Bewusster leben. Zufriedener sein.
00:00:00: Ich glaube, das ist ein Thema, was viele Menschen haben und sich, worauf sich viele Menschen beziehen können, Grenzen setzen.
00:00:06: Viele Menschen müssen nachträglich erst mal lernen, Grenze zu setzen.
00:00:09: Und dass aber jetzt in einer wohlwollenden und dosierten Weise zu tun ist nichts, was von heute auf morgen kommt.
00:00:20: Du lachst schon!
00:00:32: Und
00:00:39: ich sage Hallo ihr Lieben, schön dass Ihr auch in dieser Folge wieder mit dabei seid.
00:00:43: Wie immer hoffe ich das es euch gut geht und dass Ihr in diesem Moment an einem sicheren, an einem wohligen und an einem muckeligen Ort seid!
00:00:51: Wenn ihr dieses Video bei YouTube anschaut, ein kurzer Hinweis und eine kleine Bitte.
00:00:56: Denn ihr könnt mir jetzt nicht nur ein Abo und einen Like und einen Kommentar hinterlassen sondern es gibt jetzt auch die Möglichkeit für einen Superfans!
00:01:05: Also wenn ihr mich symbolisch auf den Kaffee einladen möchtet oder auf den Eis freue ich mich total über jeden noch so kleinen Betrag.
00:01:13: von Herzen Danke.
00:01:15: Wir sprechen in der kommenden Stunde über Glück.
00:01:18: Wir sprechen über Zufriedenheit, über die wichtigen und
00:01:22: feinen
00:01:23: und gleichzeitig doch ganz schön enorm großen Unterschiede zwischen Glück und Zufredenheit.
00:01:29: Ist es etwas das uns in die Wiege gelegt wird oder können wir das trainieren wie ein Muskel im Fitnessstudio?
00:01:37: Mit diesen Fragen beschäftigt sich seit vielen Jahren der wunderbare Leonhard Gabriel Heigster.
00:01:43: Leo war schon zweimal bei mir im Podcast zu Gast und er hat selber einen ganz tollen Podcast, der sehr erfolgreich ist nämlich Humans Are Happy.
00:01:53: Und nachdem Leo sich wie ich seit so vielen Jahren mit den wirklich tiefen Fragen des Lebens beschäftigt, war es ja nur eine logische Konsequenz und eine Frage der Zeit.
00:02:03: Wann das erste Buch kommt?
00:02:05: Jetzt ist es da!
00:02:06: Es heißt Humans are happy und ich sage herzlich willkommen lieber Leo.
00:02:12: Liebe Kathi, vielen Dank für diese warmen tollen und herzlichen Worte.
00:02:17: Danke fürs schöne Intro und danke dass ich hier sein darf!
00:02:20: Ich freue mich ganz ganz doll und von Herzen auf dieses Gespräch mit dir!
00:02:24: Ich freu' mich auch wie immer auf den Austausch mit dir und sage jetzt erstmal Herzlichen Glückwunsch zum ersten Baby.
00:02:31: Wie geht's dir?
00:02:33: Dankeschön Mir geht super gut Und gleichzeitig ist es auch echt viel Gleichzeitigkeit.
00:02:40: Wir könnten jetzt schon tief ins Thema springen, nein aber es ist natürlich so für die Transparenz.
00:02:46: wir nehmen diese Folge auf kurz vor der Veröffentlichung des Buches und das ist super spannend.
00:02:55: ich empfinde viel viel Vorfreude darauf und gleichzeitig merke auch Ich habe es gerade ganz kurz gesagt, bevor die Mikros liefen.
00:03:03: Ganz viele erste Male!
00:03:05: Das ist natürlich auch einfach ein Prozess.
00:03:07: Also ich glaube da können sich ganz viele darauf beziehen also mal einen Buch zu schreiben... Ist ja irgendwie so'n weiß ich nicht ob man das jetzt sagt?
00:03:15: Ist das jetzt eine Aufgabe oder nicht?
00:03:17: muss man das machen?
00:03:18: Ja oder nein?
00:03:18: Das kann man für sich individuell beantworten.
00:03:20: aber wenn man das macht das ist ein ganz ganz toller Weg Da ist ja auch total schöpferisch und es hat was sehr selbstermächtigendes diesen ganzen Themen gegenüber.
00:03:30: Und dann wenn man so wie wir beide mit häufig digitalen Produkten arbeitet, ne?
00:03:37: Dann hast du auf einmal wirklich ein physisches Produkt das kann man anfassen.
00:03:41: oder es ist wirklich so so so spannend und so eine tolle Reise Und gleichzeitig wird es jetzt dann einfach auch immer realer.
00:03:50: Also das Buch ist natürlich geschrieben und kommt jetzt, steht dann bald in den Läden.
00:03:55: oder wenn wir Menschen das jetzt hören, steht's in den läden und ja... Das ist sehr intensiv!
00:04:01: Das glaube ich.
00:04:02: Allein der Schreibprozess ist ja schon was total Intensives und gleichzeitig, ehrlich gesagt, ich kenne kaum einen Menschen, den nicht heimlich davon träumt irgendwann mal ein Buch zu schreiben.
00:04:12: Alleine das finde ich schon hoch interessant wo es herkommt diese Sehnsucht in uns irgendetwas zum Ausdruck zu bringen zu Papier zu bringen.
00:04:22: War das Thema Buch denn in deinem Feld schon länger da oder schoss dann wie so oft der sogenannte Zufall irgendwie von der Seite rein?
00:04:32: Also tatsächlich kann ich sagen, ich habe schon ganz lange gewusst.
00:04:35: Ich werde auf jeden Fall mal ein Buch schreiben.
00:04:40: Also genau, ich hab ja diesen Podcast Humans Are Happy seit fünf Jahren oder mach den jetzt seit fünf jahren und da spreche ich jede Woche mit Menschen aus verschiedenen wissenschaftlichen oder gesellschaftlichen Bereichen fällt halt so viel tolles und wertvolles Wissen einfach ab oder sammelt sich an, dass das mal in eine strukturierte Form zu gießen.
00:05:01: Dass ich das machen wollen würde und werde – das wusste ich schon ganz lange!
00:05:05: Ich habe aber gleichzeitig dieses Calling-Lange nicht gespürt, nicht gehört... Das hat sich geändert Anfang letzten Jahres.
00:05:16: Ich weiß noch, da war ich im Februar in Portugal gerade.
00:05:21: Ich bin meistens im Winter dort.
00:05:23: Da haben wir übrigens das letzte Mal miteinander eine Folge
00:05:25: aufgezeigt?
00:05:26: Ja genau und da habe ich dann gemerkt so dass wir jetzt losgehen und hab dann irgendwie... Da war einfach mein erster Ansatz.
00:05:34: Ich kenne ja über den Podcast auch viele Leute die Bücher geschrieben haben schon einfach mal rumzufragen wie geht man denn da am Schlausten vor?
00:05:45: So, was machst du jetzt?
00:05:46: Und hab dann eigentlich war die Quintessenz.
00:05:49: Such dir eine Agentin oder einen Agenten also jemanden der ein gegenüber Literatur verlegen vertritt und In diese Phase hinein, als ich dann auf der Suche nach einer Agentin oder einem Agenten war ist mein Verlag zu mir gekommen.
00:06:04: Das hat total gut gepasst und dann haben wir diese Reise seitdem miteinander gemacht.
00:06:12: Ich wusste das schon ganz lange und habe das erste Grobkonzept irgendwie im Februar, April oder so auf mich zu.
00:06:25: Also das waren ja jetzt anderthalb Jahre diese Reise, aber im Grunde mit der Recherche sind es fünf Jahre Reise.
00:06:33: Und ist es nicht bemerkenswert dass in dem Moment wo du innerlich spürst okay ich bin soweit?
00:06:39: Es öffnet sich in mir eine Tür schickt dir das Leben eine Gelegenheit und es kommt jemand auf dich zu und sagt wie sieht's denn aus?
00:06:49: Bock auf
00:06:49: Buch.
00:06:51: Also das ist ja wirklich ein großes Thema, da müssen wir... also wir können das öffnen und das ist Wahnsinn.
00:07:00: Lass uns doch das Wort Zufall verwenden!
00:07:02: Denn
00:07:03: wortwörtlich ist es mir dann ja zugefallen.
00:07:06: von daher ich liebe die Intelligenz von Sprache aber Und ich schaue mir Glück und Wohlbefinden, all diese Themen aus einer sehr sachlichen und wissenschaftlichen Perspektive an.
00:07:19: Trotzdem hat man mich das einfach nur dazu gebracht eine große Demut vor allem der Verbundenheit der Dinge auch die wir nicht messen können zu entwickeln.
00:07:31: Man kann sagen am Ende ist es Zufall und dann bedeutet in der wortwörtlichsten Bedeutung des Wortes nichts weiter als dass es einem zugefallen ist und von daher ja.
00:07:43: Ich frage mich häufig auch so für mein persönliches Leben, wäre ich nicht glücklicher oder zufriedener wenn ich die Dinge mehr dem Zufall überlassen würde?
00:07:52: Gibt's da zur Wissenschaft?
00:07:55: Also ich...
00:07:57: Serendipität würde man das ja eigentlich nennen.
00:07:59: ne gute Gelegenheiten die das Leben dir schickt.
00:08:02: Ja also Ich denke beim Glück geht es um das Gestalten am Ende.
00:08:07: Das sagt eigentlich auch das Wort ja aus, ne?
00:08:10: Also das Wort Gelücke kommt vom gelungenen, vom leicht Erreichten und wenn ich sage, ich will ein glückliches Leben führen dann meine ich, ich möchte ein gelingendes Leben führen.
00:08:20: und wann gelingt dir etwas?
00:08:24: Wenn mir etwas gelingt, dann habe ich irgendwie immer dieses aktive, dieses gestalterische da drin.
00:08:31: Du hast jetzt nach Forschung gefragt, da gibt es verschiedene Modelle zu?
00:08:36: um einfach eins herauszupicken, was jetzt auf deine Frage passt.
00:08:40: Das ist das ganz bekannte Permamodell von Martin Seligmann.
00:08:46: Perma ist ein Akronym und steht für... Also ganz kurz, was beschreibt es?
00:08:51: Es beschreibt, was für Zutaten bereuchte es denn, um ein Leben als gelingend zu empfinden?
00:08:57: Und die Antwort perma bedeutet dann eben P-Positive Emotions E-Engagement R-Relationships, also soziale Beziehungen.
00:09:07: M-Meaning, Sinn und A. Und hier kommen wir zu deiner Frage Accomplishment.
00:09:12: Accomplishment bedeutet das einem tatsächlich auch etwas gelingt.
00:09:16: Ich könnte jetzt natürlich mich zurücklehnen und das Leben einfach nur auf mich zukommen lassen.
00:09:22: Allerdings ist eben dieses Gestalten des Lebens mit dem Gefühl der Selbstwirksamkeit verbunden folgt, was einem selbst bedeutsam und wertvoll ist.
00:09:38: Von daher würde ich aus meiner Glücksforscherperspektive aber auch aus meinem persönlichen Verständnis und meiner persönlichen Erfahrung nicht dazu raten alles dem Zufall zu überlassen.
00:09:51: und gleichzeitig macht es ganz schön viel Sinn manche Dinge dann doch nach oben abzugeben.
00:09:57: Gehe ich hundertprozentig mit?
00:09:58: Danke für die differenzierte Betrachtung denn wenn wir jetzt Die ganze Zeit nur zu Hause auf der Couch hängen und Netflix gucken.
00:10:06: Und darauf warten, dass Hollywood anruft und uns eine spektakuläre Rolle anbietet.
00:10:10: Dann warten wir wahrscheinlich bis zum Sankt Nimmerleins Tag.
00:10:14: Lass uns doch einsteigen lieber Leo!
00:10:16: Darüber schreibst du gleich zu Beginn in deinem Buch über diese wichtigen Unterschiede zwischen Glück und Zufriedenheit?
00:10:22: Ich habe weiß... Wir haben in unserem allerersten Gespräch das jetzt wirklich schon paar Jahrchen zurückliegt darüber schon mal gesprochen aber mittlerweile hat sich die Gesellschaft weiterentwickelt.
00:10:33: Das Wort Dopamin ist nicht mehr irgendwas, was so im Wissenschaftskontext nur noch benutzt wird sondern Menschen beginnen zu begreifen wo die Problematik liegt bei Dopamin und was sie mit der Jagd nach dem schnellen Glück zu tun hat.
00:10:49: Erklär uns doch mal die Unterschiede zwischen Glück und Zufriedenheit und vielleicht philosophieren wir dann ein bisschen über das Problem Dopamin.
00:10:58: Ja, sehr gerne, mag ich.
00:11:01: Und also mit Dopamien grundsätzlich habe ich eigentlich gar kein Problem.
00:11:07: Ich weiß, worauf du hinaus willst aber wir fangen mal an mit dem Unterschied zwischen Glück und Zufriedenheit.
00:11:12: Ich mag dafür den Kontext vielleicht sagen es gibt ja ganz viele Menschen oder... Ich stelle mal die These in den Raum.
00:11:19: Wir leben in einer sehr unverbundenen Gesellschaft und es gibt ganz viele Menschen, die sind vielleicht noch mit ihren Gedanken verbunden.
00:11:26: Dazu haben viele einen Zugriff.
00:11:28: Was denke ich denn?
00:11:28: Und irgendwie so ... Die Ratio ist da für viele Leute einfach aber bei der Emotion oder beim Körpergefühl wird das dann häufig schwerer.
00:11:36: Das hat auch seine Gründe.
00:11:38: Wir müssen's aber vielleicht nur als Fakt annehmen.
00:11:43: Das bedeutet... Zu dem Themenfeld Wohlbefinden um Glück hat eigentlich jeder Mensch irgendwie einen Bezug.
00:11:49: Nur ganz viele Leute können einfach nicht so viel damit anfangen, wenn man jetzt mit Emotion und Schapferkraft und gefühligen Dingen startet, wenngleich das natürlich total seine Berechtigung hat und super gut ist.
00:12:00: Ich möchte aber gerne eben Menschen abholen die über die Verstehbarkeit kommen und die eben die Ratio brauchen.
00:12:07: Das war nämlich bei mir ganz lange auch so, dass sich die Ratios brauchte, um mich überhaupt erst mal den Gefühlen zu öffnen Weil wenn wir über Glück sprechen, dann ist klar, dass Glück ein Gefühl ist.
00:12:18: Aber wie kann ich mich dem fühlen öffnen?
00:12:20: Wenn ich dazu nicht so einen guten Zugang habe und dann einfach direkt zumach?
00:12:27: Deshalb können wir uns das mal von der wissenschaftlichen Seite anschauen.
00:12:31: Glück!
00:12:32: Das ist die einfachste psychologische Definition.
00:12:35: Es ist nichts weiter als ein positiver Effekt.
00:12:38: Also ein positver Effekt ist eine positive emotionaler Ausschlag ausgelöst auf Basis eines Ereignisses, das für dich individuell werthaltig ist.
00:12:48: Also das könnte jetzt sein... Für mich ist mit Kati zu sprechen Werthaltig.
00:12:52: Das löst in mir einen positiven Effekt aus, dann bin ich gerade glücklich!
00:12:56: Ja aber unser Gespräch ist irgendwann vorbei und das Glück hält auch nicht die ganze Zeit an sondern irgendwann ist es wieder vorbei.
00:13:05: oder das allereinfachste Beispiel ist halt ein Fußballtor.
00:13:09: Stell dir ein Fußballtor vor dann jubelt da vielleicht jemand, wenn das jetzt für mich werthaltig ist.
00:13:16: Wenn Fußball für mich gar keinen Wert hat, es war jetzt gerade WM deswegen können sich darauf vielleicht viele beziehen so ne?
00:13:21: Wenn das für mich kein Wert hat... Dann ist mir das auch egal.
00:13:25: aber wenn das für meinen Wert hat dann jubl ich, dass ist dann vielleicht ein Glücksmoment.
00:13:29: Aber dieser Rausch, der hält ja auch irgendwie nicht für immer an.
00:13:32: Wir
00:13:32: würden ja glaube ich den Verstand verlieren wäre es so.
00:13:36: Der ist mir sehr anstrengend vor...
00:13:38: Genau!
00:13:38: Danke für die Überleitung.
00:13:39: wir würden den Verstand verlieren und deswegen ist der Gegenspieler oder wenn du so willst das die zweite Komponente der Verstand, die Ratio.
00:13:47: also dass In dem Fußball-Beispiel wäre das jetzt eigentlich die Bewertung über ein ganzes Spiel oder eine ganze Saison.
00:13:54: Also wie zufrieden bist du denn, wenn du nicht dann auf die Tabelle schaust?
00:14:00: mit dem Ergebnis, wie du abgeschnitten hast?
00:14:02: und dann schaust du da auf die Punkte.
00:14:03: Dann schauchst du da auch dein Torverhältnis usw.
00:14:05: Und dann findest du eine Bewertung.
00:14:07: Die kommt natürlich immer noch in dir zustande.
00:14:09: Die ist subjektiv aber eben eher verstandesbasiert.
00:14:12: Woin gegen der Torjubel ganz klar für viele Leute oder ich glaube für alle sehr ersichtlich ein sehr emotionales Ding ist.
00:14:19: Also das erklärt es vielleicht ganz gut.
00:14:23: Glück
00:14:23: ist auf der affektiven, auf der emotionalen Ebene wahrnehmbar schneller veränderbar und es ist auch stärker wahrnehmbar.
00:14:33: viel vordergründiger zufriedenheit hingegen, ist auf der kognitiven Ebene warnehmba also über den Verstand wahrnehmbar.
00:14:41: Es ist weniger schnell veränder bar und es is auch weniger stark wahrnehmpal so eher leise das kann man vielleicht.
00:14:51: schöne
00:14:51: beschreibung ja
00:14:53: Ja, und wenn wir jetzt anstatt affektive Ebene oder kognitive Ebene einfach die Worte Glück und Zufriedenheit verwenden.
00:15:01: Das ist nämlich in der Forschung auch so.
00:15:03: Dann können wir da einen Kasten drum malen und dann schreiben wir da subjektives Wohlbefinden drauf.
00:15:07: Und das ist eigentlich wie man in einer Forschung im individuellen darauf schaut.
00:15:13: Das bedeutet, Glück ist wirklich dieser positive Effekt.
00:15:17: Die Lebenszufrieden- heit meint die längere Bewertung.
00:15:19: Ist eigentlich auch das viel nachhaltigere.
00:15:22: Und subjektives Wohlbefinden ist, wenn man das Gesamtkonstrukt nimmt.
00:15:28: Ich liebe diesen Satz deswegen schiebi's einfach gleich hinterher der bringt nämlich beide so schön zusammen.
00:15:32: Gib acht dass das was dir kurzfristig Lust verschafft langfristig auch zu Friedenheit bringt.
00:15:38: da hat man nämlich auch eine schöne Orientierung direkt mit dran.
00:15:41: Ja, lass uns da noch kurz bleiben.
00:15:43: Weil darüber schreibst du auch im Buch... Man denkt ja immer ach ich weiß ja schon alles.
00:15:47: Nein ist natürlich großer Käse!
00:15:48: Ich weiß natürlich nicht alles.
00:15:50: Ich glaube übrigens auch nicht dass ich alles weiß.
00:15:51: Ich muss mich selber korrigieren aber ich habe viel von dir gelernt und diese Brücke finde ich super wichtig.
00:15:56: das dieser Jagd nach den schnellen Hits sage ich jetzt mal langfristig auch eher dazu führt dass wir unzufriedener sind.
00:16:07: Es kommt drauf an Also kommt drauf an, welchen Hitze ich da hinterher laufe.
00:16:13: Du hast ja Dopamin vorhin angesprochen.
00:16:17: Am Beispiel von Essen lässt sich das wissenschaftlich sehr gut messen.
00:16:22: Da können wir beispielsweise Chips nehmen.
00:16:25: Das funktioniert einfach gut in der Forschung Wenn jetzt für dich beispielsweise nicht nur in der Forschung auch persönlich, für mich persönlich wäre es beispielsweise Eis.
00:16:36: Ich liebe Eis.
00:16:36: ich betrachte Eis essen als Hobby für mich im Sommer und ist ganz ganz toll.
00:16:42: aber von daher isst für mich der Verzehr von Eis an einem schönen warmen Tag wirklich mit Glück verbunden.
00:16:51: Neurologisch sagt man dazu eine Belohnungsantworte im Gehirn.
00:16:54: also das ist was passiert.
00:16:56: dann wird ein Cocktail aus Botenstoffen ausgesendet.
00:17:00: Das können Dopamin sein, Serotonin, Endorphine, Oxytocine je nachdem was da gerade passiert.
00:17:09: Der ganze geile Scheiß!
00:17:10: Genau dann ist du da dein Eis oder deine Chips und dann hast du was technisch passiert können wir ganz platz sagen eine Belohnungsantwort im Gehirn so diese der.
00:17:20: Der entscheidende Punkt ist jetzt aber, diese Belohnungsantwort im Gehirn wird immer geringer, je häufiger dieses Ereignis eintritt.
00:17:30: Also wenn ich eben vielleicht einmal pro Woche ein Eis essen gehe oder so dann hat das noch einen recht guten Effekt.
00:17:38: Wenn ich aber jeden Tag dreimal ein Eis esse, dann ist dieser Abnutzungseffekt der sich uns allen individuell oder ans allen intuitiv sofort erschließt, der ist dann relativ schnell spürbar.
00:17:50: Man spricht in der Forschung von hedonistischem Adaptionseffekt, also vom hedonistischen Anpassungs-Effekt.
00:17:57: und der entscheidende Punkt hierbei ist wenn es jetzt um Essen geht dann kann ja auch Folgendes passieren.
00:18:03: Ich esse ganz viel Eis oder ganz viele Chips.
00:18:06: ich beobachte dadurch vielleicht über längeren Zeitraum oder was sich feststellen kann dann sind einfach Veränderungen in meinem Körper so.
00:18:14: ich werde vielleicht zunehmen.
00:18:16: Ich kann dann weniger an sportlichen Aktivitäten teilnehmen, habe vielleicht schlechtere Zähne, fühle mich träge und so weiter.
00:18:25: Und dann findet ein Wechsel der Ebenen statt.
00:18:28: also dann kann es eben sein dass das was mich einst kurzfristig glücklich gemacht hat langfristig meine Zufriedenheit eher drückt Und das ist natürlich ein entscheidender Punkt.
00:18:39: Deswegen bringen, ne also da haben wir wieder diesen Satz, gib ach dass das was dir kurzfristig Lust verschafft oder auch Unlust verschafft Also der Verzicht aufs Eis vielleicht manchmal Das Aufraffen zum Sport, das Absolvieren eines Studiums oder was auch immer, hier jetzt jede Hörerin und Hörer für sich persönlich einfügen mag.
00:18:57: Also gib acht dass das was dir kurzfristig Lust oder Unlust verschafft langfristig zu Friedenheit bringt.
00:19:01: und natürlich gehört er mal aber am Ende auch das Leben oder zum Leben gehört ja auch der Genuss.
00:19:07: also es geht nicht nur um Disziplin und Verzicht aber wie so oft am ende auch um Balance.
00:19:14: Und ich glaube, dieses Beispiel das du da genannt hast vom Essen können wir auf ganz viele Lebenssituationen übertragen.
00:19:19: Also das geht ja auch Sexbeziehungen und Dating.
00:19:23: Auf
00:19:23: jeden Fall.
00:19:24: Extrem Sport!
00:19:25: Also extrem Sportler suchen ja häufig dann immer weiter nach dem noch extremeren und irgendwann steht man dann neunund dreißig tausend Kilometer über den Planeten und springt runter.
00:19:38: Ich finde einfach dieses Bewusstsein darüber so wichtig weil die Dinge in einem Moment gigantisch gut anfühlen und wir haben nicht das Bewusstsein dafür, was es bedeuten könnte.
00:19:50: Dann können die uns einfach auch ich will dich sagen den Untergang reiten.
00:19:53: aber es hat eben auch häufig eine Schattenseite derer sich viele nicht bewusst sind und deswegen finde ich Können wir gar nicht genug darüber sprechen und auch die Prozesse erklären die im Gehirn stattfinden müssen.
00:20:04: ja nicht alle neue Wissenschaften dafür studiert haben Aber zum Beispiel ein Buch zu lesen wie deines eröffnet ja viele neue Welten.
00:20:11: Ich finde es einfach hilfreich, wenn... Also erst mal vielen Dank und die Verstehbarkeit ist wirklich toll.
00:20:19: Natürlich fühlen und Emotionen ist das Allerwichtigste am Ende.
00:20:25: oder dass es unseren Körper als Messinstrument, als Forschungsinstrument zu verwenden?
00:20:30: Ja auf jeden Fall!
00:20:32: Aber der Verstand ist einfach so hilfrig weil wir sind am Ende auch Tiere, die emotionsgesteuert sind Das Mittel, das wir haben um da vielleicht auch auszusteigen.
00:20:45: Um dann vielleicht zu sagen ja irgendwas ich habe jetzt total Lust auf dieses Eis oder ja irgendwas macht mich jetzt total sauer.
00:20:52: aber das wäre einfach nicht für mein langfristiges Leben vielleicht nicht die beste Wahl mehr, jetzt hier mich meinem Puls hinzugeben.
00:21:01: Das sehen wir auch an anderes Beispiel auf politischen Ebenen ganz viel.
00:21:05: Also Menschen mit ihren Emotionen fangen oder Menschen, die halt mit Argumenten kommen ... Es ist nicht verkehrt manchmal, auf den Verstand zu hören und deswegen isst die Verstehbarkeit einfach so.
00:21:19: ein toller Weg um sich am Ende auch wieder Emotionen zu eröffnen und vielleicht zu sagen, ja ich verstehe auch warum ich mich jetzt so fühle.
00:21:28: Und heiße das dann eher willkommen und kann dann mein Gefühl annehmen?
00:21:31: Denn gehen wir jetzt eher in den psychologisch-therapeutischen Bereich aber es ist ja das wo's viele Menschen im individuellen dann auch betrifft.
00:21:39: Ja also ich träume von einer gut ausbalancierten Herzhirncoherenz.
00:21:45: Ich glaube die Neurowissenschaft widmet mittlerweile der Intelligenz des Herzens Und am besten wäre doch, könnte ich mir vorstellen, dass beide in guter Kooperation miteinander arbeiten und wir dann dementsprechend auf Basis dessen auch gute Entscheidungen treffen für unser Leben.
00:22:03: Vielleicht ist das ein großer Teil des Prozesses?
00:22:06: Also frage ich mich oft!
00:22:08: Naja es gibt ja ganz viele Dinge wo die Forschung gerade dran ist oder irgendwie einen Ansätzen an der Oberfläche kratzt.
00:22:20: Am Ende geht es um Balance.
00:22:24: Das ist ganz häufig das, was dann irgendwie die Erkenntnis von etwas ist.
00:22:30: Das is ja auch gar keine große Rocket Science.
00:22:34: Das Schwierige ist nur wirklich danach zu leben oder dass das wirklich anzunehmen.
00:22:41: Nachdem du die Brücke gerade schon geschlagen hast zwischen Emotionen, unterdrückten Emotionen vor allem.
00:22:47: Emotions, die wir abgespalten haben aufgrund von traumatischen Ereignissen in unserer Biografie, aufgrund vom Leben, auf Grund von Herkunftsfamilien?
00:22:59: Welche Rolle spielen unterdrückt Emotsionen in Bezug auf unser Zufrieden sein und auf unser Glücklichsein?
00:23:09: Eine große!
00:23:11: Eine große, vielleicht sogar eine entscheidende.
00:23:14: Der Punkt ist ich kann zwar Emotionen wegdrücken so im Sinne von dass ich sie jetzt im Moment weniger wahrnehme aber die sind ja dann nicht weg.
00:23:25: Die wirken dann einfach Im unterbewussten weiter oder hinterm Vorhang weiter.
00:23:32: Also Ich mag diese Perspektive darauf.
00:23:35: ich kann der Spannung Nicht ausweichen.
00:23:38: Also ich kann der Spannung nicht ausweichen oder ich komme um die Spannungen nicht herum.
00:23:42: Die wichtige Frage ist nur, wie gehe ich jetzt damit um?
00:23:46: Gehe ich vielleicht auf eine innere Spannkung zu und sage oh, ich spür da was, was ist denn da?
00:23:51: Ich schaue mir das mal an... Und dann ist ja auch wieder der Verstand irgendwann hilfreich, um vielleicht in einem Gefühl wieder ne Grenze zu setzen.
00:23:59: So jetzt ist es gut und gleichzeitig wenn ich aber eben gar nicht dem Gefühl einen Äh, ja ein Raum gebe dann hat das einen großen Faktor.
00:24:11: Ich mach das mal mit einem einfachen Bild deutlich wenn wir uns vorstellen unser emotionales Spektrum ist einfach auf einer Skala von minus zehn bis plus zehn.
00:24:22: Minus zehn bedeutet super unangenehm mir geht es gar nicht gut und plus zehn bedeutet alles ist super toll.
00:24:28: Dann wenn ich mir dann sage ich will nichts wahrnehmen was niedriger ist als eine minus vier dann setze ich den Filter automatisch auch bei plus vier.
00:24:37: Und du hast ja gerade gefragt, was bedeutet es wenn ich Emotionen wegdrücke für meine langfristige Zufriedenheit?
00:24:43: In der Regel sind's nicht die positiven Emotion, die wir weggedrücken sondern die negativen.
00:24:49: Auch hier
00:24:49: hilft
00:24:50: das bloße Verständnis dass sich den Filter immer auf beiden Seiten setzen
00:24:58: Wobei ich tatsächlich auch Menschen kenne, die Freude wegdrücken.
00:25:01: Weil sie vielleicht die Erfahrung gemacht haben, dass man sich nicht freuen darf oder dann sind Sie zu laut oder dann nerven Sie oder was auch immer und die sind ganz gehemmt!
00:25:09: Also mir hat es auch ganz lange echt Kummer bereitet weil ich mich über meine Erfolge... Ich weiß nicht ob du das kennst... ...ich konnte mich über Meine Erfolgen lange Zeit nicht freuen und ich trainiere es immer noch.
00:25:23: Ja, das ist ein... Ein spannendes, ein wichtiges und persönliches Beispiel.
00:25:28: Ich könnte mich da auch drauf beziehen.
00:25:30: Ich glaube was wichtig ist es erst mal egal ob bis jetzt um Freude oder Trauer oder Angst oder Wut geht je intensiver Gefühle sind egal ob im positiven oder negativen.
00:25:44: Es bedarf einer gewissen inneren emotionalen Kapazität, um intensive Gefühle aushalten zu können.
00:25:53: Und auch Freude ist ja ein expansives Gefühl!
00:25:57: Du hast ja vorhin... du bist ja in dieses Gespräch gestartet mit dem Beispiel was es wenn ich nur alles dem Zufall überlasse?
00:26:04: Damals sich hat das Bild dass ich die ganze Zeit mal auf der Couch liege und irgendwie das Leben auf mich zukommen lasse.
00:26:09: dann bin ich aber die ganze zeit auch nervensystemisch am Ende in einem sehr ruhigen Zustand vielleicht, der keine dollen Ausschläge hat.
00:26:19: Und egal ob es jetzt ins positive oder ins negative geht?
00:26:23: Oder ins angenehme oder unangenehmes... Man muss Freude auch lernen halten zu können!
00:26:29: Ich muss ich muss auch positive Gefühle irgendwie halten können und das kann überfordern sein.
00:26:36: Auch ich kenne dass es außer Biografie vielleicht gar nicht so leicht ist, mir geht's gerade total gut.
00:26:43: wohin damit?
00:26:45: dann fahre ich mich... Egal mit was für einem Mittel oder was für einer Strategie irgendwie wieder runter, weil das ist das, was ich kenne.
00:26:54: Oder was irgendwie angenehmer ist und gleichzeitig kann es ja auch der Total... Also es geht dann vielleicht nicht nur um das sich der Freude hingeben sondern auch das kann ein total wertvoller und schöner Forschungsraum sein, um zu schauen wie fühlt sich denn eigentlich diese Freude an?
00:27:08: Wie nehme ich die denn eigentlich wahr im Körper?
00:27:09: Was passiert denn da?
00:27:11: Oder ich lass dem einfach freien Laufwort wörtlich und gehe jetzt vor Freude eine runde joggen auch immer.
00:27:18: Das wäre dann vielleicht eine wirksame Strategie, um mit diesem intensiven Gefühl das einfach in eine produktive Richtung zu verarbeiten.
00:27:25: oder ich tanze einfach mal zehn Minuten in der eigenen Wohnung oder oder?
00:27:28: oder also kann ja jeder Mensch dann schauen für sich was ist das was zu mir passt?
00:27:33: und das ist ja das Schöne am Thema Glück auch dass es einen immer sofort zu einem selber bringt.
00:27:40: Mal über dich persönlich, wenn du magst.
00:27:41: Was hast denn du aus diesen fünf Jahren?
00:27:43: humans are happy?
00:27:44: Weil das ist total schön!
00:27:45: Ich schaue dir gerade zu und ich sehe deine Entwicklung.
00:27:49: also ich sehe und fühle deine Veränderung und übrigens extrem, wenn ich das spiegeln darf von februar fünfundzwanzig auf juli sechsund zwanzig weiß nicht was du getrieben hast in den letzten anderthalb jahren aber ich nehme eine deutliche veränderungen war.
00:28:04: das heißt nicht dass ich dich dofern vor anderthalibern ich nehme einfach ne veränderung war punkt.
00:28:08: ich lass es mal so stehen Was hast du denn über deine Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner, über deine Gäste?
00:28:15: Über all das, über dass du mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gesprochen hast in deinem Podcast für dich ganz persönlich mitgenommen.
00:28:24: Und wie hat es dich geprägt und verändert und dir auch Augen geöffnet für Themen und für deine Gefühle vielleicht?
00:28:32: Wow!
00:28:33: Also das ist jetzt schwierig in einem Satz zusammenzufassen.
00:28:35: Das denke ich mir.
00:28:36: Aber ich versuche... also erst mal freut mich, dass was du sagst sehr und vielen Dank dafür liebe Kathi.
00:28:42: Gerne!
00:28:44: Und wenn ich es versuchen sollte an einem Satzt dann wäre die Frage nach dem Glück stellt landet am Ende immer bei der Frage nach Verbundenheit.
00:28:54: so.
00:28:55: Und als ich damals diesen Podcast gestartet habe, das wusste ich nicht zu diesem Zeitpunkt.
00:28:58: Aber da war ich relativ unverbunden mit meinen Gefühlen.
00:29:02: Deswegen hab' ich eigentlich aus der Not eine Tugend gemacht und aus dem Verstand einer Anfahrtsstraße zum Gefühl.
00:29:08: Deswegen habe ich halt gesagt, ich spreche nur mit Wissenschaftlerinnen und so, dann ist es ja valide!
00:29:12: Das hat dann eben über die Ratio... Hatte's mir zumindest mal die intellektuelle Einsicht beschert sich den Fühlen vielleicht zu öffnen?
00:29:22: Ich kann halt übers Fühlen nicht die ganze Zeit sprechen oder nachdenken, wenn ich das will.
00:29:26: Da muss sich wirklich vielleicht auch lernen zu fühlen.
00:29:28: Das heißt mich hat diese Reise, die jetzt über fünf Jahre geht, auch zwischendurch in eine zweieinhalbjährige Therapie geführt.
00:29:35: So ne?
00:29:37: Das ... Ich mein, zweieinhalbe Jahre Therapie ist ja schon voll lang so.
00:29:41: Aber dass es das auch schon wieder keine Ahnung.
00:29:45: anderthalb Jahre war noch weiß ich gar nicht genau wann ich damit aufgehört habe aber...so Das ist, dass es auf der einen Seite ganz viel was sich kognitiv gelernt habe aber dann auch etwas durch diese Reise ausgelöst.
00:30:01: Was ich natürlich jetzt nicht alles im Podcast zur Schau getragen habe.
00:30:06: Es ist ganz wichtig für sich selber den Filter zu setzen zwischen bleibt privat, also ich versuche immer so persönlich es geht zu sein in den Dingen die Ich auch im Internet mache aber.
00:30:19: Ich muss ja gucken was bleibt privat?
00:30:24: Genau diese Reise hat auch ganz viele private Veränderungen natürlich ausgelöst.
00:30:29: ich habe Den podcast damals gestartet als hobby ich war angestellt bin jetzt selbstständig mittlerweile und diese dieses Verständnis für Verbundenheit und auch dieses Lernen selber mehr verbunden zu sein.
00:30:45: Und dazu im Endeffekt einzuladen und anzuleiten, das ist eigentlich für mich so das größte und schönste weil ich im Grunde meine eigene Lernreise und meine eigene Wachstumsreise zu meinem Beruf gemacht habe.
00:31:07: Das funktioniert aber eben nur, wenn man nicht nur an sich selber denkt sondern gleichzeitig dann diesen Transfer macht das für andere Menschen irgendwie aufzubereiten.
00:31:16: und das versuche ich eben durch den Podcast oder durch Online-Programme oder über ein Buch oder indem ich in irgendwelche Organisationen gehe und da Workshops und Vorträge halte.
00:31:27: Aber diese gesamte persönliche Entwicklungsreise die mich sowohl im privaten, wie auch im beruflichen ja total betrifft.
00:31:43: Die ist diese Hauptveränderung und wenn du es auf einen Schlagwort herunterbrechen willst dann landet man einfach oder da lande ich an dieser Stelle bei Verbundenheit und bei dem Einladen- und Anleiten dazu und vor allem weil ich eben so sehr selber daher komme kann ich eben diese ganzen Menschen Sachlichkeit und Verstehbarkeit nicht nur wertschätzen, sondern auch brauchen um sich eben gewissen emotionalen Themen zu öffnen.
00:32:09: Das kann ich einfach total gut bedienen Und da sehe ich meine Rolle und auch meine Verantwortung und meine Wirksamkeit eben an dieser Stelle vielleicht auch dazu einen kleinen Beitrag zu leisten Nicht nur auf einer individuellen Sondern auch auf einer gesellschaftlichen Ebene eine höhere Verbundenheit zu kommen und das ist einfach ne total schöne Sache.
00:32:32: Vielen Dank fürs Teilen.
00:32:33: Das ist es genau, was ich wahrnehme.
00:32:35: du wirkst Verbundener nicht mehr so im Kopf sondern verbunden auch mit dir vor allem weil ich glaube dass und das führt uns ja immer wieder zurück auf Glücksmomente und nachhaltige Zufriedenheit.
00:32:49: zumindest ist das meine Erfahrung Ich hatte immer viele Menschen um mich Ich hatte immer einen großen Bekannten und sogenannten Freundeskreis, also schon allein berufsbedingt.
00:33:01: Aber
00:33:03: wahre Verbundenheit habe ich gelernt in ganz kleineren leiseren Kontexten und je besser ich mit mir verbunden war Umso besser konnte ich auch in Verbindung gehen, also in wirkliche Verbindungen.
00:33:16: Nicht hey what's up!
00:33:17: Sondern in wirklich verbindung mit anderen Menschen ohne auch gleich mal eine ganze Kindheitsgeschichte hinzulegen sondern einfach auf dieser... ja ich nenn sie mal feinstofflichen Ebene wenn man sich wirklich präsent in die Augen schaut und man erkennt sich im Anderen und sagt ohne es auszusprechen Ich sehe dich, ich nehme dich wahr.
00:33:36: Ich bin nämlich nicht in Fight Flight oder in Freeze.
00:33:41: Ah, da bist du ja.
00:33:42: Und da bin ich ja!
00:33:45: Das ist echt schön.
00:33:47: Ganz anderes Leben finde ich in Verbundenheit.
00:33:51: Ja das stimmt.
00:33:52: und was mir also... Ich nehme es jetzt gerade auch war in diesem Moment während wir genau das hier aufnehmen.
00:33:59: Und es ist super schön.
00:34:01: und gleichzeitig möchte ich gerne dazu anfügen was auch für mich Teil der Wahrheit und Teil der Reise ist, wenn ich mich dann auch aufmache irgendwie mehr in eine Verbundenheit zu kommen erstmal mit mir und dann irgendwie mit den Menschen um mich rum.
00:34:17: Und der Welt und dem Universum und der Natur usw.. Dann ist es für mich wahr und diese Reise immer wieder von Schmerz- und Trennungsprozessen geprägt weil du hast von die Menschen um dich herum angesprochen.
00:34:33: Wenn man selber anfängt sich zu verändern dann entfernt man sich von dem Punkt, wo man vorher war.
00:34:39: Und das kann eben bedeuten dass auf einmal auch ein größerer Abstand ist zu den Leuten mit denen man vorher vielleicht irgendwie viel und es muss jetzt gar nicht schlecht sein aber auf einer oberflächlicheren Ebene viel Spaß gehabt hat.
00:34:53: aber weil sich die Werthaltigkeit dessen was für dich Bedeutsames plötzlich wandelt verlierst du vielleicht ein paar Bezugpunkte zu den Menschen, mit denen du vorher irgendwie dich total gut und wohl und sicher auch gefühlt hast.
00:35:07: Und so ein Prozess ist deswegen nicht immer... Also das ist einfach für mich total wichtig zu sagen aus der Erfahrung heraus oder ob es jetzt nicht als Vorwarnung oder so gesagt aber einfach auch anzuerkennen, vielleicht nennen wir es mal Wachstumsschmerz.
00:35:28: Das ist dann auch dabei ne?
00:35:29: Also so Veränderung hat ja auch immer seinen Preis.
00:35:32: das ist total schön und gleichzeitig bedeutet es natürlich auch sich Sachen in sich selber anzuerkennen und anzunehmen und auszuhalten und auch ganz viel sich in Akzeptanz zu üben.
00:35:51: Du hast vorhin gesagt, Sachen wegzudrücken.
00:35:53: Ich verwende dafür in meinem Buch einmal ein einziges Mal die sehr polemische Umschreibung scheißisch von oben.
00:36:00: damit meine ich einfach nur das was unangenehm ist kommt einfach auch zuerst hoch so im individuellen wie dann wenn ich jetzt mit meinen sozialen Beziehungen bin es vielleicht eben auch davon geprägt, dass man sich von einigen Menschen mehr entfernt und das kann auch Schmerzen und Wehtun.
00:36:17: Und gleichzeitig ist es aber super schön weil den Moment, den wir jetzt gerade hier vor zwei Minuten hatten und jetzt auch in diesem Moment wieder quasi rekonstruieren können oder was er ist ja keine Konstruktion sondern ne?
00:36:27: Das ist ja lebendig so, ne?
00:36:31: Da spiegelt sich auch wieder die Gleichzeitigkeit von allem wieder und haha!
00:36:35: Gleichzeitig ist es total schön
00:36:39: Das ist bei dem Satz mal kurz bleiben, Scheiße schwimmt immer oben.
00:36:43: Den finde ich nämlich ziemlich treffend weil es gibt dieses Phänomen und auch da finde ich wichtig.
00:36:49: also Ich wäre da gerne darauf vorbereitet gewesen in meiner langjährigen Therapie Arbeit war's aber nicht Und als das dann aber so weit war hat mir meine Therapeuten erklärt was los ist.
00:36:59: Lassen Sie uns doch mal sprechen über dieses Phenomen dieser Ich nenne es Mal erst Verschlechterung Also dass quasi wenn wir wieder in Kontakt kommen mit unseren Gefühlen und Emotionen, dass es dann eine Zeit lang eher so ne Abwärtstendenz, so ne Gefühlte bekommt.
00:37:15: Und wir denken, wieso jetzt ist ja alles noch viel schrecklicher als das vorher war?
00:37:20: In deinen ganz persönlichen Worten was passiert da in uns?
00:37:29: Lass mich mal reinspüren.
00:37:32: Also naja ich mache halt den Raum auf für Konflikter.
00:37:40: Ich mach den Raum auch für individuelle ungelöste, emotionale Konflikte und das zu spüren fühlt sich nicht schön an.
00:37:52: Das kann man jetzt natürlich irgendwie versuchen wissenschaftlich zu erklären indem man dann sagt da sind irgendwelche neuronalen Verbindungen aktiv dann sind halt in deinem Gehirn eher zentrinaktiv die vielleicht mit Angst, mit Scham, mit Wut oder Trauer verbunden sind.
00:38:08: wenn du jetzt fragst was passiert in uns Dann wäre das eine mögliche Antwort, aber die ist auf der emotionalen Ebene nicht sehr befriedigend.
00:38:17: Sehr
00:38:17: interektuell!
00:38:18: Ja ja genau, deswegen habe ich auch gerade gesagt lasst mich mal reinspüren weil das was in uns passiert ist eben Aber im Endeffekt und vielleicht kann man das so sehen Ein Klärungsprozess.
00:38:32: Was dann passiert?
00:38:33: Ist ein klärungs Prozess.
00:38:35: Der Prozess selber kostet einfach Energie oder Ressourcen und das äußert sich darin, dass ich vielleicht einfach schlechter drauf bin.
00:38:47: Weil... Ich jetzt einfach Raum aufmache für Dinge die ich lange nicht gefühlt habe.
00:38:52: Ja?
00:38:52: Dass ich wütend bin!
00:38:53: Dass ich traurig bin!
00:38:55: Das ich charm fühle.
00:38:56: Ich muss einfach ganz viele dinge nachträglich fühlen.
00:38:58: So, es kostet emotionale Kapazitäten Es koste zeitliche Kapaziten Oder das kann auch finanzielle Kapazitäten kosten, weil es viele Menschen gibt die auch eine Therapie oder Coaching- oder Begleitungsprozess selber zahlen müssen.
00:39:13: Also ich musste auf ganz vielen ebenen Ressourcen erstmal investieren und das fühlt sich erst mal nicht schön an.
00:39:22: Auch hier wieder gebacht was dir kurzfristig Unlust verschafft langfristig vielleicht zu Friedenheit bringt.
00:39:28: Und ein zweites Bild, was gerade in mir kommt ist im Sport.
00:39:32: Also ich komme aus dem Sportbereich und das ist ganz einfach erklärt Superkompensation auf Deutsch über Kompensation.
00:39:41: wenn ich Muskeltraining mache Dann verursache ich kleine Mikroverletzungen im Muskel, das nämlich als Muskelkater war.
00:39:49: Technisch ist der Muskel dann auch kurz schwächer während ich Muskelkarter habe und es sind keine Mikro-Verletzung.
00:39:56: Der Körper repariert das dann wenn du ihm dafür ausreichend Zeit und Nährstoffe zur Verfügung stellst Und dann repariert es nicht nur, sondern sagt er ganz davinistisch.
00:40:05: Ich muss ja an die Umwelt angepasst sein in der ich lebe und letzte Mal hat meine Kraft nicht gereicht.
00:40:10: also bauen wir noch ein bisschen Muskelgewebe oben drauf und dann bin ich am Ende stärker.
00:40:15: Ja das kommt aber nur zu dem Preis dass sich vorher eben in diese Verletzung reingegangen werden oder mich an die Grenze meiner Leistungsfähigkeit trainiert habe.
00:40:27: und was da eben dann passiert sind Anpassungen oder Klärungsprozesse Sowohl im Muskel wie auch im Emotionalen.
00:40:35: Schön erklärt, vielen Dank!
00:40:37: Also bei mir war es auch so dass ich diese ganzen Dinge die ich über so viele Jahrzehnte, wir sprechen ja nicht über Jahre, wir sprachen ja über Jahrzehnte verdrängt hatte und als sich mehr damit in Kontakt kam.
00:40:50: das fühlt sich halt einfach echt nicht geil an wenn das alles plötzlich hoch kommt und das muss man ja auch erstmal lernen zu händeln.
00:40:59: Es ist ja nicht so,
00:40:59: dass man, da ist die Traurigkeit.
00:41:01: Das ist gar kein Problem für mich, sondern man muss da auch reinwachsen in diesen neuen Umgang damit.
00:41:08: Sowas von mir zumindest?
00:41:10: Ja total!
00:41:11: Ich kann da mal ein persönliches Beispiel zu teilen.
00:41:14: Das war wirklich eine Phase.
00:41:17: Ich glaube das ist ein Thema was viele Menschen haben und sich auf sich viele Menschen beziehen können, Grenzen setzen.
00:41:23: Also viele Menschen müssen nachträglich erstmal lernen, Grenze zu setzen.
00:41:28: dass aber jetzt in einer wohlwollenden und dosierten Weise zu tun ist, nichts was von heute auf morgen kommt.
00:41:37: Du lachst schon!
00:41:39: Er will so kamikazern der Zeit... Ja
00:41:42: genau!
00:41:44: Ja, genau.
00:41:44: Und dann ist es wie als wenn ich auf einmal irgendwie... Ich bin ja Mitte dreißig aber habe noch mal eine Trotzphase oder was ist hier jetzt los und hab dann irgendwie waren im Rest so... Ich weiß das noch!
00:41:54: Genau da war ich in einem Lokal sogar mit meiner Marm weil wir hatten uns einfach irgendwie auf den Kaffee getroffen und wir wollten eigentlich irgendwas bestellen, hatten aber nicht beide nicht so mega viel Zeit und die waren einfach wirklich langsam.
00:42:09: Und dann hatten wir einfach so lange gewartet, dass es keinen Sinn mehr gemacht hätte jetzt noch weiter zu warten weil da hätten wir keine Zeit mehr gehabt das irgendwie den Kaffee oder was wir da bestellen wollten der Quiche oder sowas irgendwie dann lecker zu essen und zu trinken und ich habe das dann relativ rüde abbestellt.
00:42:31: So und auch so vor dem Abend sind ja viele Dinge drin müssen wir nicht kommentieren können wir drüber lachen Aber das war halt auch so ein Ding, ja?
00:42:41: Also vielleicht inhaltlich richtig, vielleicht auch therapeutisch wertvoll.
00:42:47: Möglicherweise in der Situation aber nicht ganz angemessen.
00:42:53: Und das war aber notwendig eine Zeit lang.
00:42:56: also ich bin ja jetzt nicht wie die Axt im Walde durch mein Leben gegangen Aber es gab dann hier und da so kleine Mikrosituationen.
00:43:03: wo ist denn... Da muss man einfach so ein bisschen die Feinjustierung erstmal nochmal lernen und auf der einen Seite Du hast dann so ein Yeah, ich hab für mich eingestanden.
00:43:13: Diese blöden Leuchten, wenn die so lange gebraucht sind zu rangen, dann halt nicht!
00:43:19: Aber ich muss ja deswegen niemandem jetzt gegen das Schienbein treten oder... Man kann auch einfach freundlich bleiben oder sehr wohlwollend und das musst du aber wieder lernen.
00:43:31: Und es kommt mir gerade als Beispiel, das habe ich persönlich erlebt und vielleicht kannst du dich drauf beziehen Menschen, die gerade zuhören.
00:43:40: Ja, da liebe ich einfach die Aussage von Eckhart Tolle.
00:43:43: Der hat man gesagt also quasi wenn wir das integriert haben und ein bisschen geübt haben dann wird es ein Nein von hoher Qualität.
00:43:51: Also dann braucht es eben nicht mehr dieses Röhr!
00:43:54: Und ich habe mir Zeit lang so gefühlt wie so einen... Ich will nicht sagen Elefant im Porzellanladen.
00:43:59: aber wieso jemand der gerade erst Laufen gelernt hat?
00:44:04: In so einem Raum kommt, wo unheimlich viel Porzellan und Glas steht.
00:44:07: Und ich bin so bei jeder Weise noch was runtergehauen.
00:44:10: Einfach total tapsig!
00:44:13: Also wenn ich es liebevoll bezeichnen würde, würde ich sagen... Ich war einfach tapsich und unbeholfen im Umgang mit meinen eigenen Grenzen und bin da genau wie du auch.
00:44:23: Hier und da einfach übers Ziel hinaus geschossen.
00:44:25: Und ich glaube, da geht es dann darum wenn das passiert das mitzubekommen und dann zum gegenüber zu sagen Da war ich ein bisschen drüber tut mir leid also die Botschaft ist trotzdem die gleiche.
00:44:35: Ich finde sie haben echt so lange gebraucht und wir haben's eilig.
00:44:37: Das hat mich geärgert aber das hätte ich auch anders kommunizieren
00:44:41: können.
00:44:43: Du hast komplett Recht und ich glaube, dass es bei Menschen mit denen man öfter zu tun hat.
00:44:48: Wenn das theoretisch jetzt eine Freundin oder ein Freund gewesen wäre, dann kann man das sagen aber wenn du aus dem Restaurant raus bist, jetzt noch mal zurückgehen und sagen sorry, der Mast ist jetzt auch größer.
00:44:59: Weil man in dieser Situation erkennt voll gut ansonsten war's dann halt so muss man dann darf man Akzeptanz üben.
00:45:06: Ich hatte einen der größten Aha-Momente in deinem Buch mit einer emotionalen Verbindung zum Nervensystem, die mir so – obwohl ich mich seit so vielen Jahren damit beschäftige – irgendwie so nicht wirklich bewusst war.
00:45:18: oder ich habe an irgendeiner Stelle nicht richtig zugehört.
00:45:20: Nämlich das hinter unseren Überlebensreaktionen Fight, Flight und Freeze tatsächlich Evolutions-, biologische Schutzmechanismen?
00:45:31: Klar!
00:45:32: Das wusste Aber dass die drei Kernemotionen widerspiegeln, das war mir nicht klar.
00:45:38: Das finde ich wirklich spektakulär!
00:45:41: Erzähl mal bitte welche Kernemotionen hinter Fight, Flight und Freeze stehen?
00:45:46: Ja erstmal danke, total spannend wenn man Lust hat sich auf der Inhalts-Ebene damit zu beschäftigen.
00:45:53: Ich find es auch hier wieder ne da macht einfach der Verstand so eine tolle Brücke weil er dann ist.
00:45:58: so erklärber macht ja klar aber Ganz kurz, da sollten wir dann einsteigen.
00:46:04: Emotionen haben einfach immer eine ganz wertvolle Wegweiserfunktion und diese drei Kern-Emotionen... Also es gibt ja auch Freude und Scham.
00:46:13: aber was wir jetzt gerade angesprochen haben waren Trauer, Wut und Angst.
00:46:20: Da kann man eben sagen wenn ich in mir Wut spüre?
00:46:24: Dann ist Wut natürlich erstmal nicht angenehm wahrzunehmen.
00:46:28: Das ist in Ordnung, aber Wut ist ein wertvoller Wegweiser.
00:46:31: Weil Wut es direkt mit meinem Bedürfnis nach Autonomie verknüpft und wenn jetzt irgendwo meine Autonomien eingeschränkt wird dann ist das eigentlich eine sehr gesunde Reaktion wütend zu sein oder andersrum.
00:46:47: die Emotion Angst ist mit Sicherheit verknüpft.
00:46:50: Wenn irgendwo meine Sicherheit eingeschrankt wird oder bedroht eingeschrängt zu werden dann reagiere ich in der Regel mit Angst.
00:47:00: Und auch das ist eine sehr gesunde und psychologisch-gesunde und nachvollziehbare Reaktion, und meine Trauer ist mit dem Bedürfnis nach Sinn verbunden.
00:47:12: Also wenn mir der Sinn irgendwo wegbricht, weil beispielsweise ... Ich merke einfach, dass diese Beziehung gescheitert ist.
00:47:20: Dann bricht der Sinn weg dafür weiter zu kämpfen, und das macht traurig oder so.
00:47:26: Können viele Menschen individuell sofort nachvollfühlen?
00:47:29: Oder wenn ich einfach merke, dass ein Vorhaben was für mich ganz ganz ganz bedeutsam war.
00:47:34: Wenn ich irgendwie merke, es ist gescheitert.
00:47:35: Das funktioniert hier nicht.
00:47:37: Ich kann auch traurig und wütend sein.
00:47:39: Es geht natürlich alles gleichzeitig ums Dritt.
00:47:41: Dann ist das sehr überfordernd und ein großes Würfer.
00:47:44: Wir schauen uns jetzt für die Einfachheit isoliert an.
00:47:47: Und dann lande ich eben in der Trauer.
00:47:49: Wenn mir der Sinn wegbricht...
00:47:51: D.h.,
00:47:51: Trauer bedeutet hey!
00:47:53: Dein Sinn ist irgendwo oder dein Bedürfnis nach Sinn ist irgendwie gerade wackelt so?
00:47:59: Sagen wir mal, es wackelt.
00:48:01: Wenn ich Wut spüre, dann kann ich wahrnehmen.
00:48:03: Hey!
00:48:03: Ich bin grad voll sauer, okay?
00:48:05: Aber vielleicht kann ich ja auch mich fragen ... Wo ist denn grade meine Autonomie oder meine Freiheit eingeschränkt?
00:48:13: und dann kann nicht genau schauen wie kann ich das wiederherstellen?
00:48:17: Oder wenn meine Sicherheit eingeschwenkt ist beziehungsweise wenn ich Angst spüre da kann ich schauen Ja wo ist denn meine Sicherheit eingeschränkt?
00:48:27: und die psychologischen Bedürfnisse, die dahinter stehen würde dann bedeuten wie kann ich denn meine positiven sozialen Beziehungen oder meinen Bedürfen nach Umweltbewältigung stärken?
00:48:36: Weil wenn ich eingebunden bin in ein starkes soziales Netz.
00:48:39: Und wenn ich die Anforderung der Umwelt bewältigen kann, dann brauche ich in der Regel auch nicht so viel Angst spüren.
00:48:46: So...und jetzt der Übertrag zum Nervensystem.
00:48:51: Ja!
00:48:52: Wenn ich wütend bin, wenn meine Autonomie eingeschränkt ist Fight, logisch.
00:48:58: Wenn ich Angst habe wenn meine Sicherheit eingeschränkt ist.
00:49:00: Flight macht auch total Sinn genau und wenn weder kämpfen noch fliehen einen Sinn hart ja?
00:49:09: Ich hab's ja gerade schon gesagt ein Sinn hat dann Freeze Und das sehen wir auch im Tierreich ganz ganz toll.
00:49:17: Todstellen Todstellen ist genau dass Und das sieht man auch.
00:49:24: Da gibt's, kann man einfach mal autogenes Zittern, Animal oder Autogenes-Zittern-Tier oder so mal bei YouTube eingeben.
00:49:31: Dann siehst du wirklich Tiere die sich totgestellt haben und dann aus dieser Starre wieder aufwachen.
00:49:39: Das ist dann wirklich so ein Zittern, wir alle kennen es selber, wenn ich einen großen Schreck hatte und dann zitter ich... Was passiert denn da?
00:49:46: Dieses Zitern is Energie die mein Nervensystem bereitgestellt hat, eigentlich für Fight oder Flight.
00:49:54: Habe ich aber jetzt ja nicht fürs Kämpfen oder fürs Flüchten gebraucht?
00:49:57: Aber wohin mit dieser Energie?
00:50:00: Wenn wir aus traumateoretischer Perspektive drauf schauen dann ist ganz viel davon in uns eingefroren.
00:50:04: das verbraucht sehr viel Energie und Ressourcen Und deswegen ist dieses Zittern.
00:50:11: nachdem ich aus diesem Freeze-Modus... Wir bleiben mal im Tierreich, dann des Zittern.
00:50:17: Das ist eigentlich nur ein Abgeben der bereitgestellten Energie und ganz gesunder Prozess.
00:50:24: Ich habe das interessanterweise manchmal nach dem Krafttraining.
00:50:28: Kennst du es?
00:50:33: Dass das die Muskeln noch Zittern meinst du?
00:50:35: Also, dass mein Pferd so isolierte Muskeln oder was meinst Du?
00:50:39: Ja,
00:50:39: Oberschenkelmuskulatur tatsächlich.
00:50:41: Also eigentlich wie beim Neurogenen-Zittern aus der Körpertherapie.
00:50:45: aber ich steuere das nicht extra an und ich provoziere es nicht sondern wenn ich mich dann irgendwie dehne und ich liege auf der Matte und habe die Beine aber angewinkelt Dann merke ich manchmal, wie die dann so anfangen und ich lasse es dann.
00:50:56: Und ich gucke da total interessiert zu und denke keine Ahnung was ihr macht aber ich scheint das zu brauchen.
00:51:03: Und lass es dann einfach geschehen.
00:51:04: Das dauert dann eine Minute und ist vorbei.
00:51:07: Das ist total spannend dass du es ansprichst
00:51:09: Weil?
00:51:10: Weil was du gerade ansprächst ist bekannt.
00:51:14: also man kann das auch bewusst hervorrufen.
00:51:16: Genau Ja
00:51:18: Das nennt sich dann TRE Kann man auch wenn man interessiert ist mal googeln steht für Trauma-Releasing Exercise.
00:51:27: Und jetzt wird es hier spannend, Trauma Releasing exercise können wir übersetzen mit traumafreisetzender Übung und Emotionen sind ja im Körper auch viel gespeichert.
00:51:37: das darauf können wir uns vielleicht kurz einigen als Prämisse.
00:51:41: und viele Emotionen sind eben in der Körpermitte in der Hüftregion gespeichert Ja und dieses auf der Matte liegen Und mit angewinkelten Beinen.
00:51:53: Also man stellt die Füße auf, so dass die Knie nach oben schauen und dann hat man in der Regel... also man hat da nicht sofort aber durchs Krafttraining hast du die Muskeln sowieso schon aktiviert und deswegen wirst du es wahrscheinlich dann spüren.
00:52:06: Man kann aber durch gewisse Übungen auch das quasi versuchen hervorzurufen fängt dann von alleine ein leichtes Zittern der muskeln an und das ist eigentlich genau das.
00:52:19: damit werden auf körperlicher Ebene dann Emotionen verarbeitet und eben wieder in den Fluss gelassen.
00:52:32: Da muss ich mich nicht durch eine Therapie in dem Moment kognitiv durcharbeiten, was hat das jetzt mit Mama und Papa und meinen fünf Kollegen zu tun oder so?
00:52:40: Das ist ja das Schöne!
00:52:44: Das macht dann manchmal unser Körper auch, weil dann ist da einfach diese ... Diese Emotion.
00:52:49: wie auch immer.
00:52:51: In uns ist ja ganz viel gespeichert!
00:52:54: Und dieses Zittern nach ... Du erlebst es nach dem Krafttraining, weil du durch die Aktivierung deiner Muskulatur sie schon eben in eine gewisse Schwingung bringst.
00:53:06: und dieses Zittern in der Hüft- und Oberschenkel-Innenschenkelregion ist bekannt und wird auch therapeutisch genutzt Unter dem Begriff Trauma-Releasing Exercise, kurz TAE.
00:53:18: Ich kenne es unter neurogenes Zittern und ich weiß dass manche Menschen empfinden das als sehr unangenehm.
00:53:24: aber jetzt habe ich natürlich auch eine lange Reise von Traumatherapie hinter mir.
00:53:28: deswegen kann ich das gut halten und ganz im Gegenteil ich empfinde es als sehr angenehm tatsächlich dass sich der Körper so selber shakes irgendwie ganz schön zuzuschauen.
00:53:39: Ja, und da sind wir ja auch wieder.
00:53:42: Also Glück ist immer an einen Wert gebunden.
00:53:44: Und wenn es für dich natürlich ... Wenn dieser emotionale körperliche Klärungsprozess für dich, weil du jetzt eben an diesem Punkt bist mit Wert verbunden ist, weil eigentlich passiert hier gerade was Gutes für mich, dann ist das natürlich ganz anders... Du bewertest es anders!
00:54:04: Hat es für dich eine andere Bedeutsamkeit?
00:54:07: Das Gleiche mit Muskelkater.
00:54:08: Es gibt viele Leute, die sagen, ich find Muskel-Katter total toll weil ich weiß dann hey, ich hab was gaben gemacht das fühlt sich gut an meinen Körper wächst oder wie auch immer meine Muskeln wachsen.
00:54:16: Andere sagen, dass ist total unangenehm und ich will das nicht.
00:54:19: Also es kommt einfach ganz viel durch die eigene Bewertung.
00:54:24: Glück ist immer ein Wert gebunden.
00:54:26: Ja...
00:54:28: Es war der berühmte Schriftsteller Fyodor Dostoyevsky dass der Mensch deswegen unglücklich ist, weil er nicht weiß das er glücklich ist.
00:54:39: Und daran musste ich denken als ich die letzten Sätze deines Buches gelesen habe.
00:54:44: wenn ich das jetzt hier vorlese, ist es dann gleich so ein Spoiler.
00:54:48: oder dürfte ich daraus zitieren?
00:54:50: Daraus darfst du sehr gerne zitieren!
00:54:53: Das ist alles in Ordnung.
00:54:54: Das macht auch richtig Lust finde ich auf das Buch.
00:54:57: Indem übrigens –das sei noch erwähnt– ganz viele Tolle Übungen sind, um ein bisschen zu reflektieren über sich selbst.
00:55:04: Über die eigenen Verhaltensmuster.
00:55:06: also sehr reichhaltig und sehr unterstützend wie ich finde.
00:55:11: Und dein Buch endet mit folgenden Sätzen Vor allem aber liegt dieser Schlüssel in der Erkenntnis, dass das Glück immer schon da ist.
00:55:21: Es lässt sich im Außen finden – In der Luft zum Atmen, in Flora und Fauna, in den Strahlen der Sonne, Im Glitzern des Wassers und im Rauschen des Windes!
00:55:31: Es lässt dich im Innenfinden.
00:55:33: Wenn du die Höhlen deiner Gedanken, Emotionen und Körperlichkeit Stück für Stück ablegst Dann bleiben Ruhe, Freude, Frieden und Glück.
00:55:43: Dann wird der Name dieses Buches zu einer Aussage, die universell ist.
00:55:47: Gott, da muss ich fast weinen.
00:55:49: Humans are happy!
00:55:51: Wir Menschen sind glücklich von allein aus uns heraus als Urzustand.
00:55:57: Puh!
00:56:00: Ja wunderbar also dann brauchst jetzt ja niemand mehr lesen?
00:56:02: Nein nein, also die Reise dahin ist ja das Spannende.
00:56:06: Deswegen war es auch komplett in Ordnung... Der
00:56:08: Segen habe ich gefragt.
00:56:10: Nein nein alles super.
00:56:13: Ich glaube der Punkt ist, also schön dass du es nochmal hervorhebst und was vielleicht da viele Menschen oder wie man das gut auf sich selber beziehen kann.
00:56:27: Der Absatz den du davor gelesen hast, der beginnt ja wenn wir die ganzen Schalen und Höhlen mal ablegen.
00:56:33: Und so ist es nunmal eben.
00:56:35: Also wenn man sich anschaut wenn ein Mensch auf die Welt kommt, beispielsweise.
00:56:39: So ein Kind ist ja in der Regel nicht von alleine die ganz... Also je nachdem, wenn ich jetzt schon traumatische Erlebnisse zur Geburt während der Schwangerschaft und so weiter habe das war es anderes.
00:56:50: Ja aber in der Regel kommen wir nicht auf die welt mit unseren ganzen Mustern und Verhaltensweisen.
00:56:57: Das sind alles Sachen, die kommen Schicht für Schicht und Stück für Stück irgendwie oben drauf.
00:57:04: Aber Wenn Wir Und da kann man jetzt eine psychologische Perspektive drauf haben.
00:57:09: Da kann man auch ne spirituelle Perspektiv darauf haben, wenn wir am Ende zu dieser Essenz kommen.
00:57:17: Also wer bist du?
00:57:18: Das Du-Kati?
00:57:20: oder wer bist Du Mensch der hier gerade zuhört?
00:57:23: Ich mag diese Perspektiven.
00:57:25: Du bist eine Seele die einen menschlichen Körper hat aber ich bin ja nicht mein Körper!
00:57:28: Ich Bin Ja Nicht Mein Arm!
00:57:29: Ich bin ja auch nicht meinen mein Universitäts Zertifikat oder mein Podcast meinen Kontostand oder was wir uns da sonst so einbilden, wenn das alles weg ist.
00:57:41: Also wer ist eigentlich?
00:57:42: Was ist eigentlich diese Essenz die hier wahrnimmt?
00:57:48: Ich kann darauf eine sehr psychologische Perspektive haben.
00:57:51: dann ist das alles irgendwie neuronale Verbindung und Struktur.
00:57:54: ja okay aber am Ende ich muss gerade daran denken... als Instagram-Account vor neun Jahren.
00:58:08: Damals habe ich einfach nur Leute gefragt, bitte beende den Satz Glück ist oder Happiness ist.
00:58:14: und da hat ein Freund von mir gesagt, der hat genau diese Aussage gemacht, Happiness ist eigentlich so dass wir Menschen sind immer schon glücklich von alleine.
00:58:27: Wir müssen uns nur daran erinnern Diese ganzen auch super sinnvollen von der Evolution des Negativities bei ist, damit ich eher überlebe wenn der Busch raschelt und dann nicht ein Sebelzahn Tiger oder doch nur eine Amsel drin.
00:58:43: Aber gleichzeitig ... Wenn wir in einer ruhigen Situation sind und das alles mal wegnehmen, dann ist da eigentlich Ruhe.
00:58:54: Und dann ist es auch Glück.
00:58:58: Ein so schönes Schlusswort lieber Leo!
00:59:01: Humans are happy, die Wissenschaft des Wohlbefindens könnt ihr jetzt im Handel erwerben.
00:59:07: Ich wünsche dir so von ganzem Herzen dass das Ding durch die Decke geht und du einen kleinen orangefarbenen Aufkleber den wir autoren uns alle so sehr wünschen bekommst.
00:59:18: und ich bin so gespannt wie deine Reise weiterhin hingeht!
00:59:21: Und ich freue mich, dass wir verbunden sind und uns immer mal wieder hier unter dem digitalen Raum und hoffentlich eines Tages dann auch einmal im analogen Raum begegnen.
00:59:30: Unbedingt, danke liebe Katja.
00:59:32: Ich möchte mich wirklich von Herzen ganz ausdrücklich bei dir für das tolle Gespräch und die Möglichkeit heute auch für deine Unterstützung bedanken.
00:59:41: ich will mich vor allem ja wirklich und auch bei allen Menschen die bis hier hin zuhören dann hoffe ich natürlich dass euch dieses Gespräch das ist für euch werthaltig war und anregend und Spaß gemacht hat vielleicht auch ein bisschen kurzweilig oder dass ihr davon Dinge mitnimmt.
00:59:59: Ja, das ist also einfach wirklich Danke für eure Aufmerksamkeit und Zeit jetzt hier in dieser Folge.
01:00:04: Und danke Kati an dich, dass wir so schön miteinander verbunden sein können.
01:00:10: Mir macht es viel Freude und viel Spaß!
01:00:12: Mir eben so.
01:00:13: Und jetzt sind wir auch noch himmlisch unterstützt worden von Kirchenglocken im Hintergrund, ich weiß nicht ob man sie gehört hat, aber das Gespräch stand unter einem guten Stern.
01:00:22: Alle Links zu Leo findet ihr wie immer in den Show Notes, in der Beschreibung unter dieser Folge.
01:00:27: Wir hören uns in der nächsten Episode wieder und bitte bleibt bis dahin wie immer zuversichtlich gesund und neugierig!
01:00:33: Tschüss!
01:00:33: Tschüs lieber Leo!
01:00:35: Ciao!
01:00:46: Von und mit KT Clef.