Bewusster leben. Zufriedener sein.
00:00:00: Und die typische Elternrückfrage als nächstes ist dann ja, aber was ist mit WhatsApp?
00:00:04: Also quasi in der Familiengruppe auf WhatsApp.
00:00:07: Nun denn!
00:00:08: Dann muss ich folgendes wissen... Ich muss dem Meta-Konzern
00:00:14: quasi...
00:00:15: Der Meta Konzern, der quasi alle versprechen in Sachen Datenschutz bis jetzt gebrochen hat, die es nur gibt.
00:00:24: Get happy.
00:00:27: Bewusster leben.
00:00:29: Zufriedener sein von und mit Kathi Kleff
00:00:39: Und ich sage hallo ihr Lieben, schön dass ihr auch in dieser Folge wieder mit dabei seid.
00:00:42: Wie immer hoffe ich das es euch gut geht und dass ihr in diesem Moment an einem wohligen, an einem sicheren und an einem muckeligen Ort seid!
00:00:51: Ich möchte es vorweg sagen diese Folge wird vielleicht an der ein oder anderen Stelle ein bisschen unkomfortabel und trotzdem möchte ich euch inständig bitten auch an den Stellen, wo ihr am liebsten sofort wegschalten möchtet.
00:01:06: Weil es euch vielleicht dann etwas erinnert was in eurer Familie geschehen ist oder auch immer noch geschieht einfach dran zu bleiben weil ich halte dieses Thema für eines der derzeit mit Abstand wichtigsten Was unsere Gesellschaft angeht?
00:01:20: Was die Zukunft der nächsten Generationen angeht und auch unsere Evolution Als Mensch.
00:01:28: Ich spreche ja gerne mal im Podcast an der einen oder anderen Stelle über die kleine Dopamintankstelle, die Höllenmaschine, die uns alle auf die ein- oder andere Art abhängig gemacht hat.
00:01:40: Das ist für uns Erwachsenen schon problematisch.
00:01:42: Sehr viel problematischer ist es für unsere Kinder!
00:01:46: Eltern glauben zu wissen, was ihre Kinder im Netz zu sehen bekommen und in Wahrheit haben sie nicht wirklich viel Ahnung.
00:01:54: Mein heutiger Gast hatte in den letzten neun Jahren mit über hundertsechzig tausend Schülerinnen und Schülern gesprochen.
00:02:01: er hat mit über fünfzigtausend Eltern und sechstausende Lehrkräften gesprochen und gearbeitet und seine wirklich Mission mehr als sein Herzensanliegen ist es darüber aufzuklären Was mit unseren Kindern geschieht, wie sie sich entwickeln und was unsere Kinder zu sehen bekommen.
00:02:19: Wenn Eltern wegschauen und glauben dass das Kind sich nur harmlose WhatsApp-Nachrichten mit Freunden schreibt?
00:02:25: Wir tauchen tief ein in dieses Rabbit Hole!
00:02:29: Das ist nicht immer schön aber es ist super, super notwendig Und ich danke euch, dass ihr dran bleibt.
00:02:34: Teil diese Folge Mit Lehrerin, mit Lehrern, mit anderen Eltern Denn nur wenn wir anfangen darüber zu sprechen Wenn wir aufhören, uns dafür zu verurteilen und nach Lösungen gemeinsam suchen kann sich da wirklich auf dieser Ebene was nachhaltig verändern.
00:02:50: Sein Buch allein mit dem Handy war bereits Spiegelbestseller.
00:02:54: Es erscheint in diesem Sommer noch mal neu!
00:02:57: Er war lange IT-Journalist im Silicon Valley, also im EPI-Zentrum der Problematik, mit der wir derzeit zu tun haben für das Magazin Chip.
00:03:08: Er war Gymnasialehrer und heute ist er Digitaltrainer und Spieglbestselleautor.
00:03:13: Und ich sage herzlich willkommen lieber Daniel Wolff.
00:03:16: Danke schön, ich freue mich hier zu sein.
00:03:18: Das Thema ist ein bisschen unkomfortabel, aber trotzdem so unglaublich notwendig.
00:03:25: Ich habe es in der Ammo-Dration schon gesagt mit wieviel Tausend Kindern, Jugendlichen, Eltern, Lehrern sie in den letzten Jahren gearbeitet haben... ...ist diese Entwicklung auch ihrer persönlichen Karriere oder ihrer beruflichen Laufbahn dem geschuldet dass Sie im Silicon Valley dafür Chip damals so nah dran waren quasi an dieser Materie?
00:03:48: Ja, ich glaube das trägt dazu bei.
00:03:50: Ich habe zumindest dort mal mitbekommen wie eben aus Sicht der Digitalindustrie das alles funktioniert und wie das Business quasi eigentlich läuft.
00:03:57: Weil die Konzerne, die wir heute als Big Tech bezeichnen, die habe ich schon sozusagen sehr lange mit verfolgt.
00:04:04: Und ja...ich glaube dass die Digitalindustrie als vierter oder fünfter Player in diesem ganzen Spiel, das wir vor uns sehen oft unterschätzt wird.
00:04:15: Wir sehen oft nur Kinder oder vielleicht Kinder und Jugendliche, Smartphones und Eltern manchmal noch die Schule.
00:04:24: Aber die digitale Industrie ist aus meiner Perspektive der vielleicht sogar wichtigste Player in diesem ganzen Spiel Und es wird maßlos unterschätzt wie raffiniert die digitale Industrie dabei geworden ist Die Aufmerksamkeit vor allem auch unsere Kinder- und Jugendlichen industriell hat zu ernten.
00:04:46: Das bringt so viel Geld Ich kann das nur einen großen Auswuchs nennen, dass Kinder inzwischen Sachen zu sehen bekommen von denen die eigenen Eltern ganz oft nichts und auch gar nichts wissen.
00:05:02: Vor allem liegt es daran, dass die Kinder einfach nichts erzählen freiwillig.
00:05:07: Würden alle Kinder freiwillige erzählen was sie erleben?
00:05:11: Hätten wir im nächsten Tag ein weltweites Social Media Mindestalterabsechzehn?
00:05:15: Auch letzte Woche wieder gab es eine große Anfrage oder Beschwerde für mir aus der Forschung.
00:05:21: Die Forschung bekommt einfach die Daten nicht.
00:05:24: Natürlich, was unsere Kinder wirklich sehen wissen momentan nur die Kinder und die großen Plattformen.
00:05:32: Die großen Platformen wissen es in Anführungszeichen aber auch eigentlich selber nicht richtig weil es ihnen ja egal ist.
00:05:38: Hauptsache die Algorithmen sorgen für maximale Profite Das heißt, da wird viel gar nicht auch untersucht.
00:05:44: Außer man muss.
00:05:46: und so wichtig sind europäische Gesetze für amerikanische und chinesische Firmen offensichtlich bis jetzt nicht dass sie sich da irgendwie im Einzelfall damit beschäftigen würden.
00:05:57: Es geht rein um den Profit Und amerikanischen Unternehmen sind ja auch quasi verpflichtet maximal profite einzufahren.
00:06:05: Sie würden bestraft wenn sie es nicht tun.
00:06:07: also nutzen sie die vorhandenen Gesetze aus, wie es nur geht und falls ein Land oder zum Beispiel viele Länder in Europa die bestehende Gesetzen nicht umsetzen.
00:06:19: Na gut dann werden sie auch nicht freiwillig dafür sorgen denn das kostet Geld.
00:06:23: In dieser Situation sind wir und ich glaube dass wir als Gesellschaft langsam aufwachen.
00:06:28: jetzt gerade nachdem ich jetzt quasi im zehnten Schuljahr durch die Schulen Tingle landaufland ab merke ich jetzt zum ersten Mal, dass z.B.
00:06:39: in den fünften Klassen sich jetzt vereinzelt Schüler melden die sagen Nein!
00:06:44: Ich habe noch kein Handy.
00:06:45: Ich kriege erst später eins und die darauf stolz sind.
00:06:49: Das ist was Neues.
00:06:50: es hat's noch nie gegeben das ist erst im letzten halben Jahr so Und auch die Ersten Schulen fangen an.
00:06:56: Also es gibt Smartphone-Freie Grundschulklassen Es gibt Smartphones Freie Fünfte und Sechste Klassen Dass die Kinder mir dann sagen Ah ja ich komme nächstes Jahr in eine Smartphone Freie fünfte Klasse und über beide Ohren strahlen.
00:07:07: Weil sie freuen sich darauf, dass sie in eine Klasse kommen wo sie nicht der einzige Sinn der Keynes hat sondern in der alle Keynes haben und dann ist es lustigerweise für die Kinder überhaupt kein Problem.
00:07:19: Und das gleiche sehen wir auch bei den größeren wenn wir zum Beispiel nach Österreich schauen.
00:07:23: da gab's dieses fantastische Handy-Experiment im März diesen Jahres wo seventy tausend Kinder und Jugendliche freiwillig drei Wochen auf ihr Smartphone verzichtet haben.
00:07:35: Und das ist das größte Experiment zum Thema Kinder und Smartphones, dass es je gegeben hat – und es wurde zum Glück wissenschaftlich begleitet.
00:07:44: Das heißt hier haben wir alle wirklich was gelernt!
00:07:48: Und das Irre is allein durch die große Teilnahme merkt man schon auch Jugendliche mögen gerne mal die Erfahrungen machen wie es wäre ohne und ja wie soll man sagen vorweg immer.
00:08:00: eine Fazit der Untersuchung in dort ist, dass die Kinder es sehr genossen haben weil sie ohne Smartphone und ohne Social Media wieder sehr viel mehr direkten Kontakt hatten.
00:08:13: Einfach Face-to-Face-To-FACE-Experience!
00:08:16: Und Sie fanden das super toll, die Lehrkräfte haben gesagt... Die Schüler waren so alle zusammen noch nie so fröhlich wie in diesen drei Wochen.
00:08:26: Also die Lehrkäfte können sich kaum noch dran erinnern an eine Zeit wo die Schüler mal so frühlich waren Und man muss dazu sagen, es haben natürlich auch nicht alle geschafft.
00:08:36: Man konnte jeden Tag sozusagen das Experiment beenden.
00:08:39: Aber die, die es geschafft haben waren am Ende gar nicht nur froh, dass sie wieder ins Smartphone können sondern es haben auch viele geäußert, dass Sie es schade finden, dass diese schöne Zeit jetzt wieder vorbei ist.
00:08:50: Das ist interessant, weil haben Sie Dopamin-Nation gelesen von Anna Lemke.
00:08:54: Die empfiehlt hier im Grunde genommen ein vierwöchigen Dopaminentzug um sich wirklich davon zu verabschieden.
00:09:01: und das ist doch sehr bemerkenswert.
00:09:02: und da ist ja auch viel Hoffnung drin wenn Kinder und Jugendliche die Unterschiede wahrnehmen wie es ihnen körperlich geht wenn im Gehirn nicht dieser Neurotransmitter Wahnsinn abgeht.
00:09:15: Richtig genau!
00:09:15: Und das ist für viele Kinder und Jugendliche dort das erste Mal, seit sie eben ihr Smartphone bekommen haben.
00:09:22: Und für mich ist Fabian Schek die Lehrkraft, die das ursprünglich angestoßen hat in zweierlei Hinsicht einhält.
00:09:32: Einerseits weil er als Einzel-Lehrkraft bewiesen hat wie viel man bewirken kann.
00:09:38: Das finde ich umwerfend!
00:09:40: Und das Zweite ist... Er hat es quasi geschafft dass seventy-tausend junge Menschen tatsächlich diese Erfahrung haben machen dürfen, die sie alleine nicht gemacht hätten.
00:09:51: und übrigens im Rahmen dieses Experiment wurden über sieben Millionen Stunden weniger Zeit verbracht am Smartphone.
00:10:00: Sieben Millionen Stunden!
00:10:02: Das heißt ein einziger Lehrer hat sozusagen einem so viel Zehntausenden Jugendlichen diese Möglichkeit eröffnet diese Erfahrungen zu machen vielleicht eine der wichtigsten Erfahrungen ihrer gesamten Schulzeit.
00:10:15: Sie haben Eingangs in einem Nebensatz gesagt.
00:10:17: Das möchte ich noch mal hervorholen, weil allein der Satz trifft schon mitten ins Markt nämlich dass die Tech-Konzerne unsere Kinder industriell abernten.
00:10:30: und bis zu ihrem Buch dachte ich immer TikTok sei der Feind Nummer eins habe aber gelernt das es noch ganz andere Gegner gibt die man maßlos unterschätzt allen voran YouTube.
00:10:40: Warum ist Youtube für Kinder und Jugendliche so gefährlich?
00:10:45: weil YouTube weiter verbreitet ist, vor allem bei den jüngeren Kindern.
00:10:49: Während sich bei TikTok inzwischen rumgesprochen hat, dass da gibt es gefährliche Challenges und der Algorithmus macht züchtig.
00:10:56: Deshalb erlauben die meisten Eltern den jungen Kindern zumindest in der Regel nicht TikTok.
00:11:03: ob die das dann nicht benutzen oder doch ist dann wieder eine andere Sache.
00:11:06: aber zumindest da ist von älterlicher Seite etwas mehr Vorsicht da.
00:11:10: Youtube dagegen ist überall ist auf jedem Android-Gerät vorinstalliert und hat TikTok kopiert.
00:11:18: Und zwar eins zu eins!
00:11:20: Der Shorts Button bedeutet, wenn ich den einmal gefunden habe dann ist YouTube Shorts genauso süchtig im Hand wie TikTok inzwischen.
00:11:30: Das wissen alle Kinder und lustigerweise fast kein Elternteil.
00:11:34: Die meisten Eltern denken sie kennen YouTube weil sie doch YouTube schon öfter mal benutzt haben.
00:11:40: Aber Kinder kennen eben den Shorts-Modus und erwachsen normalerweise nicht oder nur sehr selten.
00:11:45: Und deshalb liebe Eltern da draußen, wenn ihr YouTube mal neu kennenlernen wollt dann drückt mal den zweiten Knopf von links unten.
00:11:52: Da steht Shorts drauf und wartet ab was dann passiert.
00:11:55: Dann werdet ihr merken durch Drücken dieser Taste verwandelt sich in Youtube in eine eins zu eins TikTok Kopie.
00:12:03: Das Schlimme ist, Youtube haben wesentlich jüngere Kinder Und das hat dazu geführt, dass meine Recherche nach den letzten anderthalb Jahren – das hat sich dutzendfach immer wieder bestätigt.
00:12:19: Die meistgenutzte App heimlich nachts unter der Betticke mit leise und dunkelgemachten Smartphone oder Tablet ist YouTube-Shorts, mit großem Abstand!
00:12:31: Und die meisten Eltern haben davon überhaupt keine
00:12:34: Ahnung.
00:12:35: Und ich finde, das ist typisch.
00:12:38: Es gibt auch diverse Untersuchungen jetzt gerade wieder von der Körperstiftung zum Beispiel wo die meisten Eltern angeben.
00:12:43: natürlich weiß ich was mein Kind macht und sieht und in meinen Workshops ist es immer quasi genau das Gegenteil.
00:12:49: Die wenigsten Eltern also Ich schätze etwa maximal zehn Prozent haben verstanden um was es geht wie wichtig es ist und engagieren sich wirklich in der gebotenen auch mit den nötigen energie und den nerven unter zeit die man da braucht.
00:13:05: etwa dreißig weitere prozent sind offen zugetan wissen nur noch nicht so viel und leider ungefähr die hilfte bisschen knapp.
00:13:13: mehr als die helfte hat das thema medienerziehung überhaupt noch nicht auf dem schirm.
00:13:18: sie nutzt leider bildschirme als digitalen schnuller schon bei Kleinkindern, das gibt es.
00:13:25: Und eigentlich zerreißt mir jedes Mal das Herz wenn ich im Restaurant bin und sie kennen die Szene am Nachbarzisch kommt eine Familie mit kleinen Kindern manchmal zwei drei Jahre und dann wird das Baby Tablet auf dem Tisch abgestellt damit die Eltern in Ruhe essen können und auf dem Tablet läuft nicht mal YouTube Kids sondern das normale YouTube.
00:13:44: Das kennt jeder.
00:13:45: das heißt für mich äh die Eltern der Welt haben geschlossen fast geschlossen noch nicht begriffen was auf YouTube so läuft.
00:13:55: Natürlich gibt es auf YouTube alles, eben auch tolle Sachen, wunderbare Sachen, pädagogisch wertvolle Sachen aber und leider das muss man trotz der Trägerwarnung am Anfang dieser Sendung auch mal ganz deutlich sagen.
00:14:06: Es gibt auf YouTube wenn man weiß wie man's findet jede Todeszszene aus jedem Horrorfilm ab sechzehn unter achtzehn und jede Todeszene aus jedem Horrorspiel Und Kinder sind neugierig.
00:14:24: Mir braucht man dazu gar nicht sagen und das Schlimme ist bei YouTube Shorts im Speziellen, ich habe da so einen Verdacht.
00:14:31: Ich kann den nicht empirisch beweisen aber aus wirklich tausenden Erzählungen von Schülerinnen weiß ich dass viele Kinder berichten dass sie den Eindruck haben dass nachts vor allem nachts die Empfehlungsalgorithmen härtere
00:14:48: Videos raus.
00:14:48: Das glaube ich sofort!
00:14:49: Ja natürlich, weil da ist der Gegner der Algorithmen quasi nicht die Konkurrenz in den anderen Apps sondern ganz einfach der Schlaf.
00:14:59: und wenn ich jetzt der TikTok oder YouTube-Shorts Algorithmus wäre und ich hätte alle Videos der Welt zur Auswahl inklusive der, die nicht eigentlich für Kinder geeignet sind dann könnte mir einfallen dass sich rein statistisch herausfinde dass wenn ich ab und zu mal jedes Zwei-Dreihunderte Video etwas Krasses runtermischt, das das Kind dann wesentlich länger online bleibt.
00:15:22: Weil es einfach wieder richtig wach gerüttelt worden ist und dadurch für die nicht mehr Geld.
00:15:28: Und ich glaube, dass das passiert... Ich kann es nicht beweisen aber ich weiß, wenn ich die Großen also Zehnte Klasse und so, wenn sich die fragt und sie sind so ungefähr sechzehn glaubt ihr, dass die Algorithmen nachts härtere Inhalte ausspielen auf TikTok, YouTube Shorts und Instagram Reels.
00:15:46: Dann melden sich etwa sechzig Prozent aber die anderen vierzig Prozent nutzen es nachts auch nicht.
00:15:53: Das eines Tages werden wir uns beweisen und dann hoffentlich werden wir bis dahin schon gesellschaftlich wirksame Maßnahmen ergriffen haben als jetzt und ich hoffe irgendwie dass wir in zehn Jahren zurück denken sagen mein Gott wie konnten wir nur?
00:16:10: Wie konnten Kindern mit zehn Jahren ein Smartphone mit ins Bett geben.
00:16:16: Ohne zu wissen, was dann passiert?
00:16:19: Weil wir selbst hatten keine... oder die meisten Eltern heute hatten als Kinder keine Smartphones und gehen deshalb davon aus dass die Kinder die Geräte so ähnlich benutzen wie sie selbst!
00:16:29: Und das ist leider völlig falsch.
00:16:31: Das Gleiche bei WhatsApp.
00:16:33: WhatsApps ganz genauso.
00:16:35: Viele Eltern wissen nicht, dass jedes Kind das WhatsApp hat automatisch Zugriff auf YouTube hat.
00:16:42: Auch wenn die YouTube-App gesperrt ist!
00:16:45: Denn es gibt die sogenannten Kanäle.
00:16:47: seit zweieinhalb Jahren, das heißt man alle großen YouTuber haben die Kanälen oder haben eigene Kanäler oder Fankanäle und dort kann man unendlich viele Videos anschauen.
00:16:59: selbst wenn die Eltern ein Zeitlimit für YouTube gegeben haben kann man innerhalb von WhatsApp stundenlang stunden lang Stunden lang YouTube schauen.
00:17:07: Deshalb sind WhatsApp und YouTube sehr stark miteinander quasi verknüpft, auch da ist es so.
00:17:15: WhatsApp ist die häufig installierte App in Deutschland und das interessiert direkt nach der Übergabe des Smartphones offensichtlich weder Kinder noch Eltern.
00:17:25: dass es hier eigentlich ein Mineralter gibt aber das interessieren keinen.
00:17:29: Es ist gesellschaftlich die Norm, WhatsApp zu haben mit zehn
00:17:33: Jahren.
00:17:35: Lassen
00:17:35: Sie uns mal ganz kurz die Zusammenhänge einmal klären.
00:17:38: Also WhatsApp ist Meter, genau wie Facebook, Instagram, Threads und was sich Herr Sackaberg noch jeden Tag ausdenkt.
00:17:45: YouTube ist einstellig oder gehört zu Google?
00:17:49: Ja es ist gehört zum Google-Konzern.
00:17:52: Es gibt natürlich einen eigenen Chef von Youtube aber wir müssen der Google Firmengruppe quasi zuordnen, die an der Börse Alphabet heißt.
00:18:03: Also Alphabet besteht zu ja, neunneinzig Prozent aus Google und YouTube.
00:18:09: Deshalb ist es für mich die gleiche Firma Und ich muss auch sagen Ich bin enttäuscht ein bisschen von Google weil Google hatte immer dieses Mantra früher Don't Be Evil.
00:18:22: Wenn ich mit Kindern heute spreche in den Grundschulen Die mir erzählen Dass sie auf Youtube Kids schon Sachen sehen Mit Monstern und mit Blut auf Youtube kids Das brichtet die Hälfte der Kinder.
00:18:35: Dann, glaube ich, spart eine der reichsten Konzerne in der Welt an der Börse.
00:18:40: So ungefähr drei Billionen... also Entschuldigung auf Englisch-Billionen, auf Deutsch?
00:18:44: Nee, nee, auf Deutschland!
00:18:45: Entschulung doch auf Deutsch!
00:18:47: Nein nein, auf deutsch-billionen.
00:18:48: Ach krass, okay.
00:18:50: Auf Englischtrillionen.
00:18:51: Also der Konzern ist so ungefähr dreitausend Milliarden wert und schafft es nicht für ein App ab
00:18:57: null
00:18:59: Menschen zu akquirieren die jedes Video was an dieser App läuft einfach mal anschauen.
00:19:06: Denn hier gibt es ja so wie soll man sagen Videos, die nur für Kinder zu sein scheinen und in den ersten fünf Minuten auch ausschauen.
00:19:16: Wie Kindervideos sich ab Minute sechs aber dramatisch verändern weil es gibt leider Leute, sogenannte Trolle im Internet, die suchen sich so Kindersernen raus laden sie runter, Bienemaya Kju oder Pepperwutz Und lassen die die ersten fünf sechs Minuten völlig normal verändern Sie ab Minute sieben Und dann laden sie sich wieder hoch.
00:19:40: Der Algorithmus von Google merkt es oft nicht, besonders wenn's in Deutsch ist und ich kann und plötzlich sagt Elsa zu Spider-Man hey lassen wir mal die Hüllen fallen kommen wir gehen da hinten in den Busch und dann passieren plötzlich in einer App Null Sachen die niemals für Kinder sind.
00:19:54: das heißt schon selbst drei vier und fünf jährige werden durch YouTube Kids daran gewöhnt dass es im Internet Sachen gibt die nicht für Kinder Wissen die also, dass ihre Eltern keine Ahnung haben?
00:20:10: Sonst würden sie es ihnen nicht geben.
00:20:11: Aber Sie wissen auch – Sie spüren das als Kinder automatisch – wenn ich das meinen Eltern sage, dann darf ich nicht mehr weitergucken!
00:20:17: Das ist ein wichtiger Punkt über den würde ich gerne mit Ihnen sprechen.
00:20:19: und lassen Sie mich kurz einen Nebensatz sagen.
00:20:21: Sie sitzen nämlich hier nicht nur als sehr gut informierter Journalist- und als Digitaltrainer sondern sie sitzen hier auch als Empörtervater der nicht nur Manen den Zeigefinger hebt und auf andere Eltern zeigt, sondern sie sind ja selber auch betroffen.
00:20:36: als Vater von drei Kindern haben Sie glaube ich.
00:20:40: Warum fällt es Kindern so schwer?
00:20:43: Also wenn die jetzt irgendwas total verstörendes im Internet sehen und als ich mich mit ihrem Buch beschäftigt habe ist mir eingefallen Ich bin in den Frühen-Achzigern, hatte einen Familienzweig.
00:20:56: Mein Großonkel und meine Großtante.
00:20:59: damals war VHS ganz neu.
00:21:01: Und er hatte so Sachen wie Freddy Kruger auf VHS und einfach diese Horrorfilme der Achtziger die man heute schaut und denkt.
00:21:13: Aber damals waren sie natürlich unendlich gruselig!
00:21:16: Und wir haben das angeschaut als Kinder.
00:21:18: Und niemand hat das verhindert.
00:21:20: und ich weiß, wie viele schlaflose Nächte und zwar nicht über Tage sondern über Jahre mich diese Filme gekostet habe und wie schwer es für mich zu verarbeiten war und wie oft ich mich gegruselt habe... In der Beschäftigung mit ihrem Buch hab' ich da nochmal so drüber nachgedacht und reflektiert und dachte meine Güte!
00:21:40: Wie ist das wenn des Wenn man das Vierundzwanzig Sieben zur Verfügung hat, also wenn Kinder sich ... Was schauen Kinder auf YouTube?
00:21:51: Darf ich noch mal zurückfragen.
00:21:52: Wie alt?
00:21:53: Was schätzen sie wie alt die waren als sie zum ersten Mal einen solchen Horrorfilm gesehen haben?
00:21:58: Acht, neun,
00:21:59: zehn maximal.
00:22:00: Dann können sie sich sehr gut vorstellen was die Kinder heute erleben und zwar man muss Folgendes sehen auch wenn es wirklich zunächst gar nicht glaubwürdig wirkt von außen.
00:22:14: Es ist aber so, wenn ich zum Beispiel in einer dritten Klasse da sind die Kinder dann eben so alt wie sie damals waren, acht oder neun.
00:22:21: und ich fahre ganz einfach nur die Frage wer von euch hat auf YouTube schon mal die Werbung für ein Horrorfilm ab sechzehn oder ab achtzend gesehen?
00:22:31: Meldet sich über die Hälfte der Kinder.
00:22:34: Das heißt das was ihr erlebt haben ist heute quasi bei mindestens der Hälfe der Kinder die Regel.
00:22:40: Die Erwachsenen können es gar nicht glauben, weil sie selbst kriegen bei YouTube natürlich sowas nicht angezeigt.
00:22:47: Und gleichzeitig kommt noch dazu dass die meisten heute also aus der Elterngeneration gar nicht wissen was heute wirklich schlimm ist, weil unsere Generation ich habe auch es gab dann so Gesichter des Todes und Trans-Zertäufe das war in unserer Jugend.
00:23:05: wir sind ja ganz grob gleich alt
00:23:07: d.h.,
00:23:09: Da gab's natürlich furchtbare Geschichten schon, aber es ist nicht zu vergleichen mit dem was es heute gibt.
00:23:15: Weil die Sachen, die damals ab achtzehn waren, sind heute ab zwölf und das was heute ab achtzen ist derart brutal und grausam so was kann man sich gar nicht vorstellen.
00:23:29: Und teilweise sehen die Kinder die Werbung ich sag´s nochmal für Horrorfilme Und die sparen nicht mit Details.
00:23:40: Da werden also Wirbelsäulen, vielleicht erspare ich den Zuhören jetzt mal die Details aber es gibt ja kaum noch eine Todesart, die bis jetzt noch nicht quasi durchgenommen worden ist und die Horstschirmindustrie braucht immer neue Perversionen sonst ist es ja nichts Neues mehr.
00:23:59: Das heißt und teilweise merke ich wie groß der Unterschied zwischen dem was die Kinder schon gesehen haben Kenne.
00:24:08: Erlebe ich, wenn ich am Nachmittag mit den Lehrkräften bei der Lehrerfortbildung sage, wollen Sie mal nur kurz sehen was die Kinder heute Morgen, sie waren ja teilweise dabei geschildert haben und dann ist erst einmal so verhaltenes Verhalten in Neurigier über den Lehrkrieg, dann sag' ich na gut, wissen Sie noch?
00:24:27: Der ein Junge hat erzählt über diesen Clown.
00:24:30: also gebe ich einfach mal einen Pennywise
00:24:33: Herr
00:24:35: Klaun aus S. Und wenn dann die Lehrkräfte nur das Vorschaubild sehen, ist direkt so sofort... Machen Sie es weg bitte!
00:24:43: Ich kann das nicht anschauen.
00:24:44: Allein die Screenshots?
00:24:45: Also die Vorschubilder sind das Schlimmste was ich mal im Leben gesehen habe.
00:24:49: Das gibt's ja gar nicht.
00:24:50: Ich will sowas nicht sehen und das war's dann wir müssen sofort abbrechen weil die Erwachsenen nicht in der Lage sind das sich überhaupt anzuschauen.
00:25:00: Natürlich will ich niemanden zwingen, weil gerade Grundschullehrkräfte sind ganz oft ganz wenig Horrorfilme erfinden.
00:25:06: Und trotzdem das zeigt mir so sehr würden diese Lehrkräfte sich einmal so ein Film anschauen dann wissen sie noch viel besser wie groß diese Not eigentlich ist und es braucht ja nicht permanentes.
00:25:19: Ich sage nicht dass jederzeit immer nur Horror läuft.
00:25:23: Das stimmt gar nicht.
00:25:24: aber es reichen ja zehn Sekunden.
00:25:27: zehn Sekunden reichen, um das Leben eines acht oder neunjährigen Grundlegens zu verändern.
00:25:34: Und das dürfen wir nicht vergessen.
00:25:35: es geht nämlich um ein einziges Video dass die Welt eines Kindes krass verändern kann oder vielleicht auch ein Stück Kindheit mit einem Schlag beenden kann und das furchtbar ist, dass die Kinder in dem Moment wissen meine Eltern sind leider inkompetent weil entweder sie wissen nicht dass es läuft dann haben sie einfach keine Ahnung und sie haben es mir gegeben, ohne zu wissen was sie mir da geben.
00:26:01: Oder es war ihnen nicht wert mehr davon erzählen so zu erzählen und das ist ja noch schlimmer.
00:26:06: also beide dieser Erkenntnisse sind eigentlich für die Kinder ganz ganz schlimm.
00:26:11: Und gleichzeitig stehen Sie unter dem Schock des gesehenen und fangen dann aber an zu überlegen und das kann ich jetzt sehr genau sagen weil diese Situation habe ich mit hunderten Kindern schon durchgesprochen.
00:26:25: Die erste Reaktion wenn ein Kind etwas grausames, furchtbares, ekelhaftes oder blutiges Sieg ist schock.
00:26:31: Natürlich ist es schock!
00:26:33: Man kann es nicht verarbeiten und man ist quasi gelähmt.
00:26:39: Ist ja potenziell traumatisch.
00:26:40: Ja, ist potentiell traumatisiert und kann unter Umständen jahrelang später – das berichten viele Kinder, sie könnten jahrelang später immer noch jedes Detail dieser Szene bis ins Detail schildern und können wochenlang nicht schlafen oder nur auf einer Tür und mit Licht an.
00:27:00: Und das Schlimmste ist, wenn dann Eltern zu mir kommen sagen ach wir sind hier Wolf mein Kind schaut sowas nicht der hat eh so viel Angst der schläft immer nur mit Licht.
00:27:09: Dann möchte ich diese Eltern am liebsten schütteln und sagen raten sie mal warum dieses ihr Kind?
00:27:15: Ich muss wahrscheinlich davon ausgehen dass ihr Kind die schlimmsten Dinge schon gesehen hat denn sonst haben die meisten Kinder keine Angst.
00:27:24: Die zweite Reaktion direkt danach ist natürlich erst mal Handy weg, YouTube schließen, TikTok schließen.
00:27:29: Display nach unten ausruhen.
00:27:32: Dritte Reaktionen sofort danach wäre schlechtes Gewissen und nein!
00:27:36: Das hätte ich nicht anschauen sollen das ist ja schlimm.
00:27:38: Hoffentlich können meine Eltern das nicht sehen taucht es hoffentlich nicht nochmal auf in den Vorschaubildern oder bei den Suchergebnissen.
00:27:47: Das vierte ist dann dass die Kinder relativ stark sich Wünschen zunächst, doch zu ihren Eltern zu gehen.
00:27:53: Weil sie die Erfahrung gemacht haben das in ihrem ganzen Leben wenn Sie derart Angst hatten dass sie zu den Eltern gehen konnten und dann getröstet wurden und umarmt und alles wurde wieder gut.
00:28:03: aber jetzt kommt's!
00:28:04: Die Kinder sind natürlich schlau und überlegen ganz kurz mal vor wie würde diese Unterhaltung denn ablaufen?
00:28:11: Wenn ich zu meinen Eltern gehe und sage Mama Papa ich habe was Schlimmes gesehen dann ist ja Moment mal Das steht am Schluss.
00:28:18: Aber zunächst mal ist die Überlegung, wie könnten die Eltern reagieren und die erste Reaktion antezipieren?
00:28:23: Die Kinder völlig richtig.
00:28:24: könnte sein dass die Eltern sagen ehrlich was denn zeigt?
00:28:27: mal her.
00:28:30: Und dann stellen Sie sich vor wie sie ihren eigenen Eltern das Smartphone oder das Tablet übergeben müssen.
00:28:35: und die eigenen Eltern sehen auf dem eigenen Gerät irgendwas extrem grausames Furchtbares und sind derart schockiert Dass ihr Kind sofort schützen wollen.
00:28:48: Und dann kommen Sie natürlich darauf, wie würden sie ihre Kinder aus dem Effekt heraus wahrscheinlich am meisten schützen.
00:28:53: Und das ist wirklich ganz verbrannt.
00:28:57: Wenn ich dann frage, wovor glaubt ihr?
00:28:59: Haben die meisten Kinder in dieser Situation Angst?
00:29:02: Dann kann ich in jeder dritten, vierten, fünften, sechsten, siebten, achten und zehnten Klasse fragen.
00:29:08: Das Ergebnis ist immer Handy weg!
00:29:13: Und zwar egal wer sich meldet.
00:29:15: Ich weiß es mit geschlossenen Augen.
00:29:17: Es wird jetzt als nächstes gesagt werden, Handy weg.
00:29:21: Und dann sage ich den Kindern normalerweise dazu das verstehe ich aber wisst ihr was?
00:29:25: Ich höre heute im Elternabend euren Eltern folgenden Satz sagen und zwar genau so liebe Eltern wenn das mal passiert eines Tages und ihr kriegt mit was euer Kind sieht und ihr schaut euch das an und dir fällt rückwärts ums Stuhl und ihr glaubt oh Gott es will nicht!
00:29:39: Ich wusste nicht dass es sowas im Internet gibt.
00:29:41: Das wusste dir ehrlich gesagt schon, liebe Eltern.
00:29:43: Ihr habt nur gehofft dass euer Kind das nicht sieht und in diesem Moment seid ihr aber so schockiert, dass ihr euer kind irgendwie sofort schützen wollt.
00:29:50: Dann ist mein Tipp an euch bitte Bitte, bitte nehmt euren Kindern das Smartphone Nicht weg weil wenn er das tut dann passiert etwas was weder eure Kinder noch ihr wollt.
00:30:02: Euer Kind verliert das wichtigste was es gibt die nächsten fünf Jahre nämlich ihr Vertrauen In Euch Und das ist das Wichtigste, was es gibt.
00:30:11: Das muss man wirklich sagen, weil ein Smartphone ein Gerät ist wo nur alleine die Kinder entscheiden, was die Eltern mitkriegen.
00:30:18: Jedes Kind und jeder Jugendliche kann aus Klo gehen, zusperren und alles anschauen was es geht.
00:30:24: Die Eltern erfahren nur ausschließlich was die Kinder den Eltern erzählen wollen.
00:30:31: Tja!
00:30:31: Wenn Sie Angst haben für Handyverbot, erzählen sie einfach nichts Ganz einfach.
00:30:36: Und wenn Sie es weggenommen bekommen, dann haben sie ja zu Recht Angst gehabt vorhin die Verbot und kommen nie wieder!
00:30:43: Das heißt durch diese Wegnahme des
00:30:44: Händens... Fühlt sich auch an wie eine Strafe?
00:30:46: Es fühlt sich an wie ne Strafe.
00:30:47: Genau.
00:30:48: Und es fühlt dich auch an als ob die Kinder für etwas bestraft werden was lustigerweise die Erwachsenen ermöglicht haben.
00:30:54: Ich sage dann auch liebe Eltern Wenn ihr jemand beschrafen wollt Dann überleg doch bitte mal wer hat euren Kindern denn ein Smartphone gegeben mit dem man sowas sehen kann oder oft unabsichtlich auch sieht?
00:31:05: Wer hat euren Kindern erlaubt, YouTube oder WhatsApp zu nutzen?
00:31:08: Obwohl sie sich lange, lange, lang noch nicht das Mindeste Mindestalter erreicht haben.
00:31:13: Das heißt eigentlich müssten die Eltern sich selber bestrafen wenn so was passiert oder zumindest die Verantwortung übernehmen.
00:31:18: und Kinder denken aber auf seinen Schuld.
00:31:20: und ich versuche alles dafür zu geben dass Kinder ohne Angst beginnen mit ihren Eltern zu sprechen.
00:31:28: Und das Lustige ist die Kinder wissen dann sagen werde beim Elternabend, was dann dazu schürt.
00:31:36: Dass manche Kinder ihre Eltern regelrecht in den Elternabenden zerren oder wenn wir einen Online-Elternabend machen ihnen wirklich das Laptop oder das Tablet auf den Shows legen und sagen Mama das musst du dir anschauen.
00:31:50: Und ja und wir glauben dass es sehr sinnvoll ist auch quasi in Begleitung der Eltern Oder im Begleitung der Kinder jeweils nochmal den Eltern zu sagen hört mal zu liebe Eltern und Das ist eine Wahrheit die jeder Jugendliche weiß die Kinder erahnen und die Erwachsenen verdrängen.
00:32:09: Jedes Kind mit Smartphone sieht eher früher als später extreme Gewalt, und jedes Kind mit smartphone ohne Ausnahme ja auch ihr kind sieht hardcore Pornografie alle!
00:32:23: Und das ist unumgänglich, jedes Kind.
00:32:28: Ich bitte, und da ist es immer ganz lustig weil viele Eltern natürlich sagen ja so.
00:32:31: Es gibt aber mein Kind doch nicht.
00:32:33: Natürlich!
00:32:34: Und da gibt's von der Aufkommen in England, gab's vor zwei Jahren eine Untersuchung
00:32:39: Die Britten sind ein bisschen weiter vor uns.
00:32:42: Die sind
00:32:42: weit vor uns, weil sie sind auch schlimmer betroffen muss man sagen dort gehts noch früher los, noch intensiver genau wie die US-Amerikaner.
00:32:50: das heißt Zurecht sind sie noch mehr auf den Barrikaden wie wir und es gab auch dort die älteren Bewegung Smartphone Free Childhood als erstes.
00:33:00: Und dort spricht man jetzt auch zum Beispiel davon, Social Media zu sperren für sogar als sechzehn bis achtzehnjährige Nachts.
00:33:08: Das heißt, man ist dort in der Diskussion viel, viel weiter als bei uns und auch Social Media soll allerst ab sechszehn erlaubt werden.
00:33:15: das heißt Man weiß dort einfach schon mehr!
00:33:19: Das muss man auch sagen Es ist auch ein Erkenntnisprozess.
00:33:21: Und ja, also ich denke mir wir müssen unseren Kindern die Angst nehmen.
00:33:29: Und das können wir nur... Darüber
00:33:30: zu sprechen!
00:33:31: Richtig genau und deshalb finde ich empfehle ich allen Eltern den Zaubersatz so nenne ich denen der heißt liebe Tochter lieber Sohn hör mal zu Ich habe dir ein Smartphone gegeben oder ich werde dir eins geben.
00:33:43: du sollst eine Sache von vornherein wissen Du kannst immer mit allem was im Internet zu mir kommen.
00:33:50: ich werde wegen Inhalten im Internet das Smartphone nie wegnehmen.
00:33:56: Dieser Satz ermöglicht es Kindern, wenn man ihnen so sagt dass sie die Kinder glauben dann ermögt man den Kindern überhaupt die Wahl zu den Eltern zu bedenken und da hat man die Chance dass man überhaupt irgendwas erfährt bevor man später aus dem Mund eines Polizisten oder einer Schulleitung erfährt.
00:34:18: wir müssen erkennen Dass wir diesen Satz zu unseren Kindern sagen müssen und wenn wir das nicht wollen, dann sind wir selbst noch nicht bereit dazu, unseren Kindern ein Smartphone zu überantworten.
00:34:32: Wenn man also merkt, diesem Satz kann ich erst einen vierzehnjährigen sagen mit guten Gößen, dann sollte ich meinem Kind auch erst mit vierzehnen Smartphones überantwortend.
00:34:41: Das ist tatsächlich eine bisschen die Gretchenfrage, die mir auch jeden Abend gestellt wird, aber wann soll denn jetzt nun ein Smartfon sein?
00:34:49: ist meine Antwort.
00:34:51: Aber wann wollen Sie Ihrem Kind ein Gerät geben, mit dem es unweigerlich eher früher als später Hardcore-Promografie und extremste Gewalt sehen muss?
00:35:01: Und zwar nicht mit Absicht!
00:35:03: Das kommt noch dazu.
00:35:03: Das ist das was viele Eltern nicht verstehen weil sie selbst sehen solche Sachen wenn überhaupt nur nach Aufforderung die Kinder nicht.
00:35:13: Was hinterm Busch passiert im Schulhof oder sogar im Schulbus wo dann die größeren die Kleinen ein bisschen schocken?
00:35:20: Tja, das können wir als Eltern nicht verhindern und das heißt es ist ein Zeichen der Zeit nachdem wir uns zwanzig Jahre nicht wirklich darum gekümmert haben.
00:35:30: Wir können es nicht mal verhinderen eigentlich sogar wenn wir unseren Kindern gar keinen Smartphones geben.
00:35:35: die lernen trotzdem auf den Smartphone ihre Mitschüler was mitkriegen.
00:35:38: Die sind ja nicht doof.
00:35:40: aber die Chance dass sie wirklich so deattrokkiert dass sie nachher auch ja, apathisch werden oder traurig oder das Urvertrauen verlieren.
00:35:50: Oder die jeden Gemeinsinn oder jedes Interesse... Die Lehrkräfte wissen alle, dass was nicht stimmt?
00:35:58: Die Lehrkröfte wissen, dass unsere Kinder merkwürdig trauriger sind viel zu müde, apatisch eine Aufmerksamkeitsspanne haben, die jeder Beschreibung spottet und sich das sehr stark.
00:36:12: natürlich unterscheidet es vom Kind zu Kind.
00:36:15: Also, es gibt auch Kinder die haben eine Anführungszeichen noch normale Kindheit.
00:36:21: aber es gibt leider auch viele Kinder deren Eltern einfach ihre Medienerziehungspflicht nicht wahrnehmen.
00:36:28: Die nehmen sie nicht wahr?
00:36:29: Ich muss die ganze Zeit an, ich komme so ein bisschen aus dem Trauma-Background und wir gehen mittlerweile davon aus dass gar nicht ein Ereignis an sich einen Trauma auslösen muss sondern das es sehr damit zusammenhängt wie wir danach gehalten sind.
00:36:43: Also ob wir dann nach einem Landeplatz haben oder jemanden haben wie sie gesagt haben der uns in den Armen nimmt er uns beruhigt mit denen wir darüber sprechen können über das Erlebte Und in dieser, ich glaub wie Sie sie nennen, Vermeidungsspirale.
00:36:55: Also wenn die Kinder eben sich nicht trauen zu den Eltern zu gehen ... werden sie ja quasi doppelt traumatisiert.
00:37:03: Richtig.
00:37:03: Das ist das was Sie sehen?
00:37:05: Die sind nicht
00:37:05: nur belastet sondern allein.
00:37:07: Genau!
00:37:07: Also sie sind durch das was sie sehen, was ihr Gehirn, Ihr Verstand, Ihr Intellekt überhaupt nicht einordnen kann.
00:37:13: Es ist einfach blutrünstig gewaltvoll, sexuell gewalt voll missbräuchlich Und dann müssen Sie damit alleine klarkommen, weil sie sich nicht trauen.
00:37:24: Aus Angst vor Strafe vielleicht auch aus Scham könnte ich mir vorstellen spielt sicherlich auch eine Rolle.
00:37:29: ja und da müssen sie damit alleine sein.
00:37:31: und dann ist es natürlich.
00:37:32: also
00:37:33: Ja
00:37:34: sind wir voll beim Traum auch.
00:37:37: Ich erlebe oft das.
00:37:38: Schüler während des Workshops merken dass die gar nicht der einzigen Sinn denen das passiert ist.
00:37:43: Da wird ihr auch unter den Kindern oft geschwiegen.
00:37:47: Man muss das gar nicht erzählen, weil man sich unter Umständen schämt.
00:37:52: Und wenn dann die Kinder merken, dass es den anderen ja auch passiert?
00:37:56: Dann fahren manche Kinder an so viel zu erzählen... ...dass ich sehr oft bei uns ist immer so.
00:38:02: wir haben immer eine Doppelstunde Digitaltraining und dann ist eigentlich Pause.
00:38:06: Danach kommt die nächste Doppeltunde und die Pause ist typischerweise fünfzehn oder zwanzig Minuten und ich mache den Kindern immer das Angebot Wenn ihr wollt könnt ihr gerne noch kommen und quasi im Kleinkreis Fragen stellen während der Pause.
00:38:17: Und es passiert regelmäßig, dass ich dreißig vierzig Kinder um mich habe die gesamte Pause, die so lange bleiben bis der nächste komplette Kurs schon da ist.
00:38:30: alle sitzen auf ihren Stühlen und sie haben immer noch fragen und wollen immer noch erzählen weil der Hork aus der Flasche ist Es sprudelt und ich habe das gesehen.
00:38:44: Ich werde überflutet mit neuen Infos.
00:38:47: Das Irre ist... Also, ich schaue mir alles an was Kinder erzählen weil ich wissen will was dahinter steckt.
00:38:55: Ich hab dann manchmal richtig viel zu tun.
00:38:58: Es ist oft aber auch sehr, sehr frustrierend und ich brauche auch als Erwachsener inzwischen – das muss man auch sagen.
00:39:04: Ich brauch Hilfe!
00:39:05: Glaub ich Ihnen?
00:39:06: Ich brauch Hilfe.
00:39:07: die hab' ich zum Glück seit zwei Jahren weil ich sonst teilweise nicht ertragen konnte mehr was Kinder mir erzählen.
00:39:15: und da hatte ich mal so ein Schlüssel ereignis oder wo mein Mädchen erzählt hat eine so derart schlimme Geschichte dass ich zwischen den Schülerwerkstunden der Lehrfortbildung Einfach hämmungslos geheult hat im Lehrzimmer.
00:39:32: Und ich wollte das nicht professionell, ich wollte es irgendwie gar nicht ... dass das irgendjemand mitkriegt.
00:39:40: Aber das war so grausam, dass ich es nicht verkraftet hab und dann war's endgültig soweit, auch meine Frau hat mir das natürlich schon nahegelegt und gesagt, dazu will einen fröhlichen Mann behalten!
00:39:54: Seitdem habe ich zum Glück einen sehr erfahrenen Supervisor Und ich habe wirklich eine Schublade.
00:39:59: Bei den ganz schlimmen Sachen weiß ich schon, das kommt jetzt gleich, dann steckt es da rein und habt dann jemand der mir hilft, das später
00:40:06: einzuordnen.".
00:40:08: Und er sagt auch, Sie können sie nicht alle retten!
00:40:13: Ich muss dann irgendwann die Klasse verlassen.
00:40:17: Auch wenn ich Kinder hab, die mich an der Hand nehmen und nicht mehr loslassen wollen... Das ist für mich ganz schwierig, weil ich darf ja sowieso als externe Referenz sowieso niemand berühren.
00:40:31: Ja, ich bin ein Mann in einer Grundschule das heißt Ich habe immer Lehrkräfte bei mir.
00:40:37: aber manchmal kann ich es nicht verhindern dass Kinder mich berühren und sie wollen den Körperkontakt was sie zum ersten mal jemand haben der ihnen zuhört Der weiß was da anscheinend passiert Und der gleichzeitig sind nicht bestraft wird.
00:40:53: und das is wirklich eine ganz, ganz irre Situation.
00:40:59: Ich werde natürlich wenn Kinder mir ganz schlimme Sachen erzählen dann wollen sie im Vorfeld natürlich dass keiner sonst dabei ist.
00:41:09: das kann ich ihnen nicht versprechen.
00:41:10: also beziehungsweise ich sage deine kinder immer hört zu das darf ich nicht es muss immer jemandem Raum sein.
00:41:16: aber die Lehrkraft da hinten die hört nicht jeden jedes Wort was wir sagen aber sie sieht uns und Dann fangen manchmal Kinder an Sachen zu erzählen, die sind natürlich auch gerade wenn es so in die Ecke quasi Missbrauch geht oder das was im Fachkreisen Sexploitation heißt also quasi Erpressung mit Nacktbildern.
00:41:38: Dann kann's sehr gut mal sein und das ist mir das letzte Mal jetzt vor etwa vier Wochen passiert dass ein Kind Sachen erzählt, die so schlimm sind, dass natürlich dieses schöne Wort der Kindswohlgefährdung dann im Raum steht.
00:41:53: Dann muss ich natürlich bleiben.
00:41:55: Ich muss sofort, dass ich übergebe solche Fälle dann immer in der Schulleitung.
00:42:00: In dem Fall bin ich dann auch geblieben bis die Eltern in der Schule waren und ich bin erst gegangen vier Stunden später als der Termin bei der Polizei schon quasi ausgemacht war.
00:42:11: Aber das Schwierigste ist natürlich die Kinder dazu erstmal zu bringen, dass der nächste Schritt jetzt ist.
00:42:16: also erstmal bedanke ich mich bei den Kindern und sag super toll, dass du dich getraut hast mir es erzählen.
00:42:22: und dazu Jetzt habe ich ein Tipp für dich.
00:42:24: und da muss ich sehr, sehr vorsichtig sein und sagen hör zu.
00:42:27: Ich hab jetzt eine Idee was wir jetzt machen können.
00:42:30: bei ihm wieder du kannst das alles löschen und versuchen dass dann nichts mehr passiert.
00:42:34: dann ist es aber immer auch da.
00:42:36: Und es gibt noch ne zweite Möglichkeit nämlich du und ich gehen jetzt zusammen zur Schulleitung und wenn ich die Schulleitung sage erschrecken die Kinder zu Tode und wollen das genau nicht.
00:42:46: Deshalb muss ich den Kindern mit Engelszungen erklären, dass da überhaupt nicht Schlimmes ist.
00:42:51: Dass das Kind nichts Schlimms gemacht hat aber Das es sogar was tolles ist und dass die schulleitung sich wahrscheinlich bei ihr bedanken wird.
00:43:00: Und die meisten schulleitungen Die tun das natürlich auch weil sie alle froh sind dass solche sachen nicht weiter unter dem teppich gekehrt werden und Auch die Eltern nach noch ersten schock sind in der regel Natürlich unglaublich erleichtert dass sie's wissen.
00:43:14: Natürlich sind sie konsterniert und dann müssen Sie zur Polizei.
00:43:18: Und da ist auch auf der Elternseite oft natürlich ein bisschen Scham dabei, weil das bedeutet ja auch man hat eben das Kind nicht nah genug begleitet.
00:43:27: aber es ist besser jetzt sozusagen reinen Tisch zu machen oder mit den Jugendbeamten völlig offen zu reden, weil nichts anderes hilft dem Kind.
00:43:37: Das muss immer das Wichtigste sein.
00:43:40: Eine solche Last von der Schulterkrieg sind sofort unglaublich glücklich.
00:43:45: Das muss man auch wirklich sagen, die freuen sich dass sie endlich diese last von ihren schultern
00:43:50: haben.
00:43:51: Es nimmt mich sehr mit auf was Sie sagen und erzählen weil die dynamiken von missbrauch sind immer die gleichen ob bei sexualisierter gewalt oder bei emotionalen missbrauchs oder bei digitalem missbrauchen das es ja letztendlich ist.
00:44:03: Und jetzt haben wir über das ganze Thema Pädophilie, also dieses Grooming was ja auch stattfindet im Internet.
00:44:10: Besonders das hat mich auch total geschockt auf so Spielplattformen die auf den ersten Eindruck total harmlos wirken und scheinbar nur für Kinder sind dass da auch tatsächlich Kinder getargetet werden und eingesaugt werden in Dialoge verstrickt werden.
00:44:28: Das ist im industriellen Maßstab.
00:44:32: ist tatsächlich so.
00:44:32: Ich meine, wenn man von außen hinschaut an die ganze Problematik findet sicher Missbrauch am häufigsten im Analogen statt nach wie vor teilweise in Familienkreis, teilweise im erweiterten Bekanntenkreis.
00:44:47: aber digital steigt es und gerade heute glaube ich... Heute gestern kam mir eine neue Lagebericht raus, das sexuelle Missbrauchs im Internet nimmt zu v.a.
00:44:59: bei jüngeren Kindern und vor allem online am stärksten Und innerhalb der einzelnen Plattformen.
00:45:05: von dem, was man so weiß ist Snapchat.
00:45:07: Die Plattform wo quasi CyberGrooming am häufigsten stattfindet.
00:45:11: dann kommt Instagram und da ein dritter stille schon die diversen harmlos aussehenden Handyspiele.
00:45:18: Das irre ist dass dort aber die Jüngeren sind weil die Kinder fangen eher an zu spielen als das sie auf Snapchat sind oder Instagram.
00:45:27: Das bedeutet hier finde ich es besonders tragisch Und das klassische Beispiel zur Zeit und gleichzeitig erschütterndste ist ein Spiel namens Roblox.
00:45:37: Ja, das viele Eltern... Robloxx!
00:45:39: Genau.
00:45:41: Das ist ein Spiel was viele Eltern sagen wir so von dem viele Eltern nur wissen dass da kleine bunte Männchen durch bunte Landschaften laufen.
00:45:51: mehr wissen viele Eltern nicht und die Wahrheit ist es gar nicht ein Spiel sondern es sind mehrere Millionen Spiele in einem.
00:46:02: Das heißt, es ist eigentlich ein Spieluniversum und man kann unendlich viele Spiele dort spielen.
00:46:07: Manche sind ab drei, manche ab sechs aber auch manche sind – wenn man sieht, da wird geschossen!
00:46:11: Da gibt's Horrorfiguren.
00:46:13: die werden am ersten noch ab sechzehn, würde ich mal sagen?
00:46:16: Aber achtzehn ist nicht ganz wegen des fehlenden Realismus.
00:46:20: Aber ab sechszen sind durchaus….
00:46:23: Und das Irre ist dieses Spiel.
00:46:26: Ich würde sagen, zusammen mit dem anderen sehr bekannten Spiel Brawl Stars und dann gibt es noch weitere wie z.B.
00:46:32: Minecraft und Clash Royale – ich nenne einfach mal ein paar Namen – ist Showblocks eins in den top drei gespielten Spielen an deutschen Grundschulen.
00:46:43: Die USK die wir in Deutschland haben das Gremium, das so ein bisschen Altersempfehlungen ausgibt da können wir zwar auch nochmal darüber reden aber selbst diese haben wir letztes Jahr für als ab sechzehn eingestuft.
00:46:57: Ich kenne aber niemand, der sechzen ist und dieses Spiel spielt.
00:47:00: Das spielen quasi de facto fast ausschließlich, würde ich mal sagen, dass die Hauptzielgruppe in der Realität sind es sieben bis zehnjährige Kinder.
00:47:13: Und ja das ist ganz irre.
00:47:17: also dieser Spielehersteller.
00:47:18: da gab's auch ein Interview mit dem Chef von Roblox aus dem letzten Jahr, das sieht sich an wie ein Zugunfall in Zeitlupe.
00:47:28: Der weiß was da los ist und es ist ihnen einfach egal.
00:47:32: Es ist ihnen egal so lange die Rendite stimmt oder solange die Zuwächse stimmen, solange der Umsitzestimmen... Das halte ich für zynisch.
00:47:43: In den USA spielt teilweise ab fünf.
00:47:47: Es is unfassbar!
00:47:48: Und natürlich Ja, wie soll man sagen?
00:47:52: Nutzen Pädokriminelle hier ganz klar aus.
00:47:55: Dass die Eltern sofort ab Sekunde eins wenn das Kind auf Roblox klickt den Überblick verlieren.
00:48:03: Das ist auch... Man könnte sagen vielleicht auch deshalb so gemacht.
00:48:08: und wenn ich mit Kindern rede generell das ist ganz spannend.
00:48:11: Wenn nicht zum Beispiel.
00:48:13: also die meisten Kinder wollen ein Smartphone um damit zu spielen.
00:48:19: Das der Hauptgrund.
00:48:20: Warum Kinder ein Smartphone?
00:48:22: Sie wollen nicht die Eltern anrufen.
00:48:24: Das ist etwas, was die Eltern sich vorstellen wollen.
00:48:26: Aber de facto ist es ein Computer und auf dem Computer laufen Gratispiele und die Gratispiele sind toll und cool und haben tolle Grafik und tollen Sound und machen Riesenspaß.
00:48:35: Unser
00:48:35: Gehirn liebt das?
00:48:36: Ja!
00:48:37: Es ist digitaler Zucker und die Kinder stehen total drauf und holen sich das natürlich so früh sie können – und das läuft ja auch schon auf den Tablets.
00:48:44: Das heißt hier geht's gleich richtig zur Sache und man kann es gemeinsam spielen.
00:48:51: nicht hatten.
00:48:52: Heute kann jeder fünfjährige mit seinem Cousin in Wanne Eichel oder in Singapur ein Handyspiel spielen und diese Gemeinsamkeit macht es viel aufregender, viel akzeptierter und natürlich macht's einfach viel mehr Spaß.
00:49:07: die Wahrheit ist viele sehr bekannte Handyspiele sind inzwischen auch hunderte Millionen Nutzer sind im Wirklichkeitssoziale Netzwerke von Kindern bei denen auch gespielt wird Aber die Kinder treffen sich da teilweise jeden Nachmittag und erkunden zusammen auch neue Welten, was eigentlich schön wäre.
00:49:30: Gäbe ist dann nicht auch die sogenannten ekligen Menschen, ich nenne die nur so in den Grundschulen.
00:49:36: Und ja und dann ist es tatsächlich auch da so wenn ich dann frage zum Beispiel wer von euch spielt denn gerne Roblox?
00:49:44: Also typischerweise haben die Hälfte der Kinder in den vierten Klassen bereits ein Smartphone.
00:49:49: Und von denen spielt die hälfte Roblox?
00:49:51: Das ist da ein Viertel der Schüler, wenn ich zwei typische Klassen habe sind das vielleicht zehn oder fünfzehn Kinder.
00:49:56: und dann frage ich... Pass mal auf!
00:49:58: Egal in welchem Spiel jetzt.
00:50:01: wer von euch hat im Chat schonmal folgende Fragen gestellt bekommen?
00:50:05: Wir fangen einfach und haben uns an.
00:50:07: Die erste Frage ist Wie alt bist du wirklich?
00:50:10: Melde Sie sich die Hältete der Kinder?
00:50:13: Schrecklich!
00:50:14: Da muss man dazu sagen, das ist ja auch eine Frage.
00:50:17: Die könnte ein anderes Kind stellen?
00:50:19: Kann ja sein!
00:50:21: Nur wer den Hintergrund kennt und dieses ganze komplexe Thema Cyber-Grooming und Pädokriminelle schon mal irgendwie berührt hat, der kriegt jetzt schon Gänsehaut.
00:50:34: Und dann frage ich die nächste Frage.
00:50:35: Wie schaut es aus?
00:50:36: Wer hat schon mal gefragt worden, wo wohnst du?
00:50:40: Meldet sich ein Viertel der Schüler, die Onlinespiele spielen Wo wohnst du?
00:50:45: Und zwei der Kinder schauen dann ganz unsicher herum, weil sie nicht wissen wollen ob sie sich jetzt melden sollen.
00:50:50: Weil dann könnte nämlich rauskommen dass die auch geschrieben haben wo sie wohnt.
00:50:54: Das heißt ich merk sofort bei zwei drei Kindern vielleicht auch mal nur eins da entsteht ja das Unruhe weil sie genau wissen das kriegen Sie jetzt nicht mehr in den Korken kriegen sie nicht mehr an die Flasche.
00:51:04: irgendjemand weiß wo sie wohnen.
00:51:05: das ist schlimm und unangenehm.
00:51:08: Dann frage ich wie schaut es denn aus?
00:51:10: wäre schonmal gefragt worden bis zu gerade allein Zuhause?
00:51:13: Und das ist eine Frage, da kräuseln sich bei mir schon sozusagen die Zehn-Negel.
00:51:18: Weil jeder der weiß, der ein bisschen mit der Thematik zu tun hat, weiß dass Pädokriminelle systematisch versuchen Kinder zu isolieren erst mal.
00:51:29: Das heißt, dass sie eben genau wissen wollen sind dann auch Eltern vielleicht die irgendwie jetzt mitkriegen könnten, dass ich gleich Strafsaden begehe und deshalb vorsichtig Und dann melden sich immer noch welche.
00:51:43: Ja, und dann sage ich wie schaut es aus?
00:51:45: Wer hat schon mal die Frage gestellt bekommen?
00:51:47: wollen wir zwei du und ich mal das Spiel verlassen uns zusammen auf WhatsApp oder Snapchat oder Telegram oder Discord weiter reden?
00:51:57: Ich habe noch in den letzten im letzten sechs Monaten vielleicht keine einzige Grundschule gehabt wo sich kein Kind gemerkt hat In der Grundschulle.
00:52:05: Wahnsinn!
00:52:07: Mit den Kindern, denen diese Frage gestellt worden ist, spreche ich dann nochmal in der kleinen Runde und will rausfinden.
00:52:15: Ist das aktuell oder nicht?
00:52:16: Wenn es aktuell ist übergebigt ist natürlich die Schulleitung weil ich muss dann davon ausgehen... Weil das ist eine Frage, die stellt kein anderes Kind.
00:52:25: Ich muss davon ausgeben dass dieses Kind direkten Kontakt hatte mit einem pädokriminellen Menschen oder einem KI-Bord der eingesetzt worden ist von einem pädokuminellen Menschen, was genau gleich ist.
00:52:36: Weil zurzeit erleben wir leider das KI genutzt wird für grooming und das ermöglicht einzelnen Tätern quasi plötzlich eine Masserekrutierung.
00:52:48: Genau wenn man so will von Kindern.
00:52:50: Das heißt durch KI in diesem Fall negativ eingesetzt wird leider für unsere Kinder die Spielewelt wesentlich gefährlicher Weil die müssen nicht mehr selbst spielen, diese Kinderspiele.
00:53:03: Sondern können jetzt Spots zu spielen lassen und erst wenn das Kind anfängt Fotos zu schicken.
00:53:10: zum Beispiel ist ja das erklärte Ziel dass man irgendwann das Kind dann überredet hey da kommt ein Affen smiley und bitte und ich schäme mich so aber ich würde dich gerne fragen wie schaust du wirklich aus?
00:53:19: Hast du nicht im Bild?
00:53:21: Oh ich erkenne dich kaum.
00:53:22: hast noch einen.
00:53:22: so vielleicht nicht so viel anhast und sobald das Kind ein Foto schickt war es ein bisschen zuviel nicht anhalt oder ein bisschen zu wenig anhalt, kommt sofort die Erpressung.
00:53:34: Sofort und das müssen wir uns auch klar sein Die Kinder werden sofort aufs härteste erpresst.
00:53:47: Und ich muss sagen den meisten Eltern ist nicht klar Das gefährlichste an einem Smartphone mit Abstand ist die Kamera Die Kamera Weil Kinder machen gerne Schmarrn.
00:53:59: Wir haben auch schmarren gemacht aber wir hatten keine Kameras.
00:54:02: Das heißt, Kameras sind unglaublich gefährlich.
00:54:07: Wenn man sich vorstellt das unter Umständen fremde Menschen quasi unter dem Vorwand des Freundschaftlichen Verbundenseins ein Kind auffordern doch mal ein Foto von sich zu machen.
00:54:20: Abgesehen davon gibt es heute auch Andress-Apps oder New Defying Apps.
00:54:26: die sind zwar inzwischen von der EU verboten worden aber Verbot tritt erst im Dezember, in Kraft.
00:54:34: Das heißt wir haben noch vier Monate ungefähr jetzt gerade die diese Apps quasi nicht strafbar sind und auch mal verteilt werden.
00:54:42: es gibt auf Webseiten die das machen jedes Bild von jedem Menschen ist per Knopfdruck quasi nacktifizierbar und es funktioniert leider auch bei Kindern.
00:54:52: das bedeutet hier passieren unglaubliche Dinge.
00:54:56: Und das redet mich so, jetzt haben wir Ferien anfangen gerade und schon wieder tauchen Bilder auf von Kindern im Bikini oder in Badehose.
00:55:04: Postet sie bitte nicht auf Instagram?
00:55:05: Natürlich!
00:55:09: An der Stelle nochmal bitte shout out Nicht posten.
00:55:13: also wirklich Das ist das ganz Wichtigste.
00:55:15: und da gibt es auch wer will kann auf Social Media mal einen gewissen Cyberkriminologen Professor Rüdiger Folgen, der ist da ein großer Experte und der wichtigste Tipp.
00:55:26: Und bitte liebe Eltern glaubt der Polizei!
00:55:28: Nicht posten.
00:55:30: Kinderbilder haben im Internet nichts wirklich...
00:55:32: Ich mate ja darauf die ersten Prozesse.
00:55:34: wenn jetzt quasi die nächste Generation kommt die anfängt die eigenen Eltern zu verklagen weil sie sich seit zwanzig Jahren gab es das nicht sogar schon?
00:55:41: Das weiß ich gar nicht.
00:55:42: Es ist
00:55:42: Fälle gegeben von Erwachsenen die dann die Eltern verklagt haben weil sie sie bei Facebook quasi von kleinst auf in die Öffentlichkeit gezerrt haben
00:55:51: Hab ich in Deutschland noch nicht gehört.
00:55:54: In den USA kann man sich irgendwie alles Mögliche vorstellen, aber es ist auch einfach aus mehrerlei Hinsicht nicht schlau selbst wenn man den ganzen pädokriminellen Kontext weglässt.
00:56:04: wir sollten unseren Kindern unbedingt die Chance geben eine eigene digitale Identität zu entwickeln.
00:56:11: und was uns peinlich ist oder unseren Kindern in ein paar Jahren wissen wir ja jetzt noch nicht.
00:56:17: Es gibt auch gesellschaftliche Normen, die sich verändern.
00:56:21: Ich rate zur allerhöchsten Vorsicht und sag ... Und die typische Elternrückfrage als nächstes ist dann ja aber was es mit WhatsApp?
00:56:28: Also quasi in der Familiengruppe auf WhatsApp.
00:56:31: Nun denn!
00:56:32: Dann muss ich ja Folgendes wissen...und ich muss dem Meta-Konzern
00:56:38: quasi ...
00:56:40: Der Meta Konzern, der quasi alle versprechen in Sachen Datenschutz bis jetzt gebrochen hat, dies nur gibt Und der gleichzeitig in den USA rechtkräftig überführt worden ist, dass er ein mit Absicht kinderschädliches Produkt auf dem Markt hat.
00:56:59: Das Kinder süchtig macht!
00:57:00: Es ist erwiesen.
00:57:01: die Mitarbeiter reden selbst intern darüber das sie Drogendele sind.
00:57:07: Sie reden selbst internal darüber.
00:57:10: es gibt quasi Erkenntnis ihre eigenen Datenbanken Dass ein Kind das schon früher auf Instagram landet, zum Beispiel einen höheren Lifetime Value hat als ein junger Mensch der erst Jugendlicher kommt.
00:57:23: Weil er später... weil das Kind des Früher anfängt mit Instagram
00:57:27: z.B.,
00:57:28: wenn es sechzehn-sebzehn mehr auf Instagram ist wie ein Jugendlicher, der mit dreizehn-viertzehn erst anfängt.
00:57:34: Das heißt für Meter ist es von wirtschaftlichem Interesse die Kinder möglichst früh zu bekommen und das wissen sie intern.
00:57:42: In diesem Konzern würde ich nicht die Fotos meiner Kinder verantworten.
00:57:49: Ich würde, wenn überhaupt gibt es da einen Mitbewerber namens Signal.
00:57:56: das ist ein Messenger ohne eingebaute KI und ohne eingebaute Social Media Funktion oder YouTube.
00:58:04: Da kann ich dann sozusagen in der Familiengruppe drüber reden.
00:58:08: Haben Sie WhatsApp auf dem Handy?
00:58:10: Ich
00:58:10: habe's noch aber ich benutze für alle privaten Informationen nicht WhatsApp.
00:58:16: Also ich bemühe mich, auch in meinem sozialen Umfeld alle zu beraten.
00:58:20: weg von WhatsApp meine Familie wir sind schon vor sechs Jahren glaube ich umgestiegen auf Signal.
00:58:27: Ich kann nicht verzichten auf WhatsApp alleine weil ich mit Kindern darüber reden muss wie man WhatsApp einstellen muss so dass es für Kinder keine Büchen gefährlich ist.
00:58:36: die meisten Eltern geben ihren Kindern sofort nach der Übergabe des Smartphones kriegen sie auch WhatsApp.
00:58:44: Das wiederum bedeutet, WhatsApp ist die leider in der Fläche schlecht eingestellteste App für Kinder.
00:58:53: Man muss in die Datenschutz-Einstellen gehen und quasi alles verändert.
00:58:56: Und überall wo alle und jeder steht zurück sitzen auf meine Kontakte oder niemand.
00:59:00: Genau!
00:59:01: Und das ist eine kleine Hausaufgabe, die bleibt bei den Eltern.
00:59:04: da gibt es in Deutschland zumindest eine Webseite heißt medienbindelsstrich kindersicher.de.
00:59:09: Da packen
00:59:09: wir in die Show Notes.
00:59:10: Genau, das wäre super.
00:59:13: Meines Dafür halten es die beste deutsche Website zum technischen Jugendschutz.
00:59:18: Da kann man für jedes Social Media App, die ihr Kind nutzt eines Tages alle Datenschutzeinstellungen miteinander klick-für-klick zusammen durchgehen und das sollte man mit seinen Kindern zusammen machen damit die Kinder auch wissen was hier auf dem Spiel steht.
00:59:30: Die Kinder wollen des übrigens auch Und die Kinder wollen auch dass sich die Eltern darum kümmern Dass sie Kinder gemeinsam mit den Eltern das machen können.
00:59:39: Und genau, und an der Stelle auch ein kleiner Shout-Out.
00:59:43: Liebe Eltern ihr braucht eine Jugendschutzpin für Netflix auf dem Fernseher.
00:59:50: Zurzeit schauen die Kinder alle Stranger Things.
00:59:53: Hey da bin ich ausgestiegen bei der zweiten Staffel.
00:59:55: Wann mir das so krass wurde?
00:59:57: Richtig!
00:59:57: Und es wird nach hinten raus immer noch
00:59:59: krasser.
01:00:00: Ich habe Kinder in den Grundschulen, die haben alle Staffeln von Stranger things gesehen.
01:00:05: Das passiert ebenfalls nur wenn Eltern sich nicht Quasi darum kümmern, dass es im Haushalt quasi Medien gibt die nicht für Kinder geeignet sind.
01:00:14: Die man Kindern nicht zugänglich machen sollte.
01:00:16: natürlich kann ich damit nicht verhindern das das Kind beim Freund dann doch straighter Sings schaut aber Ich muss es ja wirklich nicht einladen dazu weil Gelegenheit macht Liebe.
01:00:24: So ist es.
01:00:25: so ist es Herr Wolff.
01:00:27: ich würde zum Ende gerne noch zwei Themen.
01:00:29: also erst mal würde ich mir so wünschen Dass wir so einen ermutigenden Ausstieg finden Also was Eltern tun können und was wir brauchen.
01:00:35: vorher Aber noch die Frage weil sie finde auch wichtig Was sind die Red Flex, die ich bei meinen Kindern beobachte?
01:00:42: Sie haben schon mal hier unter einem Nebensatz gesagt.
01:00:44: Die sind tagsüber total müde!
01:00:46: Die wirken depressiv...die sind traurig.
01:00:48: Also was sind so Warnsignale im Verhalten des Kindes egal in welchem Alter wobei mir die also gerade jetzt nach unserem Gespräch die Alarm-Sirenen schrillen dürfen?
01:01:01: Also Müdigkeit Plötzliche Schweigsamkeit Also quasi, wenn mein Kind das eigentlich normalerweise sehr viel erzählt, plötzlich nichts mehr zählt.
01:01:17: Aus Angst sich zu verblabbern.
01:01:19: Wenn ein Kind plötzlich... Naja, irgendwann stimmt nicht, aber man weiß nicht was!
01:01:26: Wie geht es dir gut?
01:01:28: Klang mal auf, hör auf zu fragen, klang mal zu.
01:01:30: Richtig,
01:01:31: sehr, sehr einsilbig.
01:01:32: und natürlich, wenn das Kind nach Hause kommt sofort im Zimmer verschwinden die Tür zu.
01:01:38: Das sind so Signale, die können auch andere Gründe haben.
01:01:41: Das ist das Komplexe.
01:01:42: aber ich würde immer auch nachfragen hey wie geht es da eigentlich so im Internet?
01:01:46: Was habt ihr heute so gemacht?
01:01:47: was ist cool im Klassenchat und was ist lustig im Klassenschat?
01:01:52: Ich würde versuchen eine Art digitale Tuffühlung zu behalten.
01:01:56: natürlich wird mein Kind eines Tages in der Pubertät mir nichts mehr erzählen wollen aus seinem Leben.
01:02:01: das ist völlig normal.
01:02:01: Die Kinderkapsel sehe ich dann ein bisschen ab Aber die ganze Zeit vorher Und das ist bei den meisten Kindern ja dann doch noch zwei Jahre, die muss sich nutzen um ein digitales Fundament des Vertrauens zu bauen.
01:02:14: Weil ich sage es nochmal, das Wichtigste was Eltern haben ist das Vertrauen ihrer Kinder in sie und das haben Eltern nicht automatisch sondern das muss man sich verdienen.
01:02:26: und Ich glaube wenn wir nach diesen Symptomen suchen Dann ist es eigentlich schon so spät.
01:02:31: Wir sollten uns bewusst sein vorher schon präventiv was passieren kann, deshalb finde ich sollten vor allem Eltern die sich überlegen im Kind ein Smartphone zu geben.
01:02:42: Vorher schlau machen!
01:02:44: Vorher nicht.
01:02:45: und bitte glaubt nicht ihr könnt einem Kind ein smartphone geben und dann unterwegs alle Probleme lösen die dann vielleicht auftauchen.
01:02:51: das geht immer schief immer da gibt's keine Ausnahme.
01:02:55: es geht immer Schief.
01:02:57: und bitte bitte dieses schöne.
01:02:58: Ich vertraue doch meinem Kind.
01:02:59: mein Kind vertraut mir.
01:03:01: Das ist ein, wie soll man sagen?
01:03:03: Ein Satz der wird bei Smartphones immer zerstört werden.
01:03:10: Das gibt es nicht!
01:03:11: Kein Kinderwelt kann seine Neugier jahrelang widerstehen, kein Kinderwelt sieht nichts Schlimmes.
01:03:20: Deshalb müssen wir darauf gefasst sein und ich glaube einen Großteil können wir präventiv lösen.
01:03:26: Da gibt's auch eine Website die heißt Mediennutzungsvertrag.de.
01:03:30: die empfehle ich dringendst als Vorbereitung und ich finde das Eltern, Mama und Papa sollten sich unbedingt gemeinsam ein Abend frei nehmen und da hinsetzen.
01:03:39: dann geht in die Smartphone Abteilung und lasst euch einfach mal ein paar Regeln vorschlagen.
01:03:44: Da werdet ihr entdecken Mama und Papa haben gar nicht in allen Fällen dieselbe Meinung.
01:03:48: Das heißt, ihr könnt jetzt noch vorab miteinander diskutieren wie ihr das regeln wollt.
01:03:53: Und dann muss euer Kind es nämlich später nicht rausfinden und dann zudem gehen der mehr erlaubt und dann streitet ihr später... ...das ist super toll wenn ihr's vorher bespricht!
01:04:01: Und dann habt ihr im Schluss eine Art Regelwerk und das sind ein paar Seiten.
01:04:07: Dann nehmt euch bitte den ganzen Abend frei weil es lohnt sich.
01:04:10: Jetzt müsst ihr nur einen Mal machen Und dann holt ihr am Wochenende drauf, euer Kind dazu und erklärt euren Kind jede einzelne Regel.
01:04:18: Bei manchen wird euer kind sagen Mama das ist doch für drei jährige!
01:04:22: Das heißt doch jeder!
01:04:23: Dann freut euch aber seid trotzdem froh dass ihr darüber gesprochen habt weil diese Regeln stehen nicht umsonst da.
01:04:29: Und zweitens und dann werdet ihr vielleicht auch merken dass euerkind manchmal sagt und überlegt und sagt okay da habe ich noch nie dran gedacht aber wenn das passiert ok gut dann haben wir es jetzt besprochen.
01:04:39: dann weiß ich was ich jetzt tun muss Und da könnt ihr euch freuen, weil das wäre schief gegangen.
01:04:45: Und jetzt habt ihr am Schluss einen Vertrag, den könnt ihr auch wenn euch das so juristisch ist, dann könnt ihr das Wort durchstreichen und Handyregeln drüber schreiben und unterschreiben alle feierlich und ihr wisst worum es geht.
01:04:58: Und das Schöne ist die Kinder wissen jetzt dass meine Eltern sich Zeit nehmen und wirklich bis ins Detail wissen wollen was ich im Internet machen werde.
01:05:07: Das heißt sie sind offensichtlich kompetent und interessiert Und wenn ich ein Problem habe, dann wird es wahrscheinlich eine dieser Fragen berühren und ich weiß.
01:05:15: Ich hab darüber mit meinen Eltern schon mal gesprochen und es fehlt mir viel leichter zu meinen Eltern zu kriegen.
01:05:20: Ich kann mich ja niemanden wenden!
01:05:21: Richtig genau.
01:05:22: und deshalb ich sag's mal so, ich möchte riesengroß Werbung machen für diese Seite.
01:05:27: Shout out vielleicht an Clicksafe.
01:05:29: ihr müsst das mal wieder aktualisieren aber es ist trotzdem die beste Website.
01:05:35: als Vorbereitung denke ich Jede Minute auf mediennutzungsvertrag.de spart den Eltern später eine halbe Stunde Streit mit einem Teenager, der heulend auf der Trippe sitzt und die Eltern
01:05:49: hasst.".
01:05:50: So nämlich!
01:05:52: Das war doch schon mal ne schöne Inspiration nach dem... Thema Surfen nachts im Internet so ein großes ist.
01:05:59: Schenkt man den Kindern am besten einen Wecker, versucht auch das zu besprechen dass die das Handy und Erwachsene müssen es natürlich auch bisschen vorleben.
01:06:07: Letzte Woche habe ich ein junges Paar getroffen Und sie haben eine Handybox am Eingang eingerichtet und die kommen nach Hause und beide legen ihr Hände in die Handy Box und dann ist erst mal offline.
01:06:19: Man isst zusammen aber nicht ständig hat man das Ding in der Hand.
01:06:23: Halt dich für einen guten Hinweis.
01:06:26: Ich habe auch schon Fotos geschickt bekommen vom Handyhotel aus quasi ...
01:06:31: Weit weg hoffentlich!
01:06:33: Aus
01:06:33: Stoff, wo alle so Stoftaschen haben oder es gibt.
01:06:39: ich empfehle persönlich eine Familienladesstation weil dann kann man dieses Handy irgendwo hintun gleichzeitig mit dem praktischen Aufladen verbinden.
01:06:50: Und es gibt ganz tolle Familien-Ladestationen.
01:06:53: Das gibt mit acht, mit zehn und zwölf Slots.
01:06:55: Es gibt für alle Kabel die man braucht... ...und es gibt Wadi natürlich so groß sind das auch alle Tablets und Nintendo Switches der Familie da reinpassen!
01:07:04: Und dann sollte man bitte unbedingt noch Folgendes dazutun?
01:07:08: Also ich sag's nochmal bitte liebe Eltern ihr braucht ALLE einen eigenen Werker weil auch ihr schlaft ohne Smartphone besser.
01:07:16: Und ich weiß, dass neunzig Prozent der Eltern ein Smartphone als Wecker benutzen.
01:07:19: Ich selbst habe das auch gemacht bis uns eines Tages aufgefallen ist, dass man damit seinen Kindern zeigt, dass ein Smartfon im Bett okay ist und es ist nicht ok.
01:07:31: Das ist das Schlimmste was ihr in den Kindern antun könnt weil alle Kinder die das machen, machen zuerst das Gerät leise und dunkel und dann geht die Post ab.
01:07:39: Und das weiß jeder Jugendliche und lustigweise glauben viele Eltern Aber sie wissen nicht, wie oft die Kinder heimlich dann doch eins ins Bett schmuggeln.
01:07:46: Weil Sie müssen jeden Abend einfach gucken!
01:07:49: Und das Schöne ist wenn ich so eine Familienladerstation habe und dann mache ich dazu die Zähneputzen-Zähne-Putzenregel, dass in der Familie am Abend nach dem Zähnenputzen keiner mehr ein digitales Grill benutzt und in der Früh vor dem Zäne putzen auch nicht... eindeutig geregeln.
01:08:05: und es funktioniert deshalb, weil die Kinder nämlich nachts aus Klo gehen und schauen ob sich die Eltern daran halten oder nicht.
01:08:14: Und wenn die Hände ist der Eltern auf Dauer da sind dann haben die Kindern eine Chance selbst zu lernen.
01:08:20: sie haben die Chance ausreichend zu schlafen und gut zu schrafen Sie haben eine Chance ihre schulischen Leistung überhaupt zu entfalten ja.
01:08:28: und sie haben eine chance auch sehr viel glücklicher zu sein als die Kinder deren Eltern das nicht machen.
01:08:34: Das ist eine kleine Investition und gleichzeitig die beste technische Investition, die man heute machen kann.
01:08:42: Wenn man Kinder im Smartphone Alter hat.
01:08:45: Und wenn ihr den zirciaden Rhythmus auch noch Schulen möchtet dann kauft ihr euch ein Tageslichtwecker also keinen deren Sound macht sondern mit dem die Sonne aufgeht.
01:08:54: was
01:08:55: kann man ohne oben rein?
01:08:56: auch nochmal bei der Gelegenheit natürlich ja klar.
01:09:00: nur wichtig ist dass sich die Eltern dieser kleinen oft als, wie soll man sagen, Unannehmlichkeit empfundenen.
01:09:09: Dass sie das einfach bitte trotzdem machen.
01:09:12: und natürlich weiß ich dass manche Eltern am Abend noch ein bisschen chillen oder mal kurz auch die E-Mails checken.
01:09:19: Liebe Eltern!
01:09:20: Bitte, es steht in keinem Verhältnis.
01:09:23: Die dümmste Idee, vielleicht mal ganz provokant ist wenn wir unseren Kindern einen Bildschirm im Bett erlauben Und die zweit dümmste Idee ist, wenn wir das selbst vorleben.
01:09:34: Deshalb bin ich ganz, ganz entschieden kein Bildschirm im Bett und wenn wir nicht wollen dass unsere Kinder es machen oder später machen, weil sie alles so machen wie wir's machen ohne drüber nachzudenken dann sollten wir selbst sehr schnell auch keine eigenen Bildschirme mehr ins Bett mitnehmen.
01:09:52: Obwohl ich keine eigenen Kinder habe, haben sie auch mir den Kopf zurecht gerückt mit ihrem Buch und in der letzten Stunde.
01:09:59: Es ist mir wirklich ein Anliegen und ich bin froh dass die da waren.
01:10:01: es gab noch tausend weitere Themen die ich so gerne mit ihnen gesprochen hätte nämlich was die psychischen Auswirkungen sind In welcher Generation man es jetzt sieht und das finde ich vielleicht.
01:10:11: zum Schluss aber wenn wir nochmal eine Kurve schlagen Aber das haben Sie mir im Vorgespräch gesagt dass die achtzehn bis vierundzwanzigjährigen heute, also quasi die Generationen, die das erste Mal mit Smartphone groß geworden ist.
01:10:24: Dass sie wenn man die fragt eigentlich gerne darauf verzichtet hätten oder eine sehr differenzierte Meinung zum Thema Smartphone haben.
01:10:31: Das finde ich hoch interessant.
01:10:32: Wollen Sie das noch teilen?
01:10:34: Ja gerne!
01:10:35: Also hier gibt es diese große irre Zwiegespaltenheit, dass man einerseits natürlich sich der Welt verbunden fühlt inspiriert wird, neue Leute kennenlernt und andererseits genau weiß wie groß der Suchtaktor ist.
01:10:49: Ich glaube die allermeisten jungen Erwachsenen und auch die älteren Jugendlichen sind mit großem Abstand für ein Social Media Mindestalter.
01:10:58: das muss man wirklich nochmal sagen und auch in die Politik ausstrahlen Weil es gibt auf so Landes-Jugendsprecher, ja Landesschülersprecher und so.
01:11:07: Das sind aber immer sehr leistungsfähige Schüler die sehr gut sozial verknüpft sind und die sozusagen die Nachteile von Social Media kaum erfahren haben.
01:11:16: Meiner Meinung nach sprechen sie nicht stellvertretend für die Schülerschaft weil ich habe jetzt Tausende, kann ich wirklich sagen tausende Jugendliche befragt Und bei mir war das Outcome ca.
01:11:29: achtzig Prozent für einen Mindestalter ab vierzehn, ca.
01:11:32: fünfzehn Prozent für den Mindestalter ab sechzehn und so gut wie niemand!
01:11:36: Also drei, vier, fünf Leute pro Jahrgangsstufe sind für ein weiter sowie bis jetzt.
01:11:41: Und ich glaube, dass sagt schon alles.
01:11:43: also wir sollten auf die jungen Menschen hören, die ganz genau wissen was zurzeit los ist und gleichzeitig sagen die nämlich unglaublich wie krass sich alles noch schneller verschlimmert, weil sie bei ihren kleinen Geschwistern das erleben und mal zu jeder Familie mit mehreren Geschwisters schimpfen die größeren Geschister mit den Eltern was die den Kleinen erlauben.
01:12:07: Und deshalb bitte liebe Eltern hört auf die größten Geschwester wenn ihr mehrere habt und wenn die vorsichtig sind dann seid es bitte auch!
01:12:14: Daniel Wolf.
01:12:15: Allein mit dem Handy, jetzt im Sommer XXV.
01:12:18: Neu erschienen!
01:12:19: Es war schon mal ein Spiegel-Bestseller und ich hoffe das ist Millionen von Menschen erreicht.
01:12:22: man kann mit ihnen arbeiten.
01:12:24: sie gehen an Schulen.
01:12:26: Ich packe auch diese Links in die Beschreibung In die Show Notes unter dieser Folge Achten Sie gut auf sich!
01:12:32: Einfach Harterstoff mit dem sie sich da beschäftigen Und ich hoffe ihr habt gut auf euch geachtet Auch beim Hören.
01:12:38: teilt diese Folge.
01:12:39: Sie ist wichtig.
01:12:40: Sie isst wirklich wirklich wirklich wichtig.
01:12:42: Das Thema ist wichtig Alle an, denn das sind die Generationen von morgen.
01:12:46: Von denen wir hoffen, dass sie es irgendwie noch ein bisschen besser machen als wir oder die Generation vor uns.
01:12:51: Die haben ja vielleicht auch nicht das eine oder andere so richtig glänzend hingekriegt.
01:12:55: also insofern und ich glaube tatsächlich weiß nicht wie's ihnen geht damit über die Politik nicht gesprochen aber ich glaube die großen Veränderungen entstehen bottom up!
01:13:04: Also das Volk Wir müssen anfangen Veränderung zu initiieren.
01:13:09: Aber die Eltern der Welt werden nicht mehr lange zuschauen.
01:13:11: Also ich bin überzeugt, wir werden in zehn zwölf Jahren zurückschauen und sagen wie konnten wir nur?
01:13:17: Und es bewegt sich jetzt was.
01:13:21: Ich möchte auch vielleicht noch mal als positivem Shoutout am Schluss sagen ihr schafft das!
01:13:27: Die Welt wird doch diesmal nicht untergehen und man kann wirklich Eltern zurzeit nur wünschen bitte habt viel Spaß dabei und viel Erfolg gemeinsam mit euren Kindern des Internets zu entdecken.
01:13:38: Stichwort ist Gemeinsam, lasst sie nicht alleine.
01:13:41: Und eure Kinder wollen mit euch das tun.
01:13:45: Nehmt euch bitte die Zeit!
01:13:47: Danke schön.
01:13:48: Lass ich genau so stehen.
01:13:50: Danke fürs Zuschauen und danke fürs Zuhören.
01:13:52: Alles Gute für Sie.
01:13:53: Dankeschön.
01:14:06: Tschüss.