Hause machen uns etwas Gutes zu essen legen uns noch einen Moment auf die Couch und dann gehen wir schlafen.

00:20:18: ja das sind so diese kleinen Tools und Tricks und Möglichkeiten mit denen wir lernen können Prägungen mit den tiefen Spuren unserer Vergangenheit in der Gegenwart anzukommen.

00:20:35: Darum geht es!

00:20:36: Es geht darum, der Vergangen- heit in der Gegendwarte einen Landeplatz zu geben so dass wir in eine schönere, in eine sichere und verbundene Zukunft starten können – mit uns aber auch mit anderen Menschen.

00:20:51: Ich habe dann die Veranstaltung verlassen.

00:20:52: das war eine sehr gute Entscheidung.

00:20:54: ich hab mich stark gefeiert im Auto Und habe durchgeschnauft und dachte, ja so ist es.

00:21:01: Ich bewundere jeden Menschen der das total genießt, der den Trubel genießst... ...der die Vernetzung genießts und den Austausch.

00:21:12: und ähm ich bin es nicht!

00:21:15: Das ist okay.

00:21:16: Wenn du's auch nicht bist dann ist das ok.

00:21:19: Es ist ok.

00:21:20: Und das ist schön.

00:21:21: Das ist eine neue Lebensqualität für mich, die ich gerne mit euch teilen wollte.

00:21:26: Und so sind wir alle weiterhin auf der Reise.

00:21:29: Meine Kleine und ich haben uns dann das zu Essen gemacht, haben uns den Stündchen auf die Couch gelegt.

00:21:33: Ich bin früh schlafen gegangen, habe neun Stunden gepennt was auch ein guter Schritt war um das Nervensystem wieder ein bisschen zu pflegen, zu streicheln und liebzuhaben.

00:21:49: Nachdem ich heute Morgen nach neun Stunden Schlaf erholt, aufgewacht bin und gut gefrühstückt habe war ich in der Verfassung diese Podcast-Folge einzusprechen.

00:21:59: Schon mit einer ganz anderen Energie und Ruhe als beim ersten Mal.

00:22:04: Also mein Nervensystem ist im grünen Bereich.

00:22:08: Ich bin sehr deutlich innerhalb meines Stress-Toleranzfensters.

00:22:14: Das fängt richtig an mir noch mehr Spaß zu machen!

00:22:17: Ich danke euch von Herzen, dass ihr mir zuhört.

00:22:19: Dass ihr auf der Reise seid wenn ihr Lust habt das ist wirklich eine große Bitte die ich an euch habe.

00:22:24: also ihr könnt diesen Podcast auch monetär unterstützen.

00:22:27: da bin ich euch sehr dankbar.

00:22:28: ich möchte ja eines Tages und es wird gar nicht mehr so lange dauern von dem podcast leben.

00:22:33: ich möchte gar nichts anderes mehr machen.

00:22:35: ich möchte tolle Leute einladen hochwertige, weiterhin und qualitativ hochwertigen Folgen machen.

00:22:43: Auch in Studios gehen tolle Gäste einladen und die Produktion dieses Podcast nimmt einfach viel Zeit in Anspruch und viel Energie kostet natürlich auch Geld und ich bin aktuell noch eine One-Woman-Show, also ich bedanke mich über jeden Support.

00:22:57: Wenn das monetär nicht geht was auch vollkommen in Ordnung ist dann tut mir einen großen Gefallen wenn ihr bei YouTube Kommentare drunter schreibt die Folge liked Die folge teilt Also praktisch in Kommunikationen geht.

00:23:12: Das hat nichts mit meinem persönlichen Ego zu tun Sondern es geht um den Algorithmus Den man ein bisschen austricksen muss klickbait Schlagzeilen in die Folgen packen will, so was wie.

00:23:25: das ist meine krasseste Folge.

00:23:28: oder hier ist mein hartestes Geständnis.

00:23:31: Oder da mag ich nicht mitmachen.

00:23:34: also verlasse ich mich auf die Kraft der Gemeinschaft und der Verbundenheit und danke dir und euch von ganzem Herzen fürs Zuhören und fürs Zuschauen.

00:23:45: Ich wünsche euch einen wunderbaren Tag, ich freue mich auf das nächste Mal.

00:23:48: Bitte bleibt bis dahin wie immer zuversichtlich gesund und stets neugierig.

00:24:05: Tschüss!