Bewusster leben. Zufriedener sein.
00:00:00: Dann kriegt die ein gleichgeschlechtliches Kind und muss im Prinzip in ihr eigenes Schicksal gucken.
00:00:06: Und ganz viele, das ist auch wieder nicht ... Es gibt ganz viele Leute, die schwer traumatisiert sind, die es hinkriegen.
00:00:14: Aber es gibt auch viele, die können dann ein Kind mitnehmen.
00:00:16: Weil in dem Blick in das Kind müssen sie prozip an ihrem Trauma vorbei.
00:00:23: Get happy!
00:00:26: Bewusster leben, zufriedener sein von und mit Kathi Kleff
00:00:46: Und ich sage hallo ihr Lieben.
00:00:47: Schön, dass Ihr auch in dieser Episode im März hier wieder mit dabei seid!
00:00:52: Wie immer hoffe ich, dass es Euch gut geht und dass Ihr in diesem Moment an einem wohligen, an einem sicheren und an einem muckeligen Ort seid.
00:01:02: Wir sprechen in dieser Folge einmal mehr über das Thema Trauma.
00:01:07: wir sprechen vor allem über die Wunden und Verletzungen, die keiner sieht.
00:01:12: Also nicht über die Narben, die optischen oder die blauen Flecken sondern die tiefen Wunden, die in unserer Seele immer noch in der Gegenwart wirken.
00:01:22: Mein Gast ist das zweite Mal bei Get Happy und nachdem wir uns beim ersten mal im digitalen Raum begegnet sind freue ich mich umso mehr, dass er heute im Analogenraum mein Gast ist.
00:01:33: Ich schätze seine Arbeit sehr!
00:01:35: Er liefert einen Wahnsinns-Content auf Instagram.
00:01:39: Er hat seinen ersten Spiegel Bestseller bereits in der Tasche.
00:01:43: Er scheint sein zweites Buch.
00:01:46: Es trägt den Titel so verletzt und ich freue mich ganz besonders, dass er mein Gast ist.
00:01:50: Er ist Psyliotherapeut und Traumatherapeut.
00:01:52: Herzlich willkommen lieber Philipp Ruhland!
00:01:54: Danke, dass ich da sein darf.
00:01:56: Herzlichen Dank.
00:01:56: Ich freu mich auch, dass es jetzt hier analog so klappt.
00:01:59: Ja,
00:01:59: das wir uns im richtigen Raum begegnen haben ja schon ein bisschen so ausgemacht letztes Jahr als wir uns kennengelernt haben.
00:02:06: Ja gut Idee auch ne?
00:02:07: Sehr wie geht's
00:02:08: dir?
00:02:09: Gut also bin total froh, dass sich hier sein darf, bisschen nervös jetzt gerade weil jetzt die Buchpromo losgeht und ich nebenbei immer noch Psychotherapeut bin, also ganz normalen Praxisbetrieb hab.
00:02:21: Aber freu mich total auch so schön hier zu sein ein bisschen über Trauma zu reden.
00:02:26: Und mal spannend was uns die Reise heute hinführt!
00:02:29: Ja das ist immer so verrückt.
00:02:30: Menschen, die sich nicht wie du und ich in der Tiefe und so viel mit Trauma beschäftigt haben, die glauben immer... nur so ganz, ganz schwer ist.
00:02:40: Aber mein Herz wird immer ganz weit wenn ich sprechen darf mit jemandem der das in der Tiefe verstanden hat und auch die Intelligenz und die Schönheit erkennt, die in dieser Biografie sich häufig verbirgt, die wir meistens gar nicht sehen auf den ersten Blick.
00:02:55: Wir sind immer nur den Schmerz aber wir sehen oft nicht was daraus entstehen kann oder?
00:02:59: Ja also es ist ja wirklich auch so dass es eine transformative Kraft gibt.
00:03:03: Also das klingt immer ein bisschen... So ganz spirituell, aber tatsächlich ist das ja so.
00:03:11: wenn man also Trauma heilen heißt ja so bisschen die Melodie seines Lebens zu dischefrieren.
00:03:16: Also man kommt ja irgendwann in den zwanzigern an denkt zwar alles gut bei anderen war es auch so oder man macht sich gar keine großen Gedanken drüber und hat dann irgendwann Symptome oder merkt dass irgendwas nicht klappen die Beziehungen.
00:03:28: Und irgendwann kommt man dann an den Punkt was ja Jalom auch sowie ein Weckruf nennt Wo's dann irgendwann immer weiter geht.
00:03:37: Und dann macht man sich auf die Suche.
00:03:38: Fängt an, sich Therapeuten zu suchen Wege zu suchen Geht mal einen falschen Weg, geht den richtigen Weg, lernt Leute kennen, die einen bewegen Lernt Leute kennen die einen nicht so bewegen.
00:03:49: und irgendwann merkt man So dass trotz des ganzen schweren was man dann auch aufdeckt Auch viel Gutes bei rauskommt.
00:03:57: gute Begegnung auch so wie wir uns verstanden haben.
00:03:59: also Wir waren direkt auf einem nennau wo wir uns gar nicht gekannt haben.
00:04:03: Also man verspricht dann die gleiche Sprache trifft auf die gleichen Leute und das ist so, finde ich eine Gnade.
00:04:12: Das fängt mich immer wieder ein dieses Thema.
00:04:16: Kurz bevor mein Buch rausgekommen ist habe ich mit der Amy, die hat auch in der Insta-Seite im Kaffee gesessen und wir haben uns das erste Mal kennengelernt und die kannte meine Biografie auch so bisschen.
00:04:25: Die hat mich gefragt wird es eigentlich was anders machen an deiner Biographie oder würdest du dir irgendwas wegwünschen?
00:04:29: Und da hab' ich mir oft überlegt der würde sich das ganze Schlimme dir so wegwunschen.
00:04:34: Aber da war ich auch schon nicht mehr in dem Punkt, wo ich gesagt habe ja also das war für mich ja auch hat mich auf den Weg gebracht.
00:04:39: Also ich kann das heute gar nicht mehr sagen.
00:04:43: Ich glaube wenn man so drin ist denkt man das hätte man hier ersparen können oder so.
00:04:47: aber die Dinge gelöst sind.
00:04:48: also wenn wir so schöpferisch transformiert dann wird es sehr bereichernd.
00:04:55: Das ist natürlich keine generelle Regel Aber
00:05:00: eine schöne Beobachtung.
00:05:01: Eine Beobuchtung, also ich bin immer so ein bisschen dagegen auch in der spirituellen Szene was soll dankbar sein?
00:05:07: Was einem alles auf die Schultern gelegt wird?
00:05:09: da bin ich mit Sicherheit nicht.
00:05:11: Also Ich bin froh um jedes Kind das mit Sicherheit Frieden Heimlichkeit und Geborgenheit groß wird.
00:05:19: aber Man kann aus dem Blatt auch wenn es ein schlechtes blad ist dass man in die Hand gedrückt wird ein ganz gutes Spiel machen.
00:05:25: meistens Das meine ich ja damit.
00:05:27: Ich leite ja gerne Menschen ein, die in meiner Bubble sind und nicht eigentlich nur in meiner Welt an sich bestätigen.
00:05:33: Aber das möchte ich auch zu hundert Prozent unterschreiben!
00:05:35: Ich würde auch nie sagen... ...ich bin dankbar für was mir als Kind passiert ist.
00:05:39: Ich wünschte es wäre anders gewesen.
00:05:42: Und dennoch finde ich es, bin ich froh und stolz tatsächlich da dankbar, dass ich die Kapazitäten hatte diesen Weg zu gehen.
00:05:49: Also die Möglichkeit und den Mut auch hatte mir das anzuschauen.
00:05:53: aber...
00:05:53: Ich muss sagen wir stellen sich auch die Nackenhaare auf bei.
00:05:56: du solltest dankbar sein.
00:05:57: Und ganz ganz schlimmer Satz für mich ist auch, dass seine Seele sich das ausgesucht hat.
00:06:01: dann möchte ich auch mal kurz ausflippen für einen kleinen Moment.
00:06:04: Ja denn habe ich auch schon öfters gehört der befremdet mich so als hätte man eine Wahlmöglichkeit.
00:06:11: also das sehe ich überhaupt nicht so.
00:06:15: Das hat sich keiner ausgesucht, also keiner bittet darum keine Seele glaub ich.
00:06:20: Bittet da rum irgendwo... Also wer weiß das auch?
00:06:22: Genau!
00:06:23: Wer weiß das?
00:06:24: aber es geht viel mehr in so ein Lebenspragmatismus dass man sagt naja ich habe dieses Blatt gespielt gekriegt und ich hab vielleicht das Glück auch noch gewisse Ressourcen mitgekriegt zu haben um was drauszumachen.
00:06:36: Aber ähm.. Dass jetzt als große Schicksal mir das gegeben hat oder Und das sehe ich nicht so.
00:06:46: Das ist eine spirituelle Verkleidung, weil das wird auch ein bisschen den Ernst der Lage verkennen.
00:06:54: Ja und zynisch finde ich es auch.
00:06:58: Also das ist... Nee.
00:07:01: Gehe ich auch nicht mit?
00:07:03: Ich weiß doch gar nicht warum.
00:07:05: Man sucht sich ja keine Gewalt aus oder man wird als Kind vorbestimmt.
00:07:10: Also das ist ja immer ein Kind, dass egal in welchen Verhältnissen groß wird sei es jetzt total geprägt von psychischer Gewalt Oder oder physicher Gewalt oder einfach nur schwerkranke Eltern die oder einfach total wehrlose hilflose Eltern im Leben gegenüber.
00:07:25: da sucht man sich ja nicht aus.
00:07:27: Man kann froh sein wenn mal irgendwann die richtigen Schlüsse draus zieht aber nicht Danke dass ich's gehabt habe weil ihm das auch so bisschen den Grollen nimmt.
00:07:36: Man darf ja auch mal wütend sein, wenn wir das wiederfahren.
00:07:39: Ja unbedingt!
00:07:39: Also wütent und man darf es betrauern und ich finde, dass muss auch betraut werden.
00:07:44: Ich finde zumindest war's auf meiner Reise ein ganz essentieller Punkt und eine ganz wichtige Phase wo als dieses Erkennen also als Verstand zu begreifen zueinander fand und ich auch so mal auf einer körperlichen Ebene begriffen habe was mir eigentlich jetzt Kind alles wieder fahren ist dann finde ich es auch absolut essentiell, die eigene Geschichte zu betrauern um sie dann auch gehen zu lassen mehr und mehr.
00:08:10: Aber ich finde man muss sie auch betrauen.
00:08:12: Betrauern?
00:08:13: Wütend sein?
00:08:14: Weil ich find' auch grad in dem Prozess sich drüber aufzuregen und dann so verklär manchmal wird mir einer so der hat's ja so und so gut gehabt und ich hab's net gehabt oder so da liegt er auch eine Zieleorientierung drin.
00:08:24: also immer wenn ich... Wenn ich irgendwo im Umfeld groß werde, wo es mir nicht gut gegangen ist und mir irgendwas angetan worden ist dann hat man ja auch die Wut oft.
00:08:36: Also ganz menschlich, wenn man andere sieht den das nicht widerfahren ist Aber aus dieser Wut zu sagen naja gut Ich habe so schwere Startbedingungen gehabt Das war so schwer Kann wir auch eine Zielorientierung entwickeln?
00:08:48: Ich hab's nicht gehabt aber ich hätte das gerne in meinem Leben.
00:08:51: also ich hätte gerne mehr Sicherheit mehr positive Zuwendung mehr Freundlichkeit, mehr Gleichgesinntheit weniger stumpf.
00:09:04: Schöne Ausrichtung!
00:09:04: Aber man darf halt nicht in der Wut verharren auch, dann wird es Verbitterungen.
00:09:11: Psychische Gewalt ist genau das Stichwort für dein neues Buch.
00:09:15: so verletzt die zerstörerische Kraft psychischer Gewalt und emotionaler Verletzungen.
00:09:21: und wie du wieder heilst.
00:09:22: ich habe mich schon auf den ersten Seiten auch sehr an meine Geschichte erinnert gefühlt weil noch weiß, wie ich oft zu Menschen gesagt habe.
00:09:33: Ja aber ich bin ja nicht geschlagen worden oder ich bin hier nicht sexuell missbraucht worden und das war für mich ein sehr langer und sehr herausfordernder Prozess anzuerkennen dass es trotzdem schlimm war.
00:09:48: also ich hab da auch in meinem Buch drüber geschrieben ich saß sechs Jahre in Traumotherapie und war sicher ich nehme jemand anders den Therapieplatz weg weil ich wurde ja bin ja Und ich merke
00:09:58: bis
00:09:58: heute, und ich möchte das kurz aussprechen einfach auch um es anzuerkennen.
00:10:03: Ich merke, bis heute – das werde ich dann so in einem Buch lese wie in deinem – dass diese internalisierte Stimme immer noch da ist die sagt Naja Gewalt.
00:10:13: Kennst du das?
00:10:14: Ah ja klar!
00:10:15: Also bei meinen Patienten kenne ich das klar, also dass es immer eine Rangliste gibt.
00:10:19: habe ich überhaupt ein Recht so krank zu sein, hab' ich ein recht das so zu empfinden?
00:10:26: Und das kenne ich auch von mir.
00:10:27: Also, als ich das Buch geschrieben habe, hab ich gedacht ja ist halt ein Buch und dann sind viele Patienten angekommen haben gesagt krass was du alles erlebt hast und ich auch so dachte war doch irgendwo normal.
00:10:37: also so wild war es jetzt auch nicht.
00:10:40: aber Das ist immer dass die Menschen denken nur ab einem gewissen Das leid müsste so aussehen um zu schaden.
00:10:51: also nette so eine unnötige Überquantifizierung.
00:10:56: Also ich muss jetzt hier wirklich das Fegefeuer erlebt haben um gelitten zu haben, das stimmt oft auch gar nicht.
00:11:04: also es gibt plakative Akte die sind ganz fürchterlich aber es gibt auch so ein subtil bösartiges Klima dass über Jahre durch sich eine ganze Familie zieht das von einem Sadismus einer Gemeinheit getragen ist wo die Leute auch seelisch völlig zugrunde gehen.
00:11:22: Und das ist glaube ich auch die viel schlimmere Wunde, weil ein Körper kannst du verletzen.
00:11:26: Der hat dann eine Narbe und eine Wunde ist aufgeplatzt muss genäht werden oder einen Knochenbruch.
00:11:31: aber die Seele kann man ja in ganz vielen Varianten attackieren.
00:11:36: Also du kannst der Seele ja ganz viel mal trittieren durch Nicht-Achtung, durch Beschähmungen, durch Gleichgültigkeit einsperren, aussperren weggesperren.
00:11:49: Was weiß ich alles?
00:11:50: Wo der Akt einfach auf die Grausamkeit und Zermürbung des seelischen Gleichgewichts liegt.
00:11:56: Und das ist schon ... Also... Die Seele kann man viel mehr treffen eigentlich!
00:12:00: Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass wenn ich versucht habe zu in meinen Zwanzigern oder so, also ich wusste zumindest schon relativ früh auf einem bewussten Level, dass das was mir als Kind passiert war nicht normal gewesen war.
00:12:14: Und trotzdem hatte ich wenige korrektive Erfahrungen.
00:12:17: Also, wir kennen ja immer nur das normal in dem wir aufwachsen.
00:12:20: Genau!
00:12:22: Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass mir das auch immer wieder gespiegelt wurde so nach dem Motto Ja du bist ja nicht geschlagen worden.
00:12:30: Weißt Du?
00:12:34: Es ist ja fast eine Form von Gaslighting was da stattfindet, gesellschaftlich.
00:12:42: Unsere Begegnung mit uns selber betrifft mal ganz klar, du als Psychotherapeut und Traumatherapeut deine Definition vom psychischer Gewalt.
00:12:50: Was fällt alles unter psychische Gewalt?
00:12:52: Also das psychische gewalt ist eigentlich meiner Meinung nach ich mache jetzt hier einfach einen Schuss direkt aus dem Gürtel es alles was irgendwie vorsicht sich darauf abzielt oder zumindest grob fahrlässig den anderen eine sehliche Verletzung zuzufügen also eine sehnliche verletzung.
00:13:10: Und das kann von Werbaler-Gewalt über Erwertung?
00:13:12: Das
00:13:13: kann von werbaler Begewalt, übler Nachrede, Bedrohungen, Beschämung, Gassleiding, Manipulation, Grausamkeit.
00:13:24: Auch gewisse Formen von Parentifizierung.
00:13:27: Also ich habe auch so unterlassens Tatbestände mal qualifiziert, emotionale Vernachlässigung wo man jemand wirklich gar keine Nahrung gibt oder so... dass alles mal quantifiziert.
00:13:36: Wo Kinder seelisch Schaden dran nehmen und Erwachsene auch!
00:13:39: Und ich habe mich da ein bisschen auch an meiner Ausbildung als Jurist orientiert.
00:13:45: Also tatsächlich, dass ich auch mal das so ein bisschen angegangen bin wie was ist denn eigentlich alles strafbar?
00:13:49: Ich hab jetzt natürlich nicht im Grundlagenphilosophisches Werk geschrieben wo ich die ganze Heerleitung unterlassen und tun was es straf war oder was es nicht strafba gemacht hat aber also alles was ich aus meiner Praxis kenne an Fallgruppen und Kasuristik was Leute wirklich schwer krank machen.
00:14:07: Und ich habe viele Leute, die wie du keinen einzigen Schlag abgekriegt haben und die nie sexualisierter Gewalt ausgesetzt sind.
00:14:15: Die, die die vorsparels Leid haben.
00:14:19: Also das ist so... Man muss auch immer aufpassen bei dem Thema.
00:14:23: wenn du irgendwas postest zu dem Thema und du sagst ja psychische Gewalt ist auch schlimm dann poste direkt der nächste Thron.
00:14:28: dann sagt aber Ich hab sexualisierte Gewalte erlebt und da ist es viel schlimmer.
00:14:32: Leid ist nicht quantifizierbar.
00:14:34: Das ist so eine wichtige Aussage.
00:14:36: Leid
00:14:36: ist nicht quantifizierbar.
00:14:39: Soll ich ein Kind, jetzt im Jugendlichen sagen wir mal einen Mädchen von fünfzehn, dass aus dem Leistungsorientieren ein Elternhaus kommt aber eigentlich sonst alles in Ordnung ist wo bisschen Leistung überbewertet wird die panische Angst vor einer Klassenarbeit ab und die käme zu mir als Psychotherapeut soll ich deren Leid weniger ernst nehmen als das Leid von jemand der einen Trauma hat?
00:15:00: Die Not in dem Moment wenn jemand kommt is doch immer dieselbe.
00:15:06: In der Not kann man doch keinen Vergleich machen.
00:15:10: Natürlich sind die Implikationen für Behandlung und die Würdigung klar, das anzuerkennen.
00:15:17: Aber wenn ein Mensch zu mir kommt in seine Notschilder ist es ja nicht quantifizierbar.
00:15:22: Die Wahrnehmung ist im Grunde genommen
00:15:24: nicht
00:15:24: zu verhandeln?
00:15:26: Genau!
00:15:27: Die Lösungsstrategien sind anders... ...die Einordnung ist anders.
00:15:30: aber zu sagen jetzt jemand Du bist geschlagen worden und du hast von deinem Vater permanent bedroht worden, geschlagen zu werden.
00:15:40: Fürs Gehirn das Gleiche?
00:15:41: Genau!
00:15:42: Also im Strafrecht hat man ja auch den Bedrohungstatbestände.
00:15:45: also es gibt ja den Tatbestand Bedrohen mit einem Verbrechen und dann halt Körperverletzungstatbestande.
00:15:50: also wenn ich dich drohe zu schlagen gesagt auch der Gesetzgeber ist nicht so vornehmen Und das ist einfach so.
00:15:55: ein Gehirnen weiß ja nicht was als nächstes passiert und Kinder macht mal ja Angst.
00:16:02: Ja, also ich finde schon allein das bei Trauma auch zu verstehen.
00:16:06: Der Unterschied... Also wir haben jetzt mal das Beispiel Werbaregewalt nehmen oder körperliche Gewalt dass unser Gehirn tatsächlich keinen Unterschied macht zwischen einem Elternteil der sehr aufbrausend ist oder cholerisch und ein Kind anschreit.
00:16:19: oder ich kenne auch Szenen in den Achtzigerjahren wo Kinder mit dem Gesicht ins Essen geschubst wurden.
00:16:26: Das ist einfach Gewalt!
00:16:27: Das muss man ganz klar so anerkennen.
00:16:29: Was meinst du, wieviel?
00:16:30: also so Nahrungsfolter?
00:16:31: Das war ein Begriff den habe ich am Anfang immer so kritisch gesehen.
00:16:33: Aber was ist der Begriff?
00:16:35: Nahrungsholter.
00:16:36: Wahnsinn!
00:16:37: Also es ist so ein Insiderbegriff nahrungsvollter und das sind die Tatbestände, die allen halben kommen.
00:16:42: Also da kommen Leute entweder zu Aufstellungssiminaren und stellen irgendwas komisches Schluckbeschwerden oder so auf und dann kommt raus dass sie in der Kindheit gezwungen sind Dinge zu essen, die sie nicht wollten und ganz häufig...das muss man leider so drastig sagen Machen Kinder dann eins, die übergeben sich und nicht selten kommt's vor dass die Kinder gezwungen sollen erbrochen es zu essen.
00:17:02: Wahnsinn!
00:17:05: Das ist zum Beispiel so eine Standard-Situation Die haben ich bestimmt in den letzten Jahren ein Thema behandelt Dass mal Kinder zwingt Nahrung aufzunehmen, die sie nicht wollen, die vergeben sich Und dann zwingen wir das eben auch.
00:17:15: so Wahnsinn.
00:17:18: Das ist aber natürlich schon eine Körperverletzung.
00:17:20: Aber die geistige Grausamkeit und die Empathielosigkeit die dahinter steckt Ist ja himmelschreiend.
00:17:27: Also das wird mir ja kein Menschen antun, sowas.
00:17:31: Und also ich versuche hier in meiner ganzen Arbeit wirklich eigentlich eher so gar nicht so in Fallkasoästik den Leuten zu erklären Das ist nicht normal.
00:17:43: Genau!
00:17:45: Nur
00:17:45: weil es nicht normal
00:17:46: ist.
00:17:47: Es
00:17:47: ist nicht Normal und klar... Ich glaube wir halten uns auch an den festen Begriffen wie Schläge, sexualisierte Gewalt, Vergewaltigungfest Weil da haben wir alles ein Konsens Da kommt jeder drauf, dass das nicht normal ist.
00:18:03: Aber die Nionsierungen, die Grausamkeiten... Die Umfeldanalyse, die du betreiben musst wenn jemand kommt der schwer depressiv ist, der keine Lust mehr auf sein Leben hat und du findest diese harten Einschläge nicht und musst dann ein ganzes Familienklima auseinander nehmen um die Brutalität, die mentale Brutality dort rauszuarbeiten Das ist ja eigentlich auch viel schwieriger Und dann auch die Leute sich das nicht glauben Brutal, das war rücksichtslos.
00:18:29: Das
00:18:30: ist eine Riesenhürde.
00:18:31: Das kann ich nur so bestätigen.
00:18:34: und auch gerade also diese... Was du schilderst was du auf Social Media beobachtest dass wir so'n ja fast so ne Leitkompetition haben und auch selber Klass dann okay was es jetzt ein Grund in die Therapie zu gehen?
00:18:50: Und was ist jetzt?
00:18:50: aber?
00:18:50: da stellt sich aber als jemand auch ein bisschen an?
00:18:52: Also bei uns war nicht alles schön Zuhause Und diesen Vergleich zum Beispiel habe ich auch in meiner Biografie häufig im Kontext mit meinen Eltern gesehen und hab dann das aber auch wieder gespiegelt bekommen von Elternseite.
00:19:04: Also meine Mutter
00:19:05: z.B.,
00:19:06: hat als Kind schwerste körperliche Gewalt erfahren, also mit Peitsche geschlagen worden – mit drei Jahren und so.
00:19:15: Da finden wir auch, wenn wir uns auf unsere eigene Reise machen, anfangen sehr differenziert und budsam hinzuschauen was daraus aus mir häufig entstanden ist und in ihrer Wahrnehmung auch, na ja im Vergleich zu ihr hatte ich als Kind alles.
00:19:33: Und es hat häufig so ein Ungleichgewicht oder lange Zeit für einen Ungleich Gewicht gesorgt, so nach dem Motto aber ich hab gar keinen Grund mich zu beschweren weil ich habe ja das was meine Mutter erlebt hat, dass hab' ich ja gar nicht erlebt.
00:19:44: Ich hatte ja...ich hatte ja alles!
00:19:46: Das ist ja der Klassiker, oder?
00:19:48: Ja, gerade wenn man transgenerational arbeitet dann ist es ja oft so, also die Generation... ...es immer irgendwie ein Stückchen besser macht.
00:20:01: Also das sehr einfach auch wenn du die Geschichte vom Mittelalter bis heute vergleist.
00:20:05: Die Welt ist eindeutig, obwohl sie gerade wieder so einen Peak an Gewalttätigkeit
00:20:08: hat.
00:20:09: Aber es ist schon, vergleich ich immer noch weniger gewalttättig und dann kommen aber so... Das ist ja auch so ein.
00:20:19: Ich habe physische Gewalt erlebt und weil ich dir die nicht mehr angetan hat war dann alles gut.
00:20:25: Und das stimmt ja nicht so ganz, weil wenn wir diese Gleichungsapparat dort aufhören lassen würden dann wird das ganze Konzept und das ist ja nicht nur ein Konzept sondern die ganze Gleichung der transgenerationalen Traumatisierung versagen.
00:20:38: Weil es gibt natürlich in unseren Generationen ganz viele Leute, die keine physische Gewalt mehr im Sinne von regelmäßigen körperlichen Züchtigungen erlebt haben.
00:20:48: Aber unsere Generation ist auf Leute getroffen, die das alle erlebt haben tiefst emotional dadurch belastet waren und viele sind in so eine Apathie gekippt, haben zugelassen dass die Kinder parentifiziert worden sind.
00:21:04: Manche haben zwar nicht geschlagen, hat die emotionale Grausamkeit wiederholt.
00:21:09: also nur die Gleichung das die Abwesenheit von physischer Gewalt es besser macht Die hinkt weil ganz oft die Menschen die jetzt geschlagen haben, das Leid ihre Ohnmacht dann anders im anderen Form von Sadismus rauslassen.
00:21:24: Also die DIO-Macht wird dann anders raus gelassen.
00:21:27: Und das ist so, nur dass jetzt eine Generation nicht mehr schlägt heißt noch nicht, dass die andere Generation keine Berechtigung mehr hat, krank zu werden.
00:21:37: und da sieht man ganz häufig also... Das ist ein Phänomen, das sehe ich!
00:21:41: Da kommen Leute zu mir im Aufstellungs-Seminar oder in Therapie sind total belastet, haben wirklich schwerste Depressionen, Angststörungen beziehungsschwierigkeiten.
00:21:50: und die sagen auch alle, also großer Konsens, wir sind nicht geschlagen worden Aber die haben auf Eltern geguckt, die so traumatisiert waren und so viele unreflektierte Täteranteile gehabt haben, dass es nicht gut war.
00:22:05: Wobei man sagen kann ja also die Abwesenheit von physischer Gewalt ist natürlich gut aber wenn die Abwestenheit vom psychischen Gewalt kann durch eine seelische Klausamkeit auch dann wieder aufgehoben werden?
00:22:20: Also wenn jemand die permanent zu spüren gibt dass er dir wünscht, also als Elternteil das du tot wärst.
00:22:26: Dann kommen manchmal Leute, die sonst schon eine geballert gekriegt aber ich hab gewusst, dass mein Vater mich gern hat.
00:22:30: Also das ist so ... Du weißt es ist so eine Nuansierung.
00:22:34: Das ist A immer Einzelfall und B ist die Zutat.
00:22:38: physische Gewalt kein Gütekriterium nach oben wie nach unten.
00:22:44: Erklär mal bitte in Dein Worten, in Deinen ganz persönlichen Warum wir Menschen... Also für all diejenigen, die jetzt vielleicht nicht so eine lange Reise schon von Traumotherapie oder von Therapiearbeit, Biografiearbeit hinter sich haben.
00:22:56: Erklär einmal bitte in deinen eigenen Worten warum wir psychische Gewalt eher tendenziell relativieren oder bagatellisieren?
00:23:06: Wozu uns das dient?
00:23:08: Also klar, Bagatellisierung von allem Schlimmen dient uns einfach weiter zu machen.
00:23:13: Also der Mensch muss Dinge hinnehmen, Erdulten und weitermachen.
00:23:18: Weil das Leben einfach grausam ist.
00:23:20: Der Mensch hat die Tendenz sich die Schulter abzuklopfen und weiterzugehen.
00:23:24: Und bei psychischer Gewalt... ...ist auch ganz oft, dass wir gar nicht rauf sind was psychische Gewalt ist.
00:23:34: Ich habe in dem Buch wirklich so die Standardkonstellation abgearbeitet.
00:23:39: Und mich ganz oft gefragt ist die Kategorie Trennscharf?
00:23:42: Was gibt es denn da noch?
00:23:45: Kasuistik ist.
00:23:47: Das ist schwierig zu definieren, was es war und ganz oft merken die Leute gar nicht, was psychische Gewalt ist.
00:23:54: Und weil das auch so ungreifbar ist... Es gibt teilweise Straftatbestände, es gibt teilweise sowas wo jeder von uns an wird, ist psychische gewalt.
00:24:02: Ich habe zum Beispiel auch die Parentifizierung reingebracht dafür und ganz viele Leute sagen es ist keine psychische Gewalt.
00:24:07: Aber ich würde schon sagen, dass es psychische Gewalt ist.
00:24:09: Wenn man die Kinder permanent zum Paterapeut oder zum Psychotherapeut der Eltern macht.
00:24:14: Also wenn man die Rolle total umkehrt.
00:24:16: Oder zum Erziehungsberechtigt.
00:24:17: Genau!
00:24:18: Wenn man sie praktisch auf Geschwister aufpassen lässt.
00:24:21: Und das habe ich mal alles so zusammengefügt.
00:24:23: und gerade jetzt mit dem Buch ist ja auch die Lesubia Studie rausgekommen.
00:24:27: also ich hab Glück, dass das Buch eigentlich grad mit der größten Dunkelfeldstudie zusammenfällt wo wirklich gezeigt wird auch wie häufig.
00:24:37: Die Studie zeigt ganz klar, die Familie ist ein Rechtsfeierraum und nahe Beziehungen auch.
00:24:42: Es wird kaum angezeigt.
00:24:45: Dann zeigt sie auch das fast jeder psychische Gewalt erlebt.
00:24:48: Und das Krasse ist also Frauen haben größeres Risiko sexualisierte Gewalt und physische Gewalte in Form von Schlägen zu erleben aber auf partnerschaftlicher Ebene.
00:24:57: Stehen sich beide Geschlechter in psychischer Gewalt um nichts nach?
00:25:00: Sprich mal bitte über psychische gewalt innerhalb von Partnerschaften wie die sich darstellen können.
00:25:04: Also psychische Gewalt in Partnerschaften stellt sich genauso dar wie die psychische gewalt in Kindheit.
00:25:08: Das kann gehen von Beschämungen, Manipulationen, Verdrehung von Sachverhalten, Erniedrigungen, Schweigen, Beschähmungen, Verletzung der Intim- und Privatsphäre aus, Spionieren ins Handy gucken, Nachstellen Träger und das Auto... Hinderung im Entwicklungspotenzial, Fürsorge vorgaukeln und gar keine Fürsage meinen sondern nur Kontrolle wollen.
00:25:38: Jemand an der Entwicklung hindern.
00:25:40: alles Mögliche also die viel oder Vernachlässigung, emotionale Vernachlässe.
00:25:46: ich gehe mit ihren Partnerschaft ein und eine Partnerschaft ist ja auch ein impliziter Deal.
00:25:54: Wir tun uns gut wir geben uns was gegeneinander Intimität, Vertrauen, Zuneigung.
00:26:01: Das ist ja ein Deal.
00:26:03: und wenn ich diesen Deal permanent breche, indem ich sagen kann, also emotional will ich von dir nichts mehr wissen oder ich will zwar mit dir zusammen sein aber emotional will dich dir nix geben dann ist das ja eigentlich auch schon irgendwie so bisschen in die Falle laufen lassen weil der Weil der Deal ist ja einfach wir gehen ja Beziehungen ein in einer Gegenseitigkeit Und wenn ich dann immer die emotionale Zuwendung, die Verbindlichkeit entziehe und so... Also es geht ausbeuten.
00:26:33: Ausnutzen paar Beziehungen.
00:26:35: Finanziell ausbeuteuten!
00:26:38: Wie viel Partner sich gegenseitig finanziell aussbeuten?
00:26:41: Ausnützen arbeiten lassen?
00:26:44: Also unglaublich!
00:26:45: Im Grunde genommen all die Kriterien, die wir auch heranziehen würden, wenn wir über sogenannte toxische Beziehung sprechen oder nassistische Bezierungen
00:26:56: Genau.
00:26:57: Aber das Kind halt einfach mal beim Namen zu nennen, nämlich dass es unterschiedliche Formen von Gewalt auch...
00:27:01: Genau!
00:27:05: Das Schlimme ist wenn du so ein Buch schreibst, du kannst gewisse Fallgruppen machen aber jede destruktive Beziehung hat so ihren eigenen Rhythmus.
00:27:16: da gibt's noch eine Positivsymptomatik wo man sagt der Partner war in dem Ding total stark und nett aber dann war er grausam oder hat mich immer bei allem gehindert, oder hat sich ausgenutzt.
00:27:27: Oder permanent beschämt, bloßgestellt, mich lächerlich gemacht und viele Dinge.
00:27:34: das ist natürlich auch ein Kontinuum.
00:27:36: es gibt Partner die sind wirklich so nazistisch versehrt oder haben so einen mangelnden Selbstbewusstsein dass sie überkompensieren, dass sie eigentlich nur in Beziehung können wo sie den anderen traktieren.
00:27:48: also im Prinzip kann man da sehr platt sein.
00:27:50: jede destruktive Beziehungen Auf Täterseite wie auf Opferseite sind Reinszenierung einer unglücklichen Kindheit.
00:27:59: Da habe ich auch mal vor kurzem Instagram aufs Dach für gekriegt, dass mich gewagt haben zu sagen also das natoxischen Beziehung der Unterlegengeteil auch irgendein Kindheitsthema hat.
00:28:10: Das hört die Nazismus-Babeln nicht so gerne.
00:28:13: Und es fuß so tief voll sich jetzt an den Einsteigen.
00:28:16: aber ja und auch die Taterseite.
00:28:19: Die Täter in natoxisch destruktiven Beziehungen Rehenszeniert das Leid seiner Kindheit in einem Täteranteil.
00:28:28: Und sucht sich Leute, die dasselbe Leid haben auf einer Opferseite.
00:28:32: und so tanzen sie miteinander.
00:28:35: Das hat schon Jörg Willi in der Nazi-Kollusion.
00:28:37: Jörgg Willi Klassiker der Paartherapie dann Chemotherapie, Schemaschämie... ...und die Leute tanzen miteinander!
00:28:46: Es gibt Leute die können sich nur Partner aussuchen, die sie unter Jochen traktieren Und dann kommt es ja meistens in den Paaren zum Kipppunkt, auch gerade heute aus der Vorteil von Social Media.
00:28:56: Dass viele die in solchen Konstrukten sind diese psychische Gewalt nicht mehr wollen und auch einen Namen dafür kriegen werden sie mit Social Media auseinandersetzen und dann dort rausgehen.
00:29:08: Und klar sind ganz viele Leute die psychischen Gewalt als Taten und jeder von uns ist zu irgendeinem Zeitpunkt im Leben psychisch gewalttätig.
00:29:16: Das glaube ich auch.
00:29:17: Also jeder von uns, wenn er ins Kämmerchen geht, mich inklusive hat schon Sauereien gemacht – auch psychische Sauerein!
00:29:25: Wir sind ja alle keine Engel?
00:29:27: Naja das ist der Schatten, den Ziggy Jung uns eingeladen hat mal anzuschauen.
00:29:31: Genau
00:29:32: also ich würde nicht sagen dass ich ein Engelschen bin und ich würde auch nicht sagen, dass ich von meiner Sozialisation nicht in der Lage bin auch psychisch grausam zu sein.
00:29:42: Es kommt nur darauf an wie viel man für sich will Und wie viel man nicht für sich will.
00:29:48: Ich hatte mal gar nicht so lange her, also es ist ein paar Jahre her aber jetzt nicht irgendwie fünfzehn oder so.
00:29:55: Da war ich noch im Dating-Geschäft und da hatte ich einen Date mit einem Mann mit einer sehr starken Opferenergie.
00:30:09: Sehr unterwürfig!
00:30:11: Und ich habe gemerkt das weckt was in mir, dass mir Angst gemacht hat Und zu dem habe ich irgendwann gesagt, das würde nie funktionieren.
00:30:19: Ich weiß, ich würde dich
00:30:21: zerstören.".
00:30:22: Weil also die Tatsache dass er diese starke Opferenergie hatte hat eine Bestie in mir war und ich war zumindest schon so bewusst zu diesem Zeitpunkt, dass sich das gemerkt haben wusste, das Ding geht in die Hose!
00:30:36: Das funktioniert auf keinen Fall.
00:30:38: Ja.
00:30:38: Und es müssen wir uns anschauen in uns weil da gehe ich zu hundert Prozent mehr.
00:30:42: Wir sind eben nicht nur Licht Sondern wir sind Licht und Schatten jeder von
00:30:46: uns.
00:30:47: Genau, die Entwicklung im Leben bei allem ist halt den Regler mehr in Richtung Licht zu
00:30:52: drehen.
00:30:53: Also ich würde nie von mir behaupten dass ich ein Engel war früher.
00:30:59: Ich habe immer gerungen auch also klar aus dem Umfeld wo man... Aber das stimmt was du sagst, wenn Leute so gar nicht ihre Grenzen waren dann kriegt man einen Täter-Satismus Weil man den Teil, den man in denen sieht dieses Unterwürfige total ablehnt.
00:31:18: In sich?
00:31:18: In sich ablehnte.
00:31:20: und dann im anderen bekämpft er so klassische analytische Sache, so eine projektive Identifikation Und das kommt ganz oft vor.
00:31:28: also wir haben alle mit dem Thema zu tun.
00:31:34: Also mir sind keine Dichotomie Es gibt nicht gut oder böse Sondern nur ein Kontinuum Und jeder von uns ist halt auch ein Stück weit dunkel.
00:31:50: Und Konsens ist immer sich daraus weiterzuentwickeln und das ist im Prinzip die Entwicklung der Menschheitsgeschichte.
00:31:57: Irgendwann hat mal aufgehört, sich mit Spätern auf der Straße zu töten.
00:32:02: Ich glaube jetzt so dass Zeitalter der psychischen Gewalt ist.
00:32:06: Also es glaub ich wird in den nächsten Jahren... Das deutet sich ja überall an.
00:32:11: und ich muss doch so lassen weil jetzt diese Studie da rausgekommen ist dass wir da einen ganz großen Fokus drauflegen, was ist psychische Gewalt?
00:32:20: Was ist keine psychische gewalt?
00:32:22: Wo müssen man nachverhandeln und wo müssen wir Integra mit umgehen.
00:32:27: Und das schafft einfach so ein Gefühl dafür.
00:32:29: ich glaube es ist so eine Epochenwechsel gerade weil mir auch jetzt manchmal so im Rückmärzgang sehen wo halt wieder im Fernsehen egal in welchem politischen Kontext sich beschimpft wird zerfleischt wird.
00:32:39: und das wird die nächste Aufgabe sein.
00:32:43: Irgendjemand, wer war denn das jetzt in meinem Podcast?
00:32:49: Mit dem ich darüber gesprochen habe.
00:32:50: Ich kann mich jetzt gerade auf die Schnelle nicht erinnern und ich finde es total wichtig in Bezug auf das was du grade gesagt hast nämlich gerade auch diese Verrohung der Sprache besonders in den letzten.
00:33:00: also ich finde ehrlich gesagt seit Jahr zwanzig in dieser pandemischen Zeit wo die Sprache so verrot ist mehr und mehr in den Medien noch immer mehr und auf Social Media Wenn wir etwas nur oft genug erleben, dann wird es das neue Normal und irgendwann sehen wir gar nicht mehr wie verrot die Sprache ist.
00:33:18: Also wir verlieren die Distanz dazu weil es wird... Und dann ist es irgendwann normal dass wir uns anschreien und beschimpfen und deswegen finde ich das so wichtig in einer Zeit wie die in der wir gerade leben Die Sinne zu schärfen führt.
00:33:34: zum Beispiel wie du in deinem neuen Buch schreibst über das Thema psychische Gewalt.
00:33:39: Ja, also A für diese Sachverhalte.
00:33:41: Was ist alles psychische Gewalt?
00:33:43: Und wo liegt die vor?
00:33:47: Wo nutze ich sie selber auch?
00:33:48: Also wo nutze sich sie selber?
00:33:49: Wo kann ich ab und zu geben?
00:33:51: Wo wird's blöd?
00:33:53: Aber was viel wichtiger hinten dran ist es eigentlich immer bei diesen ganzen Tatbeständen, ob das jetzt... Das schaffen von Empathie.
00:34:03: Es ist mit dass wir wissen, dass es psychische gewalt ist sondern dass wir kapieren, dass wir unsere Empathieschulen dadurch Also ich habe diesen Satz sprachischhaft Realitäten, hab ich spät kapiert.
00:34:19: Weil ich immer auch aufgrund... Ich hatte ja früher eine Borderline-Störung, immer Vorsprache flucht, hab getroppt, hab Leut beleidigt und ich hab das eigentlich erst verstanden als ich die Hypnoausbildung gemacht hab wie prägnant Sprache ist!
00:34:33: Und wenn man mir dann gesagt hat Ja also ich dann so irgendwie vom Verlag die Erlaubnis gekriegt haben, Buch zu schreiben und man mir dann die Lektorien gesagt hat du kannst schreiben weil ich ja immer gedacht habe ich bin Legas Täniker.
00:34:44: Ich kann das überhaupt nicht!
00:34:46: Habe ich mich dem Umgang mit Sprache zurück erobert?
00:34:51: Und heute denke ich immer drüber nach also ganz oft wenn es noch scharfes Frontal heran einzuschalten.
00:34:58: was sage ich das jetzt?
00:35:00: Also die Fähigkeit mehr auf die Zunge zu beisen bei irgendwelchen Gemeinheiten wird durchaus größer, das ist halt auch eine Selbstdisziplinierung.
00:35:08: Eine
00:35:08: Übung ja auch?
00:35:10: Eben!
00:35:12: Aber wo ich immer für Werbe, also über Traumareden, über psychische Gewaltreden und über physische Gewaldreden, ist einfach das Grundverständnis, dass das unser Erbe ist, menschheitsgeschichtlich ist Gewalt unserer Erbe, Menschen sind gewalttätig und tun sich grausame Dinge an dass das Ursache für psychische Krankheiten ist.
00:35:34: Und je mehr wir im Alltag davon abschaffen und mehr mir verstehen, desto größer ist irgendwann der Outcome, dass wir weniger psychische Erkrankungen haben.
00:35:43: Also darum geht es eigentlich.
00:35:45: Bewusstsein zu schaffen.
00:35:47: Im Grunde genommen, das ist ja auch das was du viel machst auf Instagram.
00:35:49: Genau!
00:35:50: Und was ja auch zum Glück viel Anklang findet.
00:35:52: die Entwicklung ist doch rasend schnell findest du nicht?
00:35:55: Also wenn du mal fünf Jahre zurückgehst...
00:35:57: Ja fünf Jahre war ich noch gar nicht da.
00:35:59: Ich glaub, ich hab ein zwanzig ... Ja doch fünf.
00:36:01: Einzwanzig in einer Pandemie habe ich so schüchtern angefangen ja.
00:36:05: Und wer wusste schon was über Trauma zu der Zeit?
00:36:09: Gab's eigentlich.
00:36:09: Also Verena König gabs... Die Darmischaf hat ihren YouTube-Kanal gemacht.
00:36:14: Aber in Deutschland war es das auch.
00:36:16: Michaela Huber natürlich.
00:36:19: Näh, aber sonst war nicht viel.
00:36:22: Ist auch heute noch nicht viel!
00:36:24: Aber im Vergleich zu damals ... Es könnte schneller gehen und es könnten mehr sein da bin ich bald.
00:36:29: Ja, also ja wenn wir immer noch auch so gerade in der Therapielandschaft sind.
00:36:33: Wir sind ja mal bei so Schulenmodellannahmen, die systemische Therapie hat ihr Modell, die Ähm... Analyptiker haben ihre Modelle, die Verhaltenstherapie hat ihre Modellen.
00:36:43: Aber diese ganzen Modellannahm können schon eigentlich streichen, wenn da die Grundfaktoren, also Gewalt, Ablehnung ne?
00:36:49: Armut Also wir machen eigentlich immer eine Ursachentherapie Und dann muss es eigentlich hingehen, also weg von den Schulen und ähm auch im vorgesundheitlichen Bereich zusammen, das kann den und ihren Outcome haben.
00:37:04: Das wäre ja auch mal ein Move wenn die Krankenkassen Traumotherapie zulassen würden?
00:37:08: Machen sie ja implizit.
00:37:09: also du kannst ja verhalten es gibt keine Traumatherapie im Sinn dass was jetzt eine Abrechnungstiffer ist aber du kannst natürlich im Rahmen der VT Traumotherapeutische Methoden dazuschalten.
00:37:24: Aber eine eigene Therapieschule, Traumatherapie...
00:37:26: Klar es gibt ja nicht die Traumaterapie.
00:37:28: Die T-Schule, es gibt tausende Schulen und da müsste die Awareness hingehen weil wir sind immer noch in so einer Modellannahme.
00:37:38: also das ist systemisch Das ist dann Verhaltensänderung Und das ist biografisch aber im Prinzip gehört der ganze Pott zusammen.
00:37:46: Also wenn man sich nach der Geistnishaltung fragt, bin ich Systemiker, Fautäler und Analythiker.
00:37:51: Ich mag auch diesen interdisziplinären Ansatz.
00:37:53: Ja genau das wäre so der next step auch.
00:37:58: Ich möchte soso gerne in dieser Folge nochmal mit dir über Überaufstellungsarbeit sprechen.
00:38:03: wie kriege ich die Brücke von der psychischen Gewalt zur Aufstellung Arbeit?
00:38:06: Wie bekriegt man die Brücken von der Psychischen Gewalze auf Stellungsarbeit?
00:38:09: einfach indem er versteht dass all fast alle unsere symptomatischen Erkrankungen.
00:38:16: Angststörungen, Panikattacken, generalisierte Angststörung, Zwänge, Beziehungsschwierigkeiten, Süchte entstehen, würde ich sagen zu ninety-fünf Prozent in unserer Biografie und im Umfeld in der Hefe, in der wir aufwachsen.
00:38:38: In dem Vermieter,
00:38:39: in der wir auch das sehr großartig.
00:38:42: Ja es ist wirklich so die Atmosphäre, der Sozialverbund, die Stellung... Die ganzen kleinen Mikrodeteils und das macht irgendwann wenn dort Fehler sind dass es irgendwann zu einer psychischen Störung kommt.
00:39:01: meine Eltern waren Außenseiter weil sie selber total traumatisiert waren Oder meine Eltern waren total sozial anerkannt, aber hintenrum total verrott.
00:39:10: Also alles was mir an Krankheiten behandelt entsteht in der Biografie.
00:39:14: Es gibt natürlich Ausreiter.
00:39:15: Man kann auch biographisch relativ gesund sein und hat dann einen Schicksalsschlag oder eine posttraumatische Belastungsstörung wenn man Unfall hat oder ein schlimmen Trauerfall.
00:39:26: Aber...fünfzig Prozent also alles was wir haben entsteht einer Kindheit Und auch das hat ja diese Lesubia-Studie jetzt gezeigt.
00:39:35: Also, fifty Prozent der Leute berichten in ihrer Kindheit physische Gewalt.
00:39:39: Physisch oder
00:39:40: psychisch?
00:39:41: Physische und ganz viel psychische Gewalte... Immer noch!
00:39:46: Hat mich auch gewundert.
00:39:46: also ich habe die Zahl extra nochmal nachgestrackt.
00:39:48: Schlimm!
00:39:53: Dann kommst du in Therapie und die Leute erzählen dir irgendwas.
00:39:55: aber wenn du ein Familiensystem aufstellst im Raum Also die meisten Leute kommen ja in den Aufstellungs-Siminaren und sagen, ich habe eine Depression.
00:40:02: Dann stellst du klassisches Setting auf einen Stellvertreter für die Person, einen Stell Vertreter... ...für die Depression!
00:40:09: Und dann fängst du an dem Raum so zuzuordnen wo das hingeht, dann stellst sie die Eltern dazu.
00:40:14: Dann siehst ihr im Raum die Dynamik, wo sich irgendwas hinorientiert.
00:40:18: Das Kasse ist bei der Aufstellungenarbeit über die Stellvertretung wahrnehmen.
00:40:21: da sitzen wildfremde Leute im Raum, die erzählen plötzlich was über das Familiensystem des anderen wo sich jeder die Augen reibt.
00:40:28: und Aufstellungsarbeit kann man viel darüber erzählen.
00:40:32: Man muss es erlebt haben, sonst versteht man's nicht!
00:40:35: Und dann kommt aber der spannende Teil.
00:40:37: also ich kenne kein Tool das so geeignet ist Familienatmosphären offen zu legen.
00:40:44: Also so verschiedene Scheinwerfer-Einstellungen wie waren sie?
00:40:48: Das Lustige ist auch immer wenn du mit Leuten aufstellst ob jetzt im Einzel oder in einer Gruppe Da kommen ganz viele assoziative Verbindungen hoch.
00:40:57: Plötzlich sagen die, ah ja stimmt der war ja so und so und meine Mutter war so.
00:41:02: und dann kriegst du plötzlich über eine Aufstellung, so ne Komplettzeichnung in den Raum über die Biografie wo du das ganze Leid und die ganzen Fehlschlüsse zuordnen kannst und danach halt viel besser abbehandeln kannst.
00:41:14: also ich könnte mir eine Arbeit ohne ohne Aufstellung gar nicht mehr vorstellen.
00:41:18: Du bildest selber aus bietest Fortbildungen
00:41:21: an.
00:41:22: Ich weiß, du bist... ich will dich nicht auf so ein spirituelles Glatteis hier zwingen.
00:41:27: Aber wie erklärst du dir was da passiert?
00:41:29: Kann ich mir nicht erklären!
00:41:30: Und das reicht dir?
00:41:32: Das nehme ich einfach so hin.
00:41:34: Weil ich habe kein treffendes Erklärungsmodell dafür.
00:41:38: Ich weiß dass die Stellvertreter Wahrnehmung gibt.
00:41:40: Ich erlebe in meiner Beobachtungsgabe sehr sehr häufig also erschreckend häufig, dass sie sehr treffsicher ist.
00:41:50: aber ich hab keine Idee wie das funktioniert.
00:41:56: Ich bin ja leidenschaftlicher Aufsteller, ich benutze das Verfahren auch oft selbst.
00:42:03: Ich habe aber nie mich jetzt da groß rein gedacht.
00:42:08: Es gibt diese Erklärungsmodelle morphisches Feld und so... Aber ich nehme das hin!
00:42:14: Du
00:42:14: nimmst es einfach wie so?
00:42:15: Ich nehm das hin, ich weiß dass da irgendwas ist was mir nicht verstehen was ganz gute Wirkung bringt.
00:42:21: Statistisch ist die Aufstellungsarbeit mit einer sehr dünnen Evidenz auch abgesichert, also es gibt befundet dass das wirkt.
00:42:28: Es gibt eine Studie gesagt und eine Aufstellung wirkt so wie bei zwölf Stunden Einzeltherapie.
00:42:33: Das wird großbeforst und ich nehme das einfach zur Kennt.
00:42:39: Also ob das jetzt ne Akasha-Kronik ist wo das herkommt... Das weiß ich nicht!
00:42:47: Wir werden es wahrscheinlich auch zu Lebzeiten nicht wirklich
00:42:49: machen.
00:42:50: Also ich nutze das mit der gewissen Demut?
00:42:53: Das wäre meine nächste Frage gewesen, weil ich weiß nicht wie's jetzt aktuell ist aber ich weiß... Es gab eine Zeit lang wo es gibt immer wieder so Phasen wo wir einen richtigen Aufstellungstourismus erleben vielleicht auch bei Menschen die jetzt nicht so ausgebildet sind wie du.
00:43:08: Ich hab letztes Jahr ne Aufstellung bei meiner Therapeut hingemacht.
00:43:10: Die hat mittlerweile auch über tausend Aufstellungen gemacht Hat noch bei Hellinger gelehrt in seinen letzten Lebensjahren auch nicht ganz unumstritten war, so in seinem Wirken.
00:43:21: Und diese Demut finde ich eben auch enorm wichtig wenn es um Aufstellungsarbeit geht.
00:43:25: das ist kein Zirkuswirt sondern dass man wirklich diesen Ebenen meine Therapeutin hat das so schön formuliert wird gesagt wir betreten dort Ebenend die wir nicht erklären können und deswegen finde ich braucht es unbedingt diesen Respekt und die Demut aber auch die Erfahrung von demjenigen der dieser Ausstellung leitet.
00:43:45: Ja, also ich glaube auch... Wir brauchen relativ... Also ich hab immer noch ein Weltbild.
00:43:49: Ich bin Volljurist, Diplompsychologe und halt weitergewildeter Psychotherapeut Und habe auch fünfzehn Jahre als Türsteher auf der Straße verbracht.
00:44:00: Also ich speise mein Wissen aus einem sehr realistischen Lebenserfahrungsschatz.
00:44:07: Und in der Juristerei gab es immer das Konzept der Schlüssigkeit ist das was davor getragen wird.
00:44:13: macht das Sinn?
00:44:13: Ist das irgendwie klar?
00:44:15: kann man da einen Konsens binden?
00:44:17: und ich versteig mich dann nicht bei der Aufstellungsarbeit.
00:44:21: Und vor allen Dingen, wenn man mit einer Biografie arbeitet es gibt ja kein alleinselig machendes Therapiemittel.
00:44:29: Es gibt tolle Techniken wie EMDR, Hypnose Klopfterapie kenne ich mich gar nicht aus.
00:44:35: was ich sehr mag ist auch Focusing ist gar nicht so geläufig.
00:44:38: Ich mag zum Beispiel die Verhaltensanalyse in der VT.
00:44:43: also jede Sache hat tolle Ideen Und ich kann jetzt nicht meiner Heilung oder Verständnis für meine Biografie auf einen Tool stützen.
00:44:55: Also da muss man immer vorsichtig sein, auch mit der Einordnung und also man kann nie aus einem Verfahren sagen es ist ja so.
00:45:06: Im Prinzip ist ein Klienter mit einem lange Arbeit das immer eine Gesamtschau aus ganz verschiedenen Möglichkeiten wobei ich sagen muss dass Aufstellungsarbeit doch schon einen sehr guten Zugang bietet.
00:45:20: Und auch sehr gute Lösungsideen und also man darf eine Methode auch nicht überspannen.
00:45:28: Das ist kein Wundermittel?
00:45:29: Nee, nee, nee!
00:45:30: Also das Wundermittel sind wir all selbst.
00:45:32: Ja
00:45:32: genau.
00:45:33: Das was mir draußen lesend draus machen.
00:45:35: Was ich erstaunlich finde um mich so beeindruckt ist, dass es häufig so Dinge in die Sichtbarkeit bringt sowas jetzt im meinem Fall zum Beispiel letztes Jahr die ich aber intuitiv irgendwie schon immer wusste und plötzlich steht das da.
00:45:48: Also jetzt zum Beispiel, als ich aufgestellt habe und praktisch noch außen saß und mir die ganze Szene von außen angeschaut hab, stand meine Mutter, also die Stellvertreterin meiner Mutter mit mir als Stellvertraeterin, die standen sich gegenüber.
00:46:07: Die Stellvertreterin meiner Mutter signalisierte praktisch die Verbindung zwischen mir und ihr, also zwischen meiner Mutter und mir Und sie sagt, da ist gar nichts.
00:46:18: Ich hab Rots und Wasser geholt an der ... Aber es hat mir bestätigt was ich mein Leben lang gewusst habe.
00:46:25: Wir sagen das immer und würde mich interessieren wie du das als Therapeult empfindest.
00:46:33: Es gibt ja so gesellschaftliche Grundfeste die nicht erschüttert werden dürfen.
00:46:37: zum Beispiel jede Mutter liebt ihr Kind.
00:46:40: Das stimmt einfach nicht!
00:46:42: Null.
00:46:42: Das
00:46:43: stimmt einfach nicht!
00:46:45: Und ich finde, auch solche gesellschaftlichen Glaubenssätze müssen wir anfangen öffentlich zu besprechen und auch zu hinterfragen.
00:46:50: Ich hatte immer so ein ganz tiefes Wissen in mir... dass meine Mutter konnte mich nicht lieben.
00:46:56: Ich weiß nicht warum.
00:46:57: Ich glaube nicht, dass ich das Kind war, was sie wollte.
00:46:59: Ich glaub', Sie wollten jung.
00:47:01: Und sie dachte auch bis zu meiner Geburt, dass sich ein Junge werdet.
00:47:03: Deswegen hatte ich für Tage keinen Vornamen.
00:47:06: Und das hat sich in der Aufstellung so ganz klar gezeigt, dass diese Stellvertreterin meiner Mutter Zu ihrer Tochter sagt, da fühle ich gar nichts.
00:47:15: Also zu meinem Sohn ja aber da ist nichts und das hat mir...
00:47:19: Aber das ist auch typisch.
00:47:20: also wenn du sagst dass deine Mutter ganz schwer geschlagen worden ist.
00:47:23: Das ist ja so ein Traumarklassiker.
00:47:25: Und wenn die dann noch von der eigenen Mutter einen eigenen Vater ganz stark
00:47:28: geschlafen?
00:47:29: Vater vor allem Ja
00:47:30: Dann kriegt sie ein gleichgeschlechtliches Kind und muss im Prinzip in ihr eigenes Schicksal gucken.
00:47:36: Und ganz viele, die schwer traumatisiert sind, die es hinkriegen.
00:47:44: Aber es gibt auch viele die können dann ein Kind nicht nehmen weil in dem Blick in das Kind müssen sie an ihrem Trauma vorbei und die fühlen da nix.
00:47:53: Die haben so einen Freeze-Modus.
00:47:58: Und dann passt natürlich auch die Zuschreibung zu sagen, naja, die hätte vielleicht lieber einen Jungen gewollt.
00:48:04: Weil es war ihr leichter ein Jungen zu lieben!
00:48:07: Also hundertprozentig?
00:48:08: Weil das habe ich auch gesagt als ich Kinder gekriegt hab.
00:48:10: Ich war Gott froh dass ich Mädchen kriegte.
00:48:11: Kein Jungen bekommen muss.
00:48:12: Ja
00:48:13: weil ich wüsste nicht... also ich glaube heute würde ich das machen.
00:48:17: aber Mädchen waren für mich entlastender
00:48:19: Weil im Grunde genommen das gleichgeschlechtliche Kind immer auch eine Konfrontation ist mit dem eigenen innere Kind.
00:48:25: Im Grunde genau, also mit der eigenen... Ja ich
00:48:28: hatte Angst davor so bisschen in meinen Gesicht zu gucken.
00:48:31: Interessant!
00:48:32: Ich habe Angst dvor ein bisschen in mein Gesicht zu schauen und ich glaube so wenn ich jetzt das so drüber nachdenke... Ist das so?
00:48:42: Wenn.. Ich hab meine Kindheit als sehr scham behaftet empfunden und mich als eigentlich beschämtes... Also ich habe mich für mich geschämt.
00:48:52: Ich glaub, wenn ich in so einen hilflosen Junge geguckt hätte, dann hätt' ich meine Charme direkt wieder gespürt.
00:48:57: Und also meiner eine Tochter ... Das ist ja so lustig.
00:48:59: Kinder wandeln ja auch ihr Aussehen, die sehen manchmal aus wie die Mutter, da sehen sie wieder ein bisschen mehr aus als der Vater.
00:49:06: und dadurch dass meine Mädels so zwei stolze Mädels sind, die aber durchaus zum Teil auf mein Gesicht zügtern war das viel leichter.
00:49:13: Ich bin dann weniger schmerzbar beigekommen.
00:49:16: Also ich hab nicht diese ganze Beschämungsoße meiner Kindheit gucken müssen.
00:49:19: Interessant!
00:49:20: Und ich wüsste nicht, ob ich das bei einem Jungen mehr eingehakt werde.
00:49:26: Das war mir intuitiv klar!
00:49:29: Ja, wahrscheinlich kann ich mir auch gut vorstellen... Ich bin damit in Frieden heute und mir dabei die Aufstellung... Ich glaube es ist da auch eine Stelle in deinem Buch.
00:49:39: Ich will jetzt hier aus der Bibel zitieren aber Die Wahrheit wird euch freimachen und so ist es auch.
00:49:44: Die Wahrhalt heilt?
00:49:45: Die Wahrheilthalt hast du geschrieben genau und in der Bibelschreibung steht.
00:49:50: Und so ging es mir in dieser Aufstellung.
00:49:52: Ja, das hat wehgetan weil das tut auch einfach weh wenn man sieht die Mutter ist nicht in der Lage des Kindes zu lieben.
00:49:58: und gleichzeitig fühlte ich mich aber in meiner Wahrnehmung auch so bestätigt und dass hat mir wiederum ein gutes Gefühl gegeben, dass sich eine gute Verbindung zu mir selber habe.
00:50:06: und dann ist es wie einen Pflaster abreißen finde ich Dann tut es weh.
00:50:10: Aber es ist ein Unterschied zwischen Schmerz und Leid.
00:50:15: Es räumt Wahlmöglichkeit ein.
00:50:16: Genau
00:50:17: Das ist auch immer das, was die Leute dann so sagen.
00:50:20: Ja also ganz oft wenn die Leuten noch sehr versehrt sind man sagt naja ihre Mutter hat ihnen die Geschichte gehabt.
00:50:26: es könnte sein ja wollen sie meine Eltern entschuldigen?
00:50:29: darum geht's nie.
00:50:31: Es geht immer nur nachzuzeichnen wie die Brüche kamen wo mal in der transgenerationalen Linie steht und was man daraus macht.
00:50:38: Es geht nie darum... Also ich würde nie sagen Kati, ne?
00:50:41: Also sieh mal deine Mutter.
00:50:43: Sondern das ist total... also das Schlimmste was einem passieren kann so.
00:50:50: Aber man hat dann die Wahlfreiheit!
00:50:53: Man hat heute die Wahl Freiheit.
00:50:54: wir sind zum Glück.
00:50:56: Wir können uns keine Mutterliebe mehr suchen Das ist schwierig aber wir können uns Liebe suchen und wir können Leute die ein Intuitiv verstehen.
00:51:05: Und das ist ja immer so.
00:51:07: Man kriegt's im Leben nicht immer Also das was man braucht, dort wo man sich es erhofft.
00:51:11: Aber man kriegt's dann trotzdem irgendwo anders wieder.
00:51:16: Also wie oft hab ich gedacht ah da müsste ich jetzt in der Beziehung ja so ein bisschen das kriegen?
00:51:19: Habe sie nicht gekriegt aber habe sie irgendwo anders gekriegten.
00:51:24: Manchmal kommt die Gnade von dort und dann kommt die gnade vom dort... Es geht immer nur um Wahlfreiheit.
00:51:30: Ja!
00:51:31: Und die haben wir zum Glück heute als Erwachsene.
00:51:33: Das ist für mich auch immer mehr.
00:51:36: Also ich arbeite ganz oft auch an mir selbst und mache ja gerade wieder Therapie, natürlich auch um professionellen Standards zu halten.
00:51:45: Aber Therapie schafft mir halt auch Wahlfreiheit!
00:51:49: Ich bin halt niemand der dann so angeschneipert wird oder der einem Symptom hilflos ausgeliefert ist.
00:52:00: Und ist das nicht ein völlig neues Gefühl von Leben?
00:52:05: Ja total.
00:52:06: Also es ist nicht immer schön.
00:52:07: Die letzten Jahre waren auch anstrengend, das ganze neue Leben eine Scheidung und so was.
00:52:14: Und das war auch nie leicht.
00:52:15: aber ich habe halt möglich...
00:52:16: Aber Leben ist auch nicht leicht!
00:52:17: Nee,
00:52:18: nee.
00:52:20: Ich finde wir verlassen dieses Terrain gerade ein bisschen in dieser psychospirituellen Bubble, in der wir in den letzten zehn Jahren waren.
00:52:26: Ich weiß gar nicht wie wir den Anspruch entwickelt haben dass alles in unserem Leben geil sein muss.
00:52:30: Das ist einfach Blödsinn, also Leben ist nicht leicht und wir alle bringen eine Biografie mit.
00:52:36: Und für mich war das eine große Entlastung irgendwann anzuerkennen, ach's ja, das Leben is'n nicht leicht!
00:52:41: Wie jeder macht so gut wie er kann.
00:52:42: Genau.
00:52:44: Und das was wir tun... Also wenn ich jetzt Buch über psychische Gewalt schreibe, dass es ja eigentlich nur ne Ermächtigung, ich will den Leuten Wahlfreiheit gegeben ihre Biographie besser zu verstehen?
00:52:55: Ja genau.
00:52:56: Also ich will verstehen, würden Leuten die Möglichkeit und mir selbst die Möglichkeit geben zu sagen Ist das jetzt in der Situation wenn ich mit dem und dem irgendwie plötzlich die Atmosphäre komisch wird?
00:53:08: hat er es wirklich was mit uns zwei zu tun?
00:53:10: oder ist das etwas altes?
00:53:13: Oder ist das was altes.
00:53:15: Und desto mehr Zugang mal zu seiner Biografie hättest du differenzierter mal draufgucken kann desto besser Kammer kriegt man Wahlfreiheit und kann sich auch erleichtern.
00:53:30: Man kann es einordnen, finde ich.
00:53:31: So krass du sagst nur diesen Satz!
00:53:33: Die Atmosphäre verändert sich, man fragt sich ist das was Altes?
00:53:37: Und Du sagst es nicht weil sofort was Du meinst so wie es sich anfühlt.
00:53:40: Genau.
00:53:40: Also wenn sich irgendetwas im Raum verändert.
00:53:44: Du merkst plötzlich... Das ist nicht hier und jetzt.
00:53:49: Ja genau.
00:53:51: Das passt nicht rein Drömungsabreis in der Stimmung oder, wenn man sagt irgendwas und du merkst jemand an das ist total gekränkt.
00:53:59: Oder du selber bist total gekränkt?
00:54:05: Und du musst dich erst mal sammeln und gucken was da los ist.
00:54:11: Wo gehört das hin?
00:54:13: Meinst er böse mit dir und so und das finde ich immer ganz gut.
00:54:17: also Dafür trete ich ja auch an dem Prinzip, dass die Leute Wahlfreiheit kriegen.
00:54:22: Weil ich hasse ja nix mehr als plötzlich irgendein Zustand ausgeliefert zu sein.
00:54:26: Also du wirst nachts wach und hast einen Angstanfall oder du merkst den ganzen Tag so Scheiße drauf und kannst nicht zuordnen... Und da trete sich immer für anderen relativ schnell irgendwie ein Gedanken hinten dranzufinden.
00:54:41: Heißt aber nicht das man jetzt irgendwie Fähigkeiten hat, dass das Leben weniger grausam oder weniger beschwerlich wäre.
00:54:50: Also das...
00:54:52: Ich finde, vielleicht so Richtung Ende.
00:54:56: dann habe ich noch eine Frage zur Ausstellungsarbeit.
00:54:58: aber weil wir jetzt gerade bei dieser Atmosphäre in der Luft waren wenn sich was verändert würdest du sagen also für alle die jetzt dein Buch noch nicht gelesen haben und sich vielleicht auch mit dem thema psychische Gewalt in der Tiefe noch nicht beschäftigt haben dass wenn wir so es gibt im englischen den Begriff des walking on excels So diese besondere feine Wahrnehmung haben für Atmosphäre im Raum, die sich verändert.
00:55:21: Kann das ein Indiz sein für psychische Gewalt in der Biografie?
00:55:24: Klar!
00:55:27: Es gibt ja immer diese Hypervegelanz.
00:55:29: Die viele Menschen mit schweren Biographien haben.
00:55:32: dieses Wahnsystem und da gibt es auch Menschen, die hoch sensibel sind und die dann noch gleichzeitig in desaströsen Umfeldern groß geworden sind, die riechen im Prinzip die Stimmungsveränderungen.
00:55:45: dieses achten und dieses direkt spüren, wenn es einen atmosphärischen Umschlag kriegt ist oft ein Wahnsystem das Leute haben die in belasteten Biografien groß geworden sind.
00:55:54: Also die Kinder gucken im Prinzip schon auf Stimmungen.
00:55:59: was macht die erwachsene Bezugspersonen?
00:56:02: Und guckt wie reagiert sie zu antizipieren ist jetzt für mich eine Gefahr emotional oder physisch.
00:56:11: und wie muss ich mich verhalten?
00:56:12: genau?
00:56:13: und dieses Frühwahnsystem Das ist im Prinzip so eine Vorausschauende Empathie.
00:56:18: Es sind ganz viele Menschen, die psychische Probleme haben oder die schwere Kindheiten haben und dann direkt psychisch krank werden.
00:56:27: Und das schildern die mir auch alle.
00:56:28: also ich komme in Therapie und habe irgendwie gutes Verständnis für Leute.
00:56:32: Ich merke immer wenn sich die Atmosphäre ändert und ganz viele Leute reden mit mir auch.
00:56:36: Also dieses frühe Verständnissen für Belastung, das haben ganz viele.
00:56:42: Also ein feines Wahrnehmungssystem ändert sich grad, hat der mich komisch angeguckt oder so.
00:56:47: Aber manchmal kann man das auch haben dieses feine Gefühl und es kannst du in einer Überinterpretation führen.
00:56:55: Damit's auch anstrengend für beide Seiten
00:56:56: ist.
00:56:56: Also ich hab' auch ganz oft zu Phasen gehabt wo ich gedacht hab', der will mir böse oder da stimmt irgendwas nicht und zwar im Endeffekt nur mein verständlicher Hirnpups von früher.
00:57:06: Man muss halt immer die ganzen Geschichten auch nach Realitätsprüfung unterziehen.
00:57:12: Aber...
00:57:14: Aufstellungsarbeit, eine Frage habe ich noch an dich.
00:57:17: Hast du in deiner Erfahrung in der Aufstellungssarbeit je eine Ausstellung erlebt, in der es nicht um Kriegstrauma ging?
00:57:27: Also wo wenn du zurück ist in der Adenreihe, wo nicht irgendwie...?
00:57:34: Äh also Es geht immer irgendwie auf Krieg, die Gewalt kommt immer über Kriege oder Vertreibung in die Familien.
00:57:42: Ich hab tatsächlich letzter Zeit immer weniger Aufstellung, wo es direkt um so Sachen geht.
00:57:47: Weil jetzt drei Generationen hinten dran sind.
00:57:51: Also das ist tatsächlich so... also ich hatte vor kurzem noch mal eine klassische Kriegsaufstellung Wo wirklich der Krieg dazu gehört?
00:58:00: Der Vater, der in Russland Schuld auf sich geladen hat.
00:58:03: Das kommt noch vor.
00:58:06: Aber ganz oft sind wir ja schon in die Generationen, wo die Eltern schon zehn, fifteen Jahre, zwanzig Jahre in einem Krieg geboren sind Und dann müsste man halt schon groß, also da wird dann auch die Datenlage dünner.
00:58:17: Vierte Generation auch dünn?
00:58:18: Ja ja.
00:58:19: Aber ich habe noch ganz oft auch sowieso Aufträge verteile mal in irgendeinem Archiv nachzugucken bei welcher Truppengattung waren.
00:58:26: Also das hat schon immer was zu tun damit.
00:58:30: Aber es ist halt die Frage wenn du heute irgendwas aufstellst bei einer zwanzigjährigen wo die Eltern mein Alter sind und die Großeltern nochmal dreißig Jahre sind ja dann auch schon nach dem Krieg Da kann das noch als entferntes Erklärungsmodell hinzugezogen werden, aber es ist halt nicht mehr Ausschlag geben.
00:58:51: Was ich zum Beispiel oft habe in letzter Zeit auch so eine in Aufstellungsarbeiten ist die verschiedene Sozialisationen BRD DDR
00:58:59: interessant
00:59:00: dass die Menschen die zb in der DDR gelebt haben ganz großes Bestreben haben danach unsichtbar zu bleiben sich nicht sichtbarzumachen.
00:59:11: Also ganz oft wo du sagst, ja ich will eigentlich nicht gesehen werden.
00:59:15: Ich will in der Masse verschwinden dass ich irgendwie nicht auffalle oder so.
00:59:18: das ist ein Thema was ich... Genau, das habe ich ganz häufig.
00:59:26: also da kommen schon Themen hoch aber so Krieg wird weniger einfach weil es jetzt schon zu lange her ist.
00:59:34: Aber es kommt also.
00:59:36: vor kurzem hatte ich noch mal einen Vater der Grolltaten angerichtet hat und Also irgendwo in der Kausalkette ist es immer zweites, drittes Glied.
00:59:45: Also spätestens bei der Großmutter oder so.
00:59:49: und also die Gewalt kommt immer meistens über sowas in die Familie weil Kollektivtrauma machen halt Trauma auch auf der Einzelnebene und jeder von uns hat eine...also ich bin ohne die Kriegsgeschichte Meines Vaters und meiner Mutter auch nicht denkbar.
01:00:09: Mein Vater hat zum Beispiel noch im Bunker gesessen, der ist Jahrgang neun dreißig, der hat seine Kindheit in den Luftschutzbunkern verbracht Und da merkt es halt die Emotionalität.
01:00:17: also das kommt permanent hoch.
01:00:21: Also gerade so die Generation nach dem Krieg So der emotionale Ausdruck und so Ja Aber ich bin gespannt wie sich die Welt jetzt entwickelt.
01:00:32: Wölker sagen, hoffen wir das nicht noch was Frisches obendrauf kommt.
01:00:35: Ich war als stellvertreterin in den Aufstellung schon mehrfach tot und das war ganz ein ganz wunderbares Gefühl.
01:00:40: Da lag ich auf der Erde und wollte nie mehr aufstehen.
01:00:42: Ich dachte, ich könnte hier für immer liegen bleiben.
01:00:44: Es war wohl ... Ich hatte doch nichts zu tun mit der Aufstellung.
01:00:48: Das kommt darauf an in einer Aufstellung welchen Tod?
01:00:50: Welchen
01:00:50: Tod?
01:00:50: wahrscheinlich!
01:00:51: Ich habe mich dann angekuschelt an eine wildfremde Frau, mit der so Löffelchen gelegen und dachte euch könnt ihr für immer liegend es mir macht.
01:00:58: Ja
01:01:00: das ist ein befriedeter Tod.
01:01:04: Es gibt Leute die gehen scheinbar zufrieden Aber es gibt auch Leute, die gehen und unfrieden.
01:01:12: Weil in irgendwas genommen wurde ... Siehst ja auch also wie Leute sterben oder so, ne?
01:01:19: Und das zeigt sich in Aufstellungen auch aber... Also ganz oft ist ja die Auseinandersetzung mit Tod versterben und so.
01:01:36: Das kommt auch immer drauf an was man im Leben geregelt hat.
01:01:39: Das glaube ich auch!
01:01:40: Das habe ich in den letzten Wochen meiner Mutter gesehen.
01:01:43: Das war für mich auch noch mal... Jetzt habe ich ja schon irre viel Traumatherapie gemacht, aber ich dachte, oh, ich glaube.
01:01:50: Ich möchte auf den letzten Metern nicht noch konfrontiert werden mit all dem was sich nicht angeschaut hat in meinem Leben.
01:01:55: Es wird echt uncool!
01:01:57: Also bei meiner Mutter kamen viele nochmal an die Oberfläche und es war ganz schlimm für sie.
01:02:00: Ganz, ganz schlimm.
01:02:02: Sie
01:02:02: ist einfach vorbeigekommen?
01:02:05: Sie ist konfrontiert worden nochmal mit alten Erinnerungen, die sie die sie setzig Jahre oder fünf setzig jahre weggepackt hatte.
01:02:12: Und das ist ihr alles noch mal ins Bewusstsein gekommen.
01:02:15: in den letzten Wochen und also alles was sie verdrängt hat im Grunde genommen hat noch versucht seinen Weg an die Oberfläche zu finden.
01:02:22: Deswegen lass es uns lieber zur Lebzeiten klären!
01:02:25: Ja ich glaube dass auch eine Gnade.
01:02:30: Dass du mir jemanden an der Stimme des Lebens hört und sie versucht zu verstehen, dass da besser geht es einem.
01:02:40: Man könnte jetzt sagen das ist alles Binsen-Weisheit und so.
01:02:43: aber ich glaube schon, wenn man versucht seine existenzielle Bedingung tiefer zu durchdringen die meisten kommen ja in die Verbindung mit dem existenziellen durch eine Krankheitsdiagnose meistens eine Psychodiagnose, dass die sagen ah jetzt muss ich mal hinkucken wieso ich eigentlich wirklich depressiv geworden bin.
01:02:59: Für viele bleibt es da noch nicht bei einer leichten Erklärung, weil die Symptome so hartnäckig sind.
01:03:05: Und dann kommt halt meistens über das Symptom ein tiefer Zugang zu der eigenen Existenz und ich finde diesen Zugang ganz spannend wenn er auch manchmal sehr leidvoll ist.
01:03:18: Ja, ist nicht überschön sagen wir es mal so!
01:03:20: Wenn man nur an Gewalt kommt vorbei.
01:03:23: Unsichtbare Wunden spürbare Folgen, so verletzt das neue Buch von Philipp Ruhland.
01:03:30: Ich wünsche dir von Herzen den nächsten kleinen orangefarbenen Aufkleber!
01:03:33: Herzlichen Dank!
01:03:35: Mögest du einen ähnlich magischen Moment erleben wie bei deinem ersten kleinen orange farbenen... ...Kleber auf deinem erstem Buch?
01:03:43: Alle Links zu Philipp findet ihr wie immer in den Show Notes unter dieser Folge auch zu deiner Webseite, zu den Fortbildungen die du anbietest.
01:03:52: Zu deinem Instagram-Account.
01:03:54: Ja
01:03:54: gerade wer Aufstellungsarbeit will also im nächsten Herbst geht der nächste Jahrgang los.
01:04:00: ich versuche ja schon die ganze Zeit.
01:04:01: und zu borden!
01:04:02: Ich bin auf jeden Fall... Ob ich dieses Jahr schaffe weiß ich noch nicht aber ich bin auf JEDENfalls safe dabei.
01:04:07: Ich
01:04:08: möchte das sehr gerne lernen und diese Ebenen mal betreten Mit Demut und Respekt auf jeden Fall.
01:04:15: So schön, dass du da warst!
01:04:16: Dass du die Fahrt von Saarbrücken auf dich genommen hast... ...und wir bleiben verbunden.
01:04:21: In diesem Sinne.
01:04:22: Herzlichen Dank, dass ich da sein durfte.
01:04:24: Sehr gerne.
01:04:25: Und ich danke euch ihr Lieben, dass ihr diesen Podcast hört und das ihr ihn weiterhin in die Welt schickt.. ..und dass ihr so mutig seid, euch diesen unangenehmen Themen der Vergangenheit zu stellen.
01:04:37: Denn das muss man ganz klar sagen sie gehören in die Vergangen- heit.
01:04:41: Und wenn Sie unsere Zukunft nicht beherrschen sollen, dann müssen wir sie in der Gegenwart zufrieden und in Frieden bringen.
01:04:49: Weil das die einzige Timeline von der aus wir arbeiten können!
01:04:53: Also danke schön dass ihr diesen Weg geht.
01:04:56: bitte bleibt immer zuversichtlich gesund und stets neugierig.
01:05:09: Tschüss!