Bewusster leben. Zufriedener sein.
00:00:01: Ich habe ganz viel gemacht, um mit meiner Scham zu arbeiten.
00:00:04: Aber das Wirkungsvollste ist tatsächlich genau darüber zu sprechen wofür du dich schämst.
00:00:12: Also genau das zu zeigen von dem du denkst.
00:00:16: es darf niemand von mir sehen.
00:00:36: Und ich sage Hallo ihr Lieben, schön dass ihr auch in dieser Folge wieder mit dabei seid.
00:00:39: Wie immer hoffe ich das es euch gut geht und dass Ihr in diesem Moment an einem sicheren, an einem wohligen und an einem Muckeligen Ort seid.
00:00:49: Wir sprechen in der kommenden Stunde über ein Phänomen, oder genauer gesagt, über ein Syndrom das viel mehr Menschen belastet als wir uns das vorstellen können.
00:01:03: Es geht um das sogenannte Imposter-Syndrome oder Hochstapler-Sydrom.
00:01:09: Das hat nicht irgendwie was mit Heiratsschwindlern oder Betrügern zu tun sondern tatsächlich ganz viel mit einer tiefen Selbstwertwunde, die ja wie ihr wisst viele von uns tragen.
00:01:22: Ich freue mich so sehr jetzt mittlerweile ich glaube zum dritten oder vielleicht sogar zum vierten Mal ist sie mein Gast, denn sie hat
00:01:30: ein
00:01:30: so berührendes und wie ich finde wirklich phänomenales neues Buch geschrieben das am ersten Juni erscheint in dem es genau um dieses Thema geht nämlich um das sogenannte Imposter Syndrome.
00:01:41: Und man glaubt ja immer Ja!
00:01:42: So Menschen die in der Öffentlichkeit stehen die Podcast machen und so Die haben damit ja überhaupt keine Themen und so ist Es natürlich nicht und Sie hat damit einen sehr authentischen und offenen Umgang und deswegen schätze Ich sie unglaublich als Mensch, aber auch für ihre Arbeit.
00:01:57: Herzlich willkommen, liebe Sarah Dessai!
00:02:01: Danke, liebe Kati und immer wenn ich dir zuhöre denke mir, oh Gott, ich könnte dieser Frau stundenlang zuhören.
00:02:07: Auch nicht nur weil du über mich redest sondern weil du einfach... Man möchte deiner Stimme lauschen.
00:02:12: Danke dass ich hier sein darf zum dritten Mal.
00:02:14: Zum dritten mal jetzt ne?
00:02:16: Weißt du wann wir uns das erste Mal begegnet sind?
00:02:18: Ich glaube beim ersten Mal War es zu meinem letzten Buch?
00:02:25: Meine ich, zwanzig-zweiundzwanzig.
00:02:28: Ich dachte das wäre nach dem ersten gewesen.
00:02:30: Ja!
00:02:31: Vielleicht auch dann vielleicht doch jetzt zum vierten Mal.
00:02:34: Ich
00:02:34: glaube es ist das vierte mal denn das letzte Mal haben wir uns in Berlin gesehen.
00:02:37: Genau da warst du bei mir
00:02:38: und das war richtig schön
00:02:39: Das war richtig Schön.
00:02:41: Heute höre ich auf zu zweifeln heißt dein neues buch in dass ich schon reinschauen durfte Auf einer Skala von eins bis zehn, wie groß waren die Zweifel als du dieses Buch zu Ende geschrieben hattest und das in die Welt geschickt hast?
00:03:01: Es geht dann zum Verlag ins Lektorat.
00:03:04: Wie ging es dir da?
00:03:06: Hey, ich bin die komplette Achterbahn gefahren der Selbstzweifel.
00:03:11: Mal war es die eins aber ziemlich selten und manchmal war es auch die zehn und manchmal was dazwischen genau.
00:03:17: also Ich habe das Buch geschrieben dass ich schreiben musste weil es tatsächlich auch mein Thema ist Und ich beginne das buch auch so ich erzähle wie beim meiner zahnärztin im wartezimmer sitze so eine Anspannung und Beklemmungen fühle, und zwar nicht wegen der Zahnbehandlung sondern weil ich ihm weiß dass sich dann gleich wieder mich ans Buch setze.
00:03:44: Und ich bin keine Autorin bei der die Worte magisch durch mich hindurch fließen.
00:03:52: Es haben ja manche, die berichten das ja also meine Finger fliegen nicht über die Tasten.
00:04:00: Trotzdem war es eine sehr heilsame Erfahrung dieses Buch zu schreiben und auch eine sehr, sehr wichtige.
00:04:05: Ich glaube nicht nur für mich.
00:04:08: Ich habe dich am Bahnhof abgeholt und hab dir schon im Auto gesagt ich möchte eigentlich noch gar nicht dir ein Feedback geben auf dein Buch weil ich das hier so eins-zu-eins in der Aufnahme dir sagen möchte.
00:04:19: Und als ich damit angefangen habe – ich habe es noch nicht ganz durchgelesen – habe ich gedacht Wahnsinn ob ihr bewusst ist dass sie immer besser wird in dem, was sie schreibt.
00:04:31: Denn du bist ja nicht nur Autorin und Podcasterin und Ausbilderin – in dir steckt hier auch eine echte Poetin!
00:04:41: Danke Kati, das bedeutet mir echt viel.
00:04:44: Wirklich?
00:04:45: Danke.
00:04:45: Das meine ich ganz, ganz ernst.
00:04:48: Ich
00:04:48: finde, du hast eine unglaubliche Ada an Prosa und ich habe mir ein paar Stellen rausgeschrieben die ich so gerne teilen möchte Ein bisschen rüberbeugen, und zwar auch Zeilen mit denen das Buch beginnt.
00:05:08: Und sie lauten selbst Zweifel tragen kein Namensschild!
00:05:12: Sie stehen nicht auf wenn du den Raum betrittst.
00:05:14: Sie flüstern in Konferenzräumen beim Scrollen in stillen Momenten nach dem Applaus beim Augen schließen und beim Augen öffnen.
00:05:23: Und obwohl sie keine Gestalt haben nehmen sie Raum ein.
00:05:27: Wir teilen uns mit Ihnen das Bad, den Ess-Tisch, den Schreibtisch und das Bett.
00:05:32: Ich nannte sie lange Realität.
00:05:35: Andere nannten Sie Bescheidenheit, Höflichkeit angenehm, fleißig, stets bemüht – aber in Wahrheit war es Angst!
00:05:44: Die Wurzel unter all'den Zweifeln?
00:05:46: Und ich habe keine Lust mehr, dass Angst meine Realität ist.
00:05:57: Wie ist das für dich, wenn ich dir das vorlese?
00:05:59: Was du geschrieben hast.
00:06:02: Also, dass muss ich erst mal selber wirken lassen.
00:06:05: Ich hänge noch bei den Worten die du davor gesagt hast und es ist... Das ist richtig schön!
00:06:13: Und ich schreibe ja auch im Buch, spreche ich über die Imposter-Strategien und dann nenne ich Archetypen.
00:06:27: Eine Ausprägung ist eben, dass es uns wahnsinnig schwer fällt Komplimente anzunehmen.
00:06:35: Und oft sagt man ja doch also Komplmente.
00:06:39: ich bin dazu bescheiden für aber eigentlich nehmen wir Komplimenten nicht an weil wir Angst haben andere zu enttäuschen weil wir angst haben beim nächsten mal Bin ich vielleicht nicht so gut?
00:06:51: Und dann sind die anderen enttäuscht.
00:06:53: Oder, hey das hatte ich jetzt nur Glück!
00:06:54: Du hast dir eine Textstelle rausgesucht, wie die eben okay ist.
00:06:58: aber vielleicht wenn du auf die nächste Seite guckst, bist du dann enttöscht.
00:07:04: Dann ist
00:07:04: sie sehen dass sich gar nichts zu
00:07:05: tun hat.
00:07:05: Genau und das ist so ganz typisch und ich merke aber, dass ich das immer mehr loslassen kann und ich wünsche mir das für andere auch weil ich habe gerade gemerkt als du mir deinen Feedback gegeben hast Wie schön das ist, wenn man das annehmen kann ohne direkt Ja-Aber zu sagen.
00:07:24: Das machen wir so oft.
00:07:25: Wir sagen so oft, ah nee, es ist so besonders nicht.
00:07:30: Aber
00:07:32: Kritik, die sammeln wir in unserer Vitrine, Vitrophäen und gucken die uns ständig
00:07:38: an.
00:07:40: Und was Schönes ein Kompliment?
00:07:43: Das weisen wir von uns wie so lästige Fliegen im Sommer Und das ist doch schade und es war gerade ein sehr, sehr schöner Moment.
00:07:51: Also danke dafür an dich!
00:07:54: Und auch an mich dass ich das annehmen kann und ich wünsche mir das was für uns alle.
00:08:00: ja.
00:08:01: Weißt du was ich irgendwann verstanden habe?
00:08:03: Ich hab natürlich auch Komplimente immer sofort relativiert und Schöner Puli echt der ist aber von H&M.
00:08:09: Wen interessierts von dem der Puli
00:08:11: ist?
00:08:12: So ist einfach ein schöner Poli und ich habe irgendwann im Laufe der Zeit realisiert, dass es auch total doof für den anderen ist.
00:08:21: Wenn der mir was Schönes sagt und ich aber sage ne, das stimmt ja gar
00:08:25: nicht.".
00:08:26: Das ist eine Imposta-Manifestation über die schreibe ich auch.
00:08:30: also wie zeigt sich der Imposta?
00:08:33: Und dieses sofortige Zurückweisen von Komplimenten und das ist auch für das Gegenüber Aber nicht wertschätzend ist, weil man muss sich ja vorstellen.
00:08:46: Das Gegenüber nimmt sich die Zeit, hat sich auch die Worte überlegt.
00:08:50: Du hast dir überlegt was sag ich denn Sarah gleich?
00:08:54: Hast dich geöffnet für meine Texte.
00:08:56: und dann möchte ich auch die Zuhörerinnen ermutigen das Feedback von jemandem anderen immer subjektiver als unser eigenes und selbstgegenüber also In deinem Feedback mir gegenüber liegt wahrscheinlich in der Wertschätzung mehr Wahrheit als in dem, was ich mir selbst über mich erzähle.
00:09:20: Da werden wir noch tiefer ansteigen!
00:09:22: Dein Buch beginnt auch mit den Worten und da setze ich ein fettes Ausrufezeichen hinter Verstehenschaftveränderung wie der Imposter Macht über uns gewinnt.
00:09:32: und da gehe ich wirklich Seite-an-Seite mit dir aufs Feld weil Wenn wir anfangen zu verstehen, was mit uns los ist können wir dem was in uns wirkt.
00:09:45: In allen Kräften nicht nur unsere eigene Biografie sondern auch der Biographie all unserer Ahnen und Ahnen dementsprechend begegnen.
00:09:53: deswegen lass es doch noch mal zurückspulen für einen kurzen Moment in deinen Worten.
00:09:58: Was ist das Imposter-Syndrom?
00:10:04: Kurz zusammengefasst ist das imposter syndrome die Angst dass das, was andere von uns sehen am positiven und so wie wir uns selbst fühlen.
00:10:16: Wie man selbst wahrnimmt dass da einen Spalt klafft und wir immer Angst haben dass jemand in diesen spalt gucken könnte.
00:10:25: also anders ausgedrückt egal was wir im außen erreichen was wir auf die beide stellen was wir tun Wir haben immer das Gefühl Wir hatten eigentlich nur Glück oder morgen kann es wieder vorbei sein.
00:10:46: Das ist das Imposter-Syndrom und das ist auch nichts, was ich mir ausgedacht habe.
00:10:50: also es gab Forschungen dazu.
00:10:52: Es gibt zwei Forscherinnen und die haben neunzehntundhundertsiebzig eben als Psychologin mit vornehmlich Frauen gearbeitet hat ein ganz viele total erfolgreiche Frauen bei sich sitzen, Akademikerinnen CEO's UNAME mit Ärztinnen und die haben gemerkt hey alle leiden eigentlich unter dem gleichen nämlich starke Selbstzweifel.
00:11:17: Die bis hin zu körperlichen Symptomen bisschen zu depressiven Verstimmungen führen.
00:11:25: Und dann haben sie gesagt okay was ist das denn?
00:11:28: Was ist das für eine komische Sache hier?
00:11:34: und haben geforscht, nicht unter dem Mikroskop sondern eben mit Fragebögen.
00:11:39: Und dann hat sich rausgestellt dass eben alle diese Frauen eins vereint nämlich die Angst.
00:11:46: oder der nicht nur die Angst sondern der feste Glaube hey ich habe das gar nicht verdient was ich hier habe.
00:11:54: Und es kann auch jederzeit ans Licht kommen und deswegen muss ich mich doppelt so hart anstrengen, man ist halt so ständig im Überlebensmodus wenn man vom Impostor-Syndrom betroffen ist weil man immer das Gefühl hat Ich bin ja nicht in Sicherheit!
00:12:10: Ich muss ständig zweihundert Prozent geben oder?
00:12:14: Das ist auf die andere Seite des Imposter-Sydroms.
00:12:19: Ich muss mich verstecken.
00:12:20: Es ist eine Waage mit zwei Waagsschalen, die einen sind, die überkompensieren und machen und tun nach vornherein ausbrennen und geben, wenn sie nichts mehr haben.
00:12:29: Und die anderen sind die, die den stillen Rückzug wählen, die sich verstecken, die vermeiden ... Weil, wenn ich vermeide, kao nix schiefgehen kann nicht aufliegen, aber ich vermeidere ... Du hast Dination
00:12:42: im Grunde genommen?
00:12:43: Aber ich vermeide eben auch das Leben.
00:12:45: Und dann hat man weiter geforscht und zwar mit allen Geschlechtern, mit allen Berufsgruppen, mit all den sozialen Schichten... Wir alle sind betroffen!
00:12:58: Siebzig Prozent aller Menschen haben Imposter-Gedanken und Impostergefühle.
00:13:05: Prozent.
00:13:06: Und die Zahl steigt natürlich, weil wir in einer Welt leben, die immer mehr auf Leistung und natürlich Social Media geprägt ist ja.
00:13:19: Das ist das Imposter-Syndrom ein ständiges im Überlebensmodus sein.
00:13:25: Weil wir Angst haben der Welt nicht gewachsen zu sein und der Welt eigentlich nur etwas vorzuspielen jederzeit enttarnt werden zu können, also nicht in Sicherheit zu
00:13:37: sein.
00:13:39: Ich hatte Gespräche im Zuge meiner Arbeit fürs Radio.
00:13:44: übrigens in diesem Moment sind wir auch in den heiligen Hallen von Antenne Bayern.
00:13:47: vielen Dank dass ich hier sein darf für diese kleine Aufzeichnung
00:13:51: und
00:13:52: Ich werde den Namen jetzt nicht sagen, weil das ist im privaten Rahmen gefallen.
00:13:57: Deswegen weiß ich nicht ob es diesen Menschen recht wäre aber ich weiß von sehr sehr sehr bekannten deutschen Musikern die genau unter dem selben Phänomen leiden nämlich ja ich verkaufe die Olympia Halle aus Ja unsere ganze Tour ist ausverkauft Aber eines Tages wird die ganze Welt erkennen dass sich in Wahrheit überhaupt nichts kann.
00:14:22: Dass ich in Wahrheit überhaupt kein guter Musiker bin, dass sich auch nicht singen kann und dass ich einfach eine Riesenmogelpackung bin.
00:14:30: Und das hat mich echt nachdenklich gemacht weil wie du sagst siebzig Prozent wahrscheinlich ist die Dunkelziffer noch ein bisschen höher.
00:14:38: Das heißt so richtig frei davon ist ja keiner.
00:14:41: Genau!
00:14:42: Wenn wir da uns auch anschauen was uns schon sehr früh geprägt hat alle Also, ich bin ja der festen Überzeugung.
00:14:52: Wir alle tragen auch ein unsichtbares Erbe und dazu gehören die frühkindlichen Prägungen.
00:15:00: Der erste Kreis, der uns geprägt hat ist die Familie bei den meisten.
00:15:04: Und als Kinder ... Ich glaube, ein Baby hat keine Selbstzweifel.
00:15:10: Ein Baby ist einfach an seiner Essenz.
00:15:14: aber ich zum Beispiel kann mich nicht mehr an einen Sein ohne Zweifel erinnern.
00:15:24: Das ist auch mal eine Frage, an alle die zuhören.
00:15:27: Kannst du dich noch daran erinneren dass du nicht an dir gezweifelt hast?
00:15:32: Ich glaube bei mir ist es so wahrscheinlich mit dem frühen Eintritt in die Pubertät losgegangen.
00:15:36: also ich glaube als ich drei oder vier war ich glaube ein dreijähriges Kind zweifelt das dann sich.
00:15:43: Also ich weiß dass ich im Kindergarten schon nicht an meiner Leistung.
00:15:48: aber So wie gehöre ich jetzt da zu denen, mit denen ich spielen will?
00:15:56: Bin nicht da akzeptiert.
00:15:58: Stimmt also wenn ich drüber nachdenke wahrscheinlich schon im Kindergarten.
00:16:01: Wenn dein anderes Kind sagt du siehst ja komisch aus dann womit?
00:16:06: also wo sich das Kind ja wahrscheinlich gar nichts dabei denkt?
00:16:09: aber beim gegenüber wird es wahrscheinlich Dann die ersten Zweifel auslösen.
00:16:13: Du hast völlig recht
00:16:14: und Basiert darauf, dass wir natürlich dazugehören müssen.
00:16:21: Zugehörigkeit ist fest verankert in uns das Bedürfnis.
00:16:25: Es ist eben nicht dieses, oh ich will gemocht werden sondern wenn wir nicht dazzugehören bedeutet, dass niemand kümmert sich um uns und als Menschen sind wir ja ewig darauf angewiesen, dass jemand sich ums kümmerte so Gespiegeltes Selbstwert empfinden.
00:16:40: Wir lächeln unsere Fürsorge an, unsere Eltern ja meistens und gucken, dass wir ein Lächeln zurückbekommen?
00:16:45: Dass das Signal hey!
00:16:46: Wir freuen uns, dass du da bist.
00:16:48: Und dann fühlen wir uns in Sicherheit und zum Glück so als Babys... Also ich meine, du musst schon echt nen Pünktchen sein wenn du n Baby nicht anlöchnest.
00:16:57: Deswegen kriegen wir...
00:16:58: Soziopath
00:17:01: oder so, genau.
00:17:03: Und deswegen kriegen wir natürlich als Babys ganz oft in Lächeln zurück aber dann kriegen wir auch ziemlich schnell im frühen Kindesalter gespiegelt okay wer muss ich sein um weiter hin in lächeln zu bekommen?
00:17:17: Wer muss sich sein um weiterhin akzeptiert zu werden?
00:17:21: und wer sollte ich lieber nicht sein?
00:17:23: was sollte ich unterdrücken von mir?
00:17:25: Wir orientieren uns ja immer mehr am Außen.
00:17:28: Wir manifestieren uns in einer Persönlichkeit, die sich immer mehr im Außen orientiert und dann ist es halt der Kindergarten, die Schule usw.
00:17:37: Und das heißt da ist schon der Beginn unserer Imposta-Persönlichkeit weil wir gewisse Teile von uns nicht zeigen und andere nach vorne stellen und sichtbar machen und andere eben verstecken.
00:17:54: Und dann ist es auch so.
00:17:56: Das fand ich sehr spannend bei der Recherche zum Buch, dass das ja noch weit darüber hinausgeht.
00:18:02: Also klar wie wird in Familien geredet?
00:18:06: Was wird erwartet?
00:18:10: Das formt sich da eben alles rein aber es geht noch weiter im Sinne von... Transgenerationales Erbe auch.
00:18:19: Wir leben in einer Generation, also alle unsere Großeltern, auf jeden Fall die meisten haben Flucht erlebt und wenn zum Beispiel deine Großmutter auf der Flucht war dann musste sie so unauffällig wie möglich sein.
00:18:37: Das heißt, in dir kann dein Stresssystem erhöht ausschlagen, wenn es um das Thema Sichtbarkeit
00:18:46: geht
00:18:47: Und auch das spielt dem Imposter ja total Indikaten.
00:18:52: Das heißt, wir haben ganz viele Prägungen von der frühesten Kindheit an die letztendlich diesen Imposter total füttern und deswegen erstaunt mich das überhaupt nicht dass so viele Menschen betroffen sind.
00:19:07: Ja
00:19:08: und trotzdem wird finde ich relativ wenig drüber gesprochen Weil der Begriff, ich weiß jetzt nicht wann diese... es ist ja keine offizielle Diagnose.
00:19:16: Aber in der Welt der Psychologie ein Begriff der schon lange bekannt ist aber ich finde trotzdem wenig besprochen.
00:19:26: Wie hat sich der Imposter?
00:19:29: Hat er einen Gesicht bei dir?
00:19:33: Gute Frage!
00:19:34: Sieht ihr irgendwie, hat er eine Optik?
00:19:37: Weil ich habe jetzt bei mir den Empörungspanda etabliert Immer wenn sich irgendetwas empört, dann empört sich mein Empörungspander und läuft so stampfend rund um meinen Bett mit seinen kleinen pälzigen dicken Fäustchen in der Teile.
00:19:52: Gibt es einen Imposter?
00:19:55: Wenn du mich so
00:19:56: fragst,
00:19:57: müsste ich sagen tatsächlich dass man ein Imposter aussieht wie ich nur eine andere Persönlichkeit hat glaube ich.
00:20:07: Interessant!
00:20:09: Also wie ein Spiegelbild?
00:20:10: Aber nicht wirklich du.
00:20:11: Genau, aber nicht wirklich ich kann das so die böse Zwillingschwester sein.
00:20:18: Wie hat sich diese Zwilling-Schwester in deinem Leben bemerkbar gemacht?
00:20:22: Wie hat sie dein Leben ja beherrscht muss man ja sagen genauso wie bei mir.
00:20:26: also die haben eine Wahnsinnsmacht dieser Anteile in uns.
00:20:31: Also dass es selten leicht war Weißt du?
00:20:37: Und ich bin eher ein Mensch, der so nach vorne presst.
00:20:40: Also ich bin weniger jemanden, der prokrastiniert oder in den Rückzug geht oder in die Selbstabotage geht sondern ich bin jemand, der die Flucht nach vorn wählt.
00:20:55: und da passiert ja dann auch was in mir.
00:20:57: Wenn ich überkompensiere wenn ich sage Ja, ich schaff das schon Das war früher immer bei der Arbeit so, ja klar mach ich das auch noch.
00:21:05: Auch wenn nicht die einzige Mutter in dem ganzen Laden war.
00:21:08: Ja klar mache ich die extra Aufgabe.
00:21:12: oder ja perfektioniere und perfektionieren nicht... Also ich habe zwar einen hohen Anspruch aber Eigentlich geht es gar nicht darum.
00:21:22: Es gibt da drum, dass ich etwas von allen Blickwinkeln, also meiner Arbeit, von allen Blickwinkeln betrachten kann damit kein anderen Fehler finden kann.
00:21:31: Also ich sehe alle anderen Menschen in meinem Kopf die meine Arbeit betrachten und beäugen Und irgendwas kritisches sagen könnten und all die habe ich im meinem Kopf wenn Ich zum Beispiel an etwas arbeite und das ist natürlich überhaupt nicht gut weil dann wirst du nie fertig und hast dann auch eine gewisse Anspannung.
00:21:51: Und das würde ich sagen, so habe ich den Imposter lange gelebt.
00:21:59: und was dann passiert ist, es ist nicht leicht.
00:22:05: in dem Moment fühle ich mich dann unverwundbar weil klar der Imposter macht folgendes da ist ne neue Aufgabe zum Beispiel oder du bist im Umfeld wie auf Arbeit Ist da ja die Angst, ich bin dem vielleicht nicht gewachsen.
00:22:24: Und in dem Moment wo ich sage, komm, ich mach das stürze mich ja in die Schlacht und mein Körper schüttet Stresshormone aus, Cortisol, Adrenalin ... Die fühl mich dann auch stark in den
00:22:37: Moment.
00:22:39: Aber wie lange kannst du das machen?
00:22:42: Ohne dass du dich von innen heraus schwächst ohne dass du schlechten Schlaf kriegst?
00:22:48: Also wie lange kannst du im Overdrive leben?
00:22:52: Es funktioniert halt nicht.
00:22:54: Und auch in konstanter Anspannung, weil du ja überall diese Gefahr siehst.
00:23:01: und das habe ich zum Beispiel als ich noch angestellt war der Klassiker wenn dann mal Urlaub war, bin ich direkt krank geworden am ersten Urlaubstag.
00:23:10: also ich glaube das kennen ganz viele.
00:23:13: Also war klar sobald ich im Flieger sitze bin ich krank.
00:23:18: Was halt Trauma damit zu tun, was glaubst du?
00:23:26: Ich glaube viel.
00:23:28: Weil wenn ich nicht Angst hätte, nicht in Sicherheit zu sein und es auch noch nie gespürt habe, nicht insicherheit zu sein ob das nun auf einer transgenerationalen Ebene ist oder ich das selbst erfahren hatte Wenn das alles nicht wäre, wie viel Macht hätte denn dann der Imposter?
00:23:57: Dann... Wie viele Konsequenzen hättest wenn ich sagen würde ach weißt du was.
00:24:03: Ich kann nicht alles aber ich probiere es aus.
00:24:05: Wenn ich keine Konseqenzen zu fürchten hätte.
00:24:11: Also wieviel Macht hätte das Imposter-Syndrom dann?
00:24:16: Gar keinen!
00:24:17: Wären da Selbstzweifel wären einfach Ja gut Kannst nicht, probier's aus Und dann sammel ich halt Daten, während ich es ausprobiere.
00:24:26: Also da wird sich ja zeigen was funktioniert und nicht.
00:24:31: Ich möchte eine Stelle aus deinem Buch noch zitieren.
00:24:34: Manchmal braucht Angst nur ein Wort um ihre Macht zu verlieren.
00:24:38: so wie einen Kind das endlich sagen kann dass hier davor fürchte ich mich erst dann können wir ihm zeigen dass kein Monster unter seinem Bett wohnt.
00:24:48: auch wir Erwachsenen haben Angst vor Monstern Nicht unter unserem Bett sondern in uns selbst.
00:24:54: Sie versteckt sich in jedem Zweifel, In jedem hasstigen Lächeln.
00:25:00: In jeder durchgearbeiteten Nacht, in jedem Jahr das ein Neiden sein wollte Bis wir vergessen wer wir ohne sie sind!
00:25:09: Sie verdunkelt unser Leben so lange bis wir zugeben Ich fürchte mich davor nicht genug zu sein.
00:25:15: Dann schrumpft ihr Schatten Und indem Licht das bleibt finden wir uns wieder.
00:25:22: Da muss ich fast ein bisschen mit den Tränen kämpfen Das Prinzip des Schein-Riesen aus Jim Knopf.
00:25:30: Herr Purpur, gab es einen Moment oder erinnerst du dich an einen Moment in deinem Leben wo dir anfing klar zu werden?
00:25:40: Der ganze Bullshit in meinem Kopf und die Stimmen und das was ich mir über mich erzähle sind zum größten Teil Lügen.
00:25:48: Ich nenne es ganz bewusst Lügen weil mittlerweile würde ich sagen Es sind Lügen.
00:25:54: Ja, ganz klar.
00:25:56: Das ist doch das echt Tolle am Alter werden.
00:26:01: Das hat einfach nur die Zeit gebracht und es gibt aber zwei... Es gibt einen Riesenunterschied zwischen dem.
00:26:07: ich hab's verstanden und ich fühle es.
00:26:11: Es sind zwei komplett unterschiedliche Sachen und ich glaub Verstanden habe ich schon viel früher gefühlt kam es viel, viel später und ist auch eine Übungssache.
00:26:23: Und das ist auch immer wieder ne Übungssache.
00:26:27: Lass uns da mal ein bisschen tiefer graben in diesem Unterschied zwischen verstehen und ich sage immer begreifen weil im Begreifen für mich schon das körperliche drin steckt weil ja die Hände im Grunde genommen beim Greifen beim Prozess mit involviert sind war auch dass bei dir ein Prozess vom Kopf in den Körper zu kommen, also aus dem Verstehen ins Begreifen und wenn ja wie konntest du dich dabei unterstützen?
00:26:57: oder was hat dir geholfen?
00:26:58: Weil ich finde an diesem Punkt hängen so viele Menschen.
00:27:01: Die sagen Ja ja!
00:27:02: Ich habe das alles verstanden aber trotzdem verändert sich nichts.
00:27:06: und dann versuche ich ihnen zu vermitteln weil wir durch diese... Wir müssen diese Gefühle integrieren die wir abgekapselt und dissoziiert haben.
00:27:15: Aber wenn man den Prozess selber nicht durchlaufen hat, finde ich ist das unheimlich schweren Worte zu fassen, weißt
00:27:20: du?
00:27:20: Total!
00:27:20: Ich glaube auch da liegt der ganze Schatz, den wir heben können.
00:27:29: Und das Verstehen braucht man ja auch.
00:27:32: Das ist so ein Heranführen.
00:27:34: Ja.
00:27:34: Das Verstehn ist es heranführend aber verstehen ohne Begreifen, ich nenn's immer erfahren Da ist ein Schnitt, das dann Ende Schicht im Schacht.
00:27:47: So und was mir geholfen hat ja verstehen brauche ich aber ab einem gewissen Punkt zu sagen Ey verstanden habe ich es jetzt Ich nimm das jetzt an.
00:28:04: Und was also das wirklich zu leben und das bedeutet nicht mehr zu verstehen Nicht noch besser zu werden.
00:28:15: Weil es ist ganz schnell, das ist auch toll!
00:28:18: Wir setzen uns mit was auseinander und dann werden wir wie in so eine Bubble gesogen ja?
00:28:23: Und dann gibt's da so viele Podcasts und so viele Bücher und so viel Wissen und alles davon ist gut aber wir können auch da den Hang entwickeln immer besser zu werde noch, besser werden zu wollen und zu optimieren.
00:28:43: Ich habe irgendwann aufgehört, mich optimieren zu wollen.
00:28:47: Weil das ist ja wieder an Leistung geknüpft und es bedeutet... Es muss hässlich werden!
00:28:58: Es geht nicht beim Verstehen darum da etwas zu erreichen eine gewisse Form einzunehmen oder über den Dingen zu stehen, weil jetzt habe ich es ja gecheckt.
00:29:13: Nein!
00:29:14: Wir verstehen Dinge erst richtig wenn's hässlich werden darf und das ist für mich begreifend.
00:29:21: Das heißt Ich muss nicht verstehen wie ich mich weniger traurig fühle sondern Ich muss einfach mal richtig weinen.
00:29:33: Und zwar so richtig und zwar nicht nur einmal, sondern das darf immer wieder sein!
00:29:40: Und ich muss auch nicht lernen wie ich über den Ding schwebe, sondern einfach mal zu sagen hey es funktioniert nicht für mich und ich bin wütend und es war falsch wie das gelaufen hat und ihr habt mich nicht wahrgenommen Ich will das nicht, so.
00:30:03: Achterfeier ich dich so hart für er.
00:30:05: Und dass ist begreifen und das ist nicht planbar.
00:30:12: Das ist das warum wir Angst haben weil wir lernen ja die ganzen Sachen und wie gesagt ich liebe ich liebe Verstehe aber selbst im buch geschrieben nur verstehen verschaffende veränderung steh ich dazu.
00:30:23: Aber danach muss noch was kommen Das muss nicht schön sein, und dann wird es aber schön.
00:30:36: Also du musst dich nicht optimieren!
00:30:41: Und das ist so ein bisschen... Da schreibe ich ja auch im Buch drüber diese Kritik an meiner eigenen Branche, an der Selbsthilfeindustrie weil ich liebe meine Arbeit ich meditiere jeden Tag, ich manifestiere.
00:30:58: Ich liebe das alles so!
00:31:00: Aber es ist auch ein Problem zu sagen wenn du das machst, wenn du es richtig machst und richtig verstehst dann klappt's bei dir.
00:31:12: Nein, so ist es nicht.
00:31:15: Und
00:31:15: d.h.,
00:31:15: wenn es da nicht klappt habe ich nicht nur mein ursprüngliches Problem Also meine Angst oder meine Zweifel, sondern auch noch dann die Scham dieses Problem nicht richtig angegangen zu sein weil ich so wenig verstanden habe.
00:31:28: Und dann kommt der Imposter wieder
00:31:29: und dann ist er
00:31:30: selbst Verachtung oben drauf?
00:31:32: Genau!
00:31:33: Ah, war es so lustig dass wir da noch kurz ein bisschen tiefer eintauchen.
00:31:38: Diese berühmte Self-Learning Industry deren Teil ich natürlich auch auf eine Ein- oder andere Art bin... ...es etwas Nellas-Arment war letztes oder vorletztes Jahr hier, der hat sich auch getraut da mal kritisch hinzuschauen.
00:31:52: Und ich hatte neulich eine Situation auf einer Veranstaltung wo darüber gesprochen wurde.
00:31:59: ja dann wenn ich da morgens aufstehe und dann bin ich schlecht drauf und traurig, dann setze ich mir Kopfhörer auf und dann tanze ich drei Songs und dann mache ich meine Atemübung und dann schüttle ich mich zwanzig Minuten
00:32:09: und alles
00:32:11: gut und schön!
00:32:12: Ich will das gar nicht kritisieren.
00:32:13: und trotzdem blieb bei mir der Gedanke Aber wäre es nicht okay, einfach morgens aufzustehen und traurig zu sein.
00:32:20: Und nicht nach einer Kompensation zu suchen oder einer Coping-Strategie wieder von der Traurigkeit mich zu entfernen?
00:32:28: Weil das was uns Menschen ausmacht ist unsere Fähigkeit zu fühlen durch unseren Körper fließen zu lassen, die uns ja wichtige Informationen schicken.
00:32:41: Denn wenn ich morgens aufwache und ich bin erschöpft oder traurig oder kraftlos ist das vielleicht eine wichtige Information meines Körpers dass sich mir in den letzten Tagen Wochen Monaten einfach viel zu viel zugemutet habe.
00:32:55: Und das is ne Entwicklung die ich sehr kritisch betrachte und die auch ein bisschen toxisch finde.
00:33:03: So, weil es ja letztendlich für mich eher darum geht zu lernen als Mensch.
00:33:08: Zu fühlen und die Emotion, die ich als Kind nicht in der Lage war zu halten aber jetzt als Erwachsene halten zu können.
00:33:17: Und ich fand das ganz schön gerade beim dir zuzuschauen wie sie dieses Nein!
00:33:21: Und ich will es nicht und es war nicht okay also so eine Wut zu haben anstatt in diese Vergebenskultur einzusteigen und immer diesen Anspruch an sich zu haben, über den Dingen zu schweben.
00:33:34: Es ist ja nicht menschlich.
00:33:37: Nee!
00:33:37: Und du hast es auch gerade schon gesagt, sind da wichtige Informationen?
00:33:41: Also klar, manchmal... Ja, es ist auch gut, in herausfordernden Gefühlen festzustecken.
00:33:51: Auf jeden Fall.
00:33:52: Dafür
00:33:52: haben wir unsere Tools Ja, das wir merken.
00:33:56: Bei mir ist es auf jeden Fall so, dass ich weiß, es ist jetzt ein Moment und der darf da sein?
00:34:01: Der wird aber auch wieder gehen.
00:34:02: Es ist nicht meine Identität.
00:34:07: Aber die wegzumachen, wie du es eben gesagt hast ... Also wenn ich sie weg tanzen muss, dann bedeutet ja, dass sich gegen sie tanze.
00:34:19: Warum tanze ich denn nicht mit denen?
00:34:22: Ich lieb das auch, mir Musik einzumachen und einfach dann dazu traurig zu sein.
00:34:28: Und weil wie viel Macht hat die Traurigkeit?
00:34:31: Wie viel macht hat die Angst, die Scham all diese Gefühle?
00:34:37: Wie viele Macht haben sie wenn wir sie nicht mehr fürchten, wenn Sie da sein dürfen?
00:34:44: Wenn wir wissen es ist ein Besucher für einen kurzen Moment.
00:34:48: Aber in meinem Haus leben noch so viele andere Besucher, die von Träumen und Freude, von Visionen erzählen dass ich muss sie nicht vor der Tür stehen lassen.
00:35:01: Die dürfen rein, dürfen auch mit mir reden aber ich weiß... Die schlafen jetzt nicht jede Nacht auf meinem Sofa, weißt du wie ich meine?
00:35:12: Und deswegen finde ich das ganz wichtig auch herausfordernde Gefühle zuzulassen.
00:35:18: Da liegt die Heilung drin und wenn ich da keine Angst mehr vor habe dann haben sie mich doch auch nicht mehr beim Genick.
00:35:25: Das heißt nicht dass die schön sind, ich will die nicht romantisieren.
00:35:30: Angst ist nicht schön!
00:35:31: Nein aber zu wissen ... Weißt du was?
00:35:35: die ist jetzt da und jetzt gerade ekelig Ekelhaft jetzt gerade.
00:35:40: Aber ich weiß, die geht wieder weg und das kann ich aber nur wissen wenn ich sie auch mal zugelassen habe und wenn Ich mit ihr gearbeitet habe und Wenn ich weiß wie sich Angst anfühlt und wenn ich weiß oh Was passiert da in mir?
00:35:58: Und am Ende weiß ich aber hey es gibt auch einen moment nach der angst So und deswegen finde ich dass so Wichtig, ja.
00:36:10: Ich hatte so einen neuralgischen Moment, ich glaube, im Jahr zwei Tausend Achtzehn oder so ging es mir seelisch überhaupt nicht gut war meine Tiefpunktphase, meine letzte Aktuelle.
00:36:23: also wo ich auch noch ohne zu wissen das ist echt lange vorbei und ich rede da gerne drüber weil ich habe das gelernt jeder kann das lernen Das ist Neuroplastikität.
00:36:32: deswegen bin ich nichts außergewöhnliches wir alle können das Lernen.
00:36:35: Ich konnte aber zu diesem Zeitpunkt mit meinen eigenen Emotionen überhaupt noch nicht umgehen.
00:36:40: Und da gab es einen Moment, da stand ich auf meinem Balkon und habe geraucht und wahrscheinlich um sechs Uhr dreizig schon den ersten Apparul Spritz getrunken, um mich irgendwie zu beruhigen.
00:36:52: In meinem Körper war höchster Stress und ich schaue so in so ein Münchner Innenhof und sage plötzlich du hast Angst!
00:37:00: Und das ist okay... Das hatte ich so noch nie formuliert und in diesem Moment geschah das Unglaubliche.
00:37:10: Ich würde lügen, müsste ich behaupten die Angst sein den Moment weg gewesen aber es war eine spürbare Veränderung da durch die bloße Anerkennung Die bloße anerkennungen.
00:37:25: ich empfinde in diesen moment angst und dass ist okay.
00:37:30: also nicht der Kampf gegen die angst Wie viele Drinks muss ich noch nehmen, um das nicht mehr zu spüren?
00:37:37: Sondern es einfach anzuerkennen?
00:37:39: und Das können wir lernen.
00:37:42: Und dann ist die Frage, die ich nämlich reinschmeißen möchte ist Du hast die dringst genannt wie viele drinks braucht Es um die angst Zu betäuben zu kompensieren?
00:37:56: Könnte man auch fragen wie viel Tänzchen brauche Ich am morgen um meine angst zu kompanieren?
00:38:03: und damit möchte ich nicht sagen Tanzen nicht.
00:38:05: Hey, wenn du dich danach fühlst.
00:38:06: natürlich Lebensfreude ist das Schönste!
00:38:09: Aber wenn es nur zum Kompensieren ist dann klar tanzen natürlich immer noch gesunder als Szene abberuelt Spritz aber die Funktionsweise dahinter ist vielleicht die gleiche.
00:38:20: Volkst Du Mastin Kipp auf Instagram zuviel?
00:38:22: Nein Es
00:38:23: sind Amerikaner auch im Grunde genommen selbst ein Betroffener von Trauma der heute finde ich eindrucksvoll und auch wirklich gut aufklärt über Trauma hat ein Riesen-Account.
00:38:35: Und den habe ich auf irgendeiner Messe als Speaker gesehen, auf der Bühne untersprach er über High Level und Low Level Coping Strategies.
00:38:46: Und Low Level wäre im Grunde genommen der Alkohol Fast
00:38:49: Food
00:38:49: Spielen Zigaretten Drogen.
00:38:53: High Level ist Tanzen Yoga Meditation und Breathwork.
00:38:58: Also im Grunde genommen alles, was bitte nicht falsch verstehe bevor ihr jetzt hier mir ein Shitstorm unter meine Folge schreibt.
00:39:06: das alle sind wunderbare Tools die auch in meinem Leben eine feste Größe sind.
00:39:12: aber es ist immer interessant zu erforschen wozu mache ich das?
00:39:16: Jetzt also wovor?
00:39:18: in mir versuche ich wieder davon zu laufen und zu betäuben vielleicht nicht durch ein Glas Wein
00:39:26: Aber,
00:39:27: indem ich mich jetzt das dritte Mal hinsetze und meditiere um irgendwas in mir nicht zu fühlen.
00:39:32: Und da geht es ja auch überhaupt nicht darum ist richtig oder falsch sondern eben sich selber besser kennenzulernen.
00:39:38: weißt du wie meine?
00:39:39: Absolut
00:39:40: Ja und das ist ja im Grunde genommen.
00:39:42: jetzt kommen wir wieder zum Imposter bei der Scham nichts anderes.
00:39:46: Wie hast denn Du gelernt mit Deiner Scham zu leben?
00:39:49: Der Scham ist ja ganz eklig weil Scham sagt ja nicht Du hast was falsch gemacht, sondern du bist falsch.
00:39:57: Und schreibe ich auf ein Buch.
00:40:00: Viele von uns mussten sich im Kindergarten oder in der Schule in die Ecke stellen noch wenn man irgendwie den Unterricht gestört hat und da ist ja nichts Schlimmes passiert.
00:40:12: aber es war ein sehr schamvoller Moment dieses öffentliche Zerschaustellen Und wir tun alles, selbst wenn wir diese Erfahrung nicht gemacht haben.
00:40:23: Aber dieses Gefühl nicht zu spüren.
00:40:27: So eine Situation auch zu vermeiden öffentlich zur Schau gestellt zu werden.
00:40:32: und Scham sagt dir eben mit dir stimmt was nicht und alle anderen könnt sehen Ich habe ganz viel gemacht, um mit meiner Scham zu arbeiten.
00:40:47: Aber das Wirkungsvollste ist tatsächlich genau darüber zu sprechen, wofür du dich schämst.
00:40:56: Also genau das zu zeigen von dem du denkst.
00:40:59: es darf niemand von mir sehen.
00:41:01: und da gibt's auch ein psychologisches Phänomen Das is the beautiful mess effect.
00:41:06: Und wir haben ja Angst wenn jetzt andere das von mir wissen meine Kolleginnen oder mein Partner, oder meine Freund oder egal wäre.
00:41:21: Wenn die das von mir wüssten dass ich sowas denke oder dass sich so was manchmal mache oder dass mir das passiert ist oder was auch immer es ist dann sehen sie mich mit anderen Augen und respektieren die mich nicht mehr oder lieben die mich jetzt nicht mehr.
00:41:40: Und ich weiß aus meiner Arbeit, aus meinen Gruppencoachings Du kennst es auch, dass genau das Gegenteil der Fall ist.
00:41:48: In dem Moment in dem jemand ... Das ausspricht!
00:41:54: Vorher so große Angst hat... Ich hab noch nie erlebt, dass die Person dann ... Dass er den Rücken zugewandt wurde im Gegenteils.
00:42:06: aufatmen, dass durch den Raum geht.
00:42:09: So okay ey wir sind da für dich ey mir geht's doch genauso.
00:42:13: du bist nicht allein und das sagt eben der beautiful mess effect wird es meinen wir würden damit menschen abstoßen.
00:42:22: aber genau das gegenteil der fall ist.
00:42:25: wir alle fühlen uns zu echtheit hingezogen weil wir uns darin wieder
00:42:31: erkennen
00:42:32: wenn alles bei dir perfekt ist.
00:42:34: Da habe ich ja noch mehr Angst, nicht mithalten zu können.
00:42:40: Das heißt innerlich distanziere ich mich weil ich noch mehr eine Fassade meiner auch aufrechterhalten muss, mich zusammenzureißen.
00:42:49: Aber in dem Moment in dem du sagst, dass das Undenkbare sagst was für dich vielleicht echt ganz lange undenkbar war.
00:42:57: Letzt du mich ein, das Gleiche zu tun?
00:43:01: Und dann siehst du mich wirklich und das ist der beautiful Mass Effect.
00:43:04: Ich finde es ein der schönsten Begriffe in meinem ganzen Buch.
00:43:07: Total,
00:43:08: total schön!
00:43:09: Deswegen liebe ich auch die Gruppenarbeit egal ob in Seminaren oder auch bei Gruppen Coachings wenn ihr Lust habt am neunten Juni startet.
00:43:18: Ist die Folge da schon draußen?
00:43:19: Ja.
00:43:20: Am neunten Juni startet ein neues Gruppencoaching, also wenn ihr Lust habt noch dabei zu sein ich weiß jetzt nicht zum Zeitpunkt der Aufzeichnung ob es noch Plätze gibt aber schaut doch mal auf der Internet.
00:43:28: Machst
00:43:28: du das?
00:43:29: Leute seid dabei, neunter Juni!
00:43:32: Ich guck mal wenn ich da nicht auf Promo-Reise bin.
00:43:35: Nee auf jeden Fall hier in... In Bayern?
00:43:39: Ich mache
00:43:39: jetzt ein fünf-monats Begleitungsprogramm sozusagen mit zwölf Terminen online, weil ich eben durch die Seminarerfahrung... Da gibt es einen im November wieder in Hamburg und sicherlich auch Berlin und Köln.
00:43:51: Da gibt's aber noch keine Termine.
00:43:53: Einfach die Erfahrungen gemacht habe wie wertvoll das ist diese Arbeit in der Gruppe.
00:43:56: Die ist Wahnsinn!
00:43:57: Ich
00:43:57: hatte da ganz lange auch mir gedacht, ja, wie soll man das transportieren?
00:44:03: also war ich natürlich früher weil ich noch gelernt habe, gab es noch gar keine Online-Seminare.
00:44:09: Und dann hab' ich angefangen online Seminare zu geben und ich muss sagen diese Trans-, also dass sich das so übertragen kann und dass das so eine Kraft entfesselt.
00:44:19: Also deswegen wenn's noch Plätze gibt Leute... Ich guck auf jeden Fall gleich einer ist gleich weg!
00:44:29: Und sofort möchte mein Impost nur anspringen und sagen, jetzt feiert ich die Sarah hier.
00:44:33: So ist es so unangenehm und so ist das so crazy.
00:44:37: Man kann es nur beobachten und immer wieder liebevoll hinschauen.
00:44:43: Das finde ich so schön an diesem, dass Verstehen Macht ist weil... Ich weiß ja wo er herkommt und ich weiß ja, dass er eigentlich gar nicht gegen mich ist sondern eigentlich ist er ja nur für mich und will mich beschützen.
00:44:57: Und da hast du mich gerade noch an was erinnert.
00:44:59: Du weißt ja, wo du herkommst weil wir grade noch bei der Self-Help Industrie waren.
00:45:06: Da möchte ich auch nochmal eine Lanze für brechen das wisst ihr?
00:45:11: Wir alle sind einem anderen Punkt im Leben und dass das schwierige ist wenn uns vermittelt wird.
00:45:23: Du bist für alles verantwortlich Ja Klar, wir haben Verantwortung für unser Leben und das ist ja das Tolle auch.
00:45:33: Aber wenn es dann eben nicht sofort klappt, denken wir ja auch wieder wo jetzt bin ich gescheitert?
00:45:41: Wieder wird der Imposter... Meine Schuld!
00:45:43: Meine Schuld.
00:45:44: Also du, dass alles immer auf das Individuum übertragen wird.
00:45:49: Und klar, jeder Mensch ist für sich selbst Verantwortung.
00:45:52: Selbstführung finde ich ganz toll wichtig zu überhaupt.
00:45:57: Und trotzdem kann eben keine Meditation der Welt ausblenden, dass du vielleicht gerade Depressionen hast.
00:46:09: Und kein Visionboard kann Hürden überwinden die du hast und andere vielleicht nicht weil du einen viel schwierigeren Staat im Leben hattest.
00:46:18: Um dich zu zitieren in deinem Buch Der Glaube an die eigene Rührkraft darf nicht andere Realitäten ausblendet.
00:46:24: Danke schön genau Sarah, da hast du was Gutes geschrieben.
00:46:27: Genau!
00:46:29: Und das finde ich so wichtig zu sagen.
00:46:32: Und zwar immer und immer wieder wobei... Ich weiß nicht wie es dir geht aber ich habe gerade das Gefühl dass ändert sich ein bisschen.
00:46:39: Ja zum Glück.
00:46:40: Also wir sind ja beide auch große Bewunderinnen von Philipp Ruhland zum Beispiel der in seiner Arbeit auch so unschlagbar authentisch ist?
00:46:47: Ja also schaut out an Philipp RUHLAND wirklich ganz Ganz toller Kollege, ja.
00:46:54: Ja der einfach auch eine Botschaft vermittelt die auch du vermittels wobei du ne wichtige Ergänzung gerade im Vorgespräch gemacht hast.
00:47:02: und das ist die einfache Botschaft dass das Leben und das Sein als menschlich leicht ist.
00:47:06: Und bitte ergänze zu Ende
00:47:08: Wir aber das Recht haben es so leicht wie möglich haben zu dürfen machen zu dürfen.
00:47:18: ja und manchmal Weil du vorhin so aufgezählt hast und das ist ja auch eine Entwicklung, die ich immer wieder beobachte.
00:47:27: Habe ich neulich eine Solo Folge mal drüber gemacht weil mich das Thema sehr beschäftigt dass sich auch in dieser Self-Help oder Self Learning Industry Und in dieser Sehnsucht nach Transformationsprozessen eben so häufig diese alte innere Überzeugung versteckt, die ja sehr triggreich ist.
00:47:47: Nämlich du bist doch noch nicht genug und musst noch geheilter sein und deswegen musst Du noch das Retreat machen und diese Ausbildung und dieses Wochenende nochmal... Das ist pauschal überhaupt!
00:48:01: Das ist wunderbar.
00:48:02: bitte entwickelt Euch weiter.
00:48:04: aber auch da darf man immer Nach dem, was ist das Anliegen dahinter?
00:48:09: Also worum geht es wirklich.
00:48:12: Und gerade bei Traumeheilungen habe ich mittlerweile die Überzeugung dass weniger häufig mehr ist.
00:48:17: also gehe lieber jeden Tag zwanzig Minuten spazieren anstatt dreihundertsechzig Tage im Jahr gar nichts zu machen und weiterhin im Überlebensmodus zu sein und weiterhin toxische Beziehungen zu pflegen zur Freunden zum Menschen zur Arbeitskollegen Und dann in fünf Tagen Retreat im Jahr erhoffst, dass sich dein Leben verändert und das deine Probleme verschwinden.
00:48:38: Also bei mir hat es nicht funktioniert oder?
00:48:43: Absolut!
00:48:45: Kann ich nur so unterschreiben.
00:48:48: und ich vielleicht noch eine wichtige Ergänzung... Wir haben das Recht wie ich es eben gesagt habe auf ein leichtes Leben oder anders ist uns so leicht wie möglich zu machen.
00:49:02: Dazu gehört eben, sich Hilfe zu holen.
00:49:06: Supportzuholen natürlich auch die Tools zuholen.
00:49:14: Gleichzeitig aber auch zu wissen und ich glaube ein Großteil der Leichtigkeit oder das leicht haben zu dürfen oder zu machen entsteht auch daraus zu sehen.
00:49:24: Ey!
00:49:25: Ich habe das jetzt alle schon verdient.
00:49:26: Jetzt gerade so wie ich jetzt bin unausgeheilt, verwirrt, zweifelt.
00:49:39: Ja?
00:49:41: Bin ich ein guter Mensch so und hab jetzt schon verdient das Leute mir Respekt gegenüber bringen.
00:49:50: Hab jetzt verdient eine Pause zu machen wenn ich eine brauche Und habe jetzt schon Verdiente auch mit mir zufrieden zu sein.
00:50:01: Und das ist nicht immer einfach, klar!
00:50:04: Aber ich glaube... Das vergessen wir oft.
00:50:08: Jetzt... This is it!
00:50:10: Was jetzt da ist und ich komme da drauf.
00:50:13: Deswegen werde ich auch gerade so... Wie komme ich jetzt mit der Botschaftskäule um die Ecke?
00:50:22: Wir hatten ja auch gesprochen.
00:50:25: Ich hab vor ein paar Monaten wollte ich eigentlich in den Himalaya fliegen und es war so eine Reise, die hatten wir total lange geplant.
00:50:32: So wandern im Himalayas und ins Kloster gehen.
00:50:37: Dann hab ich wirklich vier Stunden vor Abflug eine Diagnose bekommen, musste ins Krankenhaus.
00:50:42: War wirklich mehrere Wochen weg vom Fenster und hatte noch mal total Glück.
00:50:49: also ihr müsst euch keine Sorgen machen.
00:50:51: aber man kann schon sagen Ich bin dem Tod von der Schippe gesprungen, ich habe dir mit einem Schnipchen geschlagen Und da hat mein Mann jetzt auch zu mir gesagt hey das was wir jetzt haben Das ist alles was wir haben.
00:51:03: Weil natürlich, erst hab ich mir Sorgen gemacht.
00:51:05: Dann hab ich mich total gefreut und dann kam aber ganz schnell wieder so Dinge wie jetzt muss mein Buch total erfolgreich werden?
00:51:14: Und dann habe ich mich geärgert weil irgendwas schief gelaufen ist usw.
00:51:20: Das mach' ich natürlich, weil ich auch denke, ich muss erst noch
00:51:24: besser werden.
00:51:26: Aber nee man!
00:51:29: Wir alle haben's hier jetzt hingeschafft Und alles andere ist Bonus.
00:51:36: So, und du hast es jetzt verdient!
00:51:38: Du weißt nicht mal was nächstes Jahr ist.
00:51:41: Jetzt bist du hier... ...und jetzt hast du verdient das es dir gut geht oder eben zu sagen wenn's dir nicht gut geht dich nicht zusammen zu reisen nicht eine andere Version von dir sein zu müssen.
00:51:55: ich glaube darum gehts mir.
00:52:04: bei Stefanie Hildscher im Podcast in einem kurzen Ausschnitt gesehen, an dem du gesagt hast, dass du dich noch nie so gut um dich gekümmert hast und auch nie so mit dir verbunden warst wie jetzt zu dieser Zeit.
00:52:21: Hat es nur mit der Diagnose zu tun oder ist das einfach auch das was sicherlich ein gewisses Alter mit sich bringt?
00:52:31: Wir machen ja diese Arbeit hier nicht!
00:52:33: weil wir nicht von diesen Themen betroffen gewesen wären.
00:52:37: Wie bist du heute deine beste Freundin?
00:52:40: Wie steht Sarah zu Sarah?
00:52:42: Also das Interview mit Stefanie habe ich tatsächlich vor der Diagnose gehabt, also interessant und das heißt es kann daher gar nicht kommen und wir haben da auch über's Älterwerden gesprochen durchs Älterwerden, und zwar weil ich gar nicht mehr so Scheiße mit mir umgehen kann.
00:53:11: Also wo hab' ich das gar nicht gemerkt?
00:53:14: Nicht geschlafen oder... Ich habe eigentlich nie mehr als fünf Stunden in meinem Leben geschlaven, hat mir nix ausgemacht.
00:53:20: Nicht gut gegessen, ach egal!
00:53:22: Heute schlaf zu wenig direkt den ganzen Tag Kopfschmerzen es geht überhaupt nicht.
00:53:26: also ist nicht nur ich bin müde ich funktioniere nicht Mir geht es körperlich nicht gut.
00:53:32: Ich habe körperliche Symptome, das heißt ... dass sich mein Körper verändert und dass ich älter werde, zwingt mich dazu aber im positivsten Sinne besser zu mir zu sein also mehr auf meinen Körper zu hören.
00:53:47: der schlägt halt jetzt viel wachsamer Alarm.
00:53:51: da ist wie so ein Seismograph in mir und vorher hat er glaube ich immer nur geschlafen weil gar keinen Job gehabt hat nix gemacht So.
00:53:58: und jetzt ist er mal angetreten zum Job und sagten mir so, das hat nicht funktioniert.
00:54:05: Morgen bitte früher ins Wett gehen oder?
00:54:07: Das funktioniert gut!
00:54:09: Lass mal über die guten Sachen sprechen.
00:54:11: Ich mach fast jeden Tag Sport ich nimm mehr Zeit für mich.
00:54:16: Ich habe es früher nie gemacht.
00:54:18: Für mich war immer Arbeit, Arbeit, funktionieren und wenn es dann irgendwann mal reinpasst, dann mache ich halt Sport.
00:54:28: Es ist auch ein schöner Vergleich zu meinen anderen Büchern weil du hast eben – und danke schön nochmal dafür gesagt – Ich werde immer besser im Schreiben und ich werde aber auch immer besser damit umgehen Bücher zu schreiben, weil beim ersten Buch war ich total über meine Grenzen gegangen Beim zweiten Buch war es schon besser und jetzt war es vollkommen okay.
00:54:53: Und ich merke das jetzt, wo ich auf Promotor bin.
00:54:56: Mir geht's gut!
00:54:57: So ne?
00:54:58: Weil ich eben gut gegessen habe mich um mich gekümmert habe die letzten Monate außerhalb sich die Diagnose hatte immer beim Sport war.
00:55:07: Das ist gut.
00:55:08: Es fühlt sich gut an sich gut zu fühlen.
00:55:11: ja und das macht das Alter.
00:55:15: Wie steht Sarah zu?
00:55:16: Sarah
00:55:19: so als Ganzes Boah, also Tagesform abhängig.
00:55:27: Kann nicht sagen dass ich mich immer mag.
00:55:30: Also ich mache mir aber auch nicht mehr so viele Gedanken darüber.
00:55:33: das ist es.
00:55:34: Es ist nicht mehr So dass sich da ja jetzt im Streit mit mir bin Aber Ich Bin Jetzt Auch Nicht Mein größter Tierleder.
00:55:43: Ich Bin Immer noch die die so kritisch beäugt, aber manchmal mit einem wohlwollenden Lächeln machen.
00:55:51: Ist doch schon in Ordnung!
00:55:56: Ja, aber es ist noch Raum nach oben... Wie ist das bei dir?
00:56:03: Ich würde sagen jetzt, mit zweiundfünfzig dreiundfünftig dieses Jahr werde bin ich ganz schön mit mir im Frieden und so wie ich's mir nicht hätte vorstellen können.
00:56:17: Es bleibt immer noch das körperliche Thema.
00:56:20: Ich kann nicht sagen, dass wenn ich mich jetzt nackt von Spiegel stelle Dass ich mir sagen möchte du bist wunderschön dein Körper ist markelos Deine Haut ist wie die eines jungen Pfirsigs.
00:56:32: Sondern auch da sitzen wir immer noch meine introjektionen auf der Schulter Die mehr auf den auf den Deckel geben und Und einfach sehr sehr hart mit mir ins gericht gehen.
00:56:46: Aber es gelingt mir immer öfter wirklich dann laut zu sagen, also ist einfach wahrzunehmen.
00:56:53: Das ist ja... Also mich nicht sofort damit zu identifizieren oder den Stress auszubrechen sondern das wahrzunemen.
00:56:58: und manchmal sage ich dann laut haltet die Schnauze!
00:57:02: Ich bin zweiundfünfzig, ich bin wirklich fit wahrscheinlich körperlich so in Form wie noch nie in meinem ganzen Leben weil es geht mir wie dir Ich mache und dafür möchte ich die Lanze brechen hier an dieser Stelle, weil es wirklich Frauen... Es ist wirklich, wirklich wichtig für uns.
00:57:17: Besonders ab den Wechseljahren.
00:57:19: Kraftsport?
00:57:20: Ich auch!
00:57:21: Ich habe damit angefangen.
00:57:23: Ich deadlifte mein Gewicht, meinen Körpergewicht Und das hatte früher echt viele Rückenprobleme und so was Super und vor allen Dingen natürlich für den Muskel also muskelschwund Weil ja unsere Muskeln abnehmen Ab eben in einem gewissen Alter und dadurch auch wir an Knochendichte verlieren usw.
00:57:45: Sie macht das jetzt seit November, also ich gehe teilweise fünfmal die Woche trainiert tatsächlich Jetzt dann keine zweieinhalb Stunden aber ich geh mal so knapp eine Stunde Und der Körper dankt es mir jeden Tag.
00:57:58: und was sich total interessant finde Ich weiß nicht wie's bei dir ist Und ich war immer ein starker Mensch, bin einfach sehr groß.
00:58:04: Ich hab breite Schulter und so.
00:58:05: also ich habe immer eher eine muskulöse Statur gehabt aber jetzt sehr viel mehr und interessanterweise durch diese körperliche Stärke die ich drauf packe werde ich auch mental stärker.
00:58:18: auf
00:58:18: jeden Fall das
00:58:19: finde ich richtig krass.
00:58:20: den Effekt kannte ich noch nicht.
00:58:22: Also meine Frau meine Trainerin hat weil ich das genau so beschrieben habe und diese Jahre stark sein kann.
00:58:31: Es fühlt sich
00:58:32: geil an!
00:58:34: Und das stimmt, also ich meine wirklich so stark im Körper, stark verwurzelt zu sein und was das auch mit meiner mentalen Stärke macht.
00:58:45: Interessant als ich jetzt... Ich musste halt ja ganz lange jetzt im Bett liegen und da konnte ich keinen Sport machen.
00:58:53: Da hab' ich gemerkt Oh krass, das macht was mit meiner Psyche.
00:58:57: Weil eben der Sport auch mein Coping-Mechanismus ist und da fand ich interessant für mich so rauszufinden.
00:59:07: Wo ist der Sport jetzt vielleicht meinen Apparol Spritz geworden?
00:59:10: Und wo ist er aber total gesund?
00:59:15: Da noch mal so zu justieren.
00:59:17: Also wo brauche ich ihn als Apparul Spritz, um gewisse Dinge nicht zu fühlen?
00:59:22: Das
00:59:24: fand ich dann auch wieder eine total erhellende Erfahrung.
00:59:29: aber hey!
00:59:31: Ich liebe es ist stark sein, stark im Kopf, stark verwurzelt.
00:59:40: Fühlt sich wirklich gut an.
00:59:43: Und auch wenn ich für Proteine immer wieder hier kämpfe, auch in diesem Broadcast die Proteine ersetzen nicht die Handel.
00:59:49: Nein, die Proteinersetzen nicht der Handel!
00:59:51: Aber jetzt weichen wir so ein bisschen ab vom Thema.
00:59:53: aber da möchte ich noch mal trotzdem drauf eingehen weil ich bin ja quasi veganerin.
01:00:00: und dann auf die Proteinen, die ich nehmen soll... Da hält so viel Shakes kann man eigentlich trinken, aber jetzt habe ich halt so Produkte entdeckt also Ernährungssachen einfach Lebensmittel wo ganz viel Protein drin ist und versucht, das echt mehr über Lebensmittel zu kompensieren.
01:00:18: Und da möchte ich auch noch mal vielleicht eine Landshöfe brechen, dass wir ... Jetzt habe ich nämlich jetzt auch erst gelernt diese ganzen Nahrungsergänzungen Sachen.
01:00:25: Ich war total im Defizit überall.
01:00:29: Also non existent.
01:00:31: aber auch da wie bei allem wieder was es auch da wieder der Coping Mechanismus im Sinne von ja ich füll jetzt alles mit Extras auf um dann nicht mehr gesund essen zu müssen.
01:00:43: Hat mich nämlich meine Trainerin draufgebrochen und gesagt, hey ja du brauchst all diese Stoffe und ja du braucht dein Protein aber im Bestfall kriegt man auch viel davon über die Ernährung und dann nur das was man nicht über den Ernährungsbekommen.
01:00:58: das ergänzt man.
01:00:59: dann musste ich auch erst mal lernen was sagst Du dazu?
01:01:02: Auf jeden Fall.
01:01:04: Also jetzt nur Supplements zu nehmen und abends zum Meckes zu fahren, das erscheint mir irgendwie sinnlos zu sein!
01:01:10: Aber jetzt nur Proteine zu sich zu nehmen oder gar keinen Krafttraining zu machen ist genau so.
01:01:14: Es ist halt Körper, Geist und Seele... Und ich glaube, es liegt in uns Menschen verankert.
01:01:20: Dass wir einfach gerne die Abkürzung hätten
01:01:22: und die
01:01:23: Wunderpille oder die Wunderspritze ja jetzt seit einiger Zeit dir sehr hyped
01:01:28: wird mir immer angezeigt.
01:01:29: jetzt noch nicht mein ganz ehrlich also mich ein Problem nicht habe ist dass ich zu dick bin weil ich hatte immer schon wie Ich war schon immer zu dünn früher.
01:01:37: Also wenn ich krank waren alle gleich gedacht um Gottes Willen Kind was mit ihr los Und ich weiß nicht, wie die mir ständig – also ständig in meinen Feed gespült wird.
01:01:46: eine Werbung für die Abnehmenspritze habe ich, die mich kaufen will.
01:01:49: Leute, wer auch immer das macht, falls du das hier hörst, please lass es
01:01:53: –
01:01:54: Algorithmus!
01:01:56: Herr Algorithmos kann nur ein Mann sein!
01:02:01: Wahnsinn.
01:02:02: Ja, das waren wir ein bisschen oft Topik aber trotzdem total interessant und irgendwie ja dann auch nicht weil es ja zu unserer Ganzheit gehört und auch zu unserer Beziehung zu uns.
01:02:11: und wie du schon so schön gesagt hast was hätte denn der Imposter für eine Chance wenn all die Angst die Überlebensnoten der Überlebungsmodus in dem wir sind aufgrund von Trauma etc.
01:02:24: Wenn all das nicht da wäre, dann wären wir wahrscheinlich einfach fein mit uns selbst und würden vorm Spiegel stehen.
01:02:29: Egal wie viel Pfunden auf den Rhythmon würgen sagen.
01:02:33: Geile Alte!
01:02:34: Genau.
01:02:35: Weißt du?
01:02:35: Und ich glaube ein ganz wichtiges... Jetzt kommen wir mal wieder zu Tuls oder es ist kein Tuls, sondern eine Haltung, Selbstmitgefühl.
01:02:46: Ja, Selbstmitgefühl im... Kampf, will ich es nicht sagen.
01:02:52: Aber gegen den Imposter ... Ich hab im Buch ja auch ganz viel Emotionsarbeit.
01:03:00: Ich habe ganz viele Nervensystemearbeit und Übungen.
01:03:04: Und am Ende komme ich aber zu Selbstmitgefühl.
01:03:06: Selbst mit Gefühl ist oft so ... Ah!
01:03:09: Dass wir dann denken, naja, selbst mit Gefühl, dass die Leute, die am Leben vorbeileben, dieses weiche Kissen auf dem wir uns ausruhen.
01:03:18: Aber nee-nee-nee... Selbst mit Gefühle das Netz, dass uns höher springen lässt.
01:03:24: Weil wir wissen nicht fangen mich auf ist das was uns richtig ins Leben reindrückt.
01:03:29: weil selbst mit Gefühl es nichts zu sagen ja ich stehe zu mir auch wenn ich gescheitert bin auch wenn's nicht so läuft auch wenn Ich das nicht an mir mag sondern selbst mit gefühl heißt.
01:03:41: gerade deshalb gerade Deshalb steh ich an meiner seite und die frage ist Ja Auch da wieder.
01:03:52: Wie viel Macht hätte der Imposter, wenn wir sagen würde oder wieviel Angst hätten wir zu scheitern nicht gut zu sein, nicht schön zu sein?
01:04:03: Wenn wir wüssten dass wir zu uns selber stehen.
01:04:06: Wenn wir sagen würden ja und ich ist doch vollkommen okay wie du aussiehst.
01:04:10: Ist doch voll kommen okay das es nicht geklappt hat gehört doch dazu
01:04:17: Hätten wir ihm im wahrsten Sinne des Wortes den Wind aus den Segeln genommen?
01:04:20: Genau, so ist es.
01:04:22: Heute höre ich auf zu zweifeln das neue Buch von Sarah Desai Ich drück dir den Daumen füllen...ich will ja keinen Druck aufbauen aber ich drücke trotzdem den Daum und beide Daume für den nächsten orangefarbenen Aufkleber auf deinem Buch.
01:04:35: Es ist immer ein großes Vergnügen Und für mich auch eine... Ein Safe Space wie du so schön im Vorgespräch gesagt hast mich mit dir unterhalten und auszutauschen.
01:04:44: und ich bin sicher war nicht unser letztes Gespräch Und grüßt den Mike und nur das Allerbeste für dich.
01:04:51: Danke, danke, dass ich hier sein durfte!
01:04:54: Alle links zu Sarah natürlich wie immer ihr wisst in den Shownotes unter dieser Folge.
01:04:58: Ich danke euch ihr Lieben fürs Zuschauen, fürs Zuhören, dass ihr diesen Podcast teilt und dass ihr auf der Reise seid.
01:05:04: Bis zur nächsten Episode.
01:05:05: bitte bleibt bis dahin wie immer zuversichtlich gesund und stets neugierig.
01:05:21: Von und mit Kathi Kleff.