Get happy

Get happy

Bewusster leben. Zufriedener sein.

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:03: Und ich sage hallo ihr Lieben, schön dass ihr auch in dieser Folge wieder mit dabei seid.

00:00:21: Wie immer hoffe ich das es euch gut geht!

00:00:23: Und dass ihr in diesem Moment an einem wohligen, an einem sicheren und an einem muckeligen Ort seid.

00:00:29: Das ist mal wieder eine Solofolge!

00:00:32: Ich möchte in dieser Episode darüber sprechen, warum ich an Heilung glaube?

00:00:38: Was mir auf meiner Reise geholfen hat und wie meine Reise überhaupt aussah – was ist mein Background, wo komme ich her?

00:00:45: Denn ich habe festgestellt das ich immer voraussetze, dass die Menschen, die get happy schauen oder hören Alles über mich wissen und das ist natürlich großer Käse, weil die Community ja von Woche zu Woche wächst.

00:00:57: Und deswegen möchte ich diese Gelegenheit hier nutzen um euch ein bisschen was von mir zu erzählen und besonders meine persönlichen Erfahrungen zuteilen auf Basis dessen was ich in den letzten sechs Jahren gelernt habe über Traumaforschung, über Psychotraumatologie, über Neuroplastizität und über die Auswirkungen von Trauma.

00:01:21: Wer richtig tief einsteigen möchte, der hat vielleicht mein Buch gelesen oder möchte meinen Buch gerne lesen.

00:01:27: und da eine kleine wichtige Anmerkung zu Beginn dieser Folge... Ich habe im November zwölfundzwanzig dieses Buch veröffentlicht unter dem Titel Wie ich wurde damals bei einem sehr kleinen Verlag, der mich toll unterstützt hat und jetzt ist das buch aber in einem sehr großen Verlag gelandet.

00:01:47: Man war dort total begeistert von dieser Geschichte und meiner Art zu schreiben, was mich glücklich gemacht hat.

00:01:54: Lange Rediger keinen Sinn!

00:01:56: Es gibt dieses Buch noch im Handel aber es wird gerade abverkauft um dann im Frühjahr, zwei tausend und siebenundzwanzig neu zu erscheinen unter einem neuen Titel.

00:02:05: Das darf man mit einem neuen Cover.

00:02:09: also es gibt natürlich eine Anmerkung dazu das dieses Buch schon mal erschienen ist aber und dass es mir total wichtig vor allem überarbeitet weil sich in meinem Leben besonders in den letzten eineinhalb Jahren natürlich irre viel getan hat.

00:02:23: Es ist unglaublich viel passiert.

00:02:24: meine Mutter ist gestorben die in meiner Biografie eine ganz essentielle Rolle gespielt hat.

00:02:30: Menschen, die in diesem Buch in Erscheinung getreten sind gibt es nicht mehr in meinem Leben und das war mir ein großes Anliegen.

00:02:37: ich würde mal sagen die Seiten ein wenig auszuräuchern.

00:02:41: also dass nur als kleiner Hinweis wenn euch das Buch dennoch interessiert Ich glaube bei Amazon kann man das noch bestellen aber Es wird dann jetzt im Laufe des Jahres zwanzig sechsundzwanzig mehr und mehr aus dem Handel verschwinden.

00:02:53: Ich bin neunzehntundertdreiundseipzig geboren als Kind von zwei Eltern, die im Krieg beziehungsweise kurz vor Kriegsende geboren wurden.

00:03:04: Das heißt wir wissen mittlerweile aus der Traumaforschung und auch aus der Epigenetik – auch ich habe den ganzen Schmerz meiner Elterngeneration und auch von meiner Großeltern-Generation was diese beiden Weltkriege in Deutschland angeht, tief in meinen Zellen abgelegt und das ist bei euch mit Sicherheit auch der Fall wenn ihr zu dieser Generation gehört.

00:03:28: Und allein das wissen wir mittlerweile wiegt ganz schön viel mal unabhängig von der eigenen Biografie und dem was man als Kind so erlernt und erduldet und ertragen hat.

00:03:43: Meine Mutter geboren in nineteenhundertfünfundviertzig, mein Vater in neunzehnhundertvierzig und im Prinzip zwei Erwachsene die aber selber aufgrund ihrer schweren Traumatisierungen in ihren Familien ehrlich gesagt überhaupt nie in der Lage gewesen wären Kinder in die Welt zu setzen weil sie nie die Gelegenheit hatten aus ihren kindlichen Strategien und aus ihren Überlebensstrategien rauszukommen.

00:04:08: Das heißt all das Unaufgearbeitete im Nervensystem und im Gehirn meiner Eltern hatte enorm Auswirkungen auf mich als Kind.

00:04:18: Meine Mutter war psychisch sehr schwer krank, sie litt offiziell an schweren Depressionen Ich glaube heute würde es eine andere Diagnose geben Depressionen im Grunde genommen ein Symptom waren, aber nicht die Ursache ihrer psychischen Erkrankung.

00:04:37: Ich glaube dass das sehr viel komplexer war Aber es ist nicht an mir meine mutter postum zu diagnostizieren.

00:04:46: sie ist Im april zwei tausend und fünfundzwanzig im alter von achtzig jahren verstorben Aber ich kann ein bisschen darüber sprechen wie sich der alltag mit ihr gestaltet hat.

00:04:56: also meine mutte war Im Grunde genommen ein kleines Mädchen im Körper einer erwachsenen Frau, das unglaublich bedürftig war.

00:05:06: In seiner Kindheit selber schwerste körperliche Gewalt erfahren hat und ein kleites Mädchen, dass all seine Erwartungen und alle seine Bedürfnisse, all seine Wünsche-und Sehnsüchte auf einen Menschen in der Familie projiziert hat – und dieser Mensch war ich!

00:05:23: Sie hat im Grunde genommen bis zum Tod immer wieder von mir gefordert, für sie da zu sein.

00:05:29: Ihre Bedürfnisse zu stillen, ihre Sehnsucht nach Nähe zu befriedigen und das hat sie wie ich heute weiß gemacht seit ich ein ganz ganz ganz kleines Mädchen war.

00:05:41: Das heißt ich bin sehr früh ein paar rentifiziertes Kind gewesen dessen Aufgabe es in diesem Leben war, sich vor allem um die Bedürfnisse der Mutter zu kümmern.

00:05:50: Und das war auch dringend notwendig, denn im Zuge dieser schweren psychischen Erkrankungen meiner Mutter hatte sie Phasen in ihrem Leben, in denen sie Alkoholikerin war – wahrscheinlich war sie durchgehend Alkohlikerin aber es gab auch Phasens, in dem sie überhaupt nichts getrunken hat Und in Phasen, die aber richtig düster waren.

00:06:09: Also wo quasi der Alkohol auf die Depression und auch auf ihre nicht vorhandene Impulskontrolle stießen.

00:06:17: Das waren die Zeiten, die bei uns zu Hause richtig übel waren mit Polizeieinsätzen, mit Rettungsdiensten, die Türen eingetreten haben.

00:06:26: Meine Mutter war hoch suizidal und absolut unberechenbar in ihrem Wirken.

00:06:35: Und das habe ich erst heute verstanden, dass es das besonders schwierig gemacht hat auf meiner Reise.

00:06:39: Dass es auch Phasen war gab in denen meine Mutter ganz bezaubernd war und herzlich und auch sehr kümmernd.

00:06:48: aber man wusste eben nie wann das Monster wieder aus der Dunkelheit ans Licht gekrochen kommt und quasi die Herrschaft über ihr Sein an sich gerissen hat.

00:07:00: Dadurch entstand ein Nährboden, in dem ich aufgewachsen bin.

00:07:04: Wo ich im Grunde genommen nie wusste was als nächstes um die Ecke kommt.

00:07:09: also sprich meine Mutter war in ihrem Verhalten nicht berechenbar.

00:07:14: und dann wenn sie ihre Phasen hatte, die begannen bei uns immer mit den Worten es geht wieder los.

00:07:21: und das erkannte man daran dass sie zum Beispiel mittags im Bett lag.

00:07:25: Das war immer ein ganz schlechtes Zeichen.

00:07:27: und dann wusste man okay die nächste Phase hat begonnen.

00:07:29: und ob sie dann Tage Woche oder Wochen oder Monate in Bett lag oder auch wirklich sehr ausfallen war, das wusste ich nie.

00:07:41: Also als Kind keine Sicherheit erfahren auf mütterlicher Seite Aber auch nicht auf väterlicher Seite, denn mein Vater war wie viele.

00:07:50: Auch Männer in dieser Generation und da habe ich ja auch in den diversen Narzissmusfolgen die ich hier in Get Happy schon gemacht hab an der einen oder anderen Stelle drüber gesprochen.

00:07:59: Mein Vater hatte starke narzistische Persönlichkeitszüge.

00:08:02: nichts was wir Kindertaten war gut genug.

00:08:04: Wir wurden sehr viel kritisiert.

00:08:06: Mein Vater war in seinem ganzen Verhalten absolut unberechenbar man würde sagen cholerisch.

00:08:12: Das hat sich besonders bei Tisch gezeigt.

00:08:15: Wenn er der Ansicht war, dass wir Kinder nicht gerade sitzen oder dass wir zu viel schmatzen oder zu viel essen oder sonst irgendwie seinen Empfinden stören dann konnte mein Vater verbal sehr gewaltvoll sein und das führte dazu, dass ich als kleines Mädchen einfach in einem Umfeld aufgewachsen bin, das überhaupt nicht berechenbar war und zum anderen hochgefährlich.

00:08:40: Heute wissen wir, dass das heißt, dass wir schon als kleine, vulnerable sehr verletzliche und zarte Geschöpfe die wir sind als Kinder natürlich um uns gesund zu entwickeln.

00:08:53: Damit sich unser Gehirn gesund entwickelt und unser Nervensystem sich stabil entwickelt.

00:08:59: Das ist quasi dann das Gegenteil, also wir wachsen auf in einem kontinuierlichen Zustand von Lebensbedrohungen und zwar vierundzwanzig sieben.

00:09:11: Und dieser Zustand sorgt für eine hohe Produktion an Cortisol, also ein Stresshormon, an Adrenalin und dieser Cocktail, diese biochemische Cocktail in unserem Gehirn In unserem Stoffwechsel wird quasi unsere Grundkonfiguration.

00:09:28: Und es geht uns so in Fleisch und Blut über, dass wir das für einen Normalzustand halten.

00:09:33: Das war bei mir genauso!

00:09:35: Dadurch, dass ich aber im Alltag auch als erwachsene Frau dann vermeintlich sehr gut funktionierte – Ich hatte eine tolle Karriere, bin früher beim Radio gelandet, ich war erfolgreich, alles nach außen hin schien super zu laufen.

00:09:51: kam mein Umfeld und auch ich nicht auf die Idee, dass an anderer Stelle, an den ich mit Symptomen gekämpft habe, auf die ich gleich ein bisschen näher eingehen möchte.

00:10:04: Dass das irgendetwas damit zu tun haben könnte was ich als Kind erfahren hatte?

00:10:07: also augenscheinlich war mit mir alles in Ordnung.

00:10:12: Nichtsdestotrotz war ich mit ich glaube dreiundzwanzig oder vierundzwanzig das erste mal in einer Psychotherapie weil ich mit einem plötzlichen Beziehungsabbruch, mit einem... Ich würde sagen in meiner ersten richtig fanatistischen Beziehung.

00:10:30: Und mit diesem Beziehensabbruchs kam ich überhaupt nicht klar!

00:10:34: Also mir war schon damals bewusst meine Reaktion auf die Trennung ist irgendwie unverhältnismäßig Weil ich mich überhaupt nicht beruhigen konnte und zwar über Wochen.

00:10:46: Heute weiß ich mein Nervensystem war in einem absolut kontinuierlich dysregulierten Zustand, und zwar schwer dysregüliert.

00:10:57: Ich hatte stundenlange Weinattacken und ich konnte das nicht kontrollieren – ich fand keinen Ausstieg!

00:11:04: Und schon damals gab es so einen Moment der Wachheit wo ich dachte irgendwie stimmt hier die Verhältnismäßigkeit nicht?

00:11:10: Dann bin ich zum ersten Mal in die Psychotherapie gegangen.

00:11:14: Und ich möchte an dieser Stelle kurz was sagen weil Ich das immer wieder höre auch von Klienten oder von Menschen, die mir über den Podcast schreiben.

00:11:21: Die solche Sätze sagen wie ja und dann war ich zwei Jahre in Therapie aber das hat mir irgendwie nichts gebracht.

00:11:28: Ich möchte diesen Satz gerne ein bisschen differenziert uns sehr liebevoll infrage stellen weil Fakt ist wir wissen rückblickend gar nicht ob es was gebracht hat oder nicht?

00:11:37: Weil wir ja gar nicht wissen wie wir uns weiterentwickelt hätten hätten wir diese zwei Jahre Therapie nicht gemacht.

00:11:44: Und aus meiner Erfahrung ist es so, dass wir eine Erwartungshaltung haben an Heilungsprozesse und das war bei mir ganz genau so.

00:11:53: Nämlich, dass sich so spürbar sichtbar innerhalb von Tagen, Wochen oder Monaten irgendwie so ganze riesige Veränderungen einstellen die wir ganz klar sehen.

00:12:05: und wenn wir das erst mal erreicht haben dann ist alles nur noch... amazing in unserem Leben und alles ist positiv, wir haben überhaupt keine Probleme mehr.

00:12:15: Und heute muss ich sagen dass es ebenfalls großer Käse weil Heilung geschieht im Unterbewusstsein und neurophysiologisch in unserem autonomen Nervensystem.

00:12:30: Heilung ist Expansion und nicht Explosion.

00:12:34: das heißt Heilung oder Traumaintegration vollzieht sich über einen ganz, ganz langen Zeitraum in kleinen feinen Zahnrädern.

00:12:44: Die manchmal größer sind und manchmal kleiner aber wenn sie sich bewegen dann hat das immer Auswirkungen auch auf das ganze Kunstwerk Mensch!

00:12:56: Und wir unterschätzen es so oft weil wir eben häufig Symptome unter denen wir leiden Nicht von heute auf morgen loswerden.

00:13:08: Man kann das versuchen, nach meiner Erfahrung und nicht nur meiner persönlichen sondern auch meine beobachtenden Erfahrungen kann ich sagen wenn der Organismus noch im Überlebensmodus ist und wir trennen uns mit Gewalt von einer Coping-Strategie oder einer Symptomatik dann wird sich der Körper an anderer Stelle einfach eine andere Copingsstrategie aussuchen.

00:13:33: Also wenn wir zum Beispiel sehr viel rauchen und Coping-Strategien helfen uns, etwas nicht zu fühlen was wir noch nicht in der Lage sind.

00:13:44: Und wir hören mit Tipps und Tricks aufzurauchen dann kann es vielleicht sein dass wir anfangen zu essen oder es kann sein das wir anfingen wie ihre Sport zu machen.

00:13:55: Das ist vielleicht auf den ersten Blick gesünder als Rauchen löst aber das Problem nicht weil das Problem.

00:14:03: Ich glaube, da habe ich auch in der Sohle vorgesprochen.

00:14:06: Im Grunde genommen findet der Körper etwas Neues mit dem er kompensieren kann was wir noch nicht in der Lage sind zu fühlen.

00:14:14: Jetzt bin ich ein bisschen abgeschweift!

00:14:15: Ich möchte Symptomatiken teilen unter denen ich gelitten habe im meinem Leben.

00:14:21: Almen voran kennen viele, viele Frauen die klassischen Essstörungen also ich war ein Binsch-Ita Heimlich gegessen, ich habe mich unendlich geschämt dabei.

00:14:34: Meine Gedanken in schlechten Phasen kreisten vierundzwanzig Stunden am Tag nur um das Thema Essen.

00:14:43: Was habe ich gegessen?

00:14:44: Was esse ich heute Abend, was esse ich morgen früh, was ess' ich morgen Abend?

00:14:49: Was bedeutet das, was ich heute gegessen habe?

00:14:51: und wie kann ich es morgen wieder gut machen?

00:14:52: wenn ich heute zu viel gegessen haben dann kann ich ja morgen weniger Frühstücken.

00:14:56: der absolute Horror Diese neuronalen Verknüpfungen, das möchte ich kurz an dieser Stelle erwähnen sind natürlich immer noch da.

00:15:06: Weil diese Verhaltensmuster die wir lernen müssen um mit schwierigen Situationen in unserer Kindheit klarzukommen, diese Verhaltungsmuster sind verknüpft!

00:15:17: also als Synapsen in unserem Gehirn und wir können die nicht neuropyrogisch amputieren.

00:15:23: Wir können dieses neuronale Netzwerk in unserem gehirn nicht finden, aber wir können mehr und mehr.

00:15:30: durch viel Geduld, durch Wohlwollen, durch Psychoeducation, durch Selbst-Education, also indem wir selber mehr erfahren über Trauma zum Beispiel durch Podcasts wie diesen hier oder Damyschaf oder Verena König über Bereitschaft Überbehaarlichkeit, über einfach sehr viel Wohlwollen können wir lernen aufzuhören diese Netzwerke zu benutzen um dann Netzwerken zu verknüpfen die uns mehr dienen aber auf einem sicheren Fundament also in einem Körper der ein Gefühl von Sicherheit empfindet.

00:16:06: Also nicht mehr im Überlebensmodus ist.

00:16:09: ich habe also kompensiert durch Binge-Eating, also Essen nonstop ständig irgendwas in den Mund hinein.

00:16:17: Ich habe irre viel geraucht ich hab sehr sehr viel getrunken In schlechten Phasen auch gerne mal nachmittags um vier natürlich immer mit so einer Diskussion im Kopf kann man das jetzt bringen.

00:16:27: Jetzt schon Drink.

00:16:28: ach wenn du jetzt ein Urlaub wärst würdest du hier vielleicht auch und soweit erkennt ihr vielleicht?

00:16:33: Ich hatte zu tun mit depressiven Episoden in denen ich nicht mehr die Kraft hatte Medizäne zu putzen geschweige denn mir was zu essen zu machen.

00:16:43: und diese episoden wechselten sich ab mit zuständen von extremer dysregulation panikattacken die teilweise eher im neuronalen shutdown endeten.

00:16:55: also ich wurde ohnmächtig.

00:16:57: mein system ist runtergefahren.

00:16:58: ich lag mehrere mal deswegen im krankenhaus.

00:17:02: Ich hatte zu tun mit chronischen Schmerzen, Migräne, mit extremen Verspannungen und Verdauungsstörungen.

00:17:11: Besonders viele Menschen die in hochsympathikotonen Zuständen lange leben haben Thema mit Durchfällen oder Verstopfung.

00:17:19: bei mir waren es Blähungen.

00:17:21: also Wir wissen ja mittlerweile durch die Darmhirnachse, dass unser Gehirn mit dem Darm verbunden ist.

00:17:28: Das heißt wenn wir gestresst sind hat das immer Auswirkungen auch auf unseren kompletten Verdauungsapparat.

00:17:35: All diese Symptome konnte ich aber ganz gut balanceieren in meinem Leben und ich konnte nach außen hin den Schein ganz gut wahren.

00:17:44: Und hättest du mich damals gefragt, ob ich darunter leide?

00:17:47: Hätte ich wahrscheinlich gesagt ne es ist halt wie's is so.

00:17:49: Mir war gar nicht klar dass das Symptome sind und dass das irgendwas mit meiner Kindheit zu tun hat.

00:17:55: Worunter Ich aber wirklich sehr gelitten habe das waren meine romantischen Beziehungen zu Männern weil ich einfach unsägliche Entscheidungen getroffen habe auf Basis dessen was ich gelernt hatte was Beziehung was Bindung bedeutet und wie sich Bindung anfühlt.

00:18:18: Und mit welchen Themen meine Partner so um die Ecke kommen dürfen, weil diese Themen konnte ich gut händeln.

00:18:26: Ich hatte Erfahrungen gemacht mit einer Alkoholkrankenmutter also konnte ich als erwachsene Frau sehr gut umgehen mit Männern, die Sucht-Themen hatten.

00:18:36: Mit Suchthemen meine ich nicht nur Alkuhl sondern auch Drogen, Kaufsucht, Sexsucht... Arbeitssucht, also Workaholism.

00:18:47: Das ist so gesellschaftlich anerkannt und irgendwie nichts Großes.

00:18:50: aber Menschen die sechzig-sebzig Stunden die Woche arbeiten kompensieren häufig andere Themen in sich durch dieses wahnsinnige Arbeitspensum Und auch Arbeit kann sich zu einer Sucht entwickeln.

00:19:07: Also Die Beziehungen mit Männern die ich hatte waren Unendlich schmerzhaft, missbräuchlich mir gegenüber finanziell, emotional und körperlich.

00:19:19: Und ich habe in jeder Beziehung um die Liebe meines Gegenübers gekämpft wie eine Löwin.

00:19:24: Ich habe alles ertragen, ich habe alles verziehen.

00:19:30: Wenn ich daran heute zurückdenke, dann macht mich das immer noch traurig junge Frau, die ich war egal ob in den zwanzigern dreißigern oder vierzigern einfach nur in den Arm nehmen und ihr sagen es tut mir so leid dass du diese Erfahrungen gemacht hast und scheinbar machen musstest.

00:19:49: Ich bin wie ihr vielleicht wisst kein Fan von dem Satz und ich glaube auch nicht daran das meine Seele sich das ausgesucht hat.

00:19:56: da wäre ich mich wirklich mit Händen und Füßen Und dennoch hatte man mir nicht vorgelebt, was Beziehung und Bindung auf einer sicheren und gesunden Ebene bedeutet.

00:20:09: Insofern konnte ich es nicht umsetzen – ich wusste nicht wie sich eine gute stabile und sichere Beziehungen und Bindungen anfühlt!

00:20:18: Selbst in der Beziehungsbeziehung, in der ich dachte dass das jetzt eine sichere Bindung und eine gesunde und gute und erwachsene wurde ich dann retrospectiv doch eines Besseren belehrt und durfte auch da mit mir sehr versöhnlich umgehen, dass ich vielleicht doch wieder mehr in alte Muster getappt war als mir das zum Zeitpunkt der Beziehung bewusst war.

00:20:44: Aber ich muss auch sagen, ich konnte danach meiner Traumatherapie – also ich war insgesamt acht Jahre in Traumtherapie immer wieder mit Unterbrechungen, immer mal wieder so drei Jahre Pause dazwischen aber im Summe waren es gut acht Jahre Konnte ich doch als erwachsene Frau mit den Folgen, aber vor allem auch mit dem... nennen wir sie mal herausfordernden Persönlichkeitsanteilen meines Gegenübers in der Beziehung.

00:21:12: Konnte sich sehr viel besser umgehen als in den Jahren davor.

00:21:16: das heißt es hat mich einfach nicht mehr gebrochen und es habe mich nicht mehr kaputt gemacht und Ich hatte mittlerweile gelernt Grenzen zu ziehen und am Schluss eine ziemlich harte Und das ist zu würdigen, finde ich.

00:21:31: Weil wir sehen dann immer nur was hat noch nicht funktioniert?

00:21:36: Jetzt ist mir das schon wieder passiert!

00:21:38: Das gibt es doch überhaupt nicht.

00:21:39: wie bescheuert kann man sein aber wir sehen gar nicht die Fortschritte Wir sehen gar nichts.

00:21:45: dass wir ja vielleicht wieder mit einem ähnlichen gegenüber konfrontiert wurden Wie schon einige Male zuvor Aber dieses mal sind wir vielleicht besser damit umgegangen und es hat uns nicht umgebracht.

00:21:56: Wir haben vielleicht nicht sofort die Dating-App wieder installiert, um uns in die nächste toxische Beziehung zu flüchten.

00:22:04: Sondern ich für meinen Fall konnte das erste Mal mit all den Emotionen sein, die dieser plötzliche Beziehungsabbruch mit sich brachte.

00:22:12: Das heißt, ich konnte die Trauer fühlen... Die Angst fühlen das Gefühl von allein sein und irgendwann tatsächlich auch die Wut, wobei – das war ein längerer Prozess.

00:22:24: Das habe ich schon in mir beobachtet, dass ich immer noch nach Entschuldigungen gesucht habe und nach Erklärungen gesuchte und immer schneller verziehen habe.

00:22:32: Aber nach gut einem Jahr war ich dann auch in der Lage meine Wut

00:22:38: einzuladen.".

00:22:40: Und doch sitze ich hier und spreche mit dir, und euch.

00:22:43: Und habe diese Folge ja im Titel genannt Warum Ich an Heilung Glaube?

00:22:47: Der Grund warum mich an Heilungen Glaube ist dass ich einfach genau derselbe die selbes Spezies der selben Spezie angehöre wie du und wie ihr und es gab lange Phasen in meinem Leben Und ich kann mich erinnern, dass ich das auch wortwörtlich zu meiner Therapeutin gesagt habe.

00:23:11: Ich war fest davon überzeugt, dass Heilung nicht möglich ist.

00:23:14: Ich konnte mir einfach ein Leben in dem ich gut und stabil durch den Alter komme ohne diesen äußeren Schein am Leben zu halten also ohne in dieser Hochfunktionalität zu bleiben um mich hinter dieser Persona zu verstecken diese Medienfigur die ich war dieser Radiomoderatorin die ich war und deren Leben so glänzend war.

00:23:38: Ich konnte mir nicht vorstellen, dass es ein Leben auf der anderen Seite des Zauns gibt.

00:23:45: Aber heute lebe ich auf der andern Seite des Zauns!

00:23:48: Und der Grund warum ich diese Arbeit hier mache?

00:23:52: Warum mich in dieser Folge etwas von mir erzählen möchte?

00:23:55: Warum ich Get Happy

00:23:56: mache?!

00:23:58: Warum ich vor sechs Jahren angefangen habe, die Seiten zu wechseln und mich ausbilden zu lassen und fortbilden in Sachen Traumabegleitung.

00:24:07: Und traumasensibler im Coaching ist dass ich weiß wie es sich anfühlt weil ich so viele Jahre dort war und weil ich Menschen Mut machen möchte und Zuversicht spenden möchte Und Sie daran erinnern möchte, dass es Neuroplastizität gibt.

00:24:28: Das Phänomen in unserem Gehirn, das wir, ich glaube es ist, nineteenhundertsechzig entdeckt worden die Tatsache, dass wir bis ins hohe Alter neue Verhaltensmuster, neue Gefühlsmuster und neue Denkmuster lernen können.

00:24:42: Und... ...das Phänomänen der Neuroplastizität öffnet uns Menschen, die unter Traumafolgen oder Traumapfolgestörungen oder Trauma-Symptomen leiden öffnet uns ein Tor, ein goldenes Tor in ein ganz anderes Leben.

00:25:01: Nämlich in einem Leben, indem wir mit uns und unserem Nervensystem all unseren inneren Anteilen... ...all unsere inneren Kindanteilen die so viel erlitten haben vor so so vielen Jahren.

00:25:15: Ein Leben, in dem wir mit all dem in Verbundenheit sein können und es halten können, das wahrnehmen können was in uns los ist.

00:25:25: Und ein Gefühl von Selbstwirksamkeit entwickeln können.

00:25:29: Ein Gefühl von Sicherheit empfinden können in diesem Körper, in diesem Gefäß indem wir zu Hause sind.

00:25:37: Ich glaube an nichts mehr als anders.

00:25:40: ich glaube nicht daran dass es da draußen einen Menschen oder eine Wundermittel oder eine Pille oder das Retreat gibt uns das ermöglicht.

00:25:51: Und diesen Satz werde ich niemals müde, ihn zu wiederholen und es möchte ich auch in dieser Folge.

00:25:57: Niemand da draußen weiß was dein Weg ist!

00:26:01: Niemand weißes!

00:26:02: Ich nicht?

00:26:04: Niemand!

00:26:04: Nicht der

00:26:05: Papst?!

00:26:06: Niemand, niemand weißes.

00:26:08: nur du weißt was der Weg.

00:26:12: Ich möchte dich und euch daran erinnern, das niemals zu vergessen.

00:26:16: Weil wir leben momentan in einer Zeit wo spiritueller Narzissmus explodiert.

00:26:22: Und Gurus überall auf der Welt explodieren die uns verkaufen wollen dass sie den Schlüssel haben.

00:26:32: Den Schlüssel zur Heilung und nur so funktioniert es!

00:26:35: Wenn's bei dir nicht funktioniert dann bist du eben einfach noch nicht gut genug oder du musst dich mehr anstrengen.

00:26:41: Das ist nicht der Weg.

00:26:44: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass besonders wenn es um Traumeheilung geht weniger häufig mehr ist – um den Körper nach und nach in kleinen Schritten aus diesem Wahnsinns-Überlebensmodus zu holen!

00:26:59: Und je mehr wir uns unter Druck setzen Erwartungen an uns stellen und aus unserem eigenen Heilungsprozess einen Leistungssport machen indem es irgendetwas zu gewinnen gibt Umso mehr stressen wir ein sowieso hochgestresstes System, nämlich unser Körpersystem.

00:27:21: Und der traumasensible Weg und das ist nicht meiner sondern jeder Mensch, der sich in der Tiefe mit Trauma beschäftigt hat – Dami Scharf, Verena König, Philipp Ruhland wie sie alle heißen diese wunderbaren Menschen die so eine fantastische Arbeit machen auf internationalem Level Bessel van der Kolk Peter Levine oder auch Gabor Mathe Der traumasensible Weg ist genau das Gegenteil.

00:27:46: Nämlich nicht höher, schneller weiter, nämlich noch mehr Retreats und Anstrengungen.

00:27:52: Noch mehr neue Coping-Strategien in uns etablieren sondern den Fuß vom Gas zu nehmen.

00:27:58: Und in dem Moment wo wir Traumodynamiken nicht nur verstehen sondern auch begreifen also sie verkörpern können wird uns mehr und mehr bewusst, warum wir eigentlich mehr Ruhe- und Entspannung brauchen in einem Organismus der hoch angespannt ist oder in diesem chronischen Hochstress, diesem traumatischen Stress der Kindheit noch gefangen ist.

00:28:25: Ich wünschte ich hätte den fünf Punkte planen, ich habe ihn nicht.

00:28:28: aber was ich dir und euch auf jeden Fall mitgeben möchte Alles wo ihr das Gefühl habt, da fühle ich mich mit mir verbunden.

00:28:38: Da habe ich das Gefühl, da komme ich runter.

00:28:42: Ich bin wirklich mal für ein paar Augenblicke im Hier und Jetzt.

00:28:46: Das sind die Dinge, die ihr braucht – und sichere Menschen!

00:28:51: Wir brauchen unbedingt Verheilungsprozesse ein sicheres Gegenüber.

00:28:56: Das kann eine liebe Freundin sein, das kann ein Coach sein oder eine Therapeutin vielleicht eine Nachbarin oder vielleicht auch ein vierbeiniges Geschöpf aber einen Wesen in dessen Gegenwart wir uns sicher fühlen.

00:29:13: denn wenn wir aufwachsen in einer Atmosphäre die sehr bedrohlich und sehr unsicher ist dann fehlt Das erlebte erfahren von Sicherheit.

00:29:28: Wir wissen nicht, wonach wir uns ausrichten sollen wenn wir es noch nicht erlebt haben?

00:29:34: Wir brauchen die Erfahrung und da habe ich glaube in der letzten Solefolge auch darüber gesprochen als es um Freunde und Beziehungen ging.

00:29:43: Wenn wir aufwachsen... Ich bleibe jetzt mal bei dem Wort auch wenn das nicht wissenschaftlich ist ... wenn wir aufwachsen in einem toxischen Umfeld ,in einer toxischen Familienstruktur fühlen sich toxische Menschen später, und das kann auch Arbeitsplätze betreffen.

00:29:57: Fühlen sich für uns vertraut an weil es das ist was wir erfahren und gelernt haben.

00:30:04: Und für eine Korrektur, für eine korrigierende Erfahrung brauchen wir etwas anderes.

00:30:08: also ich erlebe dass manche mit Teilnehmern im Seminar die dann plötzlich so in der Gruppe erfahren wie gesehen sie sich fühlen oder wie sie sich plötzlich sicher genug fühlen, um sich zu öffnen in der Gruppe und dann entsteht ein ganz neuer Nährboden von Verbundenheit.

00:30:28: Und das ist einfach irreschön zu bezeugen!

00:30:33: Traumeheilung ist kein linearer Prozess sondern einen Dynamischauen.

00:30:38: Wir glauben immer es geht so kontinuierlich nach oben aber in Wahrheit ist es eine Achterbahnfahrt Ein echter Rollercoaster Ride.

00:30:50: Wünsche uns allen, dass wir mit unserem Erwachsenen ich immer mehr Spielfreude entwickeln und Gnädiger mit uns sind wenn es mal wieder auf der Achterbahnfahrt ins Tal geht.

00:31:04: Denn klar ist nach dem nächsten Tal kommt sicherlich auch wieder der nächste Hügel den wir erklimmen dürfen und so lernen wir die Welle des Lebens immer besser zu reiten.

00:31:18: Und sei dir gewiss, du bist auf dieser Reise nicht alleine!

00:31:22: Wir sind Millionen von Menschen überall auf der Welt die einfach immer noch manchen ist es bewusst vielen ist das überhaupt nicht bewusst in einem Körper leben der im Überlebensmodus ist und auch nicht in der Gegenwart und in einen sicheren Zustand angekommen ist.

00:31:42: und jeder der sich auf diese Reise macht macht einen Unterschied und ich glaube fest daran, dass es geht.

00:31:50: Ich glaube daran das Heilung möglich ist!

00:31:53: Finde deinen Weg, finde deine Leute, findet das was dich unterstützt im Prozess und du musst es nicht mehr alleine schaffen.

00:32:02: Wenn ihr bis hierhin zugehört und zugeschaut habt dann danke ich euch von Herzen.

00:32:07: Ich freue mich sehr über Kommentare unter der Folge auf YouTube oder natürlich auch auf Spotify.

00:32:14: lasst mir gerne eine ein Sternchen da oder vielleicht sogar fünf.

00:32:19: Und wenn ihr auf YouTube zuschaut, dann bitte abonniert diesen Kanal der Algorithmus Mark das sehr.

00:32:26: Sonst ist es wirklich sehr schwer in die Sichtbarkeit zu kommen und mehr Menschen mit diesem Themen zu erreichen.

00:32:32: Danke fürs Zuschauen!

00:32:34: Danke fürs Zuhören!

00:32:35: Danke dass du auf der Reise bist und danke dass du so mutig bist dich deinen Themen.

00:32:42: Eins ist klar, egal wie unsere Beziehungen weitergehen der Mensch mit dem wir auf jeden Fall bis ans Ende unseres Lebens zusammen sein werden.

00:32:51: Der sind wir!

00:32:52: Also bis zur nächsten Folge.

00:32:54: bitte bleibt bis dahin wie immer zuversichtlich gesund und stets neugierig.

00:33:10: Tschüss.