Bewusster leben. Zufriedener sein.
00:00:00: Ein paar persönliche Worte vor Beginn dieser Folge.
00:00:04: Wenn du mir auf Instagram folgst, dann hast du in dieser Woche die Problematik mitbekommen, die für uns mittelgroßen und kleinen Podcaster entstanden ist weil Spotify und Apple wieder einmal den Algorithmus verändert haben.
00:00:19: Das hat zur Folge das ich quasi über Nacht die Hälfte meiner Abonnenten verloren habe und auch die Helfde meiner Downloads und Streams.
00:00:29: Ego ist das völlig egal, aber nachdem sich GetHappy nach wie vor hauptsächlich über Werbeeinnahmen finanziert sind Streaming und Download-Zahlen für mich wirklich existenziell.
00:00:41: Und entscheidend darüber ob ich diesen Podcast hier weitermachen kann oder nicht weil ich von irgendwas leben muss.
00:00:48: So!
00:00:49: Das bedeutet dass hat große Auswirkungen nun auf mich und auch die Zukunft von GetHappy Und ich weigere mich zu glauben, dass es der Algorithmus ist, der weiterhin über unser Leben bestimmen soll.
00:01:03: Denn in Wahrheit entscheiden wir als Gemeinschaft darüber!
00:01:06: Du kannst Get Happy unterstützen indem du die Folgen Zeitnah hörst, wenn sie erscheinen.
00:01:15: Darauf achtet der Algorithmus Wenn du die Folgen mindestens länger als sechzig Sekunden hörst weil es sonst nicht zählt und es fällt wieder hinten runter auch wenn Du die folgen quasi nicht nur Streams sondern downloadest.
00:01:29: Auch das wirkt sich positiv auf den Algorithmos aus.
00:01:32: Es ist nämlich so dass wir einfach wie mittelgroßen und klein Wir erscheiden gar nicht mehr im feed.
00:01:37: Das heißt wir werden neun Menschen gar nicht vorgeschlagen Und selbst Abonnentinnen, die Get Happy schon seit langer Zeit folgen haben mir Rückgemeldet das ihnen der Podcast gar nicht mehr angezeigt wird.
00:01:49: Weil der Algorithmus einfach entschieden hat dass es nicht mehr von Bedeutung ist.
00:01:54: Das habe mich diese Woche ganz schön erschüttert und es ist auch das Intro zum Inhalt der heutigen Solo-Episode.
00:02:00: Es soll nämlich um diese tiefe Tiefe Angst in uns gehen vor allem in uns Menschen die wir vom Komplex Trauma betroffen sind irgendetwas falsch gemacht zu haben.
00:02:12: Darüber möchte ich ein bisschen mit dir reflektieren, ich freue mich wenn du mich weiterhin unterstützt bei YouTube indem du den Kanal abonnierst natürlich in dem du die Folgen teilst und in dem Du in Interaktion quasi mit Gert Happy gehst denn das ist das was der Algorithmus verlangt.
00:02:31: ansonsten spielt er auch weiter hin Nur noch die großen Shows aus und dann haben wir im Grunde genommen ein bisschen wie in der Wirtschaft.
00:02:39: Ein Sterben des Mittelstandes, der kleinen Unternehmen und die großen Konzerne sind die am Schluss gewinnen.
00:02:47: es gibt eine zweite Möglichkeit du kannst mich auch mit einem kleinen Betrag unterstützen wenn du das möchtest.
00:02:53: Wenn alle Menschen, die den Podcast abonniert haben nur einen Euro im Monat dafür geben würden – also jeder!
00:03:01: Dann wäre ganz viel Druck von meinen Schultern genommen und ich könnte mich voll und ganz hier auf diese Arbeit konzentrieren.
00:03:08: Du findest verschiedene Möglichkeiten in der Beschreibung und in den Show-Notes unter der Folge.
00:03:13: Das geht per PayPal oder ganz einfach bei Überweisungen.
00:03:16: Und ich sage dir wirklich vom ganzen Herzen Danke.
00:03:20: Es hat mich tief erschüttert die Woche und ich muss um Unterstützung bitten, weil es sonst einfach echt eine knappe Kiste wird für mich so.
00:03:29: Und jetzt geht's los!
00:03:48: In dieser Folge geht es um die tiefe Angst in uns etwas falsch gemacht zu haben.
00:03:56: Und ich behaupte, dass Menschen, die mit Komplextraume aufgewachsen sind und vielleicht in Familien groß geworden sind, in denen ein Elternteil unberechenbar war... in seinem Verhalten oder indem du viel kritisiert worden bist, indem ein Elternteil besonders launisch war.
00:04:17: Indem ein Elternteil vielleicht mit einer physischen oder auch psychischen Krankheit zu kämpfen hatte.
00:04:25: und ich glaube diese Folge ist eine ganz gute Ergänzung zur Solo-Folge zum Thema Schuld die ich dir auch nochmal hier in die Beschreibung und in die Show Notes packe.
00:04:34: Denn Schuld die Zwillingsschwester des Gefühls etwas falsch gemacht zu haben.
00:04:42: Und ich möchte dich gerne noch mal mitnehmen auf die Ereignisse, die sich in meinem Leben Anfang dieser Woche im Juli-Zweitausendundsechs und zwanzig ereignet haben weil diese kleine Beschreibung aus meinem beruflichen und persönlichen Alltag ganz gut erklärt worum es eigentlich geht.
00:05:02: Ich habe es ja im Intro schon gesagt, die großen Konzerne haben wieder mal den Algorithmus verändert.
00:05:07: Das können sie machen wie sie Lust haben das sind halt ihre Spielregeln und Es geht natürlich Den Konzern darum dass Sie vor allem wirtschaftlich gut dastehen und das verstehe ich auch.
00:05:17: Nichtsdestotrotz wird sowas nicht kommuniziert und hat teilweise wirklich verheerende Auswirkungen Und ich bin jetzt niemand, der sich jeden Tag Download und Streaming zahlen.
00:05:27: Das Podcast anschaut aber Anfang dieser Woche habe ich mal wieder reingeschaut und dann ist mir wirklich das Herz in die Hose gerutscht und zwar im wahrsten Sinne des Wortes weil ich mit Entsetzen feststellen musste dass Anfang Juni und zwar innerhalb einer Woche sich meine Abrufzahlen die im deutlich fünfstelligen Bereich sind also kurz vor sechs stelle ich sogar in guten Monaten quasi fast halbiert haben und zwar innerhalb einer Woche.
00:05:56: Und ich bin kurz mal im Freeze gelandet, weil ich die Welt nicht mehr verstanden habe und konnte beobachten wie in mir alle alten Muster- und alle neuronalen Netzwerke der Vergangenheit anspringen und über mir nur diese eine Frage thront – was habe ich falsch gemacht?
00:06:17: Also das heißt, anstatt den Raum zu betreten zwischen Reiz und Reaktion.
00:06:23: Und als erwachsener besonderer ruhiger klardenkender Mensch mit eingeschaltetem Frontallappen auf die Situation zu blicken und erstmal Ruhe zu bewahren und dann zu analysieren sind für den Bruchteilen von Sekunden in mir alle Kindanteile die Trauma tragen aktiviert worden und ich konnte sie viele, viele Stunden nicht einfangen.
00:06:49: Mein Verstand kreiste immer wieder um die Frage was zu Hölle habe ich falsch gemacht in einer Woche dass ich solche Einbrüche habe bei Downloads, bei Streamings und auch bei Abonnenten?
00:07:04: und das hat mich in kurzer Zeit in tiefe Verzweiflung gestürzt.
00:07:08: Heute, mit einem Tag Abstand wo ich wieder in die Gegenwart gefunden habe und in meinen Erwachsens Ich nehme mich dann so ein paar Augenblicke Zeit und denke darüber nach Und komme zu dem Schluss.
00:07:20: meine Güte So muss es mir als kleines Mädchen ständig gegangen sein Denn ich hab ja hier aus meiner Herkunftsfamilie In vielen Podcast folgen immer wieder was erzählt.
00:07:33: Mein Vater war ein extrem aufbrausender, extrem unberechenbarer und launischer und sehr distanzierter Mann dessen Stimmung einfach von einer Sekunde auf die andere kippen konnte.
00:07:45: Also dieses berühmte Walking on Actions also das Laufen auf rohen Eiern zu Hause Das habe ich vor meinem Vater gelernt Und es hat sich in den Beziehungen, in denen ich dann als erwachsene Frau gelandet bin ganz häufig wiederholt weil das war sozusagen Ein Leistungssport für mich.
00:08:04: Darin war ich richtig, richtig gut und mit dieser Notwendigkeit zu Hause möglichst unsichtbar durch die Gänge zu schleichen also im wahrsten Sinne des Wortes wie auf Eierschalen oder wie auf rohen Eiern um bloß keine Aufmerksamkeit zu erregen und bloß nicht irgendwie den Unmut meines Vaters auf mich zu ziehen.
00:08:29: Mit diesem Gefühl kam immer diese unbewusste Frage, was habe ich falsch gemacht?
00:08:34: Denn und das ist eine Erinnerung.
00:08:36: Das werde ich hier im Podcast noch öfter sagen – es habe ich schon auch oft erwähnt aber Wiederholung ist einfach ein unglaublich wichtiger Schlüssel damit wir anfangen aus dem Verstehen ins Begreifen zu kommen also dass sich dieses Wissen wirklich tief in uns ablegt.
00:08:54: Es gibt normal dieses psychologische Phänomen, dass wir als Kinder alles auf uns beziehen.
00:08:59: Wir sind auch mit einem launischen oder kranken oder depressiven Elternteil nicht in der Lage eine klare Linie zu ziehen zwischen uns und unseren Bindungspersonen weil es da gar keine klare linien gibt.
00:09:13: das heißt wir haben nicht die reife und die intellektuellen Fähigkeiten zu sagen Mein Vater hatte einfach eine scheiß Kindheit und er hat seinen Traum nicht aufgeräumt.
00:09:22: Und deswegen ist er wie er ist, sondern das was wir machen is', wir beziehen alles auf uns!
00:09:28: Und wenn du wie ich von beiden Elternteilen betroffen warst also sprich dieser unberechenbare Vater UND auf ihre ganz eigene Art meine unberechanbare Mutter Nicht durch diese Launhaftigkeit, sondern eher durch ihre psychisch kranken Ausschläge in der Regel nach unten und mit ihren richtig schlechten Phasen.
00:09:51: In denen bei uns zu Hause Rettungssanitäter Türen einschlagen mussten und Polizei da war.
00:09:57: Es war wirklich sehr schlimm.
00:10:01: Das führte dazu, dass ich tief in mir und meinem Unterbewusstsein – vor allem in meinem Nervensystem – diese große monumentale Frage abgelegt hat.
00:10:12: Was habe ich falsch gemacht?
00:10:15: Und wenn ich noch die Perspektive des Narzissmus dazunehmen darf….
00:10:19: das ist nämlich ganz interessant!
00:10:22: Wenn du dich mit Narzismus schon beschäftigt hast schon das eine oder andere Mal Opfer von nazistischem Missbrauch warst und zwar nicht nur in deiner Herkunftsfamilie durch Elternteile, auch durch Geschwister- oder Großeltern sondern auch in romantischen Beziehungen als erwachsene Frau oder natürlich auch als erwachsener Mann.
00:10:42: Dann weißt du dass wir auf der anderen Seite des Spektrums die Tendenz haben uns für alles die Schuld zu geben Und das unterscheidet uns ganz eklatant von einem Menschen mit sehr starken nazistischen Trades, der gibt nämlich auch allen anderen die Schuld.
00:11:01: Also er sucht die Schuld nie bei sich sondern immer bei anderem und es ist ein guter Match denn wir auf der anderen Seite des Spektrums suchen die Schuld immer bei uns!
00:11:14: Also Menschen, die koabhängig sind oder ko-nazistisch könnte man auch sagen.
00:11:19: Ich mag das englische Co-Dependent lieber im deutschen Wettkoabhängigkeit eher verwendet in Bezug auf Suchtkrankheiten also wenn es alkoholkranke Familienmitglieder gibt oder alkoholfranke Partnerinnen oder Partner dann ist der andere Teil der Beziehung in der Regel co-abhängig.
00:11:36: Das heißt, er ermöglicht sozusagen die Alkoholkrankheit des anderen auf eine unbewusste Art und Weise was häufig auch mit seiner Vergangenheit zu tun hat.
00:11:46: aber das ist ein anderes Thema.
00:11:48: ich mag diesen englischen Begriff codependent und kurze Randnotiz.
00:11:52: es gibt immer wieder Kommentare von Menschen die sagen warum die englische Sprache?
00:11:56: Ich Liebe die englische Sprache.
00:11:59: Wenn es nach mir ginge, würde ich nur Englisch reden und ich finde einfach das gibt im Englischen ganz viele Formulierungen und Ausdrücke für die es in Deutschland keine adäquate gute Übersetzung gibt.
00:12:11: Und Co-Dependence gehört für mich dazu weil... Ja, konarzistisch ein Begriff den wir Jürg Willi zu verdanken haben.
00:12:23: Es war ein Schweizer Paar-Therapeut der lebt leider nicht mehr des zwei Tausendneunzehn verstorben aber es ist doch eher diese Abhängigkeit von narzisstischen Persönlichkeiten und das gehört zur Persönlichkeit Struktur eines emotional abhängigen oder oder codependenten oder konarztistischen Partners alle Schuld immer auf sich zu laden.
00:12:48: Und nach meiner Erfahrung ist das etwas, was wir schon sehr lange machen.
00:12:53: Wir haben als Kinder damit angefangen... Und es hat sich bis heute aus unserem Nervensystem noch nicht verabschiedet, weil auch das eine liebevolle Wiederholung.
00:13:04: Wir neuronale Netzwerke die einst verknüpft wurden, nicht einfach aus uns heraus operieren können.
00:13:11: Das einzige was wir können ist lernen sie nicht mehr zu benutzen und stattdessen etwas anderes zu tun.
00:13:19: Das heißt, wenn wir zum Beispiel noch mal bei den Beziehungen bleiben mit einem Partner zusammen sind.
00:13:25: Hast du vielleicht auch schon erlebt?
00:13:28: Ich frage für einen Freund der extrem launisch ist ja also total gute Laune hat und plötzlich von einer Sekunde auf die andere eine Schnute zieht und du weißt nicht was passiert ist dann springt häufig in uns wackelt gleich ein ganzes Schreibtisch Springt häufig in uns so ein Kindanteil ein, der zusammenzuckt und der ganze Körper verspannt sich.
00:13:50: Man spürt es auf körperlicher Ebene Und die Frage steht wieder im Raum und schreit einen von allen Seiten an Was habe ich falsch gemacht?
00:14:00: Dann kommt natürlich gleich der nächste Gedanke Schuld- und Verantwortung.
00:14:04: Und was kann ich tun um es wieder besser zu machen?
00:14:10: Das machen wir als Kinder Das machen wir dann später auch in Beziehungen,
00:14:13: d.h.,
00:14:14: den nazistischen Beziehung.
00:14:15: fangen wir an uns vier und zwanzig sieben um die Stimmungen und Launen und Befindlichkeiten des anderen zu drehen und entfernen uns so immer weiter von uns selbst.
00:14:26: also das heißt Wir haben dann schon als Kinder nicht lernen können eigene Bedürfnisse wahrzunehmen für eigene bedürfnisse einzustehen eigene Bedörfnisse zu kommunizieren Und dass setzt sich dann später in der Regel.
00:14:39: Ausnahmen bestätigen immer die Regeln.
00:14:42: Aber das setzt sich dann später in der Regel, in romantischen Beziehungen mit dem Partner fort.
00:14:47: Also was passierte bei mir Anfang der Woche?
00:14:50: Was habe ich falsch gemacht?
00:14:52: Oh mein Gott!
00:14:53: Totale Fehlersuche, völlige Panik und dann – was kann ich tun um das untergehende
00:14:59: Schiff?!
00:15:00: Und übrigens so schlimm ist es nicht.
00:15:01: Es hat schon weh getan aber noch gibt es den Podcast und wir sind auch im guten Fünftelligen Bereich.
00:15:09: Was muss ich tun, damit ich das wieder gut mache?
00:15:14: Damit ich mein Hals hier aus der Schlinge ziehe und raus komme aus diesem Gefühl.
00:15:19: Oh mein Gott!
00:15:20: Was habe ich falsch
00:15:21: gemacht?".
00:15:22: Und erst so nach einer Stunde hab' ich gedacht Ich muss jetzt recherchieren.
00:15:26: Das ist ja...das is ja so ein krasser Einschnitt Da nichts auf der Welt kann das erklären.
00:15:32: und dann habe ich angefangen zu recherchien hab dann tatsächlich auch mal unterschiedliche Kis gefragt, unterschiedliche Promps.
00:15:40: Hey ich habe so krasse Einbrüche woran liegt das?
00:15:43: Und dann kam die Antwort und die hat mich tatsächlich sehr entlastet!
00:15:47: Das finde ich auch interessant weil in diesem Moment war klar... Ich habe gar nichts falsch gemacht.
00:15:53: Ich habe gar nichts falsch gemacht.
00:15:55: Irgendwelche Typen im Silicon Valley, die hier auf diesem Planeten momentan nun mal im digitalen Raum und auch in Social Media das Steuer in der Hand halten haben sich einfach gedacht Lass mal die Spielregeln verändern.
00:16:09: Die kommen schon klar damit.
00:16:10: was sollen sie sonst anderes machen?
00:16:13: Das war natürlich für meine inneren Kind Anteile In diesen Moment eine unvorstellbare Entlastung Und eine Entlastung, die sich einstellte als mir quasi einen Faktencheck.
00:16:27: Die Bestätigung gegeben hat es hat gar nichts mit dir zu tun.
00:16:30: Es hat nichts mit der Qualität deines Podcasts zu tun oder deine Arbeit sondern du hast darauf gar keinen Einfluss gehabt.
00:16:39: und Ich mag dann immer noch eine Etage tiefer gehen und das auch nochmal reflektieren.
00:16:44: Und verstehen, was da in mir eigentlich passiert ist, weil ich wirklich gestern nach sehr, sehr langer Zeit mal wieder an einem hochgestressten Zustand war – ein Zustand der für mich bis vor ein paar Jahren mein Normal war.
00:16:58: Ich habe es gar nicht wahrgenommen wie ich drauf war und wie mein Nervensystem im Hyperarousal war.
00:17:04: Heute spüre ich das aber!
00:17:06: Und dann geht es für mich nach meiner Erfahrung immer darum, also erst auf einer intellektuellen Ebene zu reflektieren.
00:17:14: Okay was ist da in mir passiert?
00:17:15: Das war ja Wahnsinn wie ich drauf war!
00:17:17: Meine Reaktion war ja total unverhältnismäßig.
00:17:22: Es ging ja nicht um Leben oder Tod aber mein Körper hat so darauf reagiert.
00:17:26: Und dann erstmal die Brücke wiederzuschlagen aus der Gegenwart in die Vergangenheit.
00:17:30: Ja klar, da kommt es her.
00:17:32: Wieder diese Frage was habe ich falsch gemacht?
00:17:34: Das ist meine Schuld!
00:17:35: Ich muss das verändern.
00:17:36: Oh Gott, ich werde bestraft weil ich irgendwas gesagt habe oder irgendjemandem verärgert habe und ich muss es wieder gut
00:17:43: machen.".
00:17:44: Das überhaupt erst mal auf einer intellektuellen Ebene verstehen, begreifen, reflektieren darüber nachdenken sich austauschen mit jemandm anders.
00:17:52: Das finde ich einfach nach wie vor enorm wichtig.
00:17:55: Und dann im zweiten Schritt in Berührung zu kommen, mit dem in mir was da so krass reagiert hat und was schon seit so vielen Jahrzehnten in meinem Nervensystem lebt.
00:18:08: Und existiert und das in Situationen wenn die einfach sehr massiv sind immer noch Anschluss an die letzte Folge getriggert wird und aktiviert wird alte Überlebensenergie gezündet wird.
00:18:24: Also da geht es nicht darum, stelle ich mal nicht so an sondern und das ist das was ich so gerne vermitteln möchte in meine Arbeit Es ist eine Überlebungsreaktion und sie isst ernst.
00:18:38: Deswegen finde ich es auch so wichtig dass Menschen die mit Menschen arbeiten im Coachingbereich oder in Therapiekontexten, Psychiater selbst Ärzte über Trauma informiert sind.
00:18:51: Damit sie verstehen, solche Reaktionen sind nicht überzogen!
00:18:57: Wir sind auch nicht empfindlich und wir müssen uns auch nicht zusammenreißen sondern wir müssen verstehen unser Körper ist in diesen Augenblicken in einer enorm geladenen Überlebensreaktion ihn aus der Vergangenheit wieder sanft in die Gegenwart zu holen.
00:19:21: Und wenn ich das noch teilen darf, eine Erfahrung auch aus diesem Erlebnis in meiner Woche jetzt was wirklich total kontraproduktiv ist es dann auch noch übermäßiger Konsum von Social Media.
00:19:35: am Handy hängen auf einen Bildschirm starren oder versuchen sich abzulenken dass hat alles überhaupt nicht funktioniert.
00:19:45: mich wirklich an einem mentalen Lasso wieder einzufangen und in die Gegenwart zurückzuholen, im Körper anzukommen.
00:19:53: Mal durchzuschnaufen alles weg zu legen das Handy auf Flugmodus zu machen und überhaupt erst mal wieder zu atmen bewusst und die Schwerkraft unter meinen Füßen spüren Die Gegenwart wahrnehmen aus dem Fenster gucken Zu mir zu kommen, bei mir wieder anzukommen und auch zum Beispiel eine kleine traumasensible Atemübung zu machen.
00:20:20: Die Boxatmung
00:20:21: z.B.,
00:20:21: die ich wunderbar finde... Wenn du die noch nicht kennst, die teile ich hier sehr gerne mit dir.
00:20:26: Die ist wirklich denkbar einfach!
00:20:28: Du atmest vier Sekunden in Gedanken durch die Nase ein.
00:20:32: Du hältst vier Sekunde den Atem.
00:20:35: Du atmest vier sekunden aus.
00:20:42: Und davon ein paar Durchläufe.
00:20:44: im besten Fall nicht gleich nach dem zweiten oder dritten Mal aufgeben, sondern der Sache eine Chance geben und es zehn, elf, zwölf mal versuchen.
00:20:54: Am Anfang sagt das Gehirn vielleicht noch, nein alles quatscht und dafür ist jetzt keine Zeit aber gibt der Sache Eine Chance diese Übungen zur Selbstregulation die funktionieren in der Regel nie beim ersten Mal.
00:21:08: wir probieren sie einfach immer öfter aus und finden danach und nach heraus, welche Gut für uns funktionieren.
00:21:15: Und ich finde es die Boxarmung A kann man sich die gut merken vier mal vier und ich finde sie maximal effizient für den kleinen Aufwand, den Sie als Übung betreibt.
00:21:27: also das noch als kleine Inspiration.
00:21:30: zum Schluss Ich glaube, dass die Kindanteile in uns lernen dürfen.
00:21:35: In der Gegenwart, das sie in Wahrheit nie was falsch gemacht haben und wie ich schon in der Schuldfolge gesagt habe, dass sie nie an irgendetwas schuld waren.
00:21:45: Denn Sie brauchen von uns als Erwachsene, die wir heute sind eine Antwort und eine Reaktion – und zwar im besten Fall eine liebevolle, eine wohlwollende, Beruhigende.
00:22:01: Denn stell dir mal vor, neben dir sitzt ein fünfjähriger kleiner Junge oder ein fünffäriges kleines Mädchen.
00:22:07: das ist star vor Angst weil es befürchtet irgend etwas falsch gemacht zu haben und dass hat schlimme schlimme Auswirkungen.
00:22:17: Wie würdest du diesen Kind begegnen wollen?
00:22:21: Das würdste ja auch nicht anschreien und sagen also jetzt reist dich immer zusammen ne?
00:22:24: Du bist Fünf!
00:22:25: Also get your shit together.
00:22:28: Da war wieder ein englischer Satz.
00:22:30: Klingt auf Englisch auch einfach schöner, finde ich!
00:22:32: Nein du würdest diesen Kind natürlich so nicht begegnen sondern du würdest dieses Kind in den Arm nehmen und Du würdest ihn vielleicht über den Kopf streichen Und sagen hey du bist noch so klein?
00:22:42: Du hast gar nichts falsch gemacht.
00:22:44: Du bist ein Kind und das ist alles okay.
00:22:46: Ich bin bei dir und ich kümmere mich darum.
00:22:48: Das musst du gar nicht machen Weil wenn uns das gelingt dann integrieren sich diese noch isoliert neuronalen Netzwerke, die quasi die Erinnerung der Vergangenheit in sich tragen und aus der Verganganheit heraus ihre Schatten in die Gegenwart werfen.
00:23:08: Und uns in der Gegenwart das Leben dann einfach häufig sehr schwer machen können.
00:23:13: Daran dürfen wir uns immer und immer wieder erinnern!
00:23:17: Ich bin jetzt seit fast dreißig Jahren auf dieser Reise.
00:23:21: Seit zweitausend elf beschäftige ich mich mit dem Thema Traum.
00:23:26: acht Jahre Traumotherapie gemacht und unzählige Fortbildungen gemacht.
00:23:29: Und ich bin weit entfernt von erleuchtet sein, auch ich habe ein Nervensystem das immer noch enorm heftig reagiert wenn etwas oder jemand von außen die richtigen Programme startet.
00:23:43: Hab nicht den Anspruch an dich dass das irgendwann nicht mehr so ist?
00:23:47: Es wird Themen geben, die werden uns weniger triggern.
00:23:50: Es gibt Themen, die werden uns mehr triggert und wir lernen damit zu leben und wir lernen Selbstwirksamkeit zu erfahren indem wir lernen diese Teile in uns zu beruhigen und in den Gegenwart zu holen und ihnen und somit uns selber mit fühlender und liebevoller zu begegnen.
00:24:11: Genau das werde ich heute für den Rest des Tages machen.
00:24:13: Ich mache nämlich jetzt den Rechner aus und kümmere mich um meine gestern so zutiefst erschütterten Kindanteile, und lade aber vorher noch diese Folge hier hoch!
00:24:36: Eine kleine Bitte und eine Einladung.
00:24:39: Und das hier soll freiwillig sein, und ich werde mir in den nächsten Wochen-, Monaten-, Jahren überlegen wie Get Happy und ich gemeinsam Gutes auf die Straße bringen können und in diese Welt bringen können so dass wir aber auch beide überleben.
00:24:56: der Podcast und auch ich.
00:24:59: Ein schönes Bild zum Schluss!
00:25:01: Vielen Dank.
00:25:02: Ich spreche hier auch nur aus dem Herzen, es hat noch nicht mal jemand runtergeschrieben.
00:25:06: das wäre schön gelesen gewesen.
00:25:09: ich kann euch sagen ich habe kein Teleprompter sondern ich spreche frei.
00:25:13: tatsächlich und da parteizipiere ich natürlich und profitiere sehr von meiner langjährigen Radio-Laufbahn denn wenn ich das nicht gelernt hätte was hätte ich dann gelernt in den letzten dreißig Jahren?
00:25:24: also Ich danke dir sehr fürs Zuschauen und fürs Zuhören.
00:25:27: Wenn du Lust hast, dann abonniere gerne meinen kostenlosen Newsletter!
00:25:31: Ich packe dir den Link hier in die Beschreibung unter dieser Folge – ich schreibe in unregelmäßigen Abständen kleine Blogs und teile auch dort schriftlich meine Gedanken.
00:25:41: Es gibt immer die neueste Informationen über Veranstaltungen zum Beispiel über die Seminareihe im Herbst falls du da noch nicht an Bord bist.
00:25:49: Ich freue mich wenn wir verbunden sind also... Hab eine wundervolle Zeit bis zur nächsten Episode.
00:25:55: Bitte bleibt bis dahin, wie immer zuversichtlich gesund und stets neugierig.
00:26:00: Dankeschön!
00:26:13: Tschüss!