Bewusster leben. Zufriedener sein.
00:00:00: Und das Allerschlimmste, wirklich das Allerschlimmeste für mich war die ersten drei Wochen ich mit mir selbst.
00:00:07: Ich kannte das überhaupt nicht!
00:00:09: Die war immer getrieben mit anderen Menschen, immer raus, immer Handstampf in allen Gassen und plötzlich soll ich mich selber beschäftigen.
00:00:16: Ich soll malen, ich soll Zeiten verbringen, so eine Musik hören, ich so eine Serie angucken... Ich habe das die ersten zwei Wochen nicht hin gekriegt.
00:00:41: Und ich sage Hallo ihr Lieben, schön dass Ihr auch in dieser Folge wieder mit dabei seid.
00:00:45: Wie immer hoffe ich das es euch gut geht und dass Ihr in diesem Moment an einem sicheren, an einem wohligen, an einen Mucke liegen und Ich wiederhole es gerne an einem kühlen Ort seid.
00:00:55: zum Zeitpunkt diese Aufzeichnung hat's in Deutschland schweißtreibende.
00:00:59: thirty-fünf Grad fürs Wochenende sind neununddreißig angesagt Und ich sitze hier zwar unter einer Sonnenmarkise, aber ich kann euch sagen mir läuft der Schweiß den Rücken runter.
00:01:10: Trotzdem freue ich mich so sehr auf die kommende Stunde und auf den Austausch mit meinem Gast.
00:01:16: Es gibt manchmal Gäste bei Get Happy wo ich schon im Vorfeld ganz schön Respekt vor der Begegnung habe.
00:01:22: Das legt nicht etwa daran weil mir ein Superstar gegenüber sitzt sondern es liegt daran dass in der Vorbereitung auf die Folge spüre das in mir etwas in Resonanz geht, weil etwas in mir sich an meine Biografie erinnert fühlt.
00:01:39: Obwohl unsere Biographien inhaltlich streng genommen ganz unterschiedlich sind ist es doch irgendwie häufig so und das passiert meistens wenn Trauma im Hintergrund ist dass irgendetwas in uns berührt wird und meine Theorie dazu ist, dass Trauma sich erkennt Und dass wir Menschen, die Traumofolgen in sich tragen und vielleicht einen Schmerz in unseren ersten Lebensjahren überwältigt bzw.
00:02:08: B-weltig haben der uns überweltigt hat Dass wir uns irgendwie ineinander erkennen.
00:02:14: und diese Gespräche sind nach meiner Erfahrung immer von einer besonderen Tiefe geprägt und ich bin ziemlich zuversichtlich dass das auch in dieser kommenden Stunde der Fall sein wird.
00:02:27: Ich freue mich auf den Influencer, den Podcaster, den außergewöhnlichen Menschen und den Autoren Christian Beer – ihr kennt ihn vermutlich aus seinem Instagram oder aus seinem Podcast Papa & Puppi.
00:02:41: Sein aktuelles Buch heißt Hör auf dein Herz!
00:02:44: Dein Kopf ist ein Arschloch und ihr seht schon den kleinen orangenen Aufkleber.
00:02:49: ich gratuliere ihm schon jetzt zum Spiegelbestseller und sage herzlich willkommen.
00:02:54: Hallo Christian!
00:02:55: Vielen, vielen Dank für die Einladung.
00:02:57: Ich freue mich sehr bei dir sein zu dürfen und über meine Geschichte sprechen zu können.
00:03:01: Ich danke dir, dass ich hier zu Hause in eurem Garten mit dir unter der Sonnenmarkise sitzen darf.
00:03:06: Man darf sagen es war deine Wahl wir hätten auch drin sitzen können aber du meintest sie sitzen draußen also schwitzen wir einfach ein bisschen.
00:03:13: das macht's ja auch authentisch oder?
00:03:14: Absolut!
00:03:15: Es ist doch total schön hier draußen und bei Vogelgesang und ein bisschen Poolgeblätscher hinterlässt sich solche Themen doch immer ganz gut besprechen.
00:03:22: Genau denn das ist ja auch da.
00:03:23: ne neben der Neben der Dunkelheit, neben dem Schmerz ist noch viel anderes da.
00:03:28: Total!
00:03:28: Also um was wegzunehmen, vielleicht in der heutigen Zeit sprechen zu können... Ja, da ist ganz viel da.
00:03:36: Absolut
00:03:37: Wir haben fast ein Jahrestag für dich.
00:03:40: Wir haben Ende Juni und am neunzwanzigsten Juni, zwei Tausend vierundzwanziger.
00:03:46: ich habe mich gefragt ob das so eine Art zweiter Geburtstag für dich ist aber da können wir vielleicht ein bisschen tiefer noch einsteigen.
00:03:54: Mit welchem Christian oder worüber hätten wir zwei uns unterhalten heute vor drei Jahren?
00:04:02: Auch wer hätte mir gegenüber gesessen, welche Themen hätten dich beschäftigt.
00:04:06: Hätte es den Begriff Trauma in deinem Leben gegeben!
00:04:10: Dieses Wort hätte es für mich nie gegeben, weil ich tatsächlich bis zu dem Zeitpunkt immer geglaubt habe.
00:04:15: Mich wird sowas nie treffen.
00:04:17: Ich werde nie ein Thema mit der Psyche bekommen.
00:04:20: und weil du sagst wer wäre dir gegenüber gesessen?
00:04:22: Da wäre dir ein erfolgreicher junger Mann, darf man immer noch sagen, mit forty-fünf gegenübergesessen und der zweihundertvierzig Mitarbeiter führte damals zum damaligen Zeitpunkt.
00:04:32: also ich arbeite bei einer großen Airline in Deutschland.
00:04:35: Ich bin sowohl Flupelgeiter mit Führungsfunktionen.
00:04:37: Und ich war damals aber auch Führungskraft am Boot war auch im Recruiting tätig.
00:04:41: Also ich war sehr auf diesem Karriertrip unterwegs, ne?
00:04:45: Ich war damals schon einer mit der jüngsten Führungskräfte überhaupt in diesem Unternehmen.
00:04:50: und ja vor drei Jahren sah für mich die Welt wirklich noch so aus.
00:04:53: da war wichtig Geld zu verdienen, Titel zu haben, Karriere zu machen.
00:04:58: all das stand unfassbar im Vordergrund.
00:05:01: Wir werden sprechen über Glaubenssätze wir werden sprechen Schatten der Vergangenheit, die uns häufig in der Gegenwart eine helle Zukunft verhageln.
00:05:15: Weil sie eben so viel Dunkelheit reinbringen.
00:05:19: Es gab vor wie gesagt fast auf den Tag genau zwei Jahren ein Ereignis Ein Event in deinem Leben das alles verändert hat Und ich glaube, dass viele Menschen sich darin wiederfinden können.
00:05:32: Weil viele Menschen das kennen wenn plötzlich die Welt zusammenbricht.
00:05:36: Magst du uns mal mitnehmen an diesen Tag am neunundzwanzigsten Juni, zwanziehnzwanziger?
00:05:41: Sehr sehr gerne.
00:05:42: und jetzt habe ich tatsächlich Gänsehaut weil ich hab gar nicht darüber nachgedacht, dass es ja tatsächlich in wenigen Tagen zwei Jahre her ist und wie wahnsinnig schnell die Zeit vergangen ist und was in diesen zwei Jahren alles passiert ist.
00:05:55: Das holt mich gerade selbst noch mal ein, jetzt wo du so ausgesprochen hast.
00:05:59: Danke dafür!
00:06:02: Ja vor zwei Jahren.
00:06:03: es ist tatsächlich der neunzwanzigste Juni gewesen.
00:06:06: ich wäre eigentlich an diesem Tag nach Los Angeles geflogen und ich sage schon bewusst ich wäre denn an dem tag ist etwas passiert das tatsächlich mein komplettes weiteres leben verändert hat.
00:06:14: Ich bin morgens aufgestanden mit einem gefühl was sich bis zu diesem zeitpunkt tatsächlich nur in einer schwächeren form kannte.
00:06:22: Ich bin nachts schon schweißgebadet im Bett gelegen, hatte ganz komische Träume.
00:06:27: Ich bin morgens aufgewacht völlig zittrig.
00:06:29: mein Herz hat gerast.
00:06:30: ich habe das Gefühl gehabt irgendwas stimmen mit meinem Körper nicht und ich hätte eine unfassbar tiefe Traurigkeit in mir und ich konnte gar nicht sagen woher dies kam sondern ich war einfach wie gelähmt und ich bin eigentlich hier aufgestanden und hab geweint Und ich weiß noch, mein Mann saß bereits schon unten mit unserem Sohn damals.
00:06:47: Damals hatten wir nur unseren Sohn der in die Schule musste und ich kam runter und ich guckte ihn an und ich habe noch nicht mal guten Morgen gesagt.
00:06:54: Ich habe schon bitterlich geweint und er guckten mich nur an und sagte was ist los?
00:06:57: Ich sage ich kann es dir nichts sagen!
00:06:59: Ich hab das Gefühl, ich kann nicht!
00:07:03: Naja und am Ende, ich hatte relativ früh Briefing, glaube ich, zehn Uhr dreißig Morgens.
00:07:08: Deshalb bin ich auch relativ früh aufgestanden.
00:07:10: Ich bin aber geprägt.
00:07:12: dann komme später sicherlich noch dazu zum Thema Glauben setzen.
00:07:14: also man zeigt keine Schwäche denn sonst wird mir nicht geliebt und du musst Karriere machen um etwas anderen Menschen zu zeigen wer du bist.
00:07:21: Und die waren so tief in mir verankert diese Glaubenssätze, dass es für mich diese Option der Krankmeldung nicht gab.
00:07:26: Ich wusste ich muss dadurch und ich werde diesen Flug machen, denn ich fliege auf einem großen Flugzeug mit mit vierundzwanzig Kollegen, die mich brauchen als Führungskraft und mir war klar, ich mach das!
00:07:39: Umso näher die Zeit anrückte, dass ich ins Bad musste, dass sich wusste, ich muss losfahren umso schlimmer wurde es also Schweißausbrüche.
00:07:45: Ich habe wirklich im ganzen Körper dieses Gefühl gehabt, wie taub überall Und mein Mann ist dann tatsächlich, ich hab plötzlich erzählt das war ein Wochenende.
00:07:56: Mein Sohn ist gar nicht in die Schule gegangen sondern sie wollte den Freizeitpark fahren so was und die sind dann relativ früh los um acht oder so und ich habe den auch noch verabschiedet und ich hab mich dann fertig gemacht wie ein Tross und alles wirklich so... Ich kann dir heute gar nicht mehr genau sagen was ich gemacht habe.
00:08:10: Ich bin ja irgendwann ins Auto gestiegen koffer geparkt Auf dem Weg zum Flughafen.
00:08:17: Normalerweise höre ich immer laut Musik, ich telefoniere und bin immer gut drauf.
00:08:20: Ich habe nichts gemacht.
00:08:21: Es war einfach stille in diesem Auto.
00:08:24: Und umso mehr ich am Flughaf kamen, umso schlimmer wurden die Symptome.
00:08:27: Immer mehr... Also ich war glitschnass ne?
00:08:30: Es war wirklich unangenehm!
00:08:33: Im Flughafe selber dann kurz vor meinem Briefing beginnend hab' ich schon gemerkt, ich trinke keinen Kaffee, ich wollte nur Wasser.
00:08:38: Ich wollte auch alleine sein.
00:08:39: Mein bester Freund war auch mit in der Crew.
00:08:41: Er hat immer schon gesagt was ist mit dir los?
00:08:42: du bist so blass?
00:08:43: Ja, also spitzt du dich das immer mehr zu?
00:08:46: Du bist nie auf
00:08:47: die Idee gekommen zu sagen ich glaube nicht
00:08:49: viel.
00:08:49: Nein, ich hätte das nicht gemacht.
00:08:50: Solange ich nicht umgekippt bin habe ich das nicht getan weil meine inneren Treiber und Glaubenssätze so stark waren dass sie gesagt haben Ich ziehe das durch Und ich mache die Geschichte ein bisschen kürzer als wir deiner Bord standen.
00:09:03: Ich weiß noch, da gab es diesen einen Moment.
00:09:06: Also ich merkte die ganze Zeit mir war das alles zu viel was die Leute von mir wollten und hier war etwas.
00:09:10: und hier sollte ich reagieren und da sollte ich eine Antwort drauf haben in der Vorbereitung.
00:09:15: Und irgendwann stehe ich vor diesem Panel.
00:09:16: ganz banal Da kann man Temperatur und Licht einstellen auf so einem Flugzeug Wenn ich sage zu meinem Freund Norman sag ich du Norman Wie schält man Licht
00:09:24: ein?
00:09:25: Dann guckt er mich an und sagt zu mir, bist du verrückt.
00:09:27: Also wirklich so.
00:09:28: Und dann sag ich ja, Norman, ich weiß es nicht mehr.
00:09:31: Und ab dem Moment war bei mir Duster.
00:09:32: also ich weiß nur noch ... Er hat mich dann genommen, ich hab mich hingesetzt, ich habe Rotz und Wasser geholt von einer auf die andere Sekunde und ich hab nur noch gesagt, ich sterbe.
00:09:40: Da hatte ich das Gefühl tatsächlich entweder Schlaganfall oder Herzinfarkt zum Beiden.
00:09:45: Es war ein Gefühl von jetzt war's das.
00:09:47: Ich hatte nur noch meinen Sohn vor Augen, mein Mann vor Augen Und dann wurde der Rettungsdienst gerufen und die haben mich tatsächlich in die Flughafenfindung gebracht.
00:10:00: Wenn man da heute drüber spricht, das hört sich vielleicht wieder an oder anders erst mal gar nicht so dramatisch an.
00:10:06: aber wenn man in diesem Körper steckt und diese Gefühle plötzlich hat, die man nicht kontrollieren kann, die schon fast schmerzhaft sind und auch Todesängste hervorrufen.
00:10:15: Ich hatte noch nie eine Panikartacke in meinem Leben zuvor.
00:10:17: Heute weiß ich dass es eine war.
00:10:21: Das ist ein unglaublich erschreckendes Gefühl.
00:10:25: Ja, und dann saß ich in der... Fühlt sich ja
00:10:27: an wie sterben?
00:10:28: Genau!
00:10:28: Es fühlte sich an wie... das wusste ich natürlich erst viel später.
00:10:31: dann was dieses Gefühl wirklich bedeutet.
00:10:34: Und als ich dann in der Flughafenklinik saß und auch hier tatsächlich ein Stück weit kurz zu machen, kam um an die Ärztin und sagte zu mir Herr Bär.
00:10:43: Wie geht's Ihnen?
00:10:43: Dann sag ich naja wie soll es mir gehen?
00:10:44: was warst denn jetzt?
00:10:45: Herzinfarkt Schlaganfall Was hab' ich?
00:10:47: Und sie guckt mich an und sagt ne Herr bär Sie sind kein gesund ihre Werte sind perfekt!
00:10:52: Sie sollten mal auf Ihre Psyche schauen.
00:10:56: Also das was du da beschreibst.
00:10:57: erstmal vielen Dank Christian eigentlich der Klassiker eines schwer, schwer, Schwerdysregulierten Nervensystems und ein Körper den großer Not ist.
00:11:12: Und ich finde es wichtig dass wir auch immer wieder über diese Symptome sprechen und auch ein bisschen rausarbeiten zusammen welche Reise du danach angetreten bist um was du angefangen hast zu verstehen Und warum so viele Menschen, die wie du über diesen Punkt hinweggehen?
00:11:31: Obwohl der Körper sehr deutlich schreit und Signale sendet.
00:11:36: Ey Alter!
00:11:36: Geh mal Fuß vom Gas.
00:11:40: Wie wir darauf geprägt sind durchzuziehen.
00:11:45: Das ist das Erschreckende denn heute wenn ich drüber nachdenke... Ich werde ganz oft gefragt ja wie früh hast Du das gemerkt?
00:11:53: Wie stark der Körper darin ist, Dinge auch zu verdrängen und nicht wahrhaben zu wollen.
00:11:57: Und heute weiß ich – ich hatte schon bestimmt zwei Jahre zuvor diese Symptome!
00:12:01: Also ich hatte ja immer wieder diese Beklemmungsgefühle und immer wieder dieses, also ich habe ja über Jahre hinweg das Thema Zahnschmerzen die mich begleitet.
00:12:08: Das ist eine Wahnsinnsgeschichte!
00:12:10: Das ist etwas da hab' ich nie hingeschaut.
00:12:13: und was ich sagen kann Ich war ja die letzten Monate bevor dieser Zusammenbruch kam.
00:12:18: Und es ist wirklich ungelogen.
00:12:19: Ich war fast alle zwei Wochen teilweise sogar einmal die Woche beim Zahnarzt.
00:12:22: Ich hatte ständig Zahnenschmerzen und immer und immerwieder.
00:12:25: jetzt kenne ich den Zahnarz sehr gut und ich bin... Da kommen wir bestimmt auch noch drauf.
00:12:28: Das Thema X ist für mich ein ganz besonderes Thema.
00:12:31: Ich wusste aber erst mal gar nicht, in welchem Zusammenhang sozusagen die Erfahrung aus der Kindheit mit dem was heute passiert ist wie das zusammengehangen
00:12:38: hat.
00:12:38: Körper
00:12:38: erinnern!
00:12:41: Und am Ende war es so Wahnsinn weil... Jedes Mal, wenn ich beim Zahnarzt war – es war schon so, dass mich die Zahnarzthelferinnen, die kannten mich schon per Vornamen.
00:12:50: Also das war unglaublich!
00:12:53: Dass ich jedes mal die gleiche Antwort bekommen habe, Christian da ist nichts.
00:12:56: Da is nix.
00:12:57: Wir haben geröngt und gemacht, da ist nix aus Kerngesund der Zähne.
00:12:59: Es ist alles gut und ich sage aber, wo kommen die Schmerzen her?
00:13:02: Und da hätte ich eine schon viel früher reagieren sollen.
00:13:05: Aber bis zu dem Zeitpunkt war mir nicht klar, wie stark das Thema Psychosomatik, also Psyche und Somatik der Körper, wie starke die miteinander interagieren?
00:13:13: Und dein Körper ... Die Säubruchstelle, wir hatten einen Psychologin damals gesagt, jeder Mensch hat ne Säupruchsstelle.
00:13:19: bei mir sind es die Zähne gewesen.
00:13:21: Wie stark die reagieren und sie werden immer stärker wenn man sie nicht wahrnehmen möchte.
00:13:25: und genau so was
00:13:28: Ich finde, diese Geschichte, die wir jetzt ergründen.
00:13:31: Wenn du sie ja noch mal erzählen magst... Also es gibt so viele Geschichten aus deiner Biografie!
00:13:37: Wir könnten eine ganze Staffel zusammen machen.
00:13:40: wirklich ich könnte mich mit dir zehn Folgen lang über Trauma und Körpererinnerung unterhalten.
00:13:46: Aber ich würde
00:13:47: mit der Zahngeschichte sehr gerne anfangen weil die fusekronische Schmerzen bei Trauma ebenfalls recht klassisch sind und sehr typisch.
00:13:58: Und die Menschen eine hohe Leidensgeschichte mit sich bringen, wie du ja auch weil man nichts findet.
00:14:04: Genau.
00:14:04: Man irgendwann denkt ich bilde mir das ein dann ist dieser Begriff Psychosomatik immer noch ein bisschen falsch geprägt weil es hat nichts damit zu tun dass man sich das einbildet.
00:14:15: Und deine Geschichte finde ich so eindrucksvoll, wie der Körper Trauma speichert.
00:14:22: Weil das Thema Zähne ist mit dir mit einem schwer traumatischen Ereignis verbunden gewesen als du sehr klein warst.
00:14:29: Mit der Bitte, dass du gut auf dich achtest wenn du darüber sprichst...
00:14:32: Das tue ich!
00:14:33: Es kann passieren, dass wir immer Tränen in die Augen schießen.
00:14:36: Es ist auch nach ganz vielen Momenten, wo ich es erzählen durfte.
00:14:41: Also es ist einfach ein Thema trotz Bearbeitung und das hat mich geprägt.
00:14:45: Ich bin so dankbar dass sich heute so viele Dinge darüber weiß aber ich erzähle gerne mal wie's war.
00:14:49: Mich war sechs Jahre alt und ich komme aus dem schwäbischen Dorf und ich war Spielen!
00:14:54: So wie man als Junge draußen spielt in den wenigen Momenten.
00:14:57: jetzt muss man dazu sagen ich hatte keine schöne Kindheit nicht wegen meiner Familie sondern... aufgrund der Zähne, da komme ich aber noch dazu.
00:15:03: Also bis zu dem Zeitpunkt war eben noch alles in Nordrhein.
00:15:06: Ich war spielen und wir waren auf der Straße und irgendwann macht es einen großen Schlag und ich kann mich ja nichts mehr erinnern.
00:15:11: was sich heute weiß ist.
00:15:13: Ich habe am Bordstein gespielt und das kam.
00:15:15: ein Fahrradfahrer hat mich übersehen und hat mich mitgerissen und ich flog so ungeschickt mit den Zähnen auf dem Bordstand dass es mir die Schneidezähne vorne rausgehauen hat und nicht mal mehr Milchzehn, sondern die Echten Und mich war blutüberströmt und ich habe wohl ganz viel geschrien.
00:15:31: In so einem kleinen Dorf, jeder kennt jeden, da sind sofort meine Eltern angesprungen gekommen.
00:15:37: Es war wohl ziemlich dramatisch weil diese Zähne lagen daran.
00:15:39: Irgendjemand hat wohl geistesgegenwärtig die Zähnen in eine Plastiktüte getan hat, die mein Vater mit gegeben.
00:15:45: Ganz genau weiß ich das heute nicht mehr aber ich weiß eben sie wurden mitgegeben und wir waren dann auf dem Weg ins Krankenhaus.
00:15:51: Und bis zu dem Zeitpunkt, der ja noch erst mal alles soweit in Ordnung und was dann da passiert ist.
00:15:56: Das ist im Ende des Tages das, was mich heute so stark beschäftigt.
00:15:59: Denn ich wurde in dieser Notaufnahme als Sechsjähriger festgehalten von fünf, sechs Menschen...
00:16:08: Das war vermutlich das Traum
00:16:10: auch?
00:16:10: Genau!
00:16:10: Das ist das, dass ich auch heute, was sich in einer tiefen dramatischen Therapie herausgefunden habe.
00:16:16: Ich wurde also festgehalten von mehreren Krankenschwestern und auch von einem Arzt, weil man mir versucht hat diese Zähne ohne Narkose einzusetzen.
00:16:27: Und das hat man gemacht!
00:16:29: Man hat mit dieser Zähnung also wieder reingedrückt ins Sandfleisch... Das muss man sich vorstellen als Sexjähriger.
00:16:34: Ohne Narkoße.
00:16:34: und es sind Schmerzen.
00:16:36: Ich kann mich erinnern, dass es waren Schmerz, die mich zur Bewusstlösigkeit getrieben haben.
00:16:39: Also ich war kurzzeitig bewusstlos.
00:16:43: Ich krieg's auch.
00:16:45: Kommen wir erden uns mal kurz?
00:16:48: Und
00:16:51: ich kann dir auch viel danach gar nicht mehr erzählen, weil mein Gehirn hat glaube ich viele Dinge tatsächlich einfach... Ich würde gar nichts an gelöscht.
00:16:58: Aber es ist so verboren gehalten, weil ich weiß noch genau wie das Krankenhauszimmer ausgeschaut hat.
00:17:04: Das weiß ich noch!
00:17:05: Ich könnte dir aber nicht mehr sagen wer bei mir war.
00:17:07: Also ich weiß durch Erzählung meiner Mutter, aber ich habe keine wirkliche Erinnerung daran und was du zufolge hattest dieses Zähne reinsetzen.
00:17:17: Daraus resortierte natürlich dann über Jahre hinweg acht jahrelang schwerstes Mobbing in der Schule, weil man es gesehen hat.
00:17:24: Viel Gewalt – ich war immer der Außenseiter zum Schluss.
00:17:26: Dann kam hinzu irgendwann nach fünf Jahren, vier, fünf Jahren mussten diese Zähne leider gezogen werden, weil sie nicht mehr angewachsen sind.
00:17:33: Ich habe auch keine wirkliche gute Kindheit hinter mir was das Thema ... einfach meinen Apfelbeißen angeht.
00:17:39: Solche Dinge durfte ich jahrelang nicht machen, weil immer die Gefahr war diese Zähne fallen raus.
00:17:43: Dann kam irgendwann der Moment wo sie gezogen werden mussten.
00:17:46: dann war die Sache wie kriegen wir das hin dass es niemand aufhält?
00:17:49: Weil ich war dann zehn elf Jahre alt in der Anfang der Pubertät.
00:17:56: Andere haben das natürlich auch gesehen.
00:17:58: Und was ist passiert?
00:17:59: Ich habe dann über mehrere Beziehungen eine Professorin gefunden in Ulm, damals in der Zahnklinik.
00:18:07: Die hat sich meinem Thema angenommen und damals für über dreißig Jahre im Plantat, das gab es in der Form alles noch gar nicht.
00:18:13: So wie es nicht für Kinder!
00:18:15: Und die hat mir dann eine Zahnspange entwickelt wo künstliche Zähne vorne dran waren.
00:18:20: Das war alles erstmal so gut und schön.
00:18:23: Wie gesagt, wir könnten zehn Folgen jetzt sogar aufzeigen wie ich das alles erzähle.
00:18:25: Es steht alles im Buch drin was ich erlebt habe aber was dann eben noch dazu kam zu diesem Erlebnis war dass es irgendwann einen Moment gab da waren wir beim Basketball oder Handball spielen in der Schule um jetzt die Zerrenprothese rausgeflogen.
00:18:40: Und das war der moment wo alle gesehen haben was mein großes Geheimnis hat was ich fast neun Jahre gelüftet hab für mich behalten haben und damit war natürlich für mich die schlimmste Zeit meines Lebens angetreten.
00:18:57: So, das ist nur so ein Nebeneffekt.
00:18:58: was ich dann eben jetzt gelernt habe nach diesem ganzen Zusammenbruch
00:19:02: etc.,
00:19:02: dass genau dieses Traum hatte, was ich damals erlebt hab als Sexjäger, dass sich das sein Weg über die ganzen Jahre, über vierzig Jahre fast gesucht hat um jetzt Raum haben zu wollen.
00:19:13: Es wollte Raum haben, es wollte bearbeitet werden und ich kann dir nicht sagen Katja wie viele Menschen also wie viele Zahnärzte ich auch besucht habe die mich auch ein Stück weit ausgelacht haben.
00:19:23: Also keiner wollte dieses Thema auch ernst nehmen weil immer jeder gesagt hat ja also sie haben nichts und für mich ist ein Zahnarzt ein wahnsinniger Vertrauensmensch bis... Zeitpunkt, wo ich den Zahnarzt gefunden habe, den ich heute immer noch hab und der hat sich dem Thema angenommen.
00:19:37: Und der hat irgendwann verstanden, dass es Ängste sind, dass das ein Traumata ist, dass nichts Organisches ist.
00:19:44: Dass ich immer kommen kann wenn ich die Angst habe weil er wusste, die Angst braucht ihren Raum.
00:19:50: Der kleine Junge, der du warst versucht irgendwie gehört zu finden und irgendwo zu landen?
00:19:56: Bis heute ist es so... Mein Alarmsignal meines Körpers ist ein ziemlich aggressiver Vogel, der hier schreit.
00:20:08: Das ist immer noch mein Alarmsystem, das mir zeigt hey es ist gerade zu viel aber heute ist es anders besetzt.
00:20:14: Heute gehe ich anders mit diesem Thema um.
00:20:18: Danke dass du es geteilt hast weil diese Geschichte auch für euch ihr Lieben immer eine Einladung ist wenn ihr zu tun habt mit diffusen oder chronischen Schmerzen Und ihr findet die Ursache nicht und es ist organisch alles abgeklärt, wirklich mal die Perspektive zu öffnen.
00:20:35: Ich würde gerne eine Geschichte von mir teilen aus der jüngeren Vergangenheit.
00:20:39: ich habe mir mit drei elf oder zwölf Jahren den linken mittleren Außen also den fünf Mittelfußknochen gebrochen.
00:20:50: Und vor ungefähr anderthalb Jahren kam aufgrund einer Serie von Live Events bei mir zum ersten Mal nach... vielen Jahren Traumatherapie.
00:21:02: Diese Zeit aufs Tablett, in der mein Vater eine große Rolle spielte in meinem Leben und zwar genau diese Zeit, elf, zwölf, dreizehn Jahre ... Und ich hatte aus dem Nichts.
00:21:15: über Nacht meldete sich meinen linker Fuß dieser Außenknochen und hat so schlimm wehgetan.
00:21:24: Ich hab ungefähr vier Monate gebraucht um die Brücke zu schlagen zwischen den Themen in der Therapie, die gerade dran waren und dem Schmerz im linken Mittelfuß.
00:21:36: Und als ich ... Da lag ich eine Akkupunktur, als mir das bewusst wurde.
00:21:40: Manchmal kommt es ja an den verrücktesten Momenten ins Bewusstsein.
00:21:44: Jetzt hat er uns verlassen übrigens.
00:21:46: Der
00:21:46: kommt wieder?
00:21:46: Ja,
00:21:47: wahrscheinlich wieder!
00:21:48: Er wollte auch einmal bekannt werden...
00:21:49: Ich weiß gar nicht ob ihr ihn hört aber aggressiv ist's wahrscheinlich oder vielleicht sehr geltungsbedürftig.
00:21:57: Und da liefen mir dann in der Akkupunktur die Tränen, weil ich dachte ja dieses Kind oder dieses Mädchen das ich damals war versucht einfach gesehen zu werden und irgendwie Anerkennungen zu finden.
00:22:09: Ich habe einfach in dieser langen Auseinandersetzung mit Trauma und wie sich Trauma seinen Weg sucht ins Bewusstsein mich so viel beschäftigt und ich liebe solche Geschichten wie deine Weil sie einfach uns zeigen wieviel Genialität und auch wie viel Schönheit in Trauma steckt.
00:22:27: Und wie viel Weisheit inTrauma steckt?
00:22:30: Das macht so wahnsinnig Spaß, es zu erkunden.
00:22:33: Es gab ja auch so viele Situationen im Leben.
00:22:35: also wenn mein Mann heute hier wäre dann könnte er sicherlich einiges dazu erzählen oder auch meine beste Freundin die ihr gerade auf unsere kleine Tochter aufpasst werden wir hier aufzeichnen die mich seit von uns haben sich ankennt.
00:22:44: ich habe ganz viele Jahre das Thema gehabt dass ich sehr viel Aufmerksamkeit in meinem Leben gebraucht hab Und immer dann, wenn ich das Gefühl hatte, ich bekomme zu wenig Aufmerksamkeit.
00:22:55: Hast du krank geworden?
00:22:57: Richtig und habe Schmerzen mit Schmerz angefangen.
00:23:00: Also mein Körper hat mit Scherzen begonnen.
00:23:03: Das ist etwas, was ich aus meiner Kindheit herauskenne und es ist kein Vorwurf an meine Eltern.
00:23:07: dennoch... ist es eine Tatsache, meine Eltern waren sehr beruflich eingespannt und ich habe wenig Zeit mit ihnen verbringen dürfen.
00:23:14: Und immer nur dann wenn ich krank war oder wenn ich Schmerzen hatte... ...und das war auch der Moment des Zählenthemes, das war halt einfach der Moment wo ich wichtig war, wo ich Aufmerksamkeit bekommen hab.
00:23:25: Das hat sich bis eben vor zwei Jahren in meinem Leben lang durchgezogen dass ich mit Schmerzten und solchen Themen Aufmerksamkeit erzeugen kann.
00:23:32: und heute weiß ich eben dass es ganz andere Wege gibt und ich das auch gar nicht mehr brauche in der Form, aber das ist so Wahnsinn.
00:23:40: Ich bin dem ja sehr stark auf den Grund gegangen und wollte unbedingt wissen wie hängt das alles miteinander zusammen?
00:23:45: Ich war ja wahnsinnig neugierig weil jetzt war ich schon am Boden im Grunde genommen am Tiefpunkt meines Lebens irgendwie angekommen und jetzt war mir eh klar jetzt musst du aber auch einmal da durch.
00:23:56: Du merkst ja auch heute noch, ich meine, ich hab das Thema gut bearbeitet.
00:23:59: Trotzdem diese Kombination aus dieses Zahnthema damit alles begann, dieses Thema Mobbing-Gewalt ... Alles was dazu spielt ist ja... Da sind ja ganz viele andere Themen.
00:24:09: auch heute Ich gehe zum Beispiel immer noch nicht gerne alleine durch dunkle Gassen kriege ich totale Panik weil ich genau eben als Kind unter einer dunklen Brücke vermöbelt worden bin.
00:24:20: Jeden Tag!
00:24:21: Und der einzigste, das einzige was ich schützen musste war meine Zähne.
00:24:26: Also meine größte Angst war immer, dass mir man ins Gesicht haut.
00:24:29: Und das ist auch etwas was... Wir waren jetzt gerade erst in Hamburg am Wochenende und wir waren auf einem Konzert und wir mussten von dort aus durch so einen dunklen Waldweg zusammen mit vielen Menschen.
00:24:40: aber es hat trotzdem ein dunkler Waldweg zum zu Esbern laufen und ich habe zu meiner besten Freundin gesagt Ich hab grad nasser Hände.
00:24:46: Also trotz dessen, dass andere Menschen da sind ist es immer noch so tief in mir verankert.
00:24:49: Ich hatte auch ein ganz heftiges Erlebnis auf dem Oktoberfest vor drei Jahren schon.
00:24:54: da hätte ich eigentlich müssen oder hätte ich mehr erörtern können das was mit der Vergangenheit zu tun hat?
00:25:00: aber man wollte's halt einfach nie wahrhaben und kann nur sagen in der heutigen Zeit wie viele Menschen und das erlebe ich jetzt auch gerade egal ob von Instagram oder die mich persönliche ansprechen durch dieses Buch die sagen hey Christian ich habe da nie hingehört oder mir war gar nicht bewusst, dass manche Dinge, die in der Kindheit passiert sind so viel Auswirkungen und Prägung haben für mein Leben.
00:25:23: Und das abspricht ja auch so gerne darüber, weil ich Menschen zeigen möchte, hey, A brauchst du dich nicht dafür schämen?
00:25:28: B – guck mal da genauer hin!
00:25:32: Ich war ja in der psychosomatischen Klinik zehn Wochen lang und ich hab viel mit Menschen zu tun gehabt, die all etwas hatten.
00:25:39: Die eine hatte immer Übelkeit, die nächste Kopfschmerzen... Also es sind ganz unterschiedliche Facetten was der Körper für Symptome hervorgerufen hat.
00:25:46: Ich war jetzt mit meinen Zahnschmerzen tatsächlich der einzige aber das ist total spannend also wirklich auch skurrile Sachen und die waren alle erklärbar.
00:25:57: Ja Also, diese Geschichte mit dem... Ich arbeite ja auch mit Menschen im Coaching-Bereichtraumersensibel.
00:26:07: Und da kommt manchmal das Thema dann auf weil es kommen tatsächlich auch einige, weil sie zum Beispiel immer krank sind und organisch ist alles abgeklärt.
00:26:15: Mikronährstoffe, Makronährstoffe, alles was dazugehört.
00:26:19: Und irgendwann frage ich dann wer hat sich denn um dich gekümmert?
00:26:22: Wie war das als du klein warst und du krank warst so?
00:26:25: War da jemand?
00:26:27: Und wenn man dann halt, wenn unser Gehirn die Erfahrung macht.
00:26:31: Also da finde ich den Satz von Michaela Huber einfach so fantastisch nichts ist erfolgreicher als Erfolg.
00:26:37: also als Kinder fangen wir an unbewusst Strategien aus zu probieren und die Strategie die erfolgreich ist.
00:26:45: Da macht das Gehirnen dann Apples, sprich speichern.
00:26:49: dabei bleibe
00:26:50: Ich
00:26:51: Und ich alleine darüber mal zu sprechen und sich aber auch gleichzeitig zur Erlauben des Differenziers zu betrachten, noch einmal nicht daraus zu machen.
00:27:01: Ja du bildest dir das ein?
00:27:02: Du willst ja nur Aufmerksamkeit...
00:27:04: Den Satz habe ich auch auf genug gehört.
00:27:05: Klar!
00:27:06: Weil wir müssen verstehen wie überlebensnotwendig es ist wenn wir klein sind.
00:27:12: Das liebe ich an deinem Buch und auch an dieser ganzen Arbeit die du da gerade in die Welt trägst.
00:27:18: Darüber
00:27:18: müssen wir anfangen zu sprechen, weil ich hatte jetzt auch wie du das Glück ... Ich hab immer eine große Neugier mitgebracht.
00:27:25: Und ich versuch die Menschen immer einzuladen ihre Angst.
00:27:30: Weil viele sagen auch, ich habe Angst vor dem was ich finden könnte.
00:27:35: War das bei dir auch so?
00:27:36: Das war bei mir auch ne Zeit lang so, dass es auch vielleicht etwas ist, was ich gar nicht bearbeiten kann.
00:27:45: Und ich hatte auch großen... Ich nenn's heute gar nicht mehr Angst, sondern ich hätte großen Respekt davor in diese Vergangenheit zu gehen und da wirklich zu kramen.
00:27:52: Also wirklich in der tiefen psychologischen Anwendung auch zu gucken wie war das in der Klinik?
00:27:58: Wer war dabei mir?
00:27:59: Ich habe so ein paar Prositile wiedergefunden.
00:28:01: Das war ganz spannend.
00:28:02: Ich hätte gar nie für möglich gehalten, dass das wirklich geht.
00:28:05: aber es geht!
00:28:08: Und es ist einfach so unglaublich bereichernd auch ein Stück weit.
00:28:14: Das kann ich heute sagen, wenn man diese Positile zusammensetzen kann, weil ... Es tut zwar erst mal für den ersten Moment unfassbar weh durch dieses Trauma zu gehen,
00:28:23: total.
00:28:24: Aber heute hilft es mir unglaublich.
00:28:27: und heute sage ich zum Beispiel auch Ich bin froh, dass es auch Ängste gibt.
00:28:31: Weil Angst ist ja nicht immer nur negativ.
00:28:33: Angst ist auch etwas, was positiv ist und mich mein Leben lange davor geschützt hat vielleicht die Situation zu kommen wo andere sich bewusst ... Also ich sag jetzt mal... Ja!
00:28:43: Ich würde niemals bergsteigen oder ich würde kein Bungie-Tumping machen weil ich wahnsinnige Höhenangst habe.
00:28:47: Und ich bin Flugbegleiter.
00:28:48: aber das ist ein Unterschied weil sie immer sagen du bist der Flugbeleiter, wir haben immer Höhen angst.
00:28:52: Das sind so Sachen.
00:28:54: da hab' ich Respekt und Angst davor, weil ich mein Leben so liebe Weil ich es einfach nicht machen möchte.
00:29:00: und heute habe ich aber nur den Anspruch zu sagen, ich muss das machen um etwas zu beweisen.
00:29:03: Sondern ich mache das wo ich sage da bin ich glücklich damit.
00:29:07: Aber ich muss niemanden vor allem mir selber nicht beweisen dass ich jetzt von der Brücke springe.
00:29:11: Und aber erstmal zu lernen Und zu akzeptieren, dass eben ein Trauma und das Dinge aus der Kindheit... Das ist ja auch etwas übrigens was ich in meinem Buch versuche älter mitzugeben.
00:29:23: Wie stark wir als Eltern auch verantwortlich sind für dessen wie wir unsere Kinder ein Stück weit prägen Thema Glaubens etc.
00:29:33: Es ist so wichtig und es tut man sicherlich auch ganz oft unbewusst.
00:29:36: aber mir ist es halt heute eben bewusst und deshalb spreche ich darüber und du sagst gerade auch Ja darüber sprechen ist so richtig.
00:29:43: Wenn du dir einen Fuß brichst oder einen Arm, macht ja auch keiner ein Held um ihn.
00:29:47: Ich sag ich geh zum Orthopäden oder zum Chirurgen aber wenn du was in der Psyche hast es wird immer noch als riesen Tabuthema behandelt weil man könnte sich schämen.
00:29:54: Ich muss ehrlich gestehen, als ich dieses Buch geschrieben hab war mir auch klar Es wird Menschen geben die werden mit diesen Stempel verpassen.
00:30:02: Und gibt das die immer noch?
00:30:03: Die gibt's!
00:30:05: Ja und es gibt sicherlich Menschen die sagen er ist der Christian der hat eh nen Knall.
00:30:08: Also war ganz der Lob gesagt.
00:30:10: Das ist für mich aber völlig fein, weil ich weiß... Ich habe für mich so dran gearbeitet dass ich heute in einem Leben stehe indem ich unfassbar glücklich bin indem es mir unglaublich gut geht und ehrlicherweise bin ich meinen Zähnen auch ein Stück weit dankbar.
00:30:24: das hört sich total spirituell an und ich bin eigentlich gar kein spiritueller Mensch.
00:30:28: Aber wenn die sich melden dann weiß ich es ist gerade etwas zu viel.
00:30:32: Es ist gerade etwas, wo ich hinschauen muss.
00:30:35: Und das habe ich tatsächlich in den ganzen zwei Jahren Therapie gelernt und es funktioniert.
00:30:40: Und lustigerweise ... Zwei, drei Tage später ist das Thema wieder weg.
00:30:46: Das war für mich das Allerschlimmste vor über zwei Jahren.
00:30:51: Warum geht's nicht
00:30:52: weg?
00:30:53: Was meinst du, weiß ich mir?
00:30:54: Epo-Prophäe, ne?
00:30:55: Cremchen!
00:30:56: Ich war der beste Kunde in der Apotheke.
00:30:59: Nichts hat geholfen.
00:31:01: Nichts
00:31:01: hat funktioniert.
00:31:03: Ich hatte jetzt vor gar nicht langer Zeit, auch nochmals würde ich gerne erzählen ... weil das für euch einfach so hilfreich ist!
00:31:10: Weil ich weiß ganz viele da draußen haben mit solchen Themen zu tun und die Schulmedizin kann nicht helfen.
00:31:19: Ich muss kurz ein bisschen aufpassen wie ich es formuliere.
00:31:22: Ich möchte's ein bisschen anonym lassen.
00:31:26: Ich bin
00:31:26: vor
00:31:28: ein paar Wochen jemandem wieder begegnet mit dem ich eine sehr schwierige Historie hatte und ... Hab ich das schon erzählt?
00:31:37: Frage ich mich gerade.
00:31:38: Egal, ich erzähle es noch mal!
00:31:42: Und ich wusste, dass ich diesen Menschen wieder begegne.
00:31:46: Eine
00:31:46: Woche vorher bekomme ich in der rechten Verse so Schmerzen, dass sich nicht mehr auftreten kann.
00:31:54: Ich humpel nur noch und weiß aber mittlerweile Ich muss nicht zum Autopäden.
00:31:59: Mit dem Körper ist alles in Ordnung, das ist doch was
00:32:02: anderes.".
00:32:06: Und ich bin noch über ein Flughafen gerumpelt und so war es im Ausland ... Und dann findet diese Begegnung statt und ich wache am nächsten Morgen auf und die Schmerzen sind einfach
00:32:17: weg.
00:32:17: Unfassbar!
00:32:18: Über Nacht verschwürfen wirklich.
00:32:19: Ich übertreibe mich.
00:32:20: Ich konnte nicht mehr auftreten.
00:32:23: Ich mache mir da kurz so bei Gedanken, was war die Botschaft meines Körpers?
00:32:29: Und ich arbeite dann auch mittlerweile mit Bildern.
00:32:33: Also meine Füße tun weh weil ich irgendwo hingehe wo ich auf jemanden stoße der mich sehr verletzt hat.
00:32:41: Das möchte der Körper vielleicht nicht.
00:32:43: und dann nehme ich noch die rechte Seite dazu Weil die rechten Körperhälfte steht für Abgrenzung.
00:32:49: Und ich hatte irgendwie, so im Nachhinein hab' ich's mir dann so zurechtgelegt.
00:32:51: Dass ich dachte... Ich glaube mein Körper hat die Befürchtung gehabt!
00:32:55: Ich könnte diesen Menschen wieder die Türen öffnen.
00:32:58: Also meine Grenzen fallen lassen und sagen ja ok komm sind wir wieder gut.
00:33:02: Wahnsinn was für eine Signale der Gesendert tut.
00:33:04: Ja genau.
00:33:05: Also eigentlich hätte ich da schon fast versucht daran zu hindern, dahin zu gehen ne?
00:33:10: Das ist so unfassbar.
00:33:12: Ja, und ich glaube das können nur Menschen nachvollziehen die sich mit diesem Thema auch beschäftigt haben oder die Bereitschaft dafür haben weil es gibt sicherlich auch genug Menschen die sagen achso Blödsinn und da hast du dir jetzt irgendwas verstaucht.
00:33:23: also ich habe das ja selbst erlebt deshalb kann ich das auch so sagen.
00:33:25: aber ich kann halt eben heute sagen gerade auch mit deiner Geschichte was du gerade erzählt hast Ich glaube fest daran unser Körper ist ein Meisterwerk oder Wunderwerk dessen Und wir hören einfach alle viel zu wenig drauf hin Entschuldigung, wir hören einfach viel zu wenig zu was der uns sagt und ich meine ich habe selber jahrelang nicht hingehört.
00:33:43: Und irgendwann, also ich würde behaupten das war jetzt schon für drei sage ich mal und wenn du dauerhaft nicht hinhörst dann hört er es auch bis irgendwann, ne?
00:33:55: Also bist du der Fuß sag' ich mal umknickt und du keine Ahnung gar nicht mehr laufen kannst So wie es bei mir war, wo mein Körper gesagt hat du hast jetzt so lange nicht hingehört.
00:34:03: Du willst das einfach nicht anders haben?
00:34:05: Jetzt mach ich dir den gar aus und wenn du's da nicht lernst, gut dann machen wir halt weiter.
00:34:10: Also ich glaub mittlerweile total dran und ich bin sogar super dankbar dafür dass wir dieses System in uns tragen.
00:34:19: Lass uns noch einmal kurz in diesen Juni, Juli-August.
00:34:23: Du bist untersucht worden nach deinem Breakdown oder nach deinm Shut down.
00:34:28: der Körper hat einfach alle Systeme kollabiert Und danach ging es für dich in eine psychosomatische Klinik.
00:34:34: Ein Mensch, der vorher mit Psychotherapie keinelei Berührung hatte und sich mit Glaubenssätzen noch nie beschäftigt hat, wusste ist was schwierig.
00:34:42: also du bist relativ früh zu Hause ausgezogen, du hast genau und hast aber auch ne Zeit lang vorher bei deinen Großeltern gewohnt.
00:34:48: die waren beide alkoholkrank.
00:34:51: Aber du hast wahrscheinlich genau wie ich und viele andere gedacht naja aus mir ist ja etwas geworden so schlimm kann's hier nicht gewesen sein.
00:34:57: jetzt kommst du in diese psychosomatische klinik Und welche Welt eröffnet sich dir dort?
00:35:04: Also was wird dir da plötzlich vor Augen geführt und was wird Dir klar?
00:35:09: Wie viel Zeit haben wir?
00:35:11: Das meinte ich mit der, wir könnten eine Staffel machen.
00:35:13: Absolut!
00:35:14: Ich versuche mich wirklich und es fällt mir nicht leicht bei dem Thema mich kurz zu halten.
00:35:18: um vielleicht kurz vorweg... Ich war damals zu dem Zeitpunkt, wo es passiert ist noch privat versichert.
00:35:30: Es ging viel leichter in den Therapeuten zu finden.
00:35:34: des Zusammenbruchs, ja meine Arbeitszeit verändert.
00:35:35: Ich habe Dinge losgelassen ich hab mein Teamnatter-Job hingeworfen...
00:35:39: Also du hast Parameter auch im Außen geändert?
00:35:41: Genau
00:35:41: das hat ganz viel geändert was zur Folge hatte dass ich zurück in die gesetzliche gegangen bin was da wieder raus das Thema hatte dass sich kein Psychotherapist mehr gefunden haben in der gesetzlichen Versicherung so schnell wie ich ihn gebraucht hätte.
00:35:54: dann habe ich eine Familienaufstellung gemacht über eine Bekannte über ein Coaching.
00:35:57: also ich habe echt ein paar dinge vorweg gemacht Weil ich einfach aufwissen wollte, weil ich habe keinen Kontakt mehr zu meiner Familie.
00:36:05: Auch ein riesen Thema... Und irgendwann habe ich aber gemerkt, diese einmal in der Woche Sitzung.
00:36:10: Ich hab dann irgendeine Therapeuten gefunden.
00:36:11: tatsächlich, den habe ich übrigens erst mal selbst bezahlt aus der Not heraus.
00:36:15: Ich habe aber gemärkt die Woche fünfzehn Minuten.
00:36:17: damit komme ich nicht weit.
00:36:18: Es war so eine tiefe Traurigkeit, da war so ein Schmerz im Meer und ich war ja handlungsunfähig.
00:36:23: Ich saß teilweise hier drei Stunden am Esszimmer-Tisch, habe einfach nur rausgeschaut und konnte gar nichts sagen was ich tue.
00:36:28: Also es war mir sehr bewusst Gott sei Dank dass überhaupt irgendwas nicht stimmte.
00:36:32: Irgendwann kam der Moment wo ich gesagt habe Okay, ich gehe in diese psychosomatische Klinik.
00:36:38: Jetzt kommt hinzu... Ich war da bei einem Infoabend vorab und mir war klar man hat kein Einzelzimmer sondern man muss das Zimmer sich mit jemand gemeinsam teilen.
00:36:48: Jetzt hört sich das für manche vielleicht banal an, aber für mich und das beschreibe ich auch in meinem Buch.
00:36:51: Ich habe mit sechzehn Jahren leider eine Erfahrung machen müssen mit einem Menschen, mit einem Mann die mich sehr geprägt hat.
00:36:58: Das reden hier nicht über Vergewaltigung... Aber
00:37:00: es waren sexuelle Übergriffe.
00:37:01: Es war
00:37:02: ein sexuellen Übergriff und es war in der Dunkelheit mit abschließender Tür.
00:37:05: Und für mich war die größte Herausforderung zu wissen, ich muss mit einem fremden Mann, weil Männer müssen mit Männern ins Zimmer, Frauen mit Frauen.
00:37:11: Da sind sie noch sehr altmodisch in dieser Klinik gewesen.
00:37:15: Ich hatte keine Ahnung wie groß das Zimmer ist, ich hatte keine ahnung was mich erwartet.
00:37:21: Man hat mir nur erzählt es ist gemütlich und groß genug.
00:37:25: Und das kam der moment wo ich eben in diese klinik rein bin.
00:37:27: und jetzt muss man sich vorstellen ich hatte echt die wildesten gedanken weil erfolgreiche junger kehrt ich habe wirklich viel geld verdient.
00:37:33: ich war erfolgreich bei meiner airline.
00:37:35: ich war erfolgsreich als Influencer mit meinem Mann gemeinsam.
00:37:37: wir haben uns etwas aufgebaut.
00:37:38: ich hab mich immer sehr klar im leben positioniert.
00:37:41: ich habe einen tollen freundeskreis ich hab ein toller sohn gehabt mittlerweile zwei tolle kinder.
00:37:47: also Ich hab mich da überhaupt nicht gesehen, weil wenn man so ein Bild von der Klinik hat dann denkt man kommt da rein.
00:37:53: Man wird irgendwie eingesperrt.
00:37:55: So was gibt es ist aber die Psychiatrie und nicht die Psychosomatik.
00:37:58: auch da muss man aufklären, weil die Leute immer glauben das ist alles das gleiche überhaupt nicht.
00:38:02: also ich war nicht eingesperrt ne?
00:38:03: Ich war ein freier Mensch Aber du kommst da halt rein Da sind halt... ...fünfundzwanzig Patienten, fünfundzehnzig Zimmer hatten sie genau, fünfundzwanziger Patienten eigentlich mit einem Thema.
00:38:15: Und du gehst da rein und bist plötzlich nicht mehr der erfolgreiche Teamleiter, Flieger oder Influencer.
00:38:21: Du bist plötzlich der Christian mit einem großen Thema.
00:38:24: Das war ganz komisch!
00:38:25: Dann kam ich da rein... Da war ein riesengroßes Aquarium.
00:38:30: Man musste sich hinsetzen und abwarten bis man das Zimmer zugewiesen bekommen hat.
00:38:35: Dann war für mich dieser größte Moment, wo ich gewusst habe, okay, ich entscheide dann ob ich da bleibe wenn ich sehe wer im Zimmer ist.
00:38:41: Ich bin ins Zimmer reingekommen und da war schon mal der erste Schock, weil das Zimmer war so groß wie ... ich würde sagen unser Badezimmer gefühlt.
00:38:48: Also klein!
00:38:50: Ich konnte von meinem Bett, wenn ich die Hand ausgestreckt habe dem Nachbarn die Hand geben.
00:38:54: Und es war für mich eine völlige Horrorvorstellung.
00:38:57: Und auch da meine Glaubenssätze du gibst nicht auf in diesem Fall waren sie tatsächlich mal positiv.
00:39:02: Sie haben mir geholfen weil ich hab gesagt okay guckt mir das jetzt erstmal die erste Nacht an morgen kann ich immer noch gehen.
00:39:08: Ja, dann plötzlich war ich da.
00:39:10: Raus aus der Jeans, raus aus dem schicken Hemd reinen Chockinganzug und die Schlappen.
00:39:14: Genauso muss man sich's vorstellen bequem gemütlich.
00:39:17: es war eh im Dezember.
00:39:19: also es war ekhalt draußen.
00:39:21: ja plötzlich zu den Menschen da kennen Und dich?
00:39:24: Und mich!
00:39:25: Das Allerschlimmste für mich waren die ersten drei Wochen Ich mit mir selbst.
00:39:33: Ich kannte das überhaupt nicht.
00:39:34: Die war immer getrieben mit anderen Menschen, immer raus, immer Hans Dampfen eingassen.
00:39:39: und plötzlich soll ich mich mir selber beschäftigen!
00:39:41: Ich soll malen, ich soll Zeiten, wir verbringen so eine Musikhörn, ich so eine Serie angucken... Ich habe das die ersten drei Wochen nicht hingekriegt.
00:39:49: Wir haben die Leute auch immer zurückgemerkt gesagt, du bist so hebelig!
00:39:51: Was ist denn los mit dir?
00:39:52: Ich kamen nicht zur Ruhe...
00:39:53: Du sollst doch entspannen, du wirst doch in der psychosematischen Klinik.
00:39:56: Keine Chance, ich hatte keine Chance.
00:39:59: Also wirklich, ich war nur am Telefon und es war ganz furchtbar und ich hab selber gespürt also so brauchste hier gar nicht bleiben weil so hat es keinen Zweck.
00:40:08: Schön war dann dass die Therapeut mir gesagt hat Herr Bär geben sie sich Zeit.
00:40:11: Sie kommen schon runter und genauso war es dann aus, so nach drei Wochen konnte ich dann echt sagen okay jetzt habe ich gemerkt wie ich plötzlich angefangen hab.
00:40:17: Handy habe ich teilweise im Zimmer liegen lassen.
00:40:20: Ich habe plötzlich angefange Hörbücher zu hören, ich habe angefangen zu malen.
00:40:23: Ich kann überhaupt nicht gut malen aber ich habe innerhalb der Therapie da gab's verschiedene Einheiten unter anderem die Kunsttherapie.
00:40:30: Ich habe übers Malen den besten Zugang zu meiner Psyche bekommen
00:40:35: Wunderbar.
00:40:35: Das war total
00:40:36: spannend.
00:40:36: Habe ich schon öfter gehört, ja?
00:40:37: Ich hab da plötzlich Bilder generiert und gemalt die nicht schön waren aber ich wusste er bei sich male und ich musste ihm eher darüber sprechen.
00:40:44: Und das war für mich der Aufhänger!
00:40:46: Ich konnte es viel besser plötzlich erklären wenn ich was Bildliches da hatte... ...und ich war plötzlich ein riesen Fan davon.
00:40:52: Und ich habe angefangen zu malen.
00:40:53: Ich habe plötzlich angefangen Diamond-Painting, das kennst du mit so kleinen Steinchen auf Schablonen kleben muss stundenlang Und plötzlich habe ich gemerkt, was bedeutet das eigentlich?
00:41:05: Ich mit mir selbst.
00:41:17: Sollte ruhig die Kamera plötzlich ausgehen, dann lassen wir einfach weiterlaufen.
00:41:21: Das liegt vielleicht auch an den Temperaturen.
00:41:22: Der hatte eine schwere depressive Episode und der war lange in der Klinik mehrere Monate.
00:41:30: Und das was ihm am meisten geholfen hat, er hat so ne Liste gemacht in seinem Buch War Mandalas ausmalen?
00:41:35: Ja,
00:41:36: bei mir war es Stamenpainting.
00:41:37: Es ist ähnlich also nur mit Steinchen bekleben und ich habe das total belächelt.
00:41:42: Mandalas habe ich auch versucht aber das fand ich langweilig.
00:41:45: Ich konnte mich beim Kleben weil es in der Motone Arbeit eine Steinche neben aufklebt.
00:41:49: Das war so... Und ich habe plötzlich gemerkt wie mein Geist anfing zu arbeiten.
00:41:54: Ich bin in meine eigene Vergangenheit gereist.
00:41:56: Ich hab die Fragen hinterfragt die mir der Therapeut gestellt hat und ich konnte wahnsinnig gut plötzlich anfangen, mich zu akzeptieren und auch einfach zu sagen ja ich bin der Christa mit den Themen die er hat.
00:42:09: Also ich habe mich lange geschämt dafür hier bei langen Niederüber erzählt.
00:42:12: also ich schreibe in diesem Buch über Themen aus meinem Leben.
00:42:17: Die wusste mein Mann nach fünfzehn Jahren Beziehung nicht, die wusste meine beste Freundin nach fünfundzwanzig Jahren Freundschaft nicht weil sie mich geschämt haben.
00:42:23: Wie hat Björn reagiert?
00:42:24: Hat dein Mann reagiert als er das Buch gelesen hat?
00:42:27: Er hat lange gebraucht bis er es lesen konnte, weil er tatsächlich natürlich die Phase war ja voll dabei wo es mich mehr oder weniger Eiskart erwischt hat.
00:42:37: Er hat sich sehr schwer getan, weil er natürlich auch die familiäre Geschichte kennt.
00:42:40: Er hat jahrelang das erlebt – ich sag jetzt mal das Thema Nazismus ist ein Riesenthema bei mir – dann das Thema eben Up and Downs.
00:42:49: Also er hat sich schwergetan, es zu lesen, weil da auch Angst, glaube ich, einen Stück weit davor hatte Dinge noch zu erfahren, die ich vielleicht wirklich nie erzählt habe.
00:42:56: und so war's auch.
00:42:57: Er hats gelesen, er hat wahnsinnig viel geweint dabei aber er hat mich ja.
00:43:03: Ich glaube, er sieht mich auch jetzt mit anderen Augen und versteht auch.
00:43:06: Also ein Beispiel wie ich vorhin schon gesagt habe das Thema Aufmerksamkeit.
00:43:09: Warum wollte der Christian immer wieder aufmerksam sein und sagt ja du nimmst mich zu wenig in Arm oder ich hab zu wenigen Kürse bekommen?
00:43:15: Oder heute war es immer wieder nett zu mir.
00:43:17: Ich glaube er versteht durch dieses Buch ganz klar woher das kam
00:43:23: Weil du wenig bekommen, was einfach zu klein
00:43:25: war.
00:43:25: Genau und weil es die Möglichkeit war darüber Aufmerksamkeit zu generieren.
00:43:29: Und heute bin ich genug mit mir selbst.
00:43:31: Heute kann ich das ganz anders damit umgehen und weiß dass es nicht die Schuld des anderen ist sondern mein eigenes Bedürfnis ist und manche Vorwürfe gar nicht gerechtfertigt waren.
00:43:46: Er hat's gelesen und er hat sogar zweimal gelesen.
00:43:50: Ja, er sieht mich einfach mit anderen Augen dadurch.
00:43:55: Ich finde es so schön weil so viele Menschen eben diese riesige Angst haben sich zu zeigen in die Sichtbarkeit zu kommen auch mit ihren Verletzungen in die Sichtbarkei zu kommen Weil wir dann das Gefühl haben dann sind wir noch angreifbarer.
00:44:10: Aber ich mache doch die Erfahrung dass das Gegenteil der Fall ist.
00:44:15: Also weil es gibt niemanden Gehören nicht zu den Menschen, die sagen wir sind alle traumatisiert.
00:44:20: Aber es sind sicherlich mehr Menschen traumatisiert als uns das so klar
00:44:23: ist?
00:44:24: Also nach dieser Veröffentlichung dieses Buches habe ich unfassbar viele Nachrichten E-Mails Sprachnachrichten bei Instagram bekommen.
00:44:32: Wir hatten ja eine Show dazu.
00:44:33: Ich hatte mehrere Lesungen.
00:44:34: Wir sind Menschen weinend in die Arme gefallen Die mir ihre Geschichten erzählt haben Und ich bin überrascht auch jetzt drei Monate danach veröffentlicht was da immer noch passiert, wie die Menschen sich plötzlich öffnen und sagen ja danke dass du darüber sprichst.
00:44:50: Also es ist wirklich...und ich würde fast behaupten jeder, also wir alle, jeder hat Glaubenssätze in seinem Leben, jeder hatte eine Historie.
00:44:59: für den einen das ist prägender für den anderen weniger.
00:45:01: aber ich würde auch so wie du sagen also gefühlt aus dem Bauch heraus was dir der zweite hat um ein Thema
00:45:10: Ja, wenn es reicht.
00:45:11: Aber
00:45:12: auf jeden Fall eine Menge.
00:45:16: Nach deiner Erfahrung... Was mich total fasziniert an deiner Geschichte ist ... Da muss ja etwas in dir so sich danach gesehen haben, endlich in die Sichtbarkeit zu kommen mit dem ganzen Schmerz.
00:45:30: Weil du hast das natürlich auch echt als es klar war da gibt's Themen und ich muss die bearbeiten.
00:45:37: dann hast du gesagt Ich bin all-in Und ich finde es auch total schön, dass du das teilst.
00:45:42: Weil wir gerade so eine Bewegung erfahren, wo die Therapie einen schlechten Ruf bekommt irgendwie.
00:45:49: Das heißt quatschen, das hilft alles nichts und das sehe ich überhaupt nicht so.
00:45:54: Ich finde auch Biografiarbeit extrem wichtig also die Brücken zu schlagen zur Vergangenheit und nicht einfach nur ... Nee da reden wir nicht drüber!
00:46:01: Wir gucken jetzt noch nach vorne.
00:46:03: Also was ich sagen kann und was mir unglaublich wichtig ist, weil auch diesen Satz habe ich oft gehört Therapie das bringt doch alles nichts.
00:46:09: Therapie bringt nur dann etwas wenn du selber bereit bist wirklich was verändern zu wollen wenn du bereit bist Themen anzuschauen, dich da rein zu begeben.
00:46:20: Ratschläge auch vielleicht versuchen umzusetzen und wirklich offen dafür bist was vielleicht dann gegenüber Therapeut Coach Psychologe wie auch immer Was der sagt auch ein Stück weit anzunehmen und auch zu reflektieren Und nicht in diese Abwehrhaltung zu gehen weil dann nutzt die beste Therapie nichts.
00:46:35: also
00:46:36: Könnte ja auch einen Glaubenssatz Ja
00:46:38: oder vielleicht ein bisschen blöder vergleich was ich jetzt bringe.
00:46:40: aber wenn du an alkoholsüchtigen Menschen in die therapie steckst gegen seinen willen Dann wird er nicht geheilt.
00:46:47: Du musst die Bereitschaft haben, dich zu öffnen und nur dann hast du auch eine Chance geheilt zu werden.
00:46:51: Und das ist mit der Psyche, den ganzen Traumortag genau das gleiche!
00:46:54: Ich bin ein großer Fan von der Therapie gewesen weil es mich ganz viele Anstöße gegeben hat um Dinge zu hinterfragen... Man muss arbeiten!
00:47:02: Das ist Arbeit!
00:47:03: Es ist nicht einfach.
00:47:03: ich lehne mich in Stuhl zurück höre mir an was der Psychologe erzählt und dann werde ich wundere Gehalt.
00:47:07: Das ist totaler Blödsinn und ein totaler Irrglaube.
00:47:09: Das is Arbeit und ich habe wirklich zwei Jahre jetzt intensiv gearbeitet.
00:47:15: Es ist auch anstrengend, es ist auch super unangenehm und mit ganz viel Tränen verbunden.
00:47:20: Aber am Ende lohnt sich der Weg wenn man diesen Weg gehen möchte denn keiner kann dich heilen.
00:47:25: du kannst nur dich selbst heilen aber du kannst eben durch die Unterstützung der Therapie ganz tolle Wege finden um damit umzugehen.
00:47:33: Ich hatte nicht neulich das Gespräch, es ist auch ein Dreifelier her mit einem Freund, der mich zu Hause besuchte und sehr verzweifelt war.
00:47:44: Weil er ein ganz toller Mann sieht super aus, großes Herz, ist erfolgreich ... Und fand aber lange keine Partnerschaft oder immer in die falschen Konstrukte geraten.
00:47:58: Dann hat er sich hilfesuchend an mich gewarnt Sag mir bitte, woran es liegt.
00:48:03: Aber ich versteh's nicht.
00:48:04: Ich sage es dir jetzt einmal ... Ich glaube, dass du ein schweres Bindungstrauma hast?
00:48:12: Suche dir einen Therapeuten!
00:48:13: Nimm dir zwei Jahre Zeit!
00:48:16: Guck dir den Scheiß an, weil da ist es zu
00:48:18: finden.".
00:48:20: Und dann hat er nie mehr darüber gesprochen.
00:48:21: und dann ist er den Weg aber gegangen, ohne mir das zu sagen.
00:48:24: Was der gerade für eine Entwicklung durchmacht und wie immer mehr er selber wird... Das wäre vielleicht noch ganz schön da nochmal tiefer einzusteigen in dieses Ich muss alles quasi ertragen, übrigens der aggressive Vogel zurück.
00:48:39: Wir nennen ihn Horst!
00:48:41: Horst ist wieder da.
00:48:47: Man glaubt, es ist ein Männchen.
00:48:49: Oder eine Mama, die das Nest beschützt?
00:48:51: Wir haben einen Nest im Busch.
00:48:55: Vielleicht hören sie die Menschen nicht.
00:48:57: Sie möchte uns im Podcast versauen.
00:49:01: Was Glaubenssätze angeht ... Wenn eine Überlebensstrategie und ... Ich muss alles tun, um geliebt zu werden ist ja mehr als ein Glaubenssatz.
00:49:11: Es ist wirklich eine Überlebensstrategie die uns aber wenn sie aus dem Unterbewusstsein heraus wirkt lebensbedrohlich begegnen kann oder uns eben in Zustände katapultieren kann wo unser Leben wirklich in Gefahr gerät.
00:49:27: Nach Deiner Erfahrung war meine Erfahrung es gibt tatsächlich Glauben setze so wie's in der psychospirituellen Szene häufig gepredigt wird Die kommen ans Tageslicht und dann sind die weg, so was wie über Geld sprichbar nicht.
00:49:41: Das ist ja ein klassischer Glaubenssatz.
00:49:44: Aber es gibt doch tief in uns abgelegte internalisierte Glaubensysteme, die gehen einfach viele, viele Etagen tiefer... Ich frag dich deswegen weil wir häufig sehen gerade auf Instagram.
00:49:57: Du bist genug und du musst einfach nur glauben, dass du genug bist.
00:50:00: aber wenn dein Unterbewusstsein sagt ein Scheiß bist du dann können wir nicht dagegen affirmieren.
00:50:06: also mich würden deine Gedanken und deine Worte dazu gerne.
00:50:10: die würde ich gerne hören was diese wirklich tief abgelegten Programme sind es ja eigentlich betrifft.
00:50:16: Also unter anderem war ja ein tiefer Glaubenssatz.
00:50:20: Du musst leisten, entweder um geliebt zu werden oder du musst leisten und dass du jemand bist in deinem Leben.
00:50:25: Sonst bist du nichts und du musst ... Du musst, du musst, das habe ich sehr oft in meinem Leben gehört.
00:50:30: Und diese Glauben-Sätze haben ganz oft ... Nee, es ist falsch ausgedrückt.
00:50:36: Diese Glaubessätze haben meine eigentliche Persönlichkeit immer überschattet.
00:50:40: also ich wusste ganz lange gar nicht wer bin ich eigentlich?
00:50:44: Die Frage, die ich mir zum Beispiel gestellt habe.
00:50:45: Wer bin ich?
00:50:46: Wenn ich meine Team-Laterrolle ablege... Wer bin Ich denn dann?
00:50:48: Was kann ich überhaupt?
00:50:49: Das
00:50:49: war bei mir Radio.
00:50:50: Siehst du und die Frage war ganz oft wer ist dieser Christian wenn er das nicht mehr hat?
00:50:55: Ich
00:50:56: weiß.
00:50:56: Und spannend hatte ich erst mal kein Antwort drauf.
00:51:01: heute habe ich eine und ich hab ganz lange Überlegt auch immer.
00:51:06: Und ich hab mir auch manche Gedanken gar nicht erlaubt, weil ich einfach gedacht habe, nee das kannst du nicht gewesen sein und ich teile gerne mit dir.
00:51:14: Wenn du mich heute fragen würdest, würdest du in deinem Leben Dinge nochmal genauso machen wie du sie letzten Jahre gemacht hast?
00:51:21: Dann würde ich sagen ... Sie haben mich sicherlich bereichert und ich hab viel Erfahrung sammeln dürfen aber mit dem Wissen von heute, mit den Fühlen von heute ,mit diesem Zugang zu mir selbst zu wissen wer bin ich wirklich Wäre ich wahrscheinlich der Christian gewesen, der war sein Leben lang Teilzeitflugbeglatter gewesen?
00:51:39: Wer ohne Führungsverantwortung.
00:51:40: Ich hätte nie Karriere gemacht.
00:51:41: Ich hatte wahrscheinlich fünf Kinder, weil das ist mein Leben ... Hätte vielleicht einen Bauernhof mit ein paar Eseln und ein paar Kühen und so.
00:51:51: Und hätte... So was ich jetzt gerade eben tue, denn ich bin aktuell in älteren Zeit mit einer monatigen Tochter und hätte mich einfach um meine Kinder gekümmert.
00:52:00: Das ist mein Leben!
00:52:00: Das hört sich für den ein oder anderen draußen total benannt.
00:52:02: Erst gestern habe ich bei Instagram eine Nachricht bekommen von einer Followerin die geschrieben hat, es ist dir dein Leben eigentlich zu langweilig nur zu Hause zu sein.
00:52:08: Dann denke ich... Früher hätte mich das getragert heute schmunzelt.
00:52:11: Ich denke mir weißt du wie verdammt glücklich ich bin?
00:52:14: Ich bin der Christian, der ich heute sein darf.
00:52:17: Und ich bin immer noch gerne Führungskraft, aber ich darf so führen wie ich das möchte.
00:52:21: Nicht weil mir jemand auferlegt, wie ich zuführen habe, sondern mit meinem Herzen und meinem Verstand.
00:52:24: Ich darf meine Kinder so erziehen, dass es richtig ist ohne das mehr Glaubenssätze sagen.
00:52:30: Aber das macht man nicht.
00:52:30: Also als Beispiel... Keine Ahnung!
00:52:33: Man darf keine Nudeln mit der Hand essen.
00:52:34: So ein banales Beispiel.
00:52:36: Wenn das Kind einmal die Nudel mit der hand ist, dann solltest du es doch ausprobieren.
00:52:43: diese Diskrepanz zwischen was wurde mir auferlegt und wie lebe ich es heute?
00:52:47: Und heute habe ich das Gefühl, ich bin ich Freundschaften.
00:52:49: Ich war ja ein Mensch der immer viele Menschen um sich herum hatte und ich hab geglaubt jeder mit dem ich irgendwie drei Tage länger Kontakt habe ist ein Freund von mir.
00:52:57: Heute sind glaube ich fünf Leute übrig geblieben von unzähligen.
00:53:01: Ich schreibe in meinem Buch auch über das Thema toxische Freundschafte.
00:53:05: Was das Schöne daran.
00:53:06: Es gibt so viele Momente, wo ich hier alleine zu Hause ... Klar jetzt mit unserem Tochter.
00:53:12: Mein Sohn ist ja viel unterwegs durch die Schule und damit neun Jahren ist man viel draußen aber... Ich bin viel alleine mit mir, unserer Tochter oder mit meinem Mann.
00:53:20: Und es ist so unglaublich schön!
00:53:23: Manche lachen immer noch
00:53:24: und
00:53:24: sagen sie mir du und allein sein.
00:53:26: das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen.
00:53:28: Ich genießt es total und ich finde es so schön.
00:53:30: und ich habe heute endlich das Gefühl der Christian mit vielen Vierzig ist der, der er immer war Aber nie ehrlich zu dich war die letzten Jahre, weil er sich nicht getraut hat.
00:53:40: Dass das vielleicht seine Bestimmung ist, dass das sein Leben ist.
00:53:43: Weil ich immer geglaubt habe, ob ich muss.
00:53:45: Ich hab Dinge gemacht... Das hört sich total blöd an aber ich hab viele Dinge in meinem Leben gemacht um anderen zu beweisen, dass ich was kann.
00:53:52: Wie alle?
00:53:53: Schrecklich!
00:53:54: Wie schrecklich ist es eigentlich, wenn ich darüber nachdenke wie viel Zeit ich in meinem leben vergoldet hab für Dinge, die mir gar keinen Spaß gemacht haben die mich Energiegerau gekostet haben und in denen ich nie gut war.
00:54:05: Also auch so ein Beispiel, Kathi, das muss ich einfach kurz erzählen weil es mir gerade in den Sinn kommt... Bitte!
00:54:10: Ich musste jahrelang mit so viel Mitarbeitung viele E-Mails schreiben.
00:54:15: Ich hasse E-mailscherelle.
00:54:17: Fühlig!
00:54:19: Und was ist ... heute gehe ich noch einen Schritt weiter.
00:54:22: Heute sage ich glaube, ich habe eine Rechtschreibschwäche.
00:54:24: Ich bin nicht gut darin.
00:54:26: Ich Bin gut im Reden.
00:54:27: Ich kann Menschen überzeugen.
00:54:28: Deshalb stehe ich vielleicht gerne auf einer Bühne oder quatsche über ein Podcast Aber schreiben ist für mich ein total... also bei einem Buch war es ein anderes Thema, weil das meine Geschichte war.
00:54:37: Aber auf Dinge zu reagieren die ich vielleicht nicht wirklich zum Ausdruck bringen kann, weil ich mich auch nicht gut genug drin auskenne was ich in meiner Rolle früher immer tun musste Abmahnungen schreiben mit rechtlichen Themen Das hat mich gequält, das hat mich schlaflose Nächte gekostet.
00:54:52: Und heute denke ich mir ... Ich bin so dankbar, dass ich es nicht mehr machen muss.
00:54:56: Ich bin auch zu sagen... Ich habe wahrscheinlich eine Rechtschreibschwäche, weil ich merke oft gar nicht dafür einen Komma, da hab' ich mich verschrieben.
00:55:05: Heute kann ich darüber stehen und kann lachen!
00:55:06: Das hätte für drei Jahre noch geschämt.
00:55:08: Das hätte ich niemals zum Ausdruck gebracht.
00:55:10: Aber das möchte ich nur damit sagen.
00:55:11: Ich war bei mir, glücklich mit dem.
00:55:14: Ich stehe dazu, dass sich Defizite haben.
00:55:17: Man darf die auch haben.
00:55:20: Zwei tiefgründige Fragen gegen Ende.
00:55:23: Anknüpfen an das, was du gerade gesagt hast?
00:55:26: Geht es vielleicht am Ende gar nicht darum etwas groß an uns zu verändern oder was abzulegen oder loszuwerden sondern eher darum der Mensch zu werden, der wir in Wahrheit sind und auch dass in uns was fehlerhaft oder imperfekt ist zu akzeptieren und in den Arm zu nehmen.
00:55:50: Und nach Hause zu holen?
00:55:52: Ja, finde ich schon auch weil es gibt gewisse Prägungen.
00:55:56: Es gibt gewiss Charaktereigenschaften.
00:55:58: die haben uns über Jahre antrainiert und das sind nicht von heute auf morgen weg.
00:56:01: Das wäre gelogen.
00:56:03: So wie das Beispiel Thema Angst.
00:56:05: Ich könnte jetzt heute sagen mich nervt ist dass ich Angst habe vom Brücken zu springen.
00:56:08: Ich will auch mal mutig sein oder ich möchte auch mal durch einen dunklen Gang gehen ohne nasse Hände zu bekommen.
00:56:14: Warum?
00:56:15: Also es ist ein Teil meiner Persönlichkeit und ich finde die größere Kunst ist, als zu sagen Ich mach's jetzt einfach um bin dann danach total stolz und kann allen sagen hey ich hab mich getraut.
00:56:24: Ist für mich zu akzeptieren dass sie da ist und das sie vielleicht auch ein Stück weit ein Teil meines Lebens ist der mich vielleicht wie gesagt beschützt oder auch der einfach zu mir gehört und den ich einfach akzeptiere.
00:56:36: Und liebevoll um Arme und sage so wie übrigens auch meine Zeinschmerzen, die manchmal immer noch kommen wenn ich Stress habe und sag hey!
00:56:42: Auch das hört sich jetzt vielleicht ein bisschen crazy an aber ich sag dann wirklich Hey was habt ihr denn wieder für ein Thema mit mir?
00:56:47: Also ich spreche mit meinen Symptomen total crazy, mache ich hilft und ich finde es total cool.
00:56:54: also Ich mag ja auch die Herausforderung und ich möchte gar nicht perfekt sein.
00:56:59: deshalb finde ich's auch total gut dass man mit seinen, ich nenne sie bewusst mal Schwächen.
00:57:05: Mit seinem Defizit und seinen unangenehmen Teilen in seinem Leben.
00:57:10: Dass man sich damit auch arrangiert weil Sie gehören einfach dazu und Sie werden... Und im Übrigen wenn man Sie nicht akzeptiert dann kommen Sie noch in viel heftiger Form und suchen sich immer wieder einen Weg um sich zu präsentieren weil Sie wollen ja auch gehört und wahrgenommen werden
00:57:25: Spult das zurück und hört es noch
00:57:27: mal.
00:57:28: Sagt ein weißer, fitziger Mann!
00:57:33: Welche innere Überzeugung über dich selbst war die größte Lüge?
00:57:41: Oh wow.
00:57:43: Welche größte Überzeugungen... Kannst du's nochmal sagen?
00:57:47: Welche Innere Überzeugung über Dich selbst, die Du in Dir abgelegt hast aufgrund Deiner Geschichte, war die Größtelüge?
00:57:59: Wow, das ist eine Frage, die ist mir noch nie gestellt worden.
00:58:02: Da muss ich jetzt mal ganz kurz schlucken ... Bitte!
00:58:08: Weil das sind ja was Glaubenssätze?
00:58:09: Ja.
00:58:10: Sind Lügen...
00:58:12: Ich glaube, wenn ich so drüber füge, ist es eigentlich das, was ich die letzten Jahre gemacht habe.
00:58:19: Dass ich eine Rolle gespielt hab, die ich eigentlich nie war und die ich nie sein wollte und die aufgrund anderer Menschen Persönlichkeiten Familie am Unfeld gelebt habe die ich aber eigentlich nicht bin.
00:58:30: Also, ich meine jetzt beispielsweise... Ich kann vielleicht ein Beispiel nennen.
00:58:33: Ich wollte ... Ich bin ein Mensch!
00:58:34: Ich liebe Menschen und ich fördere gerne Menschen.
00:58:37: Ich unterhalte mich gern mit Menschen.
00:58:39: Aber ich mag es nicht, Menschen zu Recht zu weisen.
00:58:41: Menschen zu ...
00:58:47: Zu missionieren?
00:58:47: Danke zum Missionieren.
00:58:48: Das Wort hat mir gefehlt.
00:58:50: Und das habe ich viele Jahre getan und musste es tun Aber nicht weil mich jemand gezwungen hat, sondern weil meine anderen Glaubenssätze mich dazu getrieben haben.
00:59:00: Ich bin ein Mensch, ich liebe Harmonie und ich liebe ... Ja, ich liebe Good Wipes!
00:59:06: Und ich hab viele Jahre das nicht gehabt.
00:59:09: Das war die größte Lüge, dass ich der strenge Christian bin, den ich immer vorgespielt habe.
00:59:15: Das weiß ich nie.
00:59:17: Und das war auch der größte Fail in meinem System Weil mein System immer gewusst hat, dass bist du nicht.
00:59:23: Und das was du hier tust, das widerspricht völlig deiner Persönlichkeit.
00:59:28: Ich sag nur ein Wort Empathie, mir wurde immer gesagt wo ist deine Empathied?
00:59:31: Du hast so viel Empathies und ich musste die ganz oft tatsächlich einfach wegschließen weil sie da nicht hingehört hat, wo ich sie eigentlich hätte gebraucht Hätte.
00:59:43: und es war glaube ich eine ganz große Lüge und die war viele viele Jahre.
00:59:49: Danke Nicht
00:59:50: danke dir.
00:59:52: Danke, dass ich dich besuchen durfte und danke für den tiefen und authentischen Austausch.
00:59:58: So gerne!
00:59:59: Trauma
00:59:59: erkennt sich?
01:00:00: Ja ... Und ich glaube... Ich kann nur immer wieder sagen mit diesem Buch was ich geschaffen habe hört dann Herz in Kopf seiner Arschlochte.
01:00:14: das ist kein Ratgeber weil ich bin kein Psychologe und kein Therapeut sondern es ist meine Lebensgeschichte in der ganz viel hoffentlich Inspiration, Mut und Anregung für Menschen draußen steckt.
01:00:26: Die sich sicherlich in irgendeiner Geschichte, die ich da drin beschreibe, wiederfinden werden.
01:00:30: Und ja... Da ist ganz viel Liebe, ganz viele Tränen sind da geflossen als das Buch entstanden ist.
01:00:39: Ich hoffe dass ich ganz viele Menschen dadurch erreichen kann, die mehr auf sich oder auf ihr Herz hören und an den Weg gehen, denen sie deutlich glücklicher macht als wenn sie vielleicht bisher gegangen sind.
01:00:52: Danke schön, liebe Katja.
01:00:53: Ich glaube das war nicht unser letztes Gespräch.
01:00:55: Ich würde mich total freuen!
01:00:58: Ilim wir hoffen diese Folge hat euch berührt, euch viele wichtige Impulse und auch Erkenntnisse gebracht.
01:01:05: vielleicht ist die eine oder andere Tür aufgegangen besonders was das Thema chronische Schmerzen angeht.
01:01:10: wirklich da möchte ich eine Lanze verbrechen.
01:01:13: es gibt einen Grund warum die letzten Worte in diesem Podcast bleibt neugierig sind weil Neugier öffnet Türen.
01:01:20: Angst hält sie verschlossen.
01:01:23: Also bis zur nächsten Folge.
01:01:25: alle Links zu Christian, zu seinem Podcast und zu seinem Buch findet ihr wie meinen Show Notes unter dieser Folge.
01:01:32: Ich freue mich wenn ihr die Folge teilt Wenn ihr sie liked Wenn ihr einen Kommentar lasst und eure Erfahrungen auch hier mit der Community teilt wenn ihr mich symbolisch für meine Arbeit auf einen Kaffee oder auf eine Pizza einladen möchtet.
01:01:44: Auch dazu gibt es Gelegenheit.
01:01:46: Ihr findet auch das in den show notes Und ich freu mich auf euch beim nächsten Mal.
01:01:50: also Bitte bleibt bis dein Leben zuversichtlich, gesund und stets neugierig.
01:02:08: Tschüss!